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Ist rechtes Gedankengut per se schlecht und zu verurteilen?

sjensibevlsmanxn99


protektionistisch auch nicht per se schlecht.

So ist es. Wenn internationale Arbeitsteilung dazu dient, irgendwo auf der Welt Menschen massiv auszubeuten, dann halte ich die angebliche "Weltoffenheit" für schlecht. Protektionismus halte ich für gut, wenn dadurch deutlich Transportwege gespart wird (klimafreundlich) und es keinen vernünftigen Grund für Arbeitsteilung gibt, weil das gleiche Produkt auch "vor Ort" genausogut produziert werden kann..

Belackr Guxn


zum thema "gutmenschen" hat ein kommentar in der FAZ (zu einem anderen thema) eine perfekte beschreibung getroffen:

Auch Lafontaine wurde [von SPD und Linkspartei] sofort alles Mögliche vorgeworfen. Daraus sprechen die Reflexe einer auf moralischem Rigorismus gebauten Antidiskriminierungspolitik, die nicht so sehr die Interessen der Unterschichten und Facharbeiter im Auge hat, sondern die einer akademischen Linken, die sich als kosmopolitische Avantgarde in Szene setzen will.

aus:

[[http://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/kommentar-linkspartei-und-spd-fuehlen-sich-durch-afd-bedroht-15222729.html]]

genau das trifft es auf den punkt: mit dem begriff "gutmensch" werden personen charakterisiert, die vorwiegend einer akademischen, finanziell abgesicherten linken entstammen, welche mit moralischem rigorismus politische und gesellschaftliche ansichten vertritt, die nicht das gemeinwohl, den innergesellschaftlichen zusammenhalt oder die interessen der armen und prekären im land im auge haben - sondern die selbstinszenierung als kosmopolitische avantgarde, die uncoole dinge wie nationalstaatlichkeit oder die im geltenden recht kodifizierte benachteiligung fremder (menschenrechte vs bürgerrechte) 'überwunden' hat und somit auf der vermeintlichen evolutionären leiter den nächsten schritt hin zum vermeintlich moralisch überlegenen weltbürger genommen hat. diejenigen, die diesen "fort-schritt" noch nicht gegangen sind, werden von den sogenannten gutmenschen mit kaum verhohlener herablassung als abgehängte, ewiggestrige oder menschenfeinde betrachtet, die es entweder umzuerziehen oder mundtot zu machen gilt.

e;stax1


Treffender kann man das Wort "Gutmensch" nicht beschreiben und weil genau diese Menschen keinerlei Kritik vertragen, weil sie ja die "besseren" Menschen sind, haben sie das Wort "Gutmensch" auch zum Schimpfwort deklariert und jeder der es benutzt ist fremdenfeindlich, rassistisch und keiner Diskussion wert.

Ich möchte noch ergänzen, da ich ein paar Exemplare dieser Spezies kenne, das genau diese möchtegern "Avantgart" zur Gentrifizierung in den Großstädten beiträgt um sich dann gleichzeitig wieder darüber zu empören.

Es sind meist Menschen die nie kennengelernt haben was harte Arbeit bedeutet, von den Eltern mit Geld durch's Studium getragen, sich durchkämpfen, an die eigenen Grenzen gehen, das kennen diese Leute nicht.

Nur eins finden sie nicht so schön, das es soviel Elend gibt auf der Welt, aber wenn die ganzen Füchtlinge jetzt hier her kommen, ist das Gewissen beruhigt und man kann wieder in Ruhe den halben Tag im Cafe sitzen und sich über die AfD-Wähler echauffieren. Und schließlich haben sie ja auch schon einen alten Pullover ins Flüchtlingsheim gebracht!

H"ypegrixon


esta1

Ich hatte eine Ansage gemacht sich von den Flüchtlingsthemen zurückzuziehen, halte dich bitte daran.

d~anwae8x7


Meiner Meinung nach ist Gutmensch halt das Equivalent zur Nazikeule. Beides nicht hilfreich, weil es nur die Fronten verhärtet und jeden Dialog im Keim erstickt.

