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Ist rechtes Gedankengut per se schlecht und zu verurteilen?

Zxim


Es ist einfach nur falsch, Abtreibungsgegner als verblendete Sonderlinge abzutun.

gibts eigentlich wen, der abgetrieben hat und anschliessend geschrien hat "jawoll, das war super"?

Nur weil was nicht strafbar ist, heisst das jetzt nicht, dass das auch jedem guttut, der das macht.

Und in einer Demokratie kann man ja zum Glück auch anderer Meinung als der andere sein.

Noch können wir das ja.

P=aul-aKlinxg


Was ist das eigentlich für eine seltsame Diskussion? Solange man nicht bei Frage a auf Linie ist, hat man bei Frage b die Klappe zu halten?

Bwela|fonxte


Solange man nicht bei Frage a auf Linie ist, hat man bei Frage b die Klappe zu halten?

Der Ton macht die Musik.

Hiyper3ioxn


Die Diskussion ist inzwischen wieder z. T. unsachlich und mehrere Beiträge mussten gelöscht werden.

TbiNmba'tuxku


gibts eigentlich wen, der abgetrieben hat und anschliessend geschrien hat "jawoll, das war super"?

Nur weil was nicht strafbar ist, heisst das jetzt nicht, dass das auch jedem guttut, der das macht.

Eine Abtreibung wird wohl niemand guttun, aber oft ist sie das kleinere Übel.

ePsntka1


Ich finde man kann z.B. von einer Frau die aus einer Vergewaltigung heraus Schwanger geworden ist nicht erwarten, das Kind unbedingt auszutragen.

S:ouhxa


Dass du die grundsätzliche christliche Botschaft, dass es um Nächstenliebe geht, mit Verweis auf die Kreuzzüge, Bush usw. bezweifelst, ist intellektuell einfach schwach.

Achso wußte nicht, dass es in diesem Thread von intellektuellen Größen nur so wimmelt, so dass mein Beitrag so gewaltig abfällt. Mea maxima culpa. Mit unfair hat das wenig zu tun. Ist halt in der Tat scheiße, dass die Kirche grundsätzlich den Gedanken der Nächstenliebe hochhält(das bestreite ich doch gar nicht), aber sich im Laufe der Geschichte zu oft so gar nicht daran gehalten hat. Ich finde es intellektuell äußerst schwach die Schattenseiten des Christentums auf diese Art und Weise abbügeln zu wollen. Auch die äußerst zwiespältige Rolle der Kirche gerade während der Nazizeit, was du ja auch angedeutet hast. Denn beileibe nicht alle deren Verteter waren heroische Rebellen gegen Hitler. Viel mehr gab es da auch vor allem von den Evangelischen Jubelbekundungen zur Befreiung der Glaubensbrüder in der katholischen Diaspora Polens, zum Sieg über das als gottlos gesehene Frankreich und zur Unterstützung des Krieges gegen den verhassten sowjetischen Bolschewismus. Dass sehr viele katholische Geistliche Zwangsmaßnahmen ausgesetzt waren oder ermordet wurden, darf natürlich nicht außer acht gelassen werden.

Von den Massakern der christlichen/maronitischen Milizen im libanesischen Bürgerkrieg, die sich Anleihen bei den Nazis genommen haben, da gibt es Querverbindungen en masse, möchte ich erst gar nicht anfangen.

@ Zim

Das zweite Kapitel beschreibt die Gräuel des Mittelalters in Europa, Osteuropa und Asien, blendet aber auch die Kolonialisierung Lateinamerikas und den Sklavenhandel sowie die Entwicklung in Asien und Ostasien vom 16. Bis 20 Jahrhundert nicht aus.

Und die Massaker der USA an ihren Ureinwohnern, werden die auch erwähnt?

s@ensi7belNman8n99


aber sich im Laufe der Geschichte zu oft so gar nicht daran gehalten hat

Bigotterie nennt man das in der "falschen" Form und Pharisäertum in der "Darstellungsform".

