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#metoo, ich kann es nicht länger hören

Cch|e


Ein Arbeitgeber wäre bei der Entscheidung, ob er für eine verantwortliche Position jetzt eine Frau oder einen Mann einstellt, mit identischem Ausfallrisiko konfrontiert.

Das beträfe nur die Ausfallzeiten nach der Geburt.

Du sprachst ja aber vom Kündigungsschutz für Schwangere. Diese Ausfallzeiten sind ja nun doch auf die Frau beschränkt. Also macht der Schutz dort Sinn.

RxajMgercWhanxt


Fun Fact: Wenn jemand schwanger ist, ist in den meisten Fällen eine Geburt und ein Post-Geburts-Status absehbar. Wenn ein Arbeitgeber vermeiden möchte, mit einen Post-Geburts-Status konfrontiert zu werden, tut er gut daran, Leute schon vor der Geburt rauszuwerfen.

MPuffE Potxter


Funfact: für die Schwangere gilt ein erhöhter Kündigungsschutz. Warum (dann) nicht auch für den Partner?

sWenWsibelVmannx99


Ich möchte nur anmerken, dass selbst der Mutterschutz keineswegs für alle Mütter zutrifft: Meine Frau hatte als Selbständige keinerlei Mutterschutz oder sonstige Absicherungen. Die einzige "Absicherung" wäre, dass eine Frau auf Einnahmen vollständig verzichten muss, sofern sie infolge Schwangerschaft nicht mehr arbeiten wollte.

Meine Frau arbeitete bist zum letzten Tag ihrer Geburt (auch wenn deutlich reduziert), weil sie ihr Unternehmen nicht brachliegen lassen wollte und konnte (das hätte für längere Zeit- mehrere Jahre- zu deutlichen Umsatzeinbußen u.U. zur Insolvenz geführt, Mitarbeiter konnten das nicht übernehmen ..., da diese eher Ausführende waren, meine Frau war der kreative Kopf ...). Dummerweise konnte ich selbst kaum kürzer treten, da ich bereits auf Teilzeit arbeitete (und meine Frau unterstützte).

dmaFn'ae87


Für weibliche parlamentarische Abgeordnete gibt es, meines Wissens nach, auch keinen Mutterschutz oder? Schon erstaunlich, dass die Institution da nicht mit gutem Beispiel vorangeht.

R3ajMjerYcBhanxt


danae

Für weibliche parlamentarische Abgeordnete gibt es, meines Wissens nach, auch keinen Mutterschutz oder?

[[http://www.gesetze-im-internet.de/abgg/__14.html doch:]]

Während der Mutterschutzfristen infolge Schwangerschaft oder wenn ein Mitglied des Bundestages ein ärztlich nachgewiesen erkranktes, in seinem Haushalt lebendes Kind, das das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, mangels anderer im Haushalt dafür zur Verfügung stehender Aufsichtspersonen persönlich betreuen muss, führt die Nichteintragung in die Anwesenheitsliste nicht zu einer Kürzung der Kostenpauschale.

Abgeordnete zu sein ist ziemlich komfortabel zum Kinderkriegen. Machen auch viele so.

Muff

Ist das jetzt Zustimmung, Erläuterung für weiterhin unverständige oder hast du mich völlig falsch verstanden?

d>antaex87


Ah, dann war ich da falsch informiert, danke dir. :-D

RPajMer+chan+t


danae

NP. Was es tatsächlich nicht gibt, daher vielleicht das Mißverständnis, ist Elternzeit und Elternzeitvertretung. Das liegt daran, dass es im technischen Sinn auch kein Gehalt gibt, und dass Vertretungen halt irgendwie legitimiert sein müssten. Man kann sich seine Arbeitszeiten aber ziemlich frei einteilen und hat in der Regel auch einen Mitarbeiterstab, der mal kurz aufs Kind aufpassen kann.

deaJnae8x7


Ah, das kann sein. Besonders günstig ist das natürlich aber nicht, so Mh. Abe rich verstehe das Problem.

Seouhxa


Wenn die Männer dann so doof waren, das alles mit sich machen zu lassen, sollen sie Frauen, die Beruf und Familie vereinbaren wollen auch noch aus purem Altruismus in ihrem Lebensentwurf unterstützen.

Nein, danke, ohne mich.

Stattdessen sollen sich die Frauen mal lieber fügen und ihrem vorgegebenen Weg folgen, dem Mann untertan zu sein und ja nicht aufzumucken. Dazu sag ich dir nur eins: die Frauen haben keine Lust mehr, die Folgen fragiler Männlichkeit auszutragen, von Männern, die ihre "sogenannte Männlichkeit" im Hass auf Frauen ausleben, weil sie sonst nichts mehr haben, über das sie sich noch definieren könnten.

