» »

Ist rechtes Gedankengut per se schlecht und zu verurteilen?

WIalkinJgGhoxst


@ Che

Dann sind es halt wenigstens dunkelste Stunden des Journalismus.

Es gibt aber auch genug Leute, die entweder allgemein die Aufmerksamkeitsspanne einer Stubenfliege haben oder denen der Linksdrall bestimmter Zeitschriften entgangen ist. Die nehmen solchen Scheiß dann gefühlt als allgemeine Norm wahr.

t6hat'Gs thBe .way it ixs


Ja. Und

Tiefer kann kein Land mehr sinken!

angesichts von bloßem Schwachsinn in den Medien ist auch so ein Fall von nassem Höschen...

WIalkixngGhoxst


@ esta1

Aber zumindest die Süddeutsche ist doch eine seriöse Zeitung. Ich kann nicht fassen das da so etwas abgedruckt wird, selbst wenn es konstruiert ist, ist das doch beschämend für die "Süddeutsche".

Naja, sie ist ihrem Selbstverständnis nach vor allem eine "gemäßigt"-linke Zeitung, was ich in dem Maße bis vor Kurzem auch nicht auf dem Schirm hatte. Bei der Zeit war es seit ein paar Jahren bzw. dem Ableben von Helmut Schmidt mehr oder minder klar. Man sollte sich halt immer auf der Metaebene damit auseinandersetzen, welche Zutaten eine Zeitung ihrer Berichterstattung beimischt, damit man diese einkalkulieren kann.

S{c%hrxund


Ich lasse jetzt mal explizit diese AfD außen vor. Ich denke schon, dass das in der SZ aufgegriffene Thema von einer bestimmten Relevanz ist. Sobald ein Kind neben dem Elternhaus andere soziale Kontakte aufbaut, werden zwangsläufig Erfahrungen gemacht, die mit den Verhältnissen im Elternhaus mehr oder weniger kompatibel sind. Dass das zu Konflikten führen kann, liegt auf der Hand. Wenn Kind A meinetwegen aus einer "linken" Familie stammt, in der Sachen wie Solidarität, Humanität, Respekt und Offenheit gegenüber Menschen anderer Herkunft oder Hautfarbe wichtig sind und über eine Kinderfreundschaft in eine Familie hineinngerät, in der das krasse Gegenteil praktiziert wird, dann muss damit irgendwie umgegangen werden. Denn das Kind wird dazu ein paar Fragen haben, auf die es Antworten verlangen kann. Vielleicht wird es auch ein paar bisher unbekannte Verhaltensweisen an den Tag legen, die eine Nachfrage rechtfertigen. So gesehen verstehe ich diese Abscheu- und Empörungsarie nicht, die der SZ-Link hier bei manchen ausgelöst hat.

C2hxe


So gesehen verstehe ich diese Abscheu- und Empörungsarie nicht, die der SZ-Link hier bei manchen ausgelöst hat.

Ein wenig verstehe ich das. Ich finde bedenklich, daß dies in der Öffentlichkeit in einer nicht neutralen Form thematisiert wird. Es wird unterschwellig klar, wir sind die Guten und wollen mit denen nichts zu tun haben. Da kann man schon eine agitatorische Absicht* dahinter vermuten.

Wieso kommen diese Leute nicht von selbst auf die Idee, mit diesen als Problem empfundenen Eltern das im Gespräch zu klären? Entweder man kommt sich dabei inhaltlich näher und findet einen Umgang miteinander - der auch darin bestehen kann, politische Themen völlig zu vermeiden (das wird ja bei vielen Familienfeiern und Betriebsveranstaltungen auch so gehandhabt), oder man stellt übereinstimmend fest, daß man auch dafür keine Basis mehr hat. Nee, das muß in die Presse.

