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Ist rechtes Gedankengut per se schlecht und zu verurteilen?

WGalLkiingCGhxost


@ Souha

Das ist ein Problem zwischen der arabischen Welt und Israel.

Da machst du es dir aber zu leicht. Die friedliche Koexistenz der Bevölkerung innerhalb von Deutschland ist sehr wohl vorrangig ein Problem dieses Staates.

s(en~sibeLlmaXnnx99


%-| Prüderie wurde nicht mitgebracht, die ist seit jeher bei manchen hier fest verankert. Lächerlich, wirklich jeden Quatsch, den die Deutschen selbst verursachen, anderen in die Schuhe schieben zu wollen. Antisemitismus war und ist präsent, ohne jedwedes Zutun von Zugewanderten.

Die Anzahl und der Grad der Ausprägung sind nicht vergleichbar mit deutschen Verhältnissen heutiger Zeit- eher mit Deutschland vor 200 Jahren.

parasitär leben wollend,

Gibt es genug Hartz IV Empfänger, die dieser Lebensart frönen.

Das ist richtig. Es muss ja nicht noch zunehmen ...

"Nun bin ich aus dem Iran erfolgreich geflohen und muss jetzt hier in Deutschland dieselbe religiöse Boshaftigkeit aufblühend erleben."

%-| Schwachsinn.

Willst du diskutieren oder herabwürdigen?

Gibt es hier die Sittenpolizei wie im Iran? Nein.

Es gibt bereits Menschengruppen in verschiedenen Gegenden Deutschlands, [[https://www.tz.de/politik/islamistische-sittenwaechter-deutschland-tricks-scharia-polizei-3839914.html wo so etwas am entstehen]] ist.

Gibt es einen Wächterrat wie im Iran? Nein. Gibt es Hinrichtungen wie im Iran? Nein. Gibt es Foltergefängnisse wie im Iran? Nein. Ich kenn genug Iranerinnen und Iraner , die froh sind hier leben zu dürfen und sich in keinster Weise bedroht fühlen.Also spar dir diese Hetze.

Es waren die Worte einer Iranerin, die von islamischen Gläubigen mehrfach angefeindet wurde. Das ist unabhängig davon, dass es in anderen Teilen der Welt noch schlimmer ist. Das macht die Situation für Deutschland nicht besser. Das als Hetze zu bezeichnen halte ich für ziemlich vermessen. Und ja, in Deutschland lebt es sich besser- es könnte durchaus besser sein- ohne Anfeindungen. Im Übrigen sind nicht unerhebliche Teile von Menschen islamischen Glaubens in ihrer Haltung und ihrem Denken faschistoiden Haltungen sehr Nahe.

pKelztie`rx86


"Die nächste Phase im Krieg gegen dieses widerwärtigste System das je auf deutschem Boden existierte nimmt nun ihren Anfang."

"Die in ihrer Niedertracht und Abartigkeit alles in der Menschheitsgeschichte bisher je Dagewesene übertreffenden Gestalten aus dem bundesrepublikanischen Establishment werden in einer vereinigten Front aus Blockparteien, Journaille und Staatsapparatschiks alles in ihrer Macht stehende tun, die AfD an ihrer wichtigen Arbeit zu hindern und die Partei aufzureiben."

"Doch werden wir uns nicht davon aufhalten lassen unsere Mission zum Wohle des Deutschen Volkes fortzuführen."

"Das Ende der Linken und dieses antideutschen Systems ist gekommen."

Einige Teile der AFD sind ganz klar rechtsradikal und verfassungsfeindlich.

Das Problem ist, dass die AFD ein Sammelbecken von Menschen ist, die aus verschiedenen Gründen mehr oder weniger berechtigt unzufrieden sind. Neben sozialen und sicherheitsrelevanten Aspekten und entsprechenden Ängsten scheint hier auch zunehmend eine kulturelle Streitfrage eine große Rolle zu spielen.