B^lakck &Gun


Beides nicht hilfreich, weil es nur die Fronten verhärtet und jeden Dialog im Keim erstickt.

ich denke die fronten sind von anfang an verhärtet gewesen, weil da plötzlich eine thematik im raum stand und die leute umtrieb, bei der die meinungen, und auch die werte auf denen die eigene sichtweise aufbaut, wirklich fundamental auseinander gingen. und noch immer gehen. viel spielraum für dialog oder überzeugungsarbeit war da von anfang an nicht. ich sehe den hohen grad an polemik und scharfer, unversöhnlicher rhetorik eher als folge der inhaltlichen polarisierung, und nicht etwa als deren ursache.

dianae?87


Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass es sich gegenseitig steigert? In keinem Fall ist es hilfreich um Kompromisse zu finden und konkrete Pläne zu entwickeln. Und das ist nunmal der Sinn und Zweck einer Demokratie. Es geht nicht nur darum der Mehrheit immer durchzusetzen, es geht darum das Gemeinwohl im Blick zu behalten und das kann man kaum behaupten, wenn man die Gesellschaft spaltet und gegeneinander aufhetzt.

edstax1


Meiner Meinung nach ist Gutmensch halt das Equivalent zur Nazikeule.

Und genau das ist für mich in keiner Relation, wenn man mal bedenkt was hinter dem Begriff "Nazi" wirklich steckt. Diesen Begriff inflationär zu verwenden trivialisiert einfach das was die Nazi's getan haben.

Und mein Gott "Gutmensch" das trifft doch auch zu, man könnte statt dessen auch sagen: "Yuppi". Ich will da jetzt nicht drauf rumreiten, mir ist es nur wichtig nochmal zu betonen das "Gutmensch" gar nicht das Equivalent zu "Nazi" sein kann. Zur Erinnerung, die Nazi haben 6 Millionen Juden vergast.

dyanae-87


Ja sicher, aber der Vorwurf der Nazikeule ist ja auch der, dass man jeden Rechten gleich als Nazi beschimpft und damit Unrecht tut, weil zwischen rechts und Nazi nochmal ein gewaltiger Unterschied besteht. Das sehe ich auch so und ich finde es wird dem was ein Nazi ist nicht gerecht, wenn man jemanden so nennt der "Neger" sagt. Ich finds scheiße, aber für einen Nazi reicht das bei weitem nicht aus.

Ich meinte das so: wenn mich jemand "Gutmensch" nennt, in aller Regel ohne zu wissen wer ich bin, wie ich mich engagiere oder so, dann ist das genauso eine Keule, in Sinne von "Austausch totgeschlagen". Damit werden alle Argumente und Positionen automatisch abgewertet. Genau wie umgedreht wenn man jemanden als "Nazi" bezeichnet. Beides ist eine kommunikative Keule, weil es die Kommunikation sofort totschlägt, weil klar ist, dass man nichts was der andere zu sagen hat ernst nehmen oder gar durchdenken wird.

Also hinsichtlich der Qualität ist das für mich das Equivalent.

Nebenbei gibt es Leute die unterstellen das Gutmenschen ähnlich gefährlich sind, weshalb sie alle "totgeschlagen" gehören. Hab ich mir neulich erst anhören dürfen. Von der Seite werden die Gutmenschen also als sehr sehr gefährlich betrachtet. Realistisch finde ich diese Angst nicht. Für mich sind Nazis deutlich gefährlicher, aber totschlagen lassen möchte ich selbst die nicht.

eqsta11


Beides ist eine kommunikative Keule, weil es die Kommunikation sofort totschlägt, weil klar ist, dass man nichts was der andere zu sagen hat ernst nehmen oder gar durchdenken wird.

Das stimmt natürlich, das Problem wird dadurch nicht gelöst!

nVordfrQankx76


danae87

13.10.17 07:49

Meiner Meinung nach ist Gutmensch halt das Equivalent zur Nazikeule. Beides nicht hilfreich, weil es nur die Fronten verhärtet und jeden Dialog im Keim erstickt.

Ja, so ist es. Und ich denke genau so ist das gewollt.

Unsere Regierung hat - meiner Meinung nach - kein Interesse daran, dass vernünftig diskutiert wird, denn wenn sich die Leute streiten, merkt keiner, was sonst noch so verbrochen wird (ESM, Netzgesetz mir fällt gerade nicht der Name ein, aber damit wird die Zensur eingeführt,, CETA, TTIP, TISA etc...) Es kann ja nicht immer Fussball WM/EM sein und es interessiert sich ja auch nicht jeder für Fussball ;-D Also, ich denk so ahnungslos und inkompetent sind die oben nicht, die wissen was sie tun...

NFa%pleis 1x7


Ein Gutmensch ist für mich ein Träumer.