Ein ausdrücklicher Dank an jene Männer, die sich am hegemonialen Frauenhass nicht beteiligen und Frauen als das anerkennen, was sie sind; Menschen wie sie selbst, die Übergriffe jeglicher Art nicht (mehr) erdulden müssen. Aus, Schluss, vorbei. Begreift das endlich. Sonst kommen noch ein paar Wellen metoo, die am Ende in einem Tsunami gipfeln. Pseudomoralisches Zurechtweisen als Ausdrucksweise des reaktionären Patriarchats hat ausgedient. Endgültig.

mpondf+%sterxne


Stattdessen sollen sich die Frauen mal lieber fügen und ihrem vorgegebenen Weg folgen, dem Mann untertan zu sein und ja nicht aufzumucken. Dazu sag ich dir nur eins: [...]

Das sagst Du nicht zu mir. Das sagst Du zu Deinen seltsamen Schlussfolgerungen.

Ich würde sagen, Frauen sollen gar nichts. Wir leben in einem freien Land und sie (bzw. Ihr) können machen, was sie wollen.

Was sagst Du dazu?

D-erpNostPalgikexr


Wenn** die Gesellschaft übereinkommt, dass es wünschenswert ist, dass Mütter und Väter sich gleichermaßen am Erwerbsleben und an unbezahlter Erziehungs- und Pflegearbeit beteiligen, ist das halt einfach der Weg.

Das hast Du nun schon mehrfach geschrieben. Mich würden aber inhaltliche Argumente interessieren, die dafür sprechen, daß "die Gesellschaft" sich überhaupt in Privatangelegenheiten wie die innerfamiliäre Organisation von Broterwerb, Kindererziehung, Haushaltsführung und Pflege einmischt. Was geht es "die Gesellschaft" an, wer bei Familie Müller das Geld verdient, wer wieviele Stunden in der Woche erwerbstätig ist, wer kocht und die Wäsche bügelt oder wer sich überwiegend um die Kinder kümmert?

Ein Arbeitgeber wäre bei der Entscheidung, ob er für eine verantwortliche Position jetzt eine Frau oder einen Mann einstellt, mit identischem Ausfallrisiko konfrontiert.

Da nur Frauen schwanger werden können, besteht auch nur bei der Frauen ein "Ausfallrisiko" im Fall einer Schwangerschaft. Und wenn ich mich recht entsinne, können auch nur Frauen einen Säugling stillen.

Aber vielleicht will die Gesellschaft dann demnächst auch noch gesetzlich erzwingen würde, daß Mutter und Vater sich die Schwangerschaft auf je 4,5 Monate paritätisch teilen. ;-D

Wenn die Gesellschaft übereinkommt, dass es gut ist, wenn möglichst viele Leute verheiratet sind, Kinder hin oder her, soll sie gern gemeinsame Steuerveranlagung und Ehegattensplitting beibehalten. Ich persönlich finde, da wird der falsche Status gefördert, vermutlich aus so einem präverhütungsverhafteten "wo Ehe ist, kommen schon auch Kinder"-Denken. Und ja, das betrifft mich, ich bezahle das nämlich.

Das Ehegattensplitting hat mit Kindern gar nichts zu tun. Ehepaare bilden eine Haushalts- und Wirtschaftsgemeinschaft und werden deshalb auch gemeinschaftlich in der Steuer veranlagt. Das ist der Sinn des Ehegattensplittings.

R'ajnMedrchaxnt


Nostalgiker

Mich würden aber inhaltliche Argumente interessieren, die dafür sprechen, daß "die Gesellschaft" sich überhaupt in Privatangelegenheiten wie die innerfamiliäre Organisation von Broterwerb, Kindererziehung, Haushaltsführung und Pflege einmischt.

Bitte, sie kann sich auch gern raushalten. Kein Kündigungsschutz für irgendwen, keine Elternzeit, keine gemeinsame Steuerveranlagung, keine Kinderfreibeträge usw., Kinderkriegen als teures Hobby, und unsere demographischen Probleme lösen wir über Immigration. Ich persönlich käme gut damit klar.

Da nur Frauen schwanger werden können, besteht auch nur bei der Frauen ein "Ausfallrisiko" im Fall einer Schwangerschaft. Und wenn ich mich recht entsinne, können auch nur Frauen einen Säugling stillen.

Das Hauptausfallrisiko besteht nach der Schwangerschaft, und es gibt Mittagspausen, Milchpumpen und Instantzeugs.

Das Ehegattensplitting hat mit Kindern gar nichts zu tun. Ehepaare bilden eine Haushalts- und Wirtschaftsgemeinschaft und werden deshalb auch gemeinschaftlich in der Steuer veranlagt.

Eben. Warum eigentlich? Was hat die Gesellschaft davon, dass da jetzt zwei verheiratet sind?

SBouha


Ab 25.11. wieder weltweit die Kampagne "16 Tage - Stopp gegen Gewalt an Frauen".

[[http://www.16days-freiburg.de/kampagne-16-tage-stopp-gewalt-gegen-frauen]]

m@ond+stferxne


Wenn man miteinander redet, hilft man Gewalt abzubauen.

In diesem Sinne möchte ich deshalb versuchen, einen Beitrag zum Abbau von Gewalt an Frauen zu leisten.

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