Ich denke nicht, dass die Mehrheit der AFD-Wähler rechtsradikal und verfassungsfeindlich ist, und ich glaube, dass es auch unter den AFD-Politikern moderate Rechte gibt, die nicht antidemokratisch und verfassungsfeindlich sind und von den etablierten Parteien als legitimierter Diskussionspartner gesehen werden sollten.

Aber auch unter den moderaten AFD-Polikern und Wählern gibt es Tendenzen wie Nationalismus, die in den falschen Händen schnell entarten können. Das heißt aber wiederum nicht, dass man diese Tendenzen, wenn in Maßen, in einer Demokratie nicht tolerieren und per se diffamieren sollte. Und sie zeugen davon, dass die Umsetzung von Zielen und Grundsätzen, die in dem Interesse der meisten Menschen hierzulande liegen dürften, verbesserungsbedürftig ist; nicht diskutierbar dagegen ist eine Aufweichung demokratischer Werte und der demokratischen Verfassung.

s^ensi&belma@nnx99


Ich denke nicht, dass die Mehrheit der AFD-Wähler rechtsradikal und verfassungsfeindlich ist

Relativ zuverlässigen Statistiken zufolge ist das nicht die Mehrheit der Wähler. Obwohl die Frage danach, was "rechtsradikal" bedeutet, ziemlich strittig ist. Der Übergang ist ziemlich fließend. Allein der hohe Anteil ehemaliger CDU, SPD und Linker-Wähler macht deutlich, das eine diesbezügliche Einsortierung in rechtsradikal eine sehr grobe und meines Erachtens falsche Einordnung darstelllt. Genau solche Schubladen machen die AfD stärker und stärker. Ich bezweifle nicht, dass es eine größere Gruppe "rechtsradikal" denkender Menschen bei Wählern und Mitgliedern der AfD gibt.

scheint hier auch zunehmend eine kulturelle Streitfrage eine große Rolle zu spielen.

Das ist eine entscheidende Frage- schon ziemlich lange (auch in Umfragen gemessen worden).

C~omr@axn


Ich denke nicht, dass die Mehrheit der AFD-Wähler rechtsradikal und verfassungsfeindlich ist, und ich glaube, dass es auch unter den AFD-Politikern moderate Rechte gibt, die nicht antidemokratisch und verfassungsfeindlich sind und von den etablierten Parteien als legitimierter Diskussionspartner gesehen werden sollten.

Es ist nicht das Problem, dass man jetzt alle AfD-Anhänger oder -Politiker untersucht und dabei genügend Nicht-Rechtsradikale findet.

Das Problem ist, dass man als AfD-Anhänger oder -Politiker diese Stimmen im Sinne der Bewegungsgröße protagiert. Man nimmt es duldend in Kauf, denn ohne die Radikalen, die Stimmung schüren und hetzen, hätte man diesen Wählererfolg nicht gehabt.

Von den Linken erwarte ich auch immer Aufrichtigkeit und frage, warum sie die Chaoten aus den eigenen Reihen nicht einfach rausschmeißen. Sie könnten es, wenn sie wollten - angeblich ist ja die große Mehrheit friedlich und demokratisch orientiert. Machen sie aber nicht, weil es die Bewegung schwächen würde. Und von einer AfD erwarte ich daher genauso Geradlinigkeit, dass sie eine Linie ziehen und darunter alles abschneiden. Ich kann nicht eine Seite schönreden und die andere anklagen. Hü oder Hott.

Und keine Seite handelt hier klüger oder moralischer. Dem Staat den Krieg erklärt haben ja auch schon beide Extreme.

B`lacZk Guin


@ comran:

der tonfall dieser zitate gefällt mir auch nicht. aber man braucht sie auch nicht überdramatisieren.

"Die nächste Phase im Krieg gegen dieses widerwärtigste System das je auf deutschem Boden existierte nimmt nun ihren Anfang."

irgendwelche hinterbänkler der afd finden also das aktuelle system im lande widerwärtig und scheisse. na und? dasselbe haben linke, jusos oder antifa auch schon dutzende male gesagt. wie oft wohl auf seiten wie linksunten.indymedia oder seinerzeit während des deutschen herbsts vom "krieg gegen das schweinesystem" zu hören war?

