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Ist Gucken sexuelle Belästigung?

d-anae8x7


Das geht natürlich auch in der U-Bahn

Gehen schon, aber die potentielle Bereitschaft ist da in der Regel deutlich geringer als wenn ich mit in nem Club oder so befinde.

C_he


aber die potentielle Bereitschaft ist da in der Regel deutlich geringer als wenn ich mit in nem Club oder so befinde.

Das mag bei Dir so sein, weil Du dann in der passenden Stimmung eine Dir passend erscheinende Lokalität aufsuchst. Es gibt aber auch Leute, die keine Clubs besuchen, und trotzdem das Alleinsein satt haben. Die findet man(n) z.B. in der U-Bahn.

d anaJe8x7


*seufz*

Wie gesagt, ich sagte nicht, dass es in keinem Fall so ist, sondern nur, dass die vorraussichtliche Bereitschaft an anderen Orten größer ist, man also in der U-Bahn mit deutlich mehr vorsicht vorgehen sollte, wenn man jemanden anflirten will. Nicht mehr, nicht weniger.

C?he


Ich finde Deine Seufzer irgendwie... süß. Zählt das schon als Belästigung? ;-D

dcanae'87


Und im Kontext mit der Öffentlichkeit: Wenn Frau im Klib sitzt, mit einem Ausschnitt bis zum Bauchnabel und niemand an ihrer Seite ist, dann kann ich zumindest davon ausgehen, dass sie diese Kleidung für dieses Setting gewählt ist. Sie sich also für die Kluböffentlichkeit so angezogen hat. In der U-Bahn kann ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlickeit davon ausgehen, dass die Dame sich nicht für die U-Bahn-Öffentlichkeit so gekleidet hat, sondern ihrem Ziel- oder Startort entsprechend.

CXhxe


Der erste Teil stimmt zweifellos. Der zweite größtenteils.

Die Differenzmenge wäre für mich persönlich uninteressant (U-Bahn und Ausschnitt bis zum Bauchnabel nur für die U-Bahn-Fahrt so gewählt).

Allerdings: Wer sich mit Ausschnitt bis zum Bauchnabel in die U-Bahn begibt, muß zwangsläufig damit rechnen, Blicke auf sich zu ziehen. That's it...

d^anae.8x7


Allerdings: Wer sich mit Ausschnitt bis zum Bauchnabel in die U-Bahn begibt, muß zwangsläufig damit rechnen, Blicke auf sich zu ziehen. That's it...

Und heir kommen wir bei dem Teil an der zwar zweifellos so ist, den ich aber daneben finde, wenn es über nen kurzen Blick hinausgeht. Denn verrate mir mal: was soll eine Frau auf dem Weg in den Klub denn machen, wenn sie nicht angegafft werden will, aber da sehr wohl Blicke auf sich lenken möchte? Darf sie dann halt nicht Bahn fahren sondern muss das Auto oder das Taxi nehmen? Trenchcoat überziehen? Sich erst vor dem Klub umzuziehen?

Kann man von erwachsenen Menschen nicht die Selbstbeherrschung erwarten, dass sie, abseits eines kurzen Bemerkens, einfach woanders hingucken? Und wenn nein, was unterscheidet diese Argumentation in letzter Konsequenz von der Argumentation das eine Frau im kurzen Rock halt mit körperlichen Übergriffen rechnen muss? Was unterscheidet diese Argumentation schließlich und endlich von den leuten, die die Frauen vor den übergriffigen Männern zu schützen vorgeben, in dem sie sie in Schleier und Burka hüllen?

Klar, das Ausmaß ist ein ganz anderes, aber die zugrundeliegende Denkstruktur ist die gleiche. Entweder du passt deine Kleidung an oder du hast das Verhalten deiner Umwelt provoziert, die können ja kaum anders.

dwanae8J7


Ich finde Deine Seufzer irgendwie... süß. Zählt das schon als Belästigung? ;-D

Nö, ist nur Zeichen dafür, dass du die Intention völlig falsch interpretierst.

C;he


Kann man von erwachsenen Menschen nicht die Selbstbeherrschung erwarten, dass sie, abseits eines kurzen Bemerkens, einfach woanders hingucken?

Klar, aber ebenso sollte man tolerieren, daß der Blick einen Wimpernschlag länger dauert, als wenn sie was hochgeschlossenes trüge.

C)hxe


aber die zugrundeliegende Denkstruktur ist die gleiche. Entweder du passt deine Kleidung an oder du hast das Verhalten deiner Umwelt provoziert, die können ja kaum anders.

Nein. Das ist schwarz-weiß-Denken.

Person sendet optische Signale, die Umwelt reagiert. Völlig normal.

Wir reden hier ja über die Grenzen, welche Reaktionen provoziert, erwartbar, normal, angemessen, gerade noch tolerierbar oder nicht zu tolerieren wären.

dlan5ae8x7


Klar, aber ebenso sollte man tolerieren, daß der Blick einen Wimpernschlag länger dauert, als wenn sie was hochgeschlossenes trüge.

Ihr bleibt ja auch wenig anderes übrig als es auszuhalten, aber davon spricht hier ja auch niemand, sondern vom starren. Und das ist etwas anderes.

M]ak{kaxbi


aber davon spricht hier ja auch niemand, sondern vom starren. Und das ist etwas anderes.

Definiere bitte "Starren".

Weil:

"Gesetze sollten möglichst klar formuliert sein, um unfairen Vollzug zu vermeiden." (Lon Fuller)

Sohojho


Habenwirdochschonungefährzehnmalgemacht.

MRakk7abi


Habenwirdochschonungefährzehnmalgemacht.

Ergänze: definiere "Objektiv" - bisher habe ich immer nur definitionen gelesen, die subjektiv sind. "Wenn der/die Betroffene ist emfindet".

Hat verschiedene Nachteile:

1. ist abhängig vom starrenden; Junge Gutaussehnde dürfen länger schauen, als alte hässliche - Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes

2. Verletzung des Rückwirkungsverbotes: Es ist vorher nicht genau bekannt, ab wann es verletzende wird.

Scho4jo


Na, also

1. Juristisch relevant ists eh nicht.
2. Die wenigsten zwischenmenschlichen Interaktionen sind vollkommen objektiv bewertbar.
3. Wenn man jemanden ansieht und der darauf negativ reagiert, wird Weitergucken zum Starren, das ist zu vermeiden.

Find ich jetzt eigentlich nicht so raketenwissenschaftlich?

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