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Ist rechtes Gedankengut per se schlecht und zu verurteilen?

k|leiner_dr|achexnstern


nd die allermeisten CSUler, die ich persönlich kenne, würden sich auch im leben nicht als "rechte" bezeichnen sondern als konservativ, heimatverbunden und sowas.

Was ja das selbe ist wie rechts.

Und nein, NPD, große Teile der AfD & Co werden nicht als rechts, sondern als rechtsextrem, bzw, als Faschos oder Nazis bezeichnet.

Sie selbst bezeichnen sich aber gerne als "wertkonservativ".

Und der Rechtsruck ist ein Ruck nach rechst, also in Richtung konservativ bis nationalistisch, von rechts-konservativ bis rechts-extrem und bezeichnet erst mal nur die Richtung, in die sich eine Gesellschaft politisch bewegt.

@ TE:

je, konservativ kommt von conservare also bewahren, heißt aber auch an altem festhalten, was ja nicht immer von Vorteil sein muss ;-)

rdr2Q01x7


Was mich immer wundert (oder auch nicht, je nach Sichtweise) - bei diesen "konservativen Sichtweisen" geht es in der Regel um das festhalten an Regeln und Werten, aber es wird nicht plausibel erklärt, was daran gut ist. Die Regeln und Werte scheinen eher ein Selbstzweck zu sein, ohne dass gesagt wird, welchen Sinn sie konkret haben.

Letztlich geht es wohl eher darum, Werte zu haben, damit man überhaupt etwas hat, an das man sich klammern kann. Und das ist meine Hauptkritik an allen konservativen Standpunkten: Es scheint generell immer ein starres "festhalten an Regeln als Selbstzweck" zu sein, welches den Ängstlichen und den Feigen dient, sich dahinter zu verstecken.

Weltoffenheit und Aufgeschlossenheit hingegen erfodert Mut. Konservative Positionen sind von Angst und Feigheit dominiert (weil man sich an einem pseudo-sinnvollen Wert oder einer Regel festklammern kann und damit drumrum kommt, sich seinen tatsächlichen Ängsten und Problemen zu stellen) und damit per se immer falsch.

mcus@icus_6x5


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B4rodYe{rick


Altersack56

@ Comran

Was wir den Afrikanern wegnehmen sind Bodenschätze. Aber sicher nichts zu essen.

Wir nehmen zu Bedingungen und Löhnen weg wovon die nicht leben können.

"Zu Löhnen wegnehmen" gibts nicht.

Man kann nur zu Löhnen beschäftigen.

Die allermeisten Afrikaner werden von anderen Afrikanern beschäftigt. Deutsche Arbeitgeber in Afrika dürften die absolute Ausnahme sein.

BTlack xGun


@ rr2017:

Was mich immer wundert (oder auch nicht, je nach Sichtweise) - bei diesen "konservativen Sichtweisen" geht es in der Regel um das festhalten an Regeln und Werten, aber es wird nicht plausibel erklärt, was daran gut ist. Die Regeln und Werte scheinen eher ein Selbstzweck zu sein, ohne dass gesagt wird, welchen Sinn sie konkret haben.

unsere regeln und werte haben uns dahin gebracht, wo wir heute sind.

Weltoffenheit und Aufgeschlossenheit hingegen erfodert Mut. Konservative Positionen sind von Angst und Feigheit dominiert und damit per se immer falsch.

was für eine einfältige und engstirnige sichtweise. vielleicht wollen viele konservative ja auch gerade deshalb an unseren werten und regeln festhalten, weil sie mit offenen augen auf den rest der welt blicken und sehen, dass es fast überall mit anderen werten und regeln deutlich bescheidener läuft als bei uns. die sorge darum, das was gut ist und funktioniert zu bewahren, hat nicht das geringste mit feigheit oder (unbegründeter) angst oder fehlender weltoffenheit zu tun.

eine meritokratisch organisierte gesellschaft ist erfolgreicher als eine tribalistische. eine moderate bis niedrige geburtenrate erhöht im vergleich zu explosiven geburtenraten die chancen auf den aufbau von wohlstand und auf das erlangen gesellschaftlicher stabilität. die (weibliche) hälfte der bevölkerung wertzuschätzen und am gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen leben sowie der zukunftsgestaltung teilhabenzulassen ist erfolgsversprechender als eine streng patriarchalische kultur, in der frauen dem mann strikt untergeordnet sind und aus dem öffentlichen leben verbannt werden. eine gebildete bevölkerung ist erfolgreicher als eine ungebildete. eine gesellschaft, die bildung, technologischem fortschritt und wissenschaft einen hohen stellenwert beimisst, hat höhere erfolgsaussichten als eine, die bildung und wissenschaft geringschätzt und stattdessen die unhinterfragte unterwerfung unter ein göttliches fabelwesen zur obersten maxime erhebt. und so weiter und so fort.

das, was "wir" richtig machen, was "uns" erfolgreich macht, bewahren zu wollen und gegen negative einflüsse aus nachweislich weniger erfolgreichen kulturen/gesellschaften zu verteidigen, ist "rechte" politik par excellence. ja, in diesem sinne bin ich aus ganzem herzen ein "rechter". und es ist mir sch**ssegal, ob andere dieses weltbild für "ängstlich" oder "unaufgeschlossen" halten. selbstverständlich muss man dennoch mit offenen augen auf die eigenen schwächen und das eigene verbesserungspotential blicken.

BgrodNerixck


Black Gun

unsere regeln und werte haben uns dahin gebracht, wo wir heute sind.

Und manche Werte und Regeln hätten uns daran gehindert, dahin zu kommen, wo wir heute sind, wenn wir sie nicht abgeschafft hätten.

Wiederum andere Werte und Regeln würden manche sog. Konservative gerne abgeschaffen. Sie sind nämlich nicht in allem "konservativ"; nur da, wo es ihnen in den Kram passt.

d,anaex87


Aber das Empfinden, wie der TE es hat, das kann ich nur gut nachvollziehen und erlebe es genauso. Z.B. der schweizer Nationalstolz, wenn ich da drüben bin( es sind keine 20km), und ich erlebe sie, dann wird es mir halt doch warm ums Herz und wünsche mir das schon auch für uns(es sollte im Grunde genommen überall so sein!!).

Warum? Also welchen Wert hätte es stolz darauf zu sein Deutscher zu sein? Kann man nicht besser stolz auf wirklich erreichte Dinge sein? Also zum Beispiel auf ein hohes Maß an Pressefreiheit in unserem Land? Und wäre es schlimm wenn andere Länder in der Welt das auch so haben? Darf man dann darauf nicht mehr stolz sein?

Stolz auf die Nation verstehe ich nicht. Ich verstehe stolz auf gelebte Werte, Stolz auf eigene Leistungen wie gesellschaftliche. Aber Stolz auf Grenzen am Boden verstehe ich nicht.

Die allermeisten Afrikaner werden von anderen Afrikanern beschäftigt. Deutsche Arbeitgeber in Afrika dürften die absolute Ausnahme sein.

Hast du Zahlen dazu? Am besten aufgeschlüßelt nach Regionen? Würde mich wirklich interessieren, ich habe nämlich vor einiger Zeit andere Zahlen irgendwo gesehen und finde sie nicht mehr. Denen zufolge waren die allermeisten Afrikaner entweder direkt oder in Form von komplett abhängigen Subunternehmen bei Amerikanern, Europäern und, in geringerem Ausmaß, bei den Chinesen beschäftigt. Letzteres aber hauptsächlich weil die ihre eigenen Angestellen mitbringen, nicht weil sie sich weniger dort engagieren würden.

unsere regeln und werte haben uns dahin gebracht, wo wir heute sind.