"Die in ihrer Niedertracht und Abartigkeit alles in der Menschheitsgeschichte bisher je Dagewesene übertreffenden Gestalten aus dem bundesrepublikanischen Establishment werden in einer vereinigten Front aus Blockparteien, Journaille und Staatsapparatschiks alles in ihrer Macht stehende tun, die AfD an ihrer wichtigen Arbeit zu hindern und die Partei aufzureiben."

beschränkt man sich auf den fett markierten teil, ist das eine unerfreuliche wortwahl, inhaltlich aber ein korrekter, zutreffender befund. das geschimpfe davor hat geschichtsrevisionistische anklänge, zugegeben.

"Doch werden wir uns nicht davon aufhalten lassen unsere Mission zum Wohle des Deutschen Volkes fortzuführen."

ein völlig harmloses zitat. sowas in dem stil hört man überall auf der welt von politikern.

"Das Ende der Linken und dieses antideutschen Systems ist gekommen."

selbstüberschätzung, zu glauben, wegen 12.6% für ihre partei würde sich alles sofort gemäß der eigenen vorstellungen verändern. ansonsten wieder ein korrekter tatsachenbefund: teile der linken in deutschland kultiviert antideutsches gedankengut und handeln seit langem. wie oft hört man von linkrsradikalen aktivist*Innen sprüche wie "bomber harris do it again"?

oder nehmen wir die bundestagskandidatin der linken aus hamburg, bei der vor wenigen tagen enthüllt wurde, dass sie auf facebook nach "antideutschen filmempfehlungen" gefragt hat, konkretisiert mit den worten "grundsätzlich alles wo deutsche sterben"?

hier kann man's nachlesen:

[[http://www.mopo.de/hamburg/politik/hamburger-linken-politikerin-morddrohungen-nach-verstoerendem-facebook-post-28368424]]

oder was ist mit einer claudia roth von den grünen, die als vizepräsidentin des deutschen bundestages mal bei einer demo in hörweite hinter der antifa hergetrottet ist, während diese "deutschland du mieses stück scheisse" und "deutschland verrrecke" gegröhlt hat?

eine "antideutsche" gesinnung ist im linken spektrum unserer parteienlandschaft durchaus salonfähig. diese sarah rambatz aus hamburg hat den begriff ja sogar selbst verwendet; und die wäre ohne die enthüllung ihres facebookchats wohl in den bundestag eingezogen.


unterm strich bleibt von den angeblich skandalträchtigen afd-zitaten, die du hier angeführt hast, wenig tatsächlicher skandal übrig. am ehesten noch die aussage, dass unser aktuelles establishment in niedertracht und abartigkeit alles dagwesene, also auch unrechtsregime wie hitlerdeutschland oder das kambodscha pol pots, übertreffen soll. DAS ist imho der einzige skandal, den ich hier erkennen kann. ob die person das wirklich mit bedacht so geschrieben und gemeint hat oder ob ihr verbal die gäule durchgegangen sind, kann man so imho nicht seriös einschätzen.

wenn sich verbale entgleisung dieser gewichtsklasse massiv häufen sollten, wird darüber zu reden sein. aber erst dann.

BDlacDk .Gxun


Das Problem ist, dass man als AfD-Anhänger oder -Politiker diese Stimmen im Sinne der Bewegungsgröße protagiert. Man nimmt es duldend in Kauf, denn ohne die Radikalen, die Stimmung schüren und hetzen, hätte man diesen Wählererfolg nicht gehabt.

denke ich nicht. mit mehr meuthen und petry, dafür weniger gauland und höcke, wäre die afd imho bei 18% oder mehr rausgekommen.

