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Ist rechtes Gedankengut per se schlecht und zu verurteilen?

SKchLrunxd


Das würde mich schon mal interessieren, wie man die "Bildungsreserve" einer Population einigermaßen trennscharf identifizieren kann. Also ich weiß, dass nach dem Ende des WK II nicht unbedingt die Hellsten an den neu entstandenen Schulen des Landes unterrichtet haben. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Trotzdem hat dieses Land unter diesen ziemlich miserablen Bedingungen in der Folge durchaus beachtliche wissenschaftlich-technische Leistungen zustande gebracht. Womöglich ist die beschränkte Doktrin von Deppen auf die einigermaßen entwickelte Intelligenz von Auszubildenden getroffen? Vielleicht kennt sich da jemand aus. Wo und wie siedelt sich unter welchen Bedingungen Intelligenz an, die für ein Gemeinwesen nutzbar gemacht werden kann? Es könnte ja immerhin sein, dass die Bürgerlichen jede Menge Kohle in ihre am Ende talentfreien Sprösslinge investieren, während andernorts ein neuer Schrödinger herankeimt, aber unentdeckt bleibt. Diese Schätze sollten aber gehoben werden.

Jetzt kann man natürlich sagen, dass man mit diesem Risiko unentdeckter Bildungsreserven leben können muss. Ja, das ist so. Man kann mit jedem Risiko leben, bis es einem um die Ohren fliegt. Gelegentlich höre ich etwas von deutscher Ingenieurskunst. Irgendwo müssen die Männer und Frauen, die diese Kunst beherrschen, schließlich aufgewachsen und in entsprechende Bildungseinrichtungen gegangen sein. Solche gibt es auch in meinem Bekanntenkreis und die wissen Sachen, da kann ich nur mit den Ohren schlackern. Die Rechten beschimpfen diese Männer und Frauen in einem fort und würdigen ihre Fähigkeiten herab und spekulieren darauf, dass das keiner merkt. Das ist eine Schande für Deutschland, aber keine Alternative.

SXVKx99


so langsam wird langsam inflationär mit den Schanden..jeder der nicht auf Mutti-Linie ist,ist eine Schande..das ist doch eine Schande ,sowas.. ;-D ..ja ..ich gebs zu ,am 24. bin ich "Schande fürDeutschland".. ]:D

sPensib_elma+nn9x9


als durch einen bildungsweg, der den interessen, stärken und der allgemeinen leistungsfähigkeit des einzelnen entspricht. in ihren neigungen und befähigungen unterscheiden sich die menschen einfach sehr stark

Nach meinem Verständnis von Schule ist es nicht Aufgabe von Allgemeinbildung, irgendwelche Spezialinteressen herauszubilden. Hinzu kommt, dass man, bevor man seine Stärken und Schwächen, seine Neugungen erkennt, dazu erst einmal in die Grundlagen einsteigen muss, um danach zu separieren und zu entscheiden. Eine Entscheidung ohne Basis gleicht einem Würfelspiel.

Gerade bei jungen Leuten ändern sich die Neigungen und Interessen relativ häufig. Vieles an Interessen und Neigungen können zudem von entsprechenden Lehrern befördert oder auch gedämpft werden und kommen nicht allein aus dem Interesse des Kindes oder des Jugendlichen heraus, sondern werden zu erheblichen Teilen durch die Umgebung geprägt.

Und ja, wenn Jugendliche hinreichend selbständig werden, dann sollten sie auch nach und stärker nach in speziellen Gebieten gefördert werden (zumindestens in einer Schule)- das sollte aber erst nach dem ca. 15. Lebensjahr erfolgen. Einen bestimmten Grundstock an Bildung und Fähigkeiten sollte aber der überwiegende Teil der Jugendlichen in ähnlichem Maße erwerben- unabhängig von der Leistungsfähigkeit. Zudem halte ich für eine spezialisierte Förderung die Schule eher für ungeeignet. Das sollten die Kinder und Jugendlichen in ihrer Freizeit erledigen (dafür sollten sie auch hinreichend Freizeit und Angebote finden).

