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Ist rechtes Gedankengut per se schlecht und zu verurteilen?

W2alkkingDGhoxst


@ Black Gun

du scheinst es einfach nicht zu begreifen: das gewaltmonopol und die deutungshoheit darüber, welche politische strömung noch auf dem boden des grundgesetzes steht und welche nicht, liegt beim staat und nicht bei der antifa!

Hier verstehen offensichtlich einige nicht, dass diese grundlegende Prämisse überhaupt nicht zu Disposition steht. Nur, wenn man das endlich mal anerkennt, ist hier überhaupt eine geordnete, konstruktive Diskussion möglich. Aber da wird sich lieber bis zum Gehtnichtmehr gewunderten, weil man letztendlich doch davon überzeugt ist, dass alle Institutionen, welche die Grundrechte anderer schützen, bereits von den Brauen unterwandert sind. Hat irgendwie was von fundamental-religiös :_D

W<alkikngiGhxost


*gewunden

MDaWkknabxi


und auch bei der Wahl 2017 haben die linken sehr sehr viele wähler an die afd verloren

Die AFD hat 430.000 von "Die Linke" und

500.000 von der SPD gewonnen.

eUsKtax1


du scheinst es einfach nicht zu begreifen: das gewaltmonopol und die deutungshoheit darüber, welche politische strömung noch auf dem boden des grundgesetzes steht und welche nicht, liegt beim staat und nicht bei der antifa!

wenn man mit gewalt den parteitag einer nicht verbotenen partei zu sabotieren versucht, ist das ein angriff auf das gewaltmonopol des staates und auf unsere demokratie an sich. egal wie sehr man sich dabei moralisch im recht sieht.

da greifen die selben gründe, die zb auch gegen selbstjustiz sprechen, die auch im einzelfall völlig gerechtfertigt erscheinen mag, aber dennoch nicht toleriert werden darf, da sie auf dauer die staatliche ordnung aushöhlen würde.

:)^ :)= Treffender kann man es nicht formulieren!

Hier verstehen offensichtlich einige nicht, dass diese grundlegende Prämisse überhaupt nicht zu Disposition steht. Nur, wenn man das endlich mal anerkennt, ist hier überhaupt eine geordnete, konstruktive Diskussion möglich.

:)^ :)=

sbofia3x4-39 ja%hre aMlt


danke Makkabi :)^

eyniSgmatic6160x6


@ WalkingGhost

Nur so am Rande: Es gab auch mal eine Zeit, in der du noch so was wie eine Diskussionskultur hattest und deinem eigenen Rechts-/Unrechtsbewusstsein mehr verpflichtet warst als irgendwelchen Leuten, die deiner Gesinnung insgesamt näher stehen als andere.

Meine Diskussionskultur ist nach wie vor dieselbe, die sie schon immer war. Gibt nur wenig sinnvolle Diskussionen im Moment. Und ich bin nach wie vor einzig und allein meinem Gewissen verpflichtet. Und genau deswegen kann ich die AfD nicht einfach stillschweigend hinnehmen. Genau deswegen erfüllt mich ihr Erstarken mit Abscheu. Genau deßhalb bin ich nicht bereit, wohlwollend über deren Wählerschaft hinwegzusehen und ihre Entscheidung, diese Partei zu wählen, dauernd zu rechtfertigen und zu entschuldigen. Genau deßhalb bin ich erschüttert darüber, wie bereitwillig deren Ansichten nach wie vor in unserer Mitte akzeptiert werden.

@ esta1

Nenne mir den Wähler der 100 % hinter der Partei steht die er wählt, wir machen beim wählen alle Kompromisse.

Dieser Einwand war ziemlich vorhersehbar, aber gut, spiel ich mal mit. Mir ist schon klar, dass sich die Vorstellungen der Wähler so gut wie nie zu 100% mit denen der Parteien, die sie wählen, decken und dass es letztlich immer um Abwägung geht. Es gibt für niemanden bzw. wohl die allerallerwenigsten DIE perfekte Partei, sondern im Normalfall nur die bestmögliche. Oder manchmal auch die am wenigsten schlechteste.