Von den Linken erwarte ich auch immer Aufrichtigkeit und frage, warum sie die Chaoten aus den eigenen Reihen nicht einfach rausschmeißen. Sie könnten es, wenn sie wollten - angeblich ist ja die große Mehrheit friedlich und demokratisch orientiert. Machen sie aber nicht, weil es die Bewegung schwächen würde. Und von einer AfD erwarte ich daher genauso Geradlinigkeit, dass sie eine Linie ziehen und darunter alles abschneiden. Ich kann nicht eine Seite schönreden und die andere anklagen. Hü oder Hott.

wenn die partei sich eingelebt hat und eine gewisse schmerzgrenze überschritten wird, wird man das fordern müssen, ja. aber man wird wohl nicht allen ernstes verlangen, dass schon an tag 2 im neuen parlament über parteiauschlüsse diskutiert wird wegen dummen facebook posts oder dergleichen.

mal ein vergleich: die grünen hatten in ihrer anfangsphase auch einige kommunisten, steinewerfer, gewaltsympathisanten unter ihrem führungspersonal. und so wie die afd heute in ihrer anfangsphase ein problem damit hat, sich von echten, harten nazis ausreichend zu distanzieren, hatten die grünen am anfang ein echtes problem damit, sich von pädophilie zu distanzieren. nun schau dir an, was mittlerweile aus den grünen geworden ist.

ansonsten sehe ich es wie pelztier, die es auf den punkt bringt:

Einige Teile der AFD sind ganz klar rechtsradikal und verfassungsfeindlich.

Das Problem ist, dass die AFD ein Sammelbecken von Menschen ist, die aus verschiedenen Gründen mehr oder weniger berechtigt unzufrieden sind. Neben sozialen und sicherheitsrelevanten Aspekten und entsprechenden Ängsten scheint hier auch zunehmend eine kulturelle Streitfrage eine große Rolle zu spielen.

Ich denke nicht, dass die Mehrheit der AFD-Wähler rechtsradikal und verfassungsfeindlich ist, und ich glaube, dass es auch unter den AFD-Politikern moderate Rechte gibt, die nicht antidemokratisch und verfassungsfeindlich sind und von den etablierten Parteien als legitimierter Diskussionspartner gesehen werden sollten.

Aber auch unter den moderaten AFD-Polikern und Wählern gibt es Tendenzen wie Nationalismus, die in den falschen Händen schnell entarten können. Das heißt aber wiederum nicht, dass man diese Tendenzen, wenn in Maßen, in einer Demokratie nicht tolerieren und per se diffamieren sollte. Und sie zeugen davon, dass die Umsetzung von Zielen und Grundsätzen, die in dem Interesse der meisten Menschen hierzulande liegen dürften, verbesserungsbedürftig ist; nicht diskutierbar dagegen ist eine Aufweichung demokratischer Werte und der demokratischen Verfassung.

:)= :)= :)^

CKom4ran


irgendwelche hinterbänkler der afd finden also das aktuelle system im lande widerwärtig und scheisse. na und? dasselbe haben linke, jusos oder antifa auch schon dutzende male gesagt.

Und ich bewerte beide mit den gleichen Maßstäben - also aus meine Position heraus fair. Das wirst du hoffentlich nicht bestreiten - im G20-Faden war ich deutlich genug. Und ich mag diesen Tonfall nicht und möchte keine Verantwortung in die Hände von Menschen geben, die so daherreden.

Ich frage mich, ob du genauso relativieren würdest, wenn solche markigen Sprüche aus der linken Ecke kommen. ":/

"Doch werden wir uns nicht davon aufhalten lassen unsere Mission zum Wohle des Deutschen Volkes fortzuführen."

ein völlig harmloses zitat. sowas in dem stil hört man überall auf der welt von politikern.

Nein, ich finde die Wortwahl nicht harmlos. "Missionen" haben Fanatiker und Irre. Ein Politiker hat einen Auftrag. Es macht es auch nicht besser, wenn Fanatiker und Irre ihn gewählt haben.

