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Zulassung Glyphosat

sDensi0belman|n9x9


Siehe mir bitte nach, dass ich dir keine Beispiele nenne. Ich habe wirklich überhaupt keine Lust mehr, in dieser Hinsicht immer rechtfertigen zu müssen.

Es geht mir nicht um Rechtfertigung sondern Belegung einer Aussage, und ja, ich weiß, dass vieles sehr ermüdend ist, vor allem wenn keine Verständnisbereitschaft aufgebracht wird und jedes Wort entstellt oder umgedreht wird.

Dennoch halte ich es für erforderlich da nicht vorschnell die Flinte ins Korn zu werfen. Auch hier in den Foren passiert es oft genug, dass man gerne missverstanden wird oder dass Begrifflichkeiten auf die Goldwaage gelegt werden, um vom eigentlichen Thema abzulenken. Nicht selten, um einer ernsthaften Argumentation zu entgehen. Das passiert mir gelegentlich auch. Bin nur Mensch.


@ Timbatuku

hast du die Zeit gefunden, um dir das Video anzusehen? Sicherlich hat die Meinung der Filmemacherin eine Rolle gespielt, die Motivation dürfte mit entsprechend kritischer Einstellung vergleichsweise höher sein, so ein Projekt wiederholt anzugehen und umzusetzen. Aber sie lässt sehr viele Menschen, u. a. Wissenschaftler, darin zu Wort kommen und damit kann man sich letzten Endes gut sein eigenes Bild machen.

Was die Wortwahl angeht: man kann viel hinter Konjunktiven verstecken und auch viel mit Konjunktiven aussagen. Wichtig ist, dass man schaut, wer hat das gesagt und was sind die möglichen Beweggründe?

Dabei sind viele Institute und Behörden auf der Welt auch zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen, nämlich dass Glyphosat nicht krebserregend sei. Die sind gewiss nicht alle von Monsanto gekauft worden, auch wenn bei solchen Dingen eine Einflussnahme in die eine wie die andere Richtung nie auszuschließen ist.

Welche Institute und Behörden sind denn zu anderen Ergebnissen gekommen?

TQimbbatu'ku


Elisada

Welche Institute und Behörden sind denn zu anderen Ergebnissen gekommen?

Behörden weltweit haben die Risiken von Glyphosat für die Bevölkerung bei sachgemäßer Anwendung geprüft. Zu einem Ergebnis, dass der Stoff nicht krebserregend ist, kommen unter anderem:

das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa)

die US-amerikanische Umweltbehörde EPA

die kanadische Bewertungsbehörde Pest Management Regulatory Agency (PMRA)

die australische Bewertungsbehörde Australian Pesticides and Veterinary Medicines Authority (APVMA)

die japanische Food Safety Commission

die neuseeländische Umweltbehörde EPA

das Joint Meeting on Pesticide Residues (JMPR) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und

die Europäische Chemikalienagentur (ECHA)

[[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/glyphosat-monsanto-und-co-tief-enttaeuscht-ueber-eu-zulassung-a-1180674.html Quelle]]

koe v19}muxc


@ Monsti

Wer so ein Zeug im eigenen Garten verwendet, hat m.E. nicht alle Tassen im Schrank.

Danke.

Sicher wirst du verstehen, dass ich mich mit dir argumentativ nicht mehr auseinandersetze.

T1imb3atuku


Ich habe auch nicht alle Tassen im Schrank. ;-D ;-D ;-D :=o


Danke für die Infos, Timbatuku, da könnte man ansetzen und schauen, wer die Beurteilungen vorgenommen hat, wer die Entscheidungsträger sind, auf welcher Grundlage und wie die Beziehungen zu Wirtschaft und Politik sind.

Ich habe mal den ersten großen Namen herausgegriffen, das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), da es, wenn ich mich richtig erinnere, auch in dem Film vorkommt. Da wurde m. M. n. der Verantwortliche sogar interviewt. Ich habe das mal gegoogelt in Verbindung mit dem Stichwort "Glyphosat" und bekomme ziemlich schnell diese Seite vom Umweltinstitut München angezeigt: [[http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/glyphosat-behoerde-schreibt-bewertung-von-monsanto-ab.html Glyphosat - Behörde schreibt Bewertung von Monsanto ab]]

Ich finde es sehr schwierig, sich zu orientieren, wenn man sich offenbar nicht auf unsere "Institute und Behörden" verlassen kann. Ich persönlich finde auch, dass man hellhörig werden muss, wenn es eine bestimmte Anzahl an kritischen Stimmen gibt. Letztendlich muss sicher jeder für sich selber entscheiden, welcher Quelle er vertraut und wie er mit der einzelnen Meldung umgeht. Angesichts des "weltweiten" Protests gegen RoundUp und der Beweise für dessen Gefährlichkeit, wundern mich aber Argumente wie "Ihr zieht euch jedes Wochenende alles in die Birne, was knallt, und regt euch über so 'n bisschen Pflanzenschutz auf?" Oder: "Es gibt noch zig andere Mittel, die genauso schädlich sind." Oder "die Landwirte könnten ohne nicht gescheit produzieren". Oder eben damit, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend sei. Nur wahrscheinlich (also nicht?)? Oder vielleicht krebserregend (also doch?)?