*ich bin da etwas dünnhäutig, ich habe das zur genüge von Staats wegen erlebt.

mFitltelgrtobröRhrig


in der Sachen wie Solidarität, Humanität, Respekt und Offenheit gegenüber Menschen anderer Herkunft oder Hautfarbe wichtig sind und über eine Kinderfreundschaft in eine Familie hineinngerät, in der das krasse Gegenteil praktiziert wird

Lies den Artikel nochmal und ersetze ARD durch Muslime, wo bei vielen nämlich ironischerweise das, was du oben geschrieben hast, auch 1:1 passt und überleg dir die Reaktionen auf den Artikel. Das hilft vielleicht zur Erklärung. Und nein, der Unterschied ist nicht, dass das eine Rassismus wäre und das andere nicht, weil es um zwei ähnlich gelagerte Ideologie geht, wo die Mitglieder durchaus die Wahl haben, dem den Rücken zu kehren. Ich müsste auch nicht mit (ideologischen! - was aber meiner Meinung nach der kleinere Teil ist) FPÖ-Wählern näher befreundet sein, aber der Artikel hat was von "zur Hexenjagd blasen". Wäre es nun so, als gäbe es in Deutschland überhaupt keine Gründe, das Kreuzchen bei der ARD zu machen, die es aber, wie auch in diesem Thread dargelegt, durchaus gibt, verstünde ich das noch eher, aber so ist das lediglich ein Aufruf an die selbsternannte moralische Elite, die eigene Meinungsblass möglichst von Störfaktoren zu säubern, um nicht über vielleicht unangenehme Dinge nachdenken zu müssen.

mEittelPgrobw;hrxig


AfD natürlich, nicht ARD.

W&alkintgGhxost


@ Schrund

Im Grunde geht es laut der Fragestellung darum, wie man dem Kind vermittelt, warum man jemanden wegen seiner politischen Meinung ausgrenzt bzw. meidet.

Das Ganze ist so konstruiert, dass es offensichtlich gar nicht um Kinder geht, sondern darum, eine bestimmte Botschaft zu transportieren. Aber du hast ja ebenfalls versucht, Gauland wegen seiner Flüchtlingshilfe in Vietnam gleich ein Trauma anzudichten.

S!chruxnd


Es wird unterschwellig klar, wir sind die Guten und wollen mit denen nichts zu tun haben. Da kann man schon eine agitatorische Absicht* dahinter vermuten.

Wie das in die Zeitung gekommen ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Ob dahunter eine agitatorische Absicht steckte, sei mal dahingestellt. Die einzelnen Antworten, abgesehen von dem leicht hypernervösen Eingangsstatement, stützen diese Vermutung nach meinem Gefühl eher nicht. Der letzte Beitrag ist eher eine Parodie auf Leute mit Schaum vorm Mund.

Sichr7und


Aber du hast ja ebenfalls versucht, Gauland wegen seiner Flüchtlingshilfe in Vietnam gleich ein Trauma anzudichten.

Das war kein Gedicht, das war Prosa, noch dazu ein Tatsachenbericht. Suche im Internet, und auch du wirst fündig ]:D

mpittelg>robröxhrig


Wie gesagt: ersetz AfD-Wähler mit "Muslime" und lies den Artikel nochmal. Und falls du den Vergleich nicht zulässig findest, hätte ich gerne eine Erklärung, warum. In Sachen Toleranz und Offenheit und Inklusion der jeweilige "anderen" seh ich da nämlich kaum Unterschiede.

S%chmruxnd


Lies den Artikel nochmal und ersetze ARD durch Muslime

Nein ich ersetze gar nichts. Allerdings frage ich mich, ob wir über das Gleiche reden. Ich rede nicht über einen Artikel, sondern über eine Frage und drei Antworten von drei verschiedenden Leuten, die keineswgs homogen sind.

Wnalkin$g@Ghosxt


@ Schrund

Wie das in die Zeitung gekommen ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Ob dahunter eine agitatorische Absicht steckte, sei mal dahingestellt. Die einzelnen Antworten, abgesehen von dem leicht hypernervösen Eingangsstatement, stützen diese Vermutung nach meinem Gefühl eher nicht. Der letzte Beitrag ist eher eine Parodie auf Leute mit Schaum vorm Mund.

Irgendwie besteht deine Diskussionsweise immer nur daraus, in die eine Richtung zu verabsolutieren und in die andere zu relativieren.

mtittelggrobröBhrig


Sorry, ja, hast recht. Ich rede von dem SZ-Link, der natürlich kein Artikel ist. Du kannst das mit dem Ersetzen natürlich auch lassen, ich wollte lediglich behilflich sein, die "Abscheu- und Empörungswelle" eventuell nachvoziehbar zu machen *:)

SZchrrund


Irgendwie besteht deine Diskussionsweise immer nur daraus, in die eine Richtung zu verabsolutieren und in die andere zu relativieren.

Ich bin halt ein unflexibler alter Sack

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen im Café "Chez Gautier" oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sport


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH