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Ist rechtes Gedankengut per se schlecht und zu verurteilen?

sKofDia34-3c9 {jahre xalt


hat entweder was rechtes er was aus protest zu wählen.

entweder was "rechtes" oder ein protest zu wählen. (links oder grün ist ja kein protest zumindest in den augen vieler menschen nicht mehr)

BZlac&k Gxun


@ comran:

Hast du das Gefühl, dass irgendjemand daraus klüger wurde (((ich habe ja die Hoffnung, dass einige Argumente nachwirken und man in einer stillen Stunde seine Überzeugungen zumindest in Teilen revidiert)))?

also ich für meinen teil finde es schon erhellend, die denkweisen anderer menschen kennenzulernen. gerade von denen, die anders denken als ich.

das was du da in sternchen geschrieben hast - würdest du das auch auf dich selbst beziehen?

@ mittelgrobröhrig:

Es geht hier nämlich weniger um Fakten (die wären meiner Meinung nach klar), sondern um Weltanschauungen, die eigenen Überzeugungen, die eigene Einstellung, um Glaubensdinge im Wortsinn, nämlich: was möchte ich glauben, wie die Welt aussieht. Und das berührt das Innerste vieler Menschen, ihr komplettes Welt- und damit Selbstbild. Und das geben die allermeisten Menschen nicht so leichtfertig her, sondern verteidigen es bis aufs Letzte

ich denke es geht nicht nur um überzeugungen sondern auch um daraus abgeleitete handlungsnotwendigkeit. wenn mal ganz grob gesprochen "die rechten" (nicht: rechtsextremen!) mit ihrer sicht auf die welt vollumfänglich recht hätten, wäre die logische und zwingende konsequenz daraus, dass dinge getan werden müssten, die äusserst schmutzig und unschön sind und politisch eher links orientierten menschen zutiefst zuwider wären. ich denke das kann sich jeder selbst ausmalen.

ähnlich verhält es sich umgekehrt beispielsweise bei umweltthemen: falls es die allerschlimmsten befürchtungen in bezug auf klimawandel und umweltzerstörung sein sollten, die der realität unter allen prognosen am nächsten kommen, müssten wir alle unseren ressourcenverbrauch und unseren lebensstandard massivst einschränken. die konsequenzen wären extrem schmerzhaft, daher haben viele menschen eine natürliche neigung zum "na, SOOO krass schlimm wird es schon nicht kommen, sooo krass kann es einfach nicht kommen". diese halbe mentale schutzmauer ist weit verbreitet, in der extremen ausprägung führt diese haltung dann sogar zu harten klimawandel-leugnern.

dGummschemarr#erx74


Es geht hier nämlich weniger um Fakten (die wären meiner Meinung nach klar), sondern um Weltanschauungen, die eigenen Überzeugungen, die eigene Einstellung, um Glaubensdinge im Wortsinn, nämlich: was möchte ich glauben, wie die Welt aussieht.

vorhersagen sind schwierig, insbesondere wenn sie die zukunft betreffen ...

nichts ist klar, weder einem von uns noch irgendwelchen experten. nicht mal die bestimmung der derzeitigen parameter ist trivial.

m2ittelgWrobröh{rig


nichts ist klar, weder einem von uns noch irgendwelchen experten. nicht mal die bestimmung der derzeitigen parameter ist trivial.

Ich finde, dass man es sich mit dieser Ansicht meist ein bisschen leicht macht bzw. dieses Argument oftmals hergenommen wird, um sich nicht mit den Konsequenzen einer Fortführung des Status Quo beschäftigen zu müssen, da es ja quasi auch jederzeit ganz anders kommen kann. Bei manchen Dingen gibt es aber fast keinen anderen Ausweg mehr, weil die Annahmen, die man treffen müsste, um zu einem anderen Ergebnis zu kommen, extrem unwahrscheinlich bis absurd sind. Beim Bevölkerungswachstum beispielsweise führt jede einzelne Variante der UNO unweigerlich zur Katastrophe, sogar die optimistischste, weil sich das anhand der vorhandene Parameter einfach nicht ausgehen kann(Möglichkeiten für Versorgung, vorhandene Jobs, Möglichkeit der Erlangung einer soliden sozialen Position, Nahrungsmittelproduktion und viele mehr). Klar könnte man jetzt irgendwelche futuristischen Szenarien erdenken, die das abwenden, aber mir fällt keines ein, dass auch nur annähernd realistisch wäre bzw. gibt es teilweise einfach keine, weil die Problemstellung, obschon natürlich komplexer, im Kern auf "wie bekomme ich 10l Wasser in einen 5l-Eimer" hinausläuft. Natürlich weiß man nicht, was die Zukunft bringt, aber wenn alle realistischen Annahmen in etwa in dieselbe Richtung führen, ist eine Extrapolation meiner Meinung nach durchaus legitim. Die "ungeheuer komplexe Problematik" wird viel zu oft auch als Ausrede, gar nichts zu tun, benutzt, weil man ja zuerst das Problem komplett fertiganalysieren muss (was in der realen Welt fast unmöglich ist), bevor man irgendeine Handlung daraus ableiten darf. Also handelt man entweder nie oder komplett chaotisch, wenn es fünf vor zwölf ist, um sich dann zu wundern, wieso das jetzt nicht funktioniert.

evstaH1


wenn mal ganz grob gesprochen "die rechten" (nicht: rechtsextremen!) mit ihrer sicht auf die welt vollumfänglich recht hätten, wäre die logische und zwingende konsequenz daraus, dass dinge getan werden müssten, die äusserst schmutzig und unschön sind und politisch eher links orientierten menschen zutiefst zuwider wären. ich denke das kann sich jeder selbst ausmalen.

Wenn die von Dir beschrieben "rechten"" und "linken" diskutieren würden, wäre das Ganze vielleicht noch produktiv.

Leider ist es inzwischen oft so in unserer Gesellschaft und auch hier im Forum, dass diese Begriffe zwar ständig benutzt werden, aber mitunter völlig falsch interpretiert werden.

Z.B. Rechts gleich "Böse :-o " und Links gleich "Gut x:) ".

Erinnern wir uns daran als Sahra Wagenknecht von sogenannten Menschenfreunden eine Torte ins Gesicht bekam weil sie denjenigen zu "rechts" war. Oder die Linken (teilweise mit Jack Wolfskinjacken) die das Schanzenviertel zerlegt haben. Und leider ist es oft auch so das seit neusten in einer Diskussion oft behauptet wird "Du bist ja auch rechts.", Ende der Diskussion.

MLazkkaxbi


vorhersagen sind schwierig, insbesondere wenn sie die zukunft betreffen

Naja, man kann schauen, ob es etwas ähnliches schon mal gegeben hat: Ich denke keiner von uns hat auf eine heiße Herdplatte gefasst um zu sehen, ob man sich dabei weh tut. Dennoch würde das keiner hier im Forum machen.

Dazu kommt dann die Stochastik: Kann ich die Vorhersagewahrscheinlichkeit erhöhen, wenn ich andere Parameter hinzufüge. Das muss nicht immer eine Kausalität bedeuten. Der Rückgang der Geburten wird aber doch häufig von einem Rückgang von Storchen begleitet.

mNittelg{robkröhrxig


ich denke es geht nicht nur um überzeugungen sondern auch um daraus abgeleitete handlungsnotwendigkeit. wenn mal ganz grob gesprochen "die rechten" (nicht: rechtsextremen!) mit ihrer sicht auf die welt vollumfänglich recht hätten, wäre die logische und zwingende konsequenz daraus, dass dinge getan werden müssten, die äusserst schmutzig und unschön sind und politisch eher links orientierten menschen zutiefst zuwider wären

Auf jeden Fall auch, ja. Nur werden die Dinge durchs Ignorieren schlimmer statt besser, sodass diese Haltung mit dazu beiträgt, die schmutzigen und unschönen Dinge noch schneller notwendig zu machen.

B%roder icgk


mittelgrobröhrig

Nur werden die Dinge durchs Ignorieren schlimmer statt besser, sodass diese Haltung mit dazu beiträgt, die schmutzigen und unschönen Dinge noch schneller notwendig zu machen.

Hier in Deutschland werden Rechte nie wieder diese unschönen und schmutzigen Dinge machen, die sie für notwendig erklären.

Diese Zeiten sind endgültig vorbei.

m^ittelOgroObröhxrig


Schöner Beitrag. Zwar leicht am Thema vorbei, aber immerhin einen Seitenhieb gegen Rechts untergebracht :)^ verliert bloß nie den Fokus, alle Probleme lassen sich schließlich irgendwie darauf herunter brechen, dass Rechts in Schach gehalten werden muss :)z

m\ittelgruobröhxrig


*herunterbrechen. Dämliche Autokorrektur...

mzitte,lgorob0röhrixg


Oder, falls jemand unter all dem Sarkasmus nicht verstanden hat, was ich eigentlich sagen wollte: wenn ein Hammer dein einziges Werkzeug ist, schaut irgendwann alles wie ein Nagel aus. Auch eine Sichtweise, nur keine, die auf besonders viel geistige Flexibilität hindeutet.

K]an(tenAmechZanikxer


wenn ein Hammer dein einziges Werkzeug ist, schaut irgendwann alles wie ein Nagel aus.

Hass macht blind, hm? Mit einem Hammer kann man mehr, als Nägel einzuschlagen, eine gewisse Kreativität vorausgesetzt.

m*ittevlgrobröxhrig


Lass gut sein. Mittlerweile muss du dir, um mich zu provozieren, schon mehr einfallen lassen als solch durchsichtige und arg simple Beleidigungen *:)

S6chSrunxd


Oder geht es nur noch darum, in den Krümeln des Andersdenkenden zu suchen und die rhetorische Meinungshoheit zu gewinnen?

Ich glaube, alle angesprochenen Dinge hätte man auf 3 Seiten niederschreiben können.

comran

Ich war eben geneigt hier noch mal reinzusteigen, weil ich wieder was gesehen habe, von dem ich der Meinung war, dass es nicht unkommentiert bleiben sollte. Aber ich höre jetzt damit auf. Vielleicht noch ein Satz zu der "Meinungshoheit". Ich finde, dass bestimmte Debatten geführt und bestimmte Sachen ausgefochten werden müssen. Mein Motiv, in solche Auseinandersetzungen reinzugehen ist, dass bestimmte Sachen nicht unwidersprochen bleiben können. Die Konsequenz wäre nämlich der wirklich fatale Eindruck, dass bestimmte Positionen so stark begründet sind, dass gegen sie kein Kraut gewachsen ist. Dem ist natürlich nicht so. Soweit es mich betrifft nehme ich dann halt mal die Füße vom Tisch und steige da rein, obwohl ich eigentlich gar keinen Bock darauf habe. Dann kommt es natürlich zu einer Endlosschleife. So wie im wirklichen Leben. Es gibt ja auch Paare, die zanken ewig und drei Tage über den gleichen Kleinscheiß. Vielleicht ist das Leben ja eine Endlosschleife.

e#sBta)1


Mein Motiv, in solche Auseinandersetzungen reinzugehen ist, dass bestimmte Sachen nicht unwidersprochen bleiben können.

Das Problem ist nur das Du sehr schnell persönlich wirst gegenüber dem Beitragsschreiber und nicht mit Argumenten zum Thema widersprichst, das ist dann für einige (mich) Mitleser nicht so überzeugend.

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