Die Beiträge in unserer Diskussion spiegeln für mich ein wenig den Status quo wider: wir wissen zu wenig. Und deshalb gibt es die Menschen, die keine Bedenken haben, diejenigen, die verunsichert sind, und jene, die Glyphosat ablehnend gegenüberstehen.

kkas{selan


@ Elisada

Danke für die Infos, Timbatuku, da könnte man ansetzen und schauen, wer die Beurteilungen vorgenommen hat, wer die Entscheidungsträger sind, auf welcher Grundlage und wie die Beziehungen zu Wirtschaft und Politik sind.

Ich habe mal den ersten großen Namen herausgegriffen, das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), da es, wenn ich mich richtig erinnere, auch in dem Film vorkommt. Da wurde m. M. n. der Verantwortliche sogar interviewt. Ich habe das mal gegoogelt in Verbindung mit dem Stichwort "Glyphosat" und bekomme ziemlich schnell diese Seite vom Umweltinstitut München angezeigt: [[http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/glyphosat-behoerde-schreibt-bewertung-von-monsanto-ab.html Glyphosat - Behörde schreibt Bewertung von Monsanto ab]]

Ich finde es sehr schwierig, sich zu orientieren, wenn man sich offenbar nicht auf unsere "Institute und Behörden" verlassen kann. Ich persönlich finde auch, dass man hellhörig werden muss, wenn es eine bestimmte Anzahl an kritischen Stimmen gibt. Letztendlich muss sicher jeder für sich selber entscheiden, welcher Quelle er vertraut und wie er mit der einzelnen Meldung umgeht. Angesichts des "weltweiten" Protests gegen RoundUp und der Beweise für dessen Gefährlichkeit, wundern mich aber Argumente wie "Ihr zieht euch jedes Wochenende alles in die Birne, was knallt, und regt euch über so 'n bisschen Pflanzenschutz auf?" Oder: "Es gibt noch zig andere Mittel, die genauso schädlich sind." Oder "die Landwirte könnten ohne nicht gescheit produzieren". Oder eben damit, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend sei. Nur wahrscheinlich (also nicht?)? Oder vielleicht krebserregend (also doch?)?

Die Beiträge in unserer Diskussion spiegeln für mich ein wenig den Status quo wider: wir wissen zu wenig. Und deshalb gibt es die Menschen, die keine Bedenken haben, diejenigen, die verunsichert sind, und jene, die Glyphosat ablehnend gegenüberstehen.

:)= :)= :)=

Tjimba:tuxku


Elisada

Ich finde es sehr schwierig, sich zu orientieren, wenn man sich offenbar nicht auf unsere "Institute und Behörden" verlassen kann.

In der Tat ist die Orientierung ungeheuer schwierig, zumal beide Seiten teils schlampig und teils sogar unlauter agieren. Genauso wie ein verharmlosender Bericht das Prädikat "von Monsanto abgeschrieben" erhält kann auch eine handfeste Warnung durch einen Auftraggeber initiiert und bezahlt worden sein.

Angesichts des "weltweiten" Protests gegen RoundUp und der Beweise für dessen Gefährlichkeit

Die "Beweise" können dann wohl nicht so überzeugend gewesen sein. :-/

Oder: "Es gibt noch zig andere Mittel, die genauso schädlich sind."

Ob man das Argument für sachdienlich hält oder nicht: Stimmen tut es allemal. Ganz selbstverständlich ist es so, dass Landwirte zu anderen Mitteln greifen werden, falls Glyphosat vom Markt genommen würde. Wer etwas anderes annimmt ist ein Träumer. Was diese anderen Mittel anrichten weiß niemand, und kümmert offenbar auch niemand. Bei RoundUp/Glyphosat ist es nun mal so, dass Monsanto ganz oben auf der roten Liste der Weltverbesserer steht, möglicherweise sogar zu recht, und darum hat man sich auf deren Produkte ganz besonders eingeschossen.

Und deshalb gibt es die Menschen, die keine Bedenken haben, diejenigen, die verunsichert sind, und jene, die Glyphosat ablehnend gegenüberstehen.

