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nochmal Grundsicherung- meine Idee

s|en=siMbjelmannx99 hat die Diskussion gestartet


Um soziale Absicherung für alle Bürger einfach zu halten und Büroarbeit zu vermeiden folgende Idee:

Jeder Bürger Deutschlands (deutsche Staatsbürgerschaft) erhält ohne weitere Prüfung:

Erwachsener: 1000€

Kind bis 18 Jahren: 500€

zu erwartende Kosten: ca. 75 Milliarden Euro

Das ist für Deutschland durchaus leistbar.

Niemand muss mehr als die deutsche Staatsbürgerschaft nachweisen.

Für Bürger, die ohne deutsche Staatsbürgerschaft in Deutschland leben, muss es Sonderregelungen geben.

Man beachte, dass gerade höhere Einkommen infolge der 1000 € zusätzlich auch mehr Steuern bezahlen, so dass sich das Steueraufkommen Deutschlands erhöht.

Alle Einkommen über 14000€ jährlich werden besteuert. (neue Steuerregelung erforderlich, auch was die Höhe der Progression betrifft)

Die Krankenkassen entfallen. Sämtliche Gesundheitskosten werden staatlich über Steuergelder finanziert (neue steuerliche Regelungen). Eine Kontrolle der Gesundheitskosten und Gesundheitsleistungen (Arztkosten, Pharmakosten, Krankenhauskosten, Geräte, ...) erfolgt über zwei hochqualifizierte unabhängige Evaluierungskommissionen, weitere Kontrolle per Ethikkommission. Die Arbeit der Krankenkassen wird in staatliche Hoheit überführt.

Jeder Bürger kann beliebig hinzuverdienen- auch über unregelmäßige Tätigkeiten (hohe Flexibilität). Man beachte die neue steuerliche Regelung.

Niemand soll mehr zum Arbeiten gezwungen sein, wer nur auf einem Grundlevel leben will.

Für die freiwerdenden Arbeitskräfte in den Ämtern werden neue Arbeitsbereiche gefunden werden: Idee/Angebot: Kinderbetreuung, Schule, Altenbetreuung, Bürgerbetreuung, Umweltbetreuung, ...

Wohngeld und Ähnliches entfallen, ebenso entfallen (die meisten) steuerlichen Vergünstigungen.

Antworten
ExlafRemrich08x15


Aha...

1.000€/Monat einfach so? Man muss nur vorhanden sein? Super...

Dann gehen von 80Mio. Staatsbürgern demnächst 40Mio. nicht mehr arbeiten. Krankenversicherung ist ja dann auch kostenlos. Und wer füttert diese Masse dann durch? Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist Unsinn und stellt genau das Gegenteil von einem Anreiz dar einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachzugehen.

Du willst aber jedem 1.000€ dazu schenken. Wer darf das bezahlen? Wenn jemand 1.000€ zu seinem Einkommen dazu bekommt und dafür zusätzliche Steuern bezahlen muss, ist das natürlich weniger als 1.000€.

Und Gesundheitskosten auch über Steuern? Toll... Wer darf das bezahlen?

Niemand soll mehr zum arbeiten gezwungen sein? Hmm... daher wehr also der Wind. :|N

Familie, produktiv, macht 5 Kinder. 2x1.000€+5x500€ macht also 4.500€/Monat steuerfrei in die Tasche. Ohne dafür was tun zu müssen. Warum bitteschön sollte von denen jemand auf die selten dämliche Idee kommen arbeiten zu gehen?

Denn die 1.000€ müssten ja steuerfrei sein und erst alles was da drüber kommt steuerpflichtig werden. Sonst wäre das ja komplett sinnfrei.

itrgeMndWwieF_anderxs


":/

Ist das ernst gemeint? Oder soll das nur eine Provokation sein?

Sollte es tatsächlich ernst gemeint sein: Das würde niemals funktionieren. :|N

RqajMe;rfchant


Hammeridee. Bist du da ganz alleine drauf gekommen?

Ich sympathisiere durchaus mit dem BGE, und auch mit steuerfinanzierten Gesundheitsdienstleistungen. Leider führst du die essentiellen Details (Steuersatz und Progression, Leistungsumfang der Gesundheitsversorgung etc.) nicht aus. Deswegen ist da keine Debattenbasis.

shteppoN25


Mir würde die kostenlose Heilbehandlung für alle mit der Deutschen-Staatsbügerschaft reichen, über "mehr" wäre ich "dagegen" - und trotzdem möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass Du bei dieser Gelegenheit mein Bild über Dich geradegerückt hast, und ich Dir, sensibelmann, meine allergrößte Hochachtung unterbreite, und das ist mein voller Ernst. Meine Agenda ist dass ich alles was nach Sozial-Darwinismus riecht, und das ist die momentane Umverteilung der Ressourcen von unten nach oben, aus tiefster Seele hasse.

s1en:sibel<manxn99


Warum bitteschön sollte von denen jemand auf die selten dämliche Idee kommen arbeiten zu gehen?