Als Jugendlicher habe ich meine Spezialinteressen außerhalb der Schule sehr frei in Arbeitsgemeinschaften entwickleln können (Sport, Kunst, Elektronik, Musikinstrumente...)- das nützt mir bis heute sehr nachhaltig in meinem Leben- und auf Grund der Ungezwungenheit war die Motivation groß und zog hohe Leistungsbereitschaft nach sich. Ich halte es für sehr problematisch, hohe Leistungsbereitschaft nur über Noten und Zeugnisse erzeugen zu wollen- letztlich ist das nicht unbedingt immer die beste Form der Motivation.

Und ja, ich halte in der deutschen Schule, gerade in Gymnasien, eine Vernachlässigung handwerklicher Fähigkeiten (was sich auch in Mängeln geistiger Fähigkeiten niederschlägt) für sehr problematisch. In der deutschen Schule findet zudem oft keine Separation nach Leistungsfähigkeit statt, sondern eine nach Sozialverhalten und sozialem Stand.

Schule sehe ich nicht als Vorbereitung auf das Berufsleben (dafür sind Ausbildung und Studium zuständig), sondern vielmehr als Vorbereitung auf das Leben insgesamt, als Institution einer allgemeinen Bildung für alle, weil genaugenommen das nahezu jede(r) gleichermaßen benötigt- leider noch zu schwach ausgeprägt.

Z6i[m


Schule sehe ich nicht als Vorbereitung auf das Berufsleben

es gibt in Ö eine Vielzahl von berufsbildenden höheren Schulen, wie HTLs, Handelsschulen, Handelsakademien, Fachschulen und so weiter. Abschluss ist teilweise mit Matura und teilweise ohne.

Dann ist man 17, 18 oder 19 Jahre und hat nach der Schulpflicht eine solide Berufsausbildung noch dazu.

Finde ich mal grundsätzlich nicht so schlecht, wenn man sich in diesem Alter (14), wenn man eine derartige Schule beginnt, schon für eine Richtung entscheiden kann.

Duie ScehSe_rin


Comran

(ist zwar schon ein paar tage her...?

Ich glaube, die CSU ist einfach nur neidisch darauf, dass die AfD so laut ausspricht, was viele CSU-Stammtische denken. :)z

da hat aber schon unser vorzeige-schmutzbuckl franz josef strauß gesagt: rechts von der union darf es keine demokratisch legitimierte partei geben, ;-D

VuerscPhw-%prakti_kexr


Die Seherin 21.09.17 17:30

da hat aber schon unser vorzeige-schmutzbuckl franz josef strauß gesagt: rechts von der union darf es keine demokratisch legitimierte partei geben,

Die CDU/CSU hatte immer schon ein Problem mit der Demokratie. Ich war in den 1980ern bei den örtlichen Grünen und besuchte auch die öffentlichen Veranstaltungen der örtlichen CDU.

Zuerst waren sie froh, dass überhaupt jemand kam, aber dann wollten sie wissen: "Sie sind doch bei den Grünen, was wollen Sie hier?"

Naja, andere Meinungen hören. Das konnten die gar nicht verstehen.

Zu der Zeit lief im Fernsehen eine Diskussionsrunde, ich erinnere mich sehr gut. Helmut Kohl und ein "Grüner" waren dabei. Die Grünen waren demokratische Konkurrenz. Kohl hat ihn immer von oben herab als "Vertreter der Grünen" tituliert, als ob er keinen Namen hätte.

Ich hätte den Kohl angeredet mit "Hey, Sie Schwarzer".

wuhatatlragedxy


Kohl hat ihn immer von oben herab als "Vertreter der Grünen" tituliert, als ob er keinen Namen hätte.

Wenn du dich darüber aufregst, findest du es bestimmt auch ganz schrecklich, wenn es immer die "rechtspopulistische AfD" heißt, oder? Nicht? Dann würde ich über das Argument nochmal nachdenken.

N!aplesx 17


Ich verstehe generell nicht warum man meistens fragt, wie hier gefragt wird, ob rechtes Gedankengut per se schlecht ist.. Man könnte ja genau so gut fragen ob linkes Gedankengut per se schlecht ist..