POaul-GKlixng


Es ist ein wirklich empfindliches Thema. Prinzipienreiterei tut da nicht gut. Wir haben in Deutschland mühsam einen Kompromiss gefunden, der halbwegs in Ordnung ist: Abtreibung ist rechtswidrig. Aber unter bestimmten medizinischen und kriminologischen Bedingungen (z.B. Vergewaltigung) ist sie rechtmäßig. Und unter bestimmten Bedingungen (Frist, Beratung) ist sie zwar rechtswidrig, aber wird nicht bestraft.

Empfindlich ist das Thema, weil es wirklich gute Gründe gibt, dass Schwangerschaft etwas Freiwilliges ist und bleibt, und gleichzeitig das Ungeborene schon seine Menschenwürde hat.

PEaul6-Klxing


@ souha

Achso wußte nicht, dass es in diesem Thread von intellektuellen Größen nur so wimmelt, so dass mein Beitrag so gewaltig abfällt.

Fällt ab im Vergleich zu anderem, was du so schreibst. Die anderen intellektuellen Größen in diesem Thread, na ja, will nicht alles kommentieren.

Bnel'af%onte


Ich finde man kann z.B. von einer Frau die aus einer Vergewaltigung heraus Schwanger geworden ist nicht erwarten, das Kind unbedingt auszutragen.

Darüber dürfte ein breiter gesellschaftlicher Konsens bestehen. Wie bei den anderen Themen wie Sterbehilfe, Todesstrafe u.s.w. kann man oben drüber mit plakativer Schrift schreiben: An erster Stelle steht das Leben! Das steht wie ein Axiom da und lässt sich von nichts herleiten. Von da kann man den nächsten Schritt tun und Gründe für eine Abtreibung suchen.

Man kann das nicht umdrehen und sagen, die Frage nach der Fortführung des Lebens wird der nach dem Beenden des Lebens untergeordnet. Diese Schwangere kann sich also für die Abtreibung entscheiden trotz der ersten Überlegung, dass es auch ihr Kind ist - und dass es bereits lebt.

S\ouhxa


An erster Stelle steht das Leben!

Ist das so. Hat dann deshalb die katholische Kirche in Irland in ihren Heimen für schwangere Unverheiratete so gar nichts von Toten gehalten und verstorbene Kinder statt auf dem kirchlichen Friedhof lieber wie Abfall in Klärgruben, Abwasserkanälen und unterirdischen Kammern entsorgt. Die Knochen wurden gefunden. Wenn nicht sogar umgebracht durch die Qualen, die die dortigen Nonnen den Insassinnen zugefügt haben.

B>elarfontxe


Ist halt in der Tat scheiße, dass die Kirche grundsätzlich den Gedanken der Nächstenliebe hochhält(das bestreite ich doch gar nicht), aber sich im Laufe der Geschichte zu oft so gar nicht daran gehalten hat. Ich finde es intellektuell äußerst schwach die Schattenseiten des Christentums auf diese Art und Weise abbügeln zu wollen.

Du musst das eine nicht mit den anderen verknüpfen. Gewiss zieht sich eine Blutspur durch die Geschichte des Christentums, aber das ist kein Wesensmerkmal. Mal ein krasser Vergleich: Wir sagen ja nicht über einen Drogendealer, er dürfe seinen Nachbarn erschlagen, weil er sowieso schon so ein mieser Typ ist.

S[ouhxa


Gewiss zieht sich eine Blutspur durch die Geschichte des Christentums, aber das ist kein Wesensmerkmal.

Wenn es sich kontinuierlich durchzieht, doch, dann sehr wohl. Genauso wie der sexuelle Missbrauch leider einen ständigen Begleiter darstellt.

M[akkxabi


Wenn es sich kontinuierlich durchzieht, doch, dann sehr wohl. Genauso wie der sexuelle Missbrauch leider einen ständigen Begleiter darstellt.

Der zieht sich aber auch durch andere Ideologien, insofern, muss man das wohl als Menschlich bezeichnen.

Es ist jedenfalls kein Alleinstellungsmerkmal.

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