Weil ich der Überzeugung bin, dass Menschen, die nicht zum Arbeiten gezwungen sind, sondern freiwillig arbeiten können, wesentlich motivierter für ihre Arbeit sind. Arbeit ist keinesfalls etwas, was nur des Geldes wegen ausgeübt wird. Arbeit kann interessant und sportlich sein, Arbeit schafft soziale Beziehungen. Für unangenehme Arbeiten besteht dennoch die Möglichkeit, über eine finanzielle Motivation. Die Frage ist, ob wirklich die Mehrheit der Bevölkerung auf der Basis einer Grundsicherung leben will. Das wage ich arg zu bezweiflen.

Was die Finanzierung betrifft: 75 Milliarden Euro sind in Bezug auf den Bundeshaushalt nicht viel und in Bezug auf die gegenwärtigen Ausgaben für diesbezügliche Sozialleistungen nicht deutlich erhöht (für Hartz IV werden gegenwärtig über 40 Milliarden Euro ausgegeben). Die ganzen Personalkosten für Verwaltung, inklusive der Kosten für Verwaltungsgebäude und Verbrauchsausgaben (Computer, Drucker, Heizung, Post, Strom, Wasser, ...) entfallen.

Was Kinder betrifft: Kinder kosten relativ viel- die 500 € sind gegenüber heute eher keine bedeutsame Mehreinnahme für Eltern (wenn man entfallendes Kindergeld, entfallende Sozialleistungen bei Kindern und entfallende kindbedingte steuerliche Abrechnungen) gegenrechnet.

Ja, Arbeitgeber müssen sich Gedanken machen, wie sie Leute für Arbeit begeistern können- sie haben weniger Zwangsmittel in der Hand. Wohl aber kann man durch gute Arbeitsbedingungen, gute soziale Beziehungen, gute Bezahlung, gute Arbeitszeitregelung Menschen zum Arbeiten sehr gut motivieren. Ich behaupte, den meisten Menschen würden 1000€ längst nicht reichen, sonst würden sie auch heute in Hartz IV gehen...

TUiger@ba8endi<gexrin


Dann bin ich aber für eine drastische Anpassung der Pfändungstabellen, damit die die nur auf Pump leben und nichts zurückzahlen direkt weniger in der Tasch haben und es merken

E lafReYm3ich0x815


Der HartzIV Regelsatz liegt ab 2018 bei 416€. Wenn plötzlich jeder mehr als das doppelte bekäme und ohne Sanktionen zu Hause sitzen könnte, würde das sehr, sehr vielen völlig reichen.

Man geht arbeiten um das Geld für seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Natürlich gibt es auch die Leute die Arbeit als Erfüllung sehen. Aber am Ende muss die Kasse stimmen.

Und was machst du mit den Beamten und Angestellten in den Verwaltungen und Versicherungen die plötzlich alle arbeitslos sind? Die dann ebenfalls statt Steuern in den Topf einzuzahlen Leistungen daraus einfordern. Willst du die alle umschulen? Und wo sollen die Arbeitsplätze neu entstehen? Klar... im sozialen Bereich. Und wer bezahlt die dann?

Oder glaubst du es würde auch nur einer arbeiten gehen um am Ende genau so viel in der Tasche zu haben wie jemand der zu Hause bleibt?

Das ist weltfremd undurchdacht und naiv. Zwar ist die Überlegung grundsätzlich erstmal gut. Aber so kann es nicht gehen.

Ahh, unangenehme Arbeit soll als Anreiz besondern gut entlohnt werden? Also moderne Sklavenhaltung, oder was? "Räum mal die Scheiße da weg, dafür kriegste auch 'nen Euro."

EMlaYfRemiXch0x815


Nie vergessen: Geld wächst nicht an Bäumen. Wenn du all diese Leistungen aus Steuermitteln finanzieren willst, wer füllt dann dieses Steuersäckerl aus dem du alle so reich beschenken willst?

Ich will dabei nicht schönreden das es sowohl arme Arbeitslose als auch reiche Arbeitslose gibt. (Der reiche Arbeitslose lebt von Kapitaleinkünften.) Ich finde es aber genauso falsch die Schuld immer den Besserverdienern in die Schuhe zu schieben. Man muss an der eigenen Nase anfangen nach dem Fehler zu suchen oder man muss den Mund halten.

sZens,i~belmaxnn99


Das würde niemals funktionieren.

Aber Hartz IV mit voll aufgeblähtem Verwaltungsapparat funktioniert. Bankenrettung mit mehreren 100 Milliarden € funktioniert ... ???

35 Milliarden € Militärausgaben funktionieren, ...

Gut wäre es schon, wenn viele Gegner erst mal anfangen, die gegenwärtigen Ausgaben zu analysieren und was so alles im deutschen Haushalt verballert wird.

"Das würde niemals funktionieren" ist ein Satz, den ich in meinem Leben schon oft zu hören bekommen habe. Dann habe ich es einfach gemacht- und oh Wunder, es funktionierte. ;-D

(Steuersatz und Progression, Leistungsumfang der Gesundheitsversorgung etc.)