Öhm, nun ja. Unsere Werte und ihr fatales Scheitern mit anschließender Umerziehung haben uns in der Tat dahin gebracht wo wir heute sind. Das und Glück bei der Ressourcenverteilung die hier eine andere Entwicklung als in Afrika ermöglichte und natürlich die Werte des Kolonialismus die bis heute nachwirken, einfach in dem damals ein Reichtum geschaffen wurde (und auf der anderen Seite Armut und Abhängigkeiten) die bis heute maßgeblich für die Machtverteilung auf diesem Planeten ursächlich sind. Schönes Feature gestern im Deutschlandfunk zur kolonialen Vergangenheit Dänemarks. Sehr hörenswert.

Man könnte also sagen das unser Reichtum in der Tat auf rassistischen und menschenverachtenden Werten fusst und sich auch nur so halten lässt wie heute, weil wir ganz viele dieser Ideen und Vorstellungen unterschwellig weiter mittragen. Ob man das nun für bewahrenswert hält? Ich habe den Eindruck viele Konservative halten vorallem eines für bewahrenswert und das ist der Wohlstand, respektive der Reichtum unserer Gesellschaft. Wenn dafür rechte Werte reanimiert werden müssen, dann sind Teile der konservativen da auch gerne zu Rückenwicklungen bereit und eine weitere Unterabteilung dieser Menschen ist auch bereit rechtsextrem zu werden, um dass durchzusetzen.

nQobbi1x00


Wer hat eigentlich die Menschen in rechts und links aufgeteilt? Für mich ist es egal welche Meinung jemand hat solange er friedlich ist und nur rechts oder nur links wäre langweilig aber die Demokratie mit all ihren Freiheiten muss um jeden Preis verteidigt werden und Strafdaten sind entsprechend zu ahnden egal ob sie rechte oder linke begangen haben das Gesetz muss für alle gleich angewendet werden.

C2omra<n


Was wir den Afrikanern wegnehmen sind Bodenschätze. Aber sicher nichts zu essen.

Wir nehmen zu Bedingungen und Löhnen weg wovon die nicht leben können.

Der deutsche Außenhandel mit Afrika hat eine recht ausgeglichene Handelsbilanz zwischen Ein- und Ausfuhr - außerdem macht die Handelsbilanz nach DeStatis-Informationen gerade mal 2% des deutschen Außenhandels aus. China ist in Afrika deutlich engagierter.

In Bezug auf Deutschland wird die Ausfuhr-Bilanz mit 22 Milliarden Euro angegeben, die Einfuhr mit 20 Milliarden - natürlich gibt es landesunterschiedliche Bilanzen, aber unterm Strich ist das keine wirklich unausgeglichene Situation. Und solange Länder wie Somaila genügend Devisen haben, um deutsche Rüstungsexporte zu kaufen, kann man wirklich nicht behaupten, dass wir ihnen das Essen wegnehmen.

Nur am Rande, hilft bei dem Thema natürlich nicht. Mir ging es auch vielmehr um die sinnlose Aufführung der für Afrika völlig untyptischen Lebensmittel, die wir denen angeblich wegnehmen würden.

CBomr/an


Wer hat eigentlich die Menschen in rechts und links aufgeteilt?

Und vor allem: als gäbe es nur Entweder/Oder.

-Nvietanamfesixn-


Ich finde nicht das rechtes Gedankengut perse schlecht ist. So will man doch seine Art erhalten. Finde ich irgendwo ganz normal. Das liegt uns im Blut. Die Weltverbesserer die meinen es passe nicht in diese Welt, müssten dann auch gegen Monogamie sein, denn sie passt eigentlich zu uns Menschen. Das sind vorgelebte Werte, die durch die Kirche gepredigt wurden, viele sind aber gar nicht gläubig und leben trotzdem einen weiten Teil in dieser verankerten Struktur. Also ist auch Gedankengut in Sachen rechts, etwas was wir in uns tragen. Wir sind nicht alle gleich, wir sind verschieden, ABER niemand darf das Recht haben zu meinen das das eine oder andere mehr Wert hat. Genau darum geht es doch. Wir sind alle gleich Wertvoll, egal woher wir stammen, dennoch darf man Stolz auf sein Land sein, seine Herkunft, seine Urahnen usw.