Nicht jeder der zu rechts tendiert ist ein Nazi, sowie nicht jeder der zu links tendiert ein glühende Kommunist ist.

V;ersc:h<w-pr}aktikxer


"rechtspopulistische AfD"

Eine nichtssagende Worthülse, die schlechte Laune verbreiten und Andersdenkene (hier die Mitglieder einer Partei) diskreditieren soll, in der Hoffnung, dass keiner nachfragt und man die Worthülse erklären muss.

Was ist "Populismus" (von lateinisch populus ‚Volk‘)?

Die Meinung, die Gedanken des Volks aufgreifen und diskutieren?

Wenn die AfD die Einzigen wären, die dem Volk aufs Maul schauen, was sind dann die Anderen? Tyrannen, Despoten, Diktatoren, denen die Volksmeinung am Ar*** vorbei geht?

VEerschw-^prakNtikexr


Populismus betont häufig den Gegensatz zwischen dem "Volk" und der "Elite" und nimmt dabei in Anspruch, auf der Seite des "einfachen Volkes" zu stehen.

Lies mal nach bei [[https://de.wikipedia.org/wiki/Populismus Wikipedia]], wenn du schon solche Begriffe verwendest.

w)hatbatrcagedy


Lies mal nach bei [[https://de.wikipedia.org/wiki/Populismus Wikipedia]], wenn du schon solche Begriffe verwendest.

Hast du dich jetzt gerade selbst aufgefordert, den Begriff nochmal nachzulesen? ;-D

Ich wollte damit im Übrigen nur ausdrücken, dass die Diffamierung oder Objektisierung von politischen Gegnern quer durch alle Parteien geschieht, da sind die Grünen sogar häufig vorne mit dabei.

Suchrunxd


Nicht jeder der zu rechts tendiert ist ein Nazi, sowie nicht jeder der zu links tendiert ein glühende Kommunist ist.

Also ich bin ein alter Bolschewik. Daran wird sich auch für den Rest meiner Tage nichts mehr ändern.

Im Übrigen ist am Sonntag Wahl in D. Da wird dann sichtbar, was das rechte Lager tatsächlich auf die Waage bringt. Ich denke mal, es werden um die 10 vH sein. Das entspräche dann dem Bodensatz, den es immer schon gegeben hat. Also schon in den 50ern, 60ern, 70ern, 80ern, 90ern, 00ern und jetzt 10ern. Also nichts, was einen vom Bock hauen muss.

S8chrxund


Ich wil damit zum Ausdruck bringen, dass es in Deutschland zwar Nazis gibt, dass aber mitnichten die Deutschen Nazis sind und es wohl auch so ist, dass der Faschismus hierzulande, Stand heute, bei freien Wahlen, also wo keiner mit der Puschka hinter dir steht und eine bestimmte Stimmabgabe erzwingt, keine Chance hat.

BMlackp Guxn


Im Übrigen ist am Sonntag Wahl in D. Da wird dann sichtbar, was das rechte Lager tatsächlich auf die Waage bringt. Ich denke mal, es werden um die 10 vH sein. Das entspräche dann dem Bodensatz, den es immer schon gegeben hat.

das ist etwas irreführend ausgedrückt von dir. am sonntag wird sichtbar, wieviel kraft das rechte lager in wählerstimmen ummünzen kann. das sagt aber nicht zwangsläufig etwas darüber aus, wie groß dieses rechte lager ist. es gibt nur eine relevante 'rechte' partei, und die wird durch ihr teilweise sehr fragwürdiges personal, die unerfahrenheit vieler ihrer mitglieder im umgang mit den medien sowie interne richtungsstreits (die es in jeder jungen partei am anfang gibt!) runtergezogen.

wenn die afd am sonntag x% bekommt, heisst das eben nicht, dass (100-x)% für den kurs der einheitsfront aus linksrotgrünschwarzgelb sind. es bedeutet lediglich, dass x% der wähler mit diesem kurs derart unzufrieden sind, dass sie deshalb bereit sind, eine partei zu wählen in der sich auch figuren wie höcke, poggenburg, gedeon und co tummeln. es heisst, dass x% der wähler von linksrotgrünschwarzgelb derart die schnauze voll haben, dass selbst das mediale trommelfeuer gegen die afd sie nicht mehr davon abhält, blau zu wählen.