Nichtsdestotrotz spielt es schon eine entscheidende Rolle, was man toleriert und worüber man hinwegsieht. Ich sage mal so ... würde ich mir einen Untermieter suchen, dann könnte ich vielleicht tolerieren, wenn der in seiner Freizeit hauptsächlich in Boxershorts durch die Wohnung läuft. Ich könnte auch darüber hinwegsehen, dass er Drummer ist und ab und zu in spontane Jam-Sessions verfällt, vielleicht sogar spätnachts. Ich könnte auch ein Auge zudrücken, wenn er im Garten Kaninchen züchten will. Wenn er aber beim Angucken der Wohnung und dem ersten gegenseitigen Beschnuppern zugibt, jedesmal bei Vollmond eine Prostituierte zu häuten, ihr Fleisch zu verspeisen und ihr Blut für heidnische Rituale zu verwenden, dann würde ich verdammt nochmal die Polizei einschalten. Wenn ich darüber hinwegsehe, mach ich mich verdammt nochmal mitschuldig.

Und genauso ist es auch bei der AfD. Ich könnte bei einer Partei zB darüber hinwegsehen, dass sie in Sachen Umwelt- oder Tierschutz nicht zu 100% meine Meinung vertritt. Ich könnte auch tolerieren, wenn mir der Parteivorsitzende oder der Kanzlerkandidat grundlegend unsympatisch ist, solange das Parteiprogramm einigermaßen stimmt. Aber wenn es so ist wie bei der AfD, dass sich da ganz klar völkische, rassistische Untertöne einschleichen und die Partei in ihrer Führungsriege Persönlichkeiten wie den Gauland oder den Höcke toleriert oder die Partei ganz unverhohlen am äußersten rechten Rand fischt, dann kann man da kein Auge zudrücken. Dann heißt es "Wehret den Anfängen", solche Vereine DÜRFEN nicht erstarken. Und wenn jemand dieser Partei seine Stimme gibt, denn hilft er ihr, zu erstarken - selbst wenn es andere Themengebiete sind, die diese Partei für ihn anspricht. Man kauft immer das Komplettpaket. Und in dem Fall stinkt das Komplettpaket zum Himmel, selbst wenn einzelne Komponenten unbedenklich sein sollten.

Ein Wasserwerfer ist für mich keine Gewalt, man kann ja schließlich gehen und irgendwie mussten sie ja die Leute da wegbekommen.

Tja, das ist wohl der Knackpunkt. Je nachdem wann, wo, wie und gegen wen er eingesetzt wird, halte ich den Einsatz eines Wasserwerfers durchaus für Gewalt. Ganz ungefährlich sind die Dinger ja nicht.

Es ist nicht in Ordnung, wenn Polizisten Gewalt ausüben, aber bei dem was beim G20 Gipfel los war sich noch Jahre später darüber aufzuregen, das sich ja auch 9,4 Polizisten nicht korrekt verhalten haben, finde ich albern. Und nicht verhältnismäßig!

Doch, denn genau diese 9,4 sind 9,4 zu viel. Von diesen Krawalltouristen, die hauptsächlich bei Demos auflaufen, um Chaos und Unruhe zu stiften, erwarte ich nichts anderes. Das macht deren Verhalten nicht besser, es entschuldigt nichts, aber Kriminelle tun halt mal kriminelle Dinge. Von der Polizei erwarte ich aber verdammt noch mal gesetzeskonformes, rechtlich einwandfreies Verhalten. Wenn man das nicht vorraussetzen kann, dann verliert die Polizei jedwede Glaubwürdigkeit und muss sich das zurecht vorwerfen lassen.

CWhe


Genau deswegen erfüllt mich ihr Erstarken mit Abscheu. Genau deshalb bin ich nicht bereit, wohlwollend über deren Wählerschaft hinwegzusehen und ihre Entscheidung, diese Partei zu wählen, dauernd zu rechtfertigen und zu entschuldigen.

Das ist nur zu verständlich.

Doch um wirksam etwas zu tun, was das eigene Gefühl wieder etwas in die Balance bringt, hilft es nicht, den Sack zu prügeln, wenn der Esel bockt.

Die Statistiken widersprechen ja auch der These, daß sich dort nur der rechte Bodensatz versammelt hat.

Wir sind uns doch hier schon einig geworden, daß man diese Wähler weder durch Agitation noch durch Stigmatisierung von ihrer Entscheidung abbringt, sondern daß beides die Fronten eher verhärtet?