OK, der Steuersatz und die Progression müssen selbstverständlich dem BGE angepasst werden. Ich werde demnächst eine mögliche Steuerfunktion hier als Vorschlag reinstellen (Höhe des Einkommens --> steuerliche Belastung). Vermutlich würde ein Einkommen über 7000€ von den 1000€ BGE nicht mehr profitieren. Geringfügig würden Menschen mit über 7000€ Einkommen etwas weniger verdienen.

Was den Leistungsumfang der Gesundheitsversorgung betrifft: Der sollte besser und kostengünstiger werden, da besser kontrolliert und unabhängiger ausgearbeitet, ja ich weiß um die starke Beeinflussung diverser Lobbygruppen. "Luxus"versorgung kann jeder Bürger selbst versichern.

E^la8fR=emichx0815


Hmm... das soll jetzt keine "Verurteilung" darstellen, aber du vergisst - wie viele Linke - eine wichtige Sache im System: Den Menschen.

RFajMe?rchaxnt


sensibelman

Aber sag doch mal: Wo kommt die Kohle her? Ein Teil aus Einspareffekten, geschenkt. Und der Rest? Aus einem Spitzensteuersatz von 60, 70, 90%? Ab wann gilt der? Aus Konsumsteuern, damit die konsumierende Klasse der geldscheffelnden niedrigere Mindestlöhne finanziert? Welche Einkommensarten sind steuerpflichtig? Wie verhinderst du Steuerflucht? Bis zu welchem Einkommen soll man was von den 1000€ haben und ab welchem soll man draufzahlen, damit es die 1000€ geben kann? Wie geht man mit der erwartbaren Inflation um? Bei wem landen die 1000€ am Ende eigentlich? Wie wirkt sich das auf Löhne und Gehälter aus? Ist die steuerfinanzierte Gesundheitsversorgung umfassend oder brauche ich Zusatzversicherungen für 2000€, wenn ich mehr als Pflaster und Zuspruch will?

Das mal so als ersten Satz Leitfragen um aus einer (schönen, aber nicht wirklich neuen) Idee ein Konzept zu machen.

s{ens%i&belmanxn99


Wenn du all diese Leistungen aus Steuermitteln finanzieren willst, wer füllt dann dieses Steuersäckerl aus dem du alle so reich beschenken willst?

Das ist nicht wesentlich anders als heute, nur mit deutlich weniger Aufwand (auch finanziellem Aufwand zur Verwaltung). Ich habe den Eindruck, dass du dir nicht wirklich die Höhe der von mir beschriebenen Kosten analysiert hast und dass dir die gegenwärtigen Kosten nicht bekannt sind (um mal die Relationen zu sehen).

Ich beschenke nicht, sondern alle, die produktiv zum Einkommen beitragen, leisten einen Beitrag zur sozialen Absicherung und zur Verbesserung des sozialen Klimas und zur Verbesserung der Zufriedenheit und Freiheit der Bürger.

Ich gehe darüberhinaus davon aus, dass mit meinem Vorschlag Kosten bei Polizei und Justiz geringer werden, da Kriminalität zurückgeht, Bettelei entfällt.

Ich gehe auch davon aus, das durch breiter gestreute Einkommen der Binnenmarkt angekurbelt wird (es können z.B. auch gesundere Lebensmittel bezahlt werden)- das bedeutet in einer zunehmend automatisierten/robotergestützten/digitalisierten Welt nicht unbedingt ein Mehr an Arbeit, wohl aber eine bessere Auslastung der Produktionsanlagen.

R>lmmxp


Herrlich, diese Linken Ideen. Zur Gegenfinanzierung wird die Inflation rapide steigen.

Wie schon richtig gesagt, solche Ideen scheitern am Menschen. Die sind nämlich nicht alle gleich!

ETlafRRemichf0815


Ich frage nochmal: Wie willst du die Diskrepanz auffangen zwischen weniger Staatseinnahmen und gleichzeitig mehr Staatsausgaben? Ist dir wirklich nicht klar das die Steuereinnahmen durch dein System eklatant sinken würden bei gleichzeitig massiv steigenden Ausgaben?

Wer soll die Steuern, mit denen du jedem Bundesbürger 1.000€ und zudem eine kostenlose Gesundheitsversorgung schenken willst, erarbeiten? Du würdest zwar Kosten in der Verwaltung einsparen, dass aber wäre nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Gerade die von dir genannte "Freiheit" der Bürger würdest du mit diesem übergestülpten Sozialismus einschränken. Man wäre viel zu sehr von Vater Staat abhängig und von Menschen, die "freiwillig" diese Leistung für alle anderen erarbeiten.

Und warum sollte Kriminalität zurückgehen? Neid schaffst du damit nicht ab.

Du redest von Bankenrettung und Militärausgaben? Willst du das auch alles abschaffen? Wir sind NATO-Bündnispartner und im Zweifel verpflichtet Militär zu entsenden. Und der Soldat im Feld hat jedes Recht bestmöglich ausgestattet und versorgt zu sein. Bankenrettung? Ja... damit die wenigen Spareinlagen der Bundesbürger dann auch durch den Kamin gehen, oder?

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