die positionen und ansichten der afd zu sehr vielen feldern werden von weit mehr als x% geteilt, da kannst du mal ganz sicher sein. diverse umfragen belegen das auch. viele unzufriedene bürger scheuen sich dennoch, die afd zu wählen, weil sie dem führungspersonal und der professionalität dieser partei nicht vertrauen. oder weil das unablässige mediale querschießen gegen die afd bei ihnen doch wirkung zeigt.

und nicht zuletzt sollte man nicht vergessen, dass ganz viele und wesentliche punkte, die im afd-wahlprogramm von 2017 stehen, noch 2002 ganz ähnlich im CDU-wahlprogramm standen.

H>anna-?Maxria


unterm strich bleibt einem in der kurzen frist nicht viel mehr übrig, als die kinder aus bildungsschwachen elternhäusern bestmöglich zu fördern. parallel sollte man selbstverständlich versuchen, die bildung und die leistungsbereitschaft bei diesen bildungsschwachen elternhäusern zu verbessern; und selbstverständlich sollte man versuchen, der entstehung neuer sozialfälle entgegenzuwirken. gerade bei letzerem versagt unsere politik kläglich

Nochmal kurz zurück zum Thema "Bildung". Du glaubst also, die Politik trotz ihrer zunehmenden Insuffizienz gegenüber dem Thema Bildung und ihrer sturen Sparpolitik an Schulen und Universitäten in den letzten Jahren sollte die Lösung des Problems sein? Selbst wenn die Politik Unmengen von Geldern und Fördermaßnahmen dafür bereitstellen würde, wäre dies nur Augenwischerei.

Zugang zu Bildung für alle gleichermaßen zu gewährleisten ist ein klarer Auftrag der Politik, aber Bildung ist kein Ersatz für Erziehung. Wir sehen es heute, dass Eltern immer mehr ihre misslungene Erziehung an die Schulen und Ausbildungs-Institutionen abschieben wollen. Aber die Erziehung obliegt nach wie vor hauptsächlich dem Elternhaus. Durch nichts werden Kinder und Heranwachsende mehr und nachhaltiger geprägt - gefördert aber auch behindert in ihrer Entwicklung - als durch die gelebten und vermittelten Wertvorstellungen und Lebensprinzipien der Eltern.

Damit Kinder den Einstieg in die Grundschule in Deutschland gut meistern können und im Folgenden auch den steigenden schulischen Anforderungen gewachsen sein können, bedarf es einer entsprechenden Vorleistung im Elternhaus. Und dabei geht es nicht um konkretes Wissen oder Intelligenz, sondern um ganz grundlegende Einstellungen zum Leben, Werte und Prinzipien wie Leistungswillen, Pflichtbewusstsein, Fleiß, Ehrlichkeit und Ausdauer. Genau das und nicht so sehr die Intelligenz hat in den vergangenen Generationen zu Wachstum und Wohlstand geführt.

Wie soll deiner Meinung nach also die Politik solche konservativen Werte fördern und gleichzeitig konservative Politik ablehnen? Wie soll die Politik Anreize schaffen, diese Werte zu entwickeln, wenn statt Leistung zu honorieren nur dem Götzen der Gleichmacherei gehuldigt wird, die Anforderungen zugunsten der Leistungsschwachen immer weiter gesenkt werden und Fleiß sich nicht mehr auszahlt? Wie soll die Politik zugewanderte Menschen mit völlig anderen Wertvorstellungen und Lebenskonzepten in ein Wertesystem integrieren, das sie selbst ablehnt? Wie soll sie Bildungsverweigerer und Elternhäuser "fördern", welche die notwendigen Grundlagen und die Anpassung an die hiesige Daseinsweise man mag ja aufgrund der Nazikeule gar nicht mehr deutsche Kultur sagen... wie armselig nicht akzeptieren, geschweige denn adaptieren wollen? Dabei haben sie den hohen Anspruch, keinen Fremden zu einem Gesinnungswandel oder zum Weiterziehen zu nötigen.

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