K1ruidxo25


Das Kuriose an dem Verhalten gegenüber der AfD ist ja, dass man irgendwie seine eigene Schäbigkeit auf die AfD reflektiert. Ein paar Beispiele:

Die AfD ist derzeit die einzige Partei, die dafür kämpft, dass das Grundgesetz endlich wieder eingehalten wird (insb. Art. 16A Abs. 2). Die AfD möchte mehr Bürgerbeteiligung bei Entscheidungen und damit direke Demokratie. Gleichzeitig bringt die große Koalition unter Führung von Justizminister Maas Überwachungsgesetze auf den Weg, die von sämtlichen Instanzen als Verfassungswidrig bezeichnet werden (z. B. wissenschaftlicher Dienst des BT, EU, Facebook, ..).

Und was sagen die Etablierten und die Medien? Die AfD sei verfassungsfeindlich.

Während des Wahlkampfes wurde die AfD nicht nur medial, sondern auch physisch angegriffen. Bestes Beispiel war der Parteitag in Köln, bei dem die Delegierten in einer Art und Weise angegangen wurden, die nicht in eine zivilisierten Gesellschaft gehört. Plakatierer wurden krankenhausreif geschlagen, Parteimitglieder wurden zuhause bedroht, ihr Haus und Auto beschmiert. Gastronomen, die der AfD eine Tagungsgelegenheit gegeben haben wurden im Vorfeld von der "Anti"fa kontaktiert und bedroht. Einige Gastronomen mussten sogar ihren Laden schließen, da eine regelrechte Hetzkampagne von Politikern gegen sie gefahren wurde.

Das sind Methoden, die die SA vor 80 Jahren 1:1 so angewendet hat, um den politischen Gegner kaltzustellen. Und nach diesen Attacken wird der AfD eine geistige Nähe zur NSDAP vorgeworfen. Ich glaub, ich spinn!

Mich erinnert das sehr stark an das Verhalten des türkischen Staats mit seinen Schlägertrupps, die Montags die Geschäfte von Kurden abfackeln und Dienstags die Kurden dann zynischerweise auch noch als Terroristen bezeichnen. Das gleiche erleben wir in abgeschwächter Form mit der AfD.

K]rusidox25


Nein, ich finde die Wortwahl nicht harmlos. "Missionen" haben Fanatiker und Irre. Ein Politiker hat einen Auftrag. Es macht es auch nicht besser, wenn Fanatiker und Irre ihn gewählt haben.

Das Wort "Mission" findest du bei Angehörigen jeder Partei im Zusammenhang mit ihrer Parteiauftrag. ich weiß nicht, wo da das Problem sein wird. Legen wir Worte nur dann auf die Goldwaage, wenn sie von der AfD kommen?

DRerNosytalgikxer


Die Polizei mußte die AfD-Wahlparty am Sonntag auch auflösen und die Anwesenden aus dem Gebäude eskortieren, weil der linke Mob sie sonst wohl gelyncht hätte. Steine und Flaschen wurden auf die Autos der AfD-Anhänger geworfen, die von der Wahlparty kamen. Herr Meuthen hat in der Bundespressekonferenz beschrieben, wie sogar seine Lebensgefährtin und deren 10jährige Tochter von den linken "Demonstranten" beim Verlassen der Wahlparty physisch angegriffen wurden. In den Medien hat man davon weit und breits nichts gelesen oder gehört.

Zum Thema Demokratie wäre zu sagen, daß die AfD sehr viele Nichtwähler mobilisiert hat. Die steigende Wahlbeteiligung ist allein der AfD zu verdanken gewesen. Viele Bürger sind durch die AfD wieder animiniert worden, sich am demokratischen Prozeß zu beteiligen.

Eines der wichtigsten Anliegen der AfD ist mehr demokratische Bürgerbeteiligung durch Volksabstimmungen wie in der Schweiz.

Die etablierten Parteien haben sich gerade darauf verständigt die Wahlperioden von 4 auf 5 Jahre zu verlängern, wodurch die Bürger noch seltener zur Wahl gehen und noch weniger demokratisch mitbestimmen können als ohnehin schon.

Kurz vor der Wahl haben die etablierten Parteien auf Initiative des Bundestagspräsidenten Lammert die seit Jahrzehnten gültige Regelung für die Alterspräsidentschaft des Bundestages geändert, nur um zu verhindern, daß ein AfD-Politiker als Alterpräsident den neuen Bundestag eröffnet.