Also kann es doch nur darum gehen, die Ursachen dieser Wahlentscheidung zu analysieren und die richtigen Schlüsse und Forderungen daraus abzuleiten. Oder?

S1cShrunxd


du scheinst es einfach nicht zu begreifen: das gewaltmonopol und die deutungshoheit darüber, welche politische strömung noch auf dem boden des grundgesetzes steht und welche nicht, liegt beim staat und nicht bei der antifa!

wenn man mit gewalt den parteitag einer nicht verbotenen partei zu sabotieren versucht, ist das ein angriff auf das gewaltmonopol des staates und auf unsere demokratie an sich. egal wie sehr man sich dabei moralisch im recht sieht.

Blackgun

Soll das jetzt ein juristisches Propädeutikum für Klippschüler werden oder was? Wer ist der Staat? Ist das der Polizeichef der jeweiligen Gemeinde? Ist das der Oberbürgermeister, der Chef des Ordnungsamts? Natürlich ist es durch Recht und Gesetz gedeckt, gegen eine Partei wie die AfD zu demonstrieren. Da sind noch ein paar unterwegs, die nicht verboten sind. Und ob du es glaubst oder nicht, auch gegen die darfst du demonstrieren. Das Demonstrieren wird dann heikel, wenn die Demonstration verboten ist. Das war meines Wissens nach nicht der Fall. Es hat keinen Angriff auf das Gewaltmonopol des Staates gegeben und erst Recht keinen Angriff auf die Demokratie. Das hört sich ja furchtbar an, was da angeblich alles passiert sein soll. Es wurde ein demokratisches Recht wahrgenommen. Dabei kam es zu Rangeleien, auf die es eine Reaktion der Polizei gab. So was soll vorkommen. Sind alle noch am Leben? Na dann.

Und der wäre?

esta

Dazu habe ich mich im letzten Absatz meines Beitrages von 08.42 geäußert.

Das kann natürlich sein dass ich mich irre und du bereits 2010 dieselben Positionen vertreten hast und hier im Forum genauso gegen Seehofer und Merkel gewettert hast, was sich auch ganz einfach nachweisen ließe. Ist das nicht der Fall dann ist das für mich einfach Schaumschlägerei.

doomhide

Ich bin seit 2009 hier angemeldet. Insofern ich mich in dieser Zeit an einschlägigen Debatten beteiligt habe, hat es bei mir keinen Positionswechsel gegeben. Ich weiß nicht es ob zu den damaligen Aussagen der Frau Merkel und des Herrn Seehofer eine Diskussion gegeben hat. Unter der Voraussetzung, dass das der Fall war und ich daran teilgenommen habe, habe ich dort mit Sicherheit nichts anderes vertreten als heute.

Abgesehen davon verschieben sich mitunter die Gewichte in solchen Debatten. Die rechten Positionen hockten damals noch dort, wo sie seit jeher zu vermuten waren. Bestimmte Ereignisse haben das bis dahin geläufige Muster durcheinandergewirbelt und die Zuordnungen verschoben. Zu einem Fight gegen Rechts zu mobilisieren, bloß weil jemand entgegen aller Realitäten nicht zur Kenntnis nehmen will, dass D nach dem WK II und in etlichen Epochen davor nie etwas anderes war als eine Zuwanderungsgesellschaft mit den entsprechenden multikulturellen Zügen, ist nicht zu jedem beliebigen Zeitpunkt das Mittel der Wahl.

Nö, das ist Quatsch. Ein Staat besteht bekanntlich aus Staatsgebiet, Staatsvolk (= Summe der Staatsangehörigen und gleichgestellten Personen) und Staatsgewalt - ganz unideologisch. Man sollte eigentlich von allein merken, wie abenteuerlich die Konstruktion ist, dass man sich da trotz entgegenstehender Fakten außen vor nimmt und dann quasi als unbeteiligter, moralischer Vollstrecker auf das Völkerrechtssubjekt (das identisch mit dem Dritten Reich ist) und dessen Angehörige eindrischt.