Und daran wird auch eine noch so intensive Diskussion hier nichts ändern. Persönlich ist mir die Zukunft von Glyphosat ziemlich egal. Ich habe es eh nur eher selten benutzt, dann war es mir aber eine sehr große Hilfe. Und bei dem äußerst geringen Bedarf, den ich habe, reicht die im Keller gebunkerte Menge noch locker bis zu meinem letzten Atemzug. ;-)

CAhe


reicht die im Keller gebunkerte Menge noch locker bis zu meinem letzten Atemzug.

Da bis dahin hoffentlich noch viel Zeit vergeht, besteht ja auch die Möglichkeit, daß der Rest beim Sonderabfall landet, wenn Dich zwischenzeitlich Erkenntnisse zur Gefährlichkeit erreichen.

Meine Eltern hatten mal das "falsche" Schneckenkorn gekauft (Metaldehyd statt Eisen(III)-Phosphat).

Als dann eine Erdkröte leise wimmerte, mit einer Stimme wie ein Säugling, und sich kriechend über den Weg schleppte, war die Betroffenheit groß, und der Rest des Giftes landete im Hausmüll.

T7imb*atxuku


Da bis dahin hoffentlich noch viel Zeit vergeht, besteht ja auch die Möglichkeit, daß der Rest beim Sonderabfall landet,

Je mehr Zeit, desto kleiner der Rest. ;-)

wenn Dich zwischenzeitlich Erkenntnisse zur Gefährlichkeit erreichen.

Die müssten aber wirklich überzeugend sein. Bislang sind sie das nicht.

Cxhe


Na ja, wie ich es verstanden habe, würde Dich nicht einmal ein Verbot hindern, das Zeug weiterhin auszubringen. :-/

F.izzlypukz+zly


@ Timbatuku

Die müssten aber wirklich überzeugend sein. Bislang sind sie das nicht.

Ich hoffe wirklich für dich, dass Du von den Schädigungen verschont bleibst. Die Auswirkungen auf den Körper sind bereits dokumentiert, unabhängig davon ob es nun Krebs auslösend ist oder nicht. Und selbst wenn es dadurch zu Krebserkrankungen kommen sollte, wer will das denn wie beweisen? Reichen denn die bisherigen - darauf zurück zu führenden Erkrankungen - nicht aus?

Allen Befürwortern würde ich am liebsten einen Eigenversuch empfehlen, bzw. empfehlen dorthin zu gehen, wo die Auswirkungen an Mensch, Tier und der Natur sichtbar sind.

Hier möchte ich nur mal an Xyladecor erinnern. Hat zwar nichts mit Glyphosat zu tun, aber die Auswirkung der Chemie haben alle mehr oder weniger zu spüren bekommen. Und weil es so ein super Holzschutzmittel war, haben es alle wie wild verarbeitet, innerhalb und ausserhalb. Auch ich war zu der Zeit noch sehr Naiv. Die Folgen der Ausdünstungen durch das Holz machten sich erst später bemerkbar. Und kein Arzt konnte eine eindeutige Diagnose erstellen.

Erst als es verboten und das Holz nur als Sondermüll entsorgt werden durfte, wurden viele wach. Und mit Asbest verhielt es sich auch nicht anders. Und ja, erst wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.....

T$imbatDuku


Che

Na ja, wie ich es verstanden habe, würde Dich nicht einmal ein Verbot hindern, das Zeug weiterhin auszubringen. :-/

Einfacher wäre, du würdest es so verstehen, wie ich es geschrieben habe. Interpretationen sind so eine Sache. Nochmal: Wenn die Erkenntnisse zur Gefährlichkeit, hier insbesondere der Vorwurf krebserregend, überzeugend sind, würde ich auch davon Abstand nehmen. Bisher sind sie das nicht. Die Behörde, auf die sich die Gegner berufen, hat Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft, d.h. sicher sind sie sich noch nicht. Und wenn ich dann lese, dass die auch den Beruf Frisör als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft haben, aber niemand auf die Idee kommt, diesen Beruf abzuschaffen, dann denke ich mir meinen Teil.

Czhxe


Persönlich ist mir die Zukunft von Glyphosat ziemlich egal. ...bei dem äußerst geringen Bedarf, den ich habe, reicht die im Keller gebunkerte Menge noch locker bis zu meinem letzten Atemzug.

Ich hatte die Formulierung "Zukunft von Glyphosat" so verstanden, daß damit ggf. anstehende Entscheidungen zur Zulassung gemeint waren. Und der anschließende Verweis auf "gebunkerte" Mengen macht ja wohl auch nur für den Fall Sinn, daß man ein Verbot in Betracht zieht, oder?

boeet`lejuiDce2Z1


Ich Stimme Timba in sofern zu dass es kein Schädlingsbekämpfungsmittel ohne Gefahr gibt und auch Haarfarbe etc potentiell Krebserregend sind. Ebenso zu dunkle Pommes und zu viel Sonne.

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