Und dann hört man von führenden Vertretern der etablierten Parteien, sie seien die "wahren Demokraten" und die AfD sei "Feind der Demokratie". Da packt man sich doch als halbwegs informierter Bürger an den Kopf.

Und ich denke genau diese Abgehobenheit und Arroganz der etablierten Parteien und Leitmedien stößt immer mehr Menschen ab.

A@lfr(edo xC.


Mag ja sein,das die Abgehobenheit und Arroganz der etablierten Parteien immer mehr Menschen abstösst,aber die AfD ist doch noch abgedrehter.Völkisches Gelaber von Höcke,die Hervorhebung von "Heldentaten" deutscher Soldaten in beiden Weltkriegen durch Gauland und vieles mehr.Genau das hat mich Sonntag zur Wahlurne getrieben.Da hab ich doch lieber die Etablierten gewählt.Es gibt auf die aktuellen komplizierten Probleme auf dieser Welt keine einfachen Lösungen.Das ist nunmal 'ne Tatsache.

Ich möchte nicht,das in diesem Land jemals wieder eine rechtslastige Partei ans Ruder kommt.

pke?lztxier86


Nein, ich finde die Wortwahl nicht harmlos.

Da stimme ich dir zu.

pVelzptienr86


Zweifellos ist es eine schwierige, potenziell gefährliche Situation. Indem aber moderate Kräfte der AFD in einen Topf mit den rechtsextremen Teilen der AFD geworfen werden, vergrößert man lediglich das Problem und die bisher "nur" latente Bedrohung, die von den Rechtsextremisten ausgeht. Daher denke ich, dass eine Anerkennung der moderaten Kräfte alternativlos und auch im Sinne (des Erhalts) der Demokratie ist.

Das böte die Chance die moderaten Kräfte mit ins Boot zu holen, in der m.E. durchaus berechtigten Hoffnung, dass diese in der Folge sich selbst von den rechtsextremen Teilen lossagen.

Man sieht ja gerade aktuell, dass es starke interne Kämpfe in der AFD gibt.

Persönlich kann ich mit der AFD und deren Parteiprogramm gar nichts anfangen und verstehe einen AFD-Wähler auf der emotionalen Ebene auch nicht. Das muss ich aber auch nicht um zu erkennen, was das geringere Übel ist, und um zu wissen, dass Demokratie nicht bedeutet, dass im Bundestag keine mir misfallenden weit rechten, jedoch nicht verfassungswidrigen bzw. nicht rechtsextremen Meinungen vertreten sein dürfen. Auch die Partei "die Linke" vertritt ein paar weit linke Ansichten, die ich persönlich für sehr fragwürdig halte, aber eben nicht verfassungswidrig sind; also dürfen sie im Bundestag vertreten sein. Persönlich ziehe ich dennoch die Partei "die Linke" noch der AFD vor, und ich halte die rechtsextremen Kräfte in der AFD für gefährlicher. Dennoch auch: was (vermeintliche) Linksextremisten anrichten können und dass Linksextremismus wiederum auch nicht verharmlost werden sollte, sieht man ja an den G20-Ausschreitungen.

Ich hätte mir auch ein anderes Wahlergebnis gewünscht; nun ist es aber so, und man muss versuchen das Beste daraus zu machen.

rTr2R017


verstehe einen AFD-Wähler auf der emotionalen Ebene auch nicht

echt nicht?

Ansonsten sollte man sich aber auch klar machen dass 90% der Deutschen nicht die afd gewählt haben.

Im Spiegel stand letztens irgendwo, dass schon immer so ca. 12% den rechten (konservativen bis extremen) Parteien zugetan waren, aber teils halt einfach nicht gewählt haben (weil da niemand seriöses zur Wahl stand). Vermutlich ist das Problem überhaupt nicht größer geworden als es eh schon war.

Eine Gefahr für die Demokratie sehe ich da überhaupt nicht.

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