walking ghost

Ob du es glaubst oder nicht. Es gibt welche, die machen das einfach. Leider lebt er nicht mehr, sonst könntest du z. B. den General de Gaulle fragen, auf was er während des Exils im WK II eingedroschen hat. Da ging es nicht nur gegen die Nazis, sondern auch gegen die so ein paar Vögle in Frankreich, die mit den Nazis kollaboriert und die ihrerseits natürlich beansprucht haben, das wahre Völkerrechtssubjekt zu repräsentieren. Es hat auch Deutsche gegeben die während des WK II von Moskau oder andernorts aus auf das Völkerrechtssubjekt der Nazis eingedroschen haben. Kommt vor, so was. Und wie einer diesbezüglich seine Sympathien oder Antipathien verteilt, - auch ex post -, ist erst mal einzig und allein seine Sache. Es kann z.B. niemanden den Herrn Gauland daran hindern, die Leistungen deutscher Frontsoldaten hochzuloben. Das macht er dann am Besten irgendwann an einem 9. Mai in Moskau. Die von den Rechten so geschätzten Russen werden das sicher zu würdigen wissen.

das ist eine definitiv falsche aussage

schon bei der Wahl 2013 kam raus, daß sehr sehr viele linke wähler zur afd rübergelaufen sind und die afd gewählt haben

sofia

In meinen Beiträgen ging es nicht um die Partei "Die Linke", wenn es um die Linken ging. Es ging um die Linken auf der Straße, um das mal so auszudrücken.

WSa&lQkingG3hoxst


@ enigmatic1606

Meine Diskussionskultur ist nach wie vor dieselbe, die sie schon immer war. Gibt nur wenig sinnvolle Diskussionen im Moment. Und ich bin nach wie vor einzig und allein meinem Gewissen verpflichtet. Und genau deswegen kann ich die AfD nicht einfach stillschweigend hinnehmen. Genau deswegen erfüllt mich ihr Erstarken mit Abscheu. Genau deßhalb bin ich nicht bereit, wohlwollend über deren Wählerschaft hinwegzusehen und ihre Entscheidung, diese Partei zu wählen, dauernd zu rechtfertigen und zu entschuldigen. Genau deßhalb bin ich erschüttert darüber, wie bereitwillig deren Ansichten nach wie vor in unserer Mitte akzeptiert werden.

Du kannst von der AfD und ihren Wählern (mich eingeschlossen) selbstredend halten, was du möchtest, solange der kleinste gemeinsame Nenner zwischen uns besteht, dass der Rechtsstaat für alle gilt. Genau das ist laut der Argumentation mancher hier aber eben nicht durchweg gegeben.

Warum sollte man eine legitime Wahlentscheidung überhaupt rechtfertigen oder entschuldigen müssen? Was sollten deiner Meinung nach die Konsequenzen sein, wenn man deren Ansichten nicht akzeptiert bzw. toleriert?

Man sollte sich schon im Klaren darüber sein, dass gesellschaftliche Gruppen, die im staatlichen Gewaltmonopol herumwildern und sich die Deutungshoheit darüber anmaßen, wie man äußern oder politisch betätigen darf, bereits jetzt viel weiter fernab unserer Grundordnung stehen als das, was sie bekämpfen.

Genauso sollte man einmal hinterfragen, wieso die Gewaltenteilung in den USA trotz Präsidialsystem mittlerweile besser greift als bei uns. Trump ist mit seinem Einreiseverbot quasi baden gegangen. In Deutschland wurden weitreichendere Entscheidungen, die dem Parlamentsvorbehalt unterliegen dürften und somit nicht per gesetzlicher Ermächtigung delegiert werden können, durch Merkel im Alleingang getroffen und es wurde dafür bis heute noch nicht mal eine konkrete Rechtsgrundlage benannt. Es wundert mich ehrlich gesagt, dass da noch nicht mehr kritische Stimmen laut geworden sind, und ich frage mich, woher deine irrationale Angst davor rührt.

W(alkingG'hoxst


@ Schrund

Ob du es glaubst oder nicht. Es gibt welche, die machen das einfach.

Wenn man sich das lange genug einredet, ist das wohl so, aber die Umsetzung lässt doch sehr zu wünschen übrig, solange man dann weiterhin in dem betreffenden Land und schlimmstenfalls von der staatlichen Stütze lebt. Ich glaube, du verwechselst an der Stelle Aussteigertum mit Parasitismus. Alles in allem ein netter, aber absolut nicht überzeugender Winkelzug, um sich selbst der historischen Verantwortung aus der NS-Vergangenheit zu entziehen und diese anderen gleichzeitig immer wieder unter die Nase zu reiben.

Leider lebt er nicht mehr, sonst könntest du z. B. den General de Gaulle fragen, auf was er während des Exils im WK II eingedroschen hat. Da ging es nicht nur gegen die Nazis, sondern auch gegen die so ein paar Vögle in Frankreich, die mit den Nazis kollaboriert und die ihrerseits natürlich beansprucht haben, das wahre Völkerrechtssubjekt zu repräsentieren. Es hat auch Deutsche gegeben die während des WK II von Moskau oder andernorts aus auf das Völkerrechtssubjekt der Nazis eingedroschen haben.

Ein unter feindlicher Besatzung stehendes Land lässt sich auch wirklich super mit der aktuellen Situation vergleichen. Ich frage mich gerade, wer hier eigentlich der Ewiggestrige ist. Übrigens hat de Gaulle auch einige der Dinge gesagt, mit denen Gauland heute riesige Aufschreie produziert, wenn er diese sinngemäß wiedergibt. Sollte einem vielleicht zu denken geben, wie umfassend du über diese Person tatsächlich informiert bist.

Kommt vor, so was. Und wie einer diesbezüglich seine Sympathien oder Antipathien verteilt, - auch ex post -, ist erst mal einzig und allein seine Sache. Es kann z.B. niemanden den Herrn Gauland daran hindern, die Leistungen deutscher Frontsoldaten hochzuloben. Das macht er dann am Besten irgendwann an einem 9. Mai in Moskau. Die von den Rechten so geschätzten Russen werden das sicher zu würdigen wissen.

Siehe oben.

e"stax1


enigmatic

Nichtsdestotrotz spielt es schon eine entscheidende Rolle, was man toleriert und worüber man hinwegsieht.

Und wie sieht das jetzt genau praktisch aus?

Wie äußert es sich genau das Du die AfD nicht tolerierst? Abgesehen davon, das Du hier im Forum so tust als hättest du die Deutungshoheit. Ich meine was machst Du im richtigen Leben, damit weniger Menschen die AfD wählen? Okay, Du beschimpfst sie als Nazis. Aber ich meine jetzt eher was, was mit Erfolg gekrönt ist, etwas was unsere Gesellschaft besser macht?

Enigmatic, Schrund und Raj,

ihr verteidigt auf biegen und brechen die Demo vor dem AfD-Parteitag, aber nicht einer von Euch kann mir erklären, wozu das gut war und was damit erreicht wurde? Ich meine wenn man so hinter etwas steht muss man doch den Sinn erklären können. Vielleicht überzeugt ihr ja noch ein paar Leute das nächste Mal mitzumachen ;-) .

Vielleicht habe ich ein paar Vorurteile gegen diese neuen "Aktivisten", aber sorry Jungs ihr bestätigt die auch. Wenn eine Aktion verteidigt wird, aber man noch nicht mal den Sinn erklären kann, tja was soll man da denken?

siofiao34-39 yjahre} alxt


Zitat

das ist eine definitiv falsche aussage

schon bei der Wahl 2013 kam raus, daß sehr sehr viele linke wähler zur afd rübergelaufen sind und die afd gewählt haben

sofia

In meinen Beiträgen ging es nicht um die Partei "Die Linke", wenn es um die Linken ging. Es ging um die Linken auf der Straße, um das mal so auszudrücken

das war mir schon klar

und ich dachte schon daß du das sagen würdest

daß nur allgemein nur von linken sprichst die man auch auf der straße findet bei Demos und gegendemos

aber auch linke, die auf der straße zu finden sind und Demos besuchen, gehen wählen, nicht alle, aber einige

die die neulich auf der straßewaren, die sind an dem tag wohl keine afd wähler gewesen und auch nicht im herbst 2017 nehme ich an

aber bei 400.000 wählern der Partei die linke die im Zeitraum 2013 bis 2017 sich entschlossen haben, von der linken zur auf rüberzulaufen, waren bestimmt eine menge darunter, die in den letzten jahren, durchaus auch auf der straße waren bei Demos und auch bei gegendemos gegen rechts.

ich kann mir nämlich nicht vorstelen, daß alle diese 400.000 die vorher bei der Partei die linke waren (und jetzt bei der afd sind) im Zeitraum 2013 bis 2017 bzw. in den letzten 4 jahren, keine Demos und gegendemos aufgesucht haben.