-Jvie2tnaOmesixn-


Passt eigentlich nicht zu uns Menschen muss es heißen.

rlr2}017


@ BlackGun

an den Stellen, wo "unsere" Regeln und Werte richtig und sinnvoll sind, kann man sie doch auch beibehalten. Es geht ja nur darum, dies nicht einfach nur als Selbstzweck zu tun.

echt, wenn ich die afd-Plakete sehe, krieg ich das kotzen. "endlich konsequent abschieben". und "burkas? wir stehen auf bikinis". Da outen sie sich. Abgesehen davon werden damit auch deutsche Frauen, die sich nicht im Bikini zeigen mögen, diskriminiert.

Ich finde nicht, dass "stolz auf sein Land sein" ein rechter Standpunkt ist.

r9r201x7


Man kann das sogar zur allgemeingültigen These machen. Es ist immer richtig, aufgeschlossen zu sein und sich alle Optionen offen zu halten, und sich jeweils situationsabhängig zu entscheiden (im Gegensatz zum Festhalten an bestimmten Werten und Dogmen).

Ist auch ganz logisch - wer das erste tut, hat alle Optionen (auch die desjenigen, der das zweite tut). Der, der das zweite tut, ist deutlich eingeschränkter im Handeln.

Althergebrachte Dinge zu bewaren, macht Sinn, wenn diese Dinge bewahrenswert sind, und nicht als allgemeine Regel.

Wobei ich allerdings finde, dass die Linke "genauso schlimm" sind. Missbrauchen auch Standpunkte für ihren Ego-Trip. Allerdings geht das nicht so sehr zu lasten anderer (Flüchtlinge etc.).

G{old]ene^rFiwlxz


Naja kommt drauf an, das Festhalten an konservativen Werten kann jeder für sich handhaben wie er gerne lustig ist, aber bitte ohne direkt andere in ihrer Menschenwürde einzuschränken. Eine gewisse Partei betreibt momentan Wahlkampf mit Plakaten die Menschen ihre Würde absprechen [...].

Wichtig ist es immer, zu akzeptieren dass die eigene Meinung erst mal nur eine Meinung und kein Status Quo ist. Zu sozialpolitischen Fragen ist eine linke Orientierung akademisch weit stärker gestützt als eine wirtschaftsliberale oder konservative. Unsere jetzige Sozialpolitik lässt die Schere zwischen Arm und Reich weiter aufklaffen, immer mehr Leute fallen in Armut und Deutschland hat den größten Niedriglohnsektor in ganz Europa (nur halt wenig Arbeitslose, dafür alle in Kackjobs ohne Sicherheit, tolle Arbeitslosenquote, super Arbeit!)

Problematisch finde ich es, wenn rechte Meinungen das tun was rechte Meinungen gerne tun: Dinge zu relativieren und zu naturalisieren. Was mir oft bei solchen Argumentationen dann auffällt, ist dass Rechte beginnen auf Sachlichkeit zu pochen und man ihre falsch zitierten oder komplett aus dem Kontext gerissenen Argumente auf die Goldwaage legen. Im Endeffekt bedienen sie sich aber nicht mehr als Sophismen. Deswegen bereitet mir es auch immer mehr Probleme mit sehr konservativen oder rechten Menschen zu diskutieren, weil einfach keine Substanz vorhanden ist. Versucht man etwas Sachlichkeit einzubringen wird es oft laut, beleidigend und fachbezogene Studien sind ja eh aus diesen linksgrünversifften marxisitischen Universitäten, das kann alles gar nicht stimmen :=o

Ganz ulkig wird es, wenn Leute sich auf Nationalstolz berufen und generell leicht nationalisitisch angehaucht sind. Da feiert jemand das Land der Dichter und Denker, versteht aber nicht, dass man mit dieser Einstellung vor 70 Jahren fast alle schlauen Köpfe gekillt oder verjagt hat.

Naja jeder wie er glücklich wird, nur bitte ohne andere dabei direkt abzuwerten.

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