N|aples? x17


Gutmenschen sind laut meine Erfahrungen nur so lange Gutmenschen, bis die merken dass man nicht deren Meinungen teilt und nicht zu deren Schützlinge gehört.

s'ofiah34-39 jtahrex alt


es geht darum das Gemeinwohl im Blick zu behalten und das kann man kaum behaupten, wenn man die Gesellschaft spaltet

ich glaube nicht daß den Politikern das gemeindewohl wichtig ist zumindest nicht SPD und CDU/CSU

und FDP

und

was gibt es besseres als wenn das Volk gespaltet ist da freut sich doch jedes größeres unternehmen, die banken und die reichen

dann ist das Volk, mit genug anderen Problemen beschäftigt und meckert nicht rum über die schlechten löhne usw. und vorallem ein gespatendes Volk hier in Europa und und in Deutschland wird sich nicht zusammentun und gegen die reichen und mächtigen ankämpfen,

da sie ja GESPALTEN sind

meiner Meinung ist das alles so geplant gewesen, das ganze chaos bringt nur Vorteile die unternehmen kriegen billige Arbeitskräfte die gewillt sind zu arbeiten auch ohne größere Lohnerhöhungen, zum Mindestlohn, die armen sind mit dem wachsenden Konkurrenzkampf beschäftigt (arbeitspläzte im niedrig lohnsektor, bezahlbare Wohnungen, bei den tafeln, kitaplätze usw.)

aufjedenfall ist das wichtigste erreicht, die armen, die Unterschicht die Mittelschicht also die 90 % denen es nicht so perfekt geht wie den oberen 10 % tun sich nicht zusammen um gegen die Ungerechtigkeit arm/reich zu kämpfen da sie gespalten sind und sich immer weiter gegenseitig bekriegen werden und lassen die reichen in ruhe und belästigen sie nicht, die welt der reichen ist so nicht in Gefahr.

ich finde es immer wieder interessant zurückzuschauen und mich daran zu erinnern, daß dieses ganze chaos genau da anfing wo die occupy Bewegung international im gange war und besonders lange noch in Frankfurt und Hamburg.und überhaupt interessierten sich menschen zu der zeit, auch abseits von der occupy Bewegung für das Thema Ungerechtigkeit Armut/Reichtum auf der welt.

anscheinend mußte schnell ein Thema her um die menschen davon wieder abzubringen sich weiter zu fragen wieso man sich mit der Ungerechtigkeit arm/reich abfinden sollte.

und es hat funktionert. plötzlich ging kein mensch mehr gegen den Kapitalismus/arm/reichschere auf die straße, sondern wegen ein anderes Thema. :-/

vorallem die jungen linken Aktivisten sind schön abgelenkt, beschäftigen sich nur noch mit dem neuen thema seit ca. 2012/2013 und lassen die reichen in ruhe was will man mehr?

und selbst die abgehängten gehen nicht mehr gegen die Armut auf die straße er gehen nicht mehr die Partei die linken wähen sondern viele resignieren halten den mund oder gehen zur afd, läuft alles bestens für die reichen und Oberschicht. :)z

sRofia34--39 jahrxe alt


NORDFRANK76

Unsere Regierung hat - meiner Meinung nach - kein Interesse daran, dass vernünftig diskutiert wird, denn wenn sich die Leute streiten, merkt keiner, was sonst noch so verbrochen wird (ESM, Netzgesetz mir fällt gerade nicht der Name ein, aber damit wird die Zensur eingeführt,,, CETA, TTIP, TISA etc...) Es kann ja nicht immer Fussball WM/EM sein und es interessiert sich ja auch nicht jeder für Fussball ;-D Also, ich denk so ahnungslos und inkompetent sind die oben nicht, die wissen was sie tun...

so ist es

die ganzen großen europäischen Bewegungen betreff TIPP usw. kamen noch hinzu

die fingen so ab 2012/2013auch an da ging ich auch hin auf die Demos die recht groß waren in Deutschland wo aber kein Fernsehsender berichtete, und auch da gewann das Thema (betreff themensbeschränkung), an fahrt, es steigerte und steigerte sich und kein mensch sprach dann irgendwann so ab ca. 2015 noch von TTIP und co es wurden zwar weiterhin 1 mal im jahr eine demo gemacht das wars aber auch, 2012, 2013 und 2014 war die Bewegung um einiges stärker, plötzlich war ein NEUES Thema da womit sich die Aktivisten beschäftigten und komischerweise für das neue Thema interessierte sich die presse. für die TIPP UND CETA Demos usw. nicht

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