hier der zitat nochmal:

Den Linken, die auf die Straße gehen, ist aber niemand nach rechtsaußen verlorengegangen. Sie treten gegen die Rechten an, um sie zu bekämpfen, um das zu bekämpfen, wofür sie stehen

bei den 400.000 die jetzt anstatt links nun afd wählen seit 2013, waren bestimmt welche drunter die in den letzten jahren auch bei Demos gegen rechts auf die straße gegangen sind, so meine es.

denn linke die auf die straße gehen wählen auch, nicht alle, kenne viele die es nicht tun, aber die meisten gehen schon wählen, und zwar die Partei die linke, bzw. manchmal in der vergangenheitsform "wählten"

sorry falls etwas umständlich formuliert |-o

eCnig0matikc160x6


@ Che

Doch um wirksam etwas zu tun, was das eigene Gefühl wieder etwas in die Balance bringt, hilft es nicht, den Sack zu prügeln, wenn der Esel bockt.

Da hast du natürlich recht. Und ich gebe auch zu, dass ich da stellenweise etwas zur ... hm, nicht Überreaktion, aber doch zu eher emotionalen bzw. streckenweise unsachlichen Reaktionen neige. Ich habe andererseits aber auch keine "Missionierungsansprüche".

Die Statistiken widersprechen ja auch der These, daß sich dort nur der rechte Bodensatz versammelt hat.

Das macht es doch aber nicht besser, ganz im Gegenteil. Das verschlimmert die Lage ins Unendliche. Wenn eigentlich Nicht-Rechte bereitwillig darüber hinwegsehen, dass sie mit ihrer Stimme sowas potentiell Verheerendes unterstützen. Genau das ist das, was ich oben mit der Mitschuld meinte. Da kann man sich dann auch nicht auf Protestwahlen, Abgehängheit oder ähnlichen Scheiß rausreden. Man kauft eben das Komplettpaket und dazu gehört bei der AfD eben auch der alles andere als kleine, durchaus einflussreiche (bedenklich-)rechte Flügel. Wer diese Kräfte mit seiner Stimme legitimiert - oder in Kauf nimmt, dass sie mitlegitimiert werden, selbst wenn man eigentlich nur die anderen, nicht so extremen Kernpunkte der AfD unterstützt - der trägt Mitschuld, ganz egal, was die angebliche Motivation dahinter ist.

Wer protestwählen will (mal ganz abgesehen davon, dass ich das ganze Konzept bescheuert finde) um den etablierten Parteien eines auszuwischen, der soll die Tierschutzpartei wählen. Oder die Violetten oder ähnliche Nonsensparteien. Protestwählen tut man nicht zufällig sowas wie die AfD, dazu gehört entweder eine bewusste Entscheidung für deren Programm oder eine komplette Ignoranz gegenüber der beträchtlichen negativen Seiten, die diese Partei mit sich bringt. Ersteres zeugt von rechter Gesinnung (und nein, ich meine nicht das harmlose "rechtskonservativ") oder zumindest rechten Tendenzen, letzteres - gerade vor dem Hintergrund deutscher Geschichte - von unglaublicher Dummheit und Kurzsichtigkeit.

Irgendwo habe ich mal die aussage von jemanden über den Zusammenhang zwischen Anstand, Intelligenz und Rechtsextremismus gelesen. Da hieß es so in etwa, dass jemand, der anständig und intelligent ist keinen Rechtsextremismus unterstützen kann, dass jemand der intelligent ist und den Rechtsextremeismus unterstützt nicht anständig sein kann und dass jemand der anständig ist aber den Rechtsextremismus unterstützt nicht intelligent sein kann. Das ist auch vollends meine Überzeugung. Und ja, die AfD mag (noch) nicht komplett und unverhohlen rechtsextrem sein, aber die Anzeichen und Tendenzen sind ganz klar da und alleine das sollte sie für jeden mit genügend Intelligenz und Anstand unwählbar machen. Wie gesagt, wehret den Anfängen !

Also kann es doch nur darum gehen, die Ursachen dieser Wahlentscheidung zu analysieren und die richtigen Schlüsse und Forderungen daraus abzuleiten. Oder?

Theoretisch. Wenn man optimistisch genug ist zu glauben, dass sich da was machen lässt. Ich bin aus Prinzip kein Optimist, vor allem dann, wenn es um die menschliche Natur geht.

@ WalkingGhost

Du kannst von der AfD und ihren Wählern (mich eingeschlossen) selbstredend halten, was du möchtest, solange der kleinste gemeinsame Nenner zwischen uns besteht, dass der Rechtsstaat für alle gilt. Genau das ist laut der Argumentation mancher hier aber eben nicht durchweg gegeben.

Zu diesen rechtsstaatlichen Prinzipien gehört auch der Gleichheitsgrundsatz. Oder die Unantastbarkeit der menshclichen Würde. Menschenrechte. Wie hält es die AfD denn damit, wenn es nicht nur um weiße, heterosexuelle Deutsche mit christlichem Hintergrund geht, hm ?

Man sollte sich schon im Klaren darüber sein, dass gesellschaftliche Gruppen, die im staatlichen Gewaltmonopol herumwildern und sich die Deutungshoheit darüber anmaßen, wie man äußern oder politisch betätigen darf, bereits jetzt viel weiter fernab unserer Grundordnung stehen als das, was sie bekämpfen.

Mit dieser Logik dürfte man auchJudenvergasung wieder ins Parteiprogramm aufnehmen. Darf man aber nicht, oder ? Weil verfassungswidrig und so. Also muss wohl zwangsweise jemand die Deutungshoheit darüber haben, was erlaubt ist und was nicht.

Es wundert mich ehrlich gesagt, dass da noch nicht mehr kritische Stimmen laut geworden sind, und ich frage mich, woher deine irrationale Angst davor rührt.

Meine irrationale Angst wovor genau nun ?

einigm,a"t\i!cr1606


Ein unter feindlicher Besatzung stehendes Land lässt sich auch wirklich super mit der aktuellen Situation vergleichen. Ich frage mich gerade, wer hier eigentlich der Ewiggestrige ist.

Na, wenn es nach der AfD geht sind wir ja quasi feindlich besetzt.

@ esta1

Und wie sieht das jetzt genau praktisch aus?

Wie äußert es sich genau das Du die AfD nicht tolerierst? Abgesehen davon, das Du hier im Forum so tust als hättest du die Deutungshoheit. Ich meine was machst Du im richtigen Leben, damit weniger Menschen die AfD wählen? Okay, Du beschimpfst sie als Nazis. Aber ich meine jetzt eher was, was mit Erfolg gekrönt ist, etwas was unsere Gesellschaft besser macht?

Das mag dich jetzt schockieren, aber - nix. Wie ich gerade geschrieben habe, sehe ich wenig Sinn darin, da irgendwelche Schritte einzureiten, da man die Leute mMn nicht von diesem Weg abbringen wird, wenn sie nicht selber drauf kommen. Durch Input von außen wird es jedenfalls mMn nicht passieren. Ansonsten natürlich zum einen die Tatsache, dass ich die AfD im Leben nicht wählen würden. Des weiteren zB als persönliche Konsequenz, dass ich alle Leute aus meinem Leben aussortiert habe, die mir als AfD-Wähler bekannt sind.

Recht viel mehr lässt sich auch nicht machen. Ich wohne am Arsch der Welt, Demos gibts hier keine.

ihr verteidigt auf biegen und brechen die Demo vor dem AfD-Parteitag, aber nicht einer von Euch kann mir erklären, wozu das gut war und was damit erreicht wurde? Ich meine wenn man so hinter etwas steht muss man doch den Sinn erklären können. Vielleicht überzeugt ihr ja noch ein paar Leute das nächste Mal mitzumachen ;-) .

Das wurde durchaus schon erklärt. Es sollte ein deutliches Zeichen gegen den zu erwartenden, weiteren Rechtsruck der Partei gesetzt werden. Du willst den Sinn nur nicht sehen, um dir die "Aktivisten" und "Linken" weiter schlechtreden zu können. Und dich darüber lustig machen zu können. Wasserwerfer und so :=o

VzerscLhw-pqraktziker


@ esta

Ich finde die Polizisten könnten auch Regenschirme verteilen, bevor sie den Wasserwerfer anmachen!

Ein Spruch aus der Vergangenheit: Polizei - dein Freund und Helfer.

Naja, manchmal sind sie wirklich Kumpel, ich habe meinen flüchtenden Hund dreimal bei der Polizei wieder abgeholt.

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