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Ist Gucken sexuelle Belästigung?

Fcuri`ouys


...und genau deshalb wurde "Starren" wohl bisher noch nicht gesetzlich verboten. Es ist einfach nicht klar definierbar, was "Starren" ist und was dann genau eine Verletzung der Rechte der/des Angestarrten darstellt.

Wie schon geschrieben, finde ich diese Diskussion sehr interessant. Allerdings schreiben wir hier immer wieder im Kreis...

"Eigentlich" wäre es doch ganz einfach: wer etwas (für sie oder ihn) interessantes/schönes/anziehendes/von mir aus auch erregendes sieht, sollte gucken dürfen. Wenn sie oder er meint, soll er doch auch starren... --> so lange das der/dem Angesehenen/Angestarrten nicht offensichtlich stört.

Es gehört halt auch hier eine Portion Sozialkompetenz und gesunder Menschenverstand dazu... dann sollte das doch alles in einem halbwegs zivilisierten Rahmen zu lösen sein.

Wer meint, über die Maßen starren zu müssen, darf sich über eine entsprechende Reaktion nicht wundern. Ich habe noch nie erlebt, dass jemandem ein dummer Spruch gedrückt wurde, weil er/sie im Vorbeigehen einen kurzen Blick riskiert hat. Sehe da eigentlich kein Problem so weit... ;-)

F)ur`iou s


Ups - Shojo's Beitrag nicht gelesen... |-o

Ging an Makkabi.

Cih|e


eine Portion Sozialkompetenz und gesunder Menschenverstand

:)^ Nun müßte man nur noch wissen, wo es sowas zu kaufen gibt, jedem davon zuteilen, der es nötig hat, und alle wären zufrieden :-) :)^

m+ a \r vx ix n


@ Makkabi

1. ist abhängig vom starrenden; Junge Gutaussehnde dürfen länger schauen, als alte hässliche - Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes

Das ist Unsinn, haben danae und Shojo aber auch schon öfter geschrieben. Nochmal komprimiert: wer zum Weiterschauen eingeladen wird (durch nonverbale Kommunikation) darf weiter schauen.

Das hat nix mit einem allgemeingütligen "jung gutaussehend" zu tun, sondern damit wen der Geschaute jeweils attraktiv findet; das ist nicht verallgemeinerbar.

Alle anderen sollten das nicht tun ... und alle anderen tun es im Grunde auch nur, wenn sie ganz genau wissen, dass die Option gar nicht besteht (da selbst gebunden) oder wenn sie ganz genau wissen, dass sie ohnehin keine Chance haben. Das ist mindestens asozial.

2. Verletzung des Rückwirkungsverbotes: Es ist vorher nicht genau bekannt, ab wann es verletzende wird.

Sollte jemand wirklich so empathielos sein: spätestens ab einem "Hör auf zu Glotzen" ist es ganz genau bekannt.

S[hoojo


1. ist abhängig vom starrenden; Junge Gutaussehnde dürfen länger schauen, als alte hässliche - Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes

Das ist fast schon komisch - ist es dann auch "Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes", wenn ich mit einem in die Kiste hopse, mit nem anderen aber nicht? Mit einem Mann ins Bett gehe, mit einer Frau aber nicht? Das ist doch, mit Verlaub, echt ein bisschen skurril.

Man glotzt einfach niemanden penetrant an, und falls es einem doch mal passiert und derjenige einen irritiert oder verärgert anguckt, entschuldigt man sich oder guckt einfach weg, fertig. Manchmal gibt es kommunikative Missverständnisse, da starrt jemand blind vor sich hin, ein anderer fühlt sich angestarrt, dann ruckelts halt mal kurz im sozialen Gebälk, und wenn einem das öfter passiert, macht man sich eben Gedanken, wie man das eventuell in Zukunft vermeidet. Mitunter begegnet man Leuten, die absichtlich kurzes Gucken als Starren interpretieren, aus Egogründen oder aus Ärgersuchgründen ("Eh, was GLOTZTN so!?!"), da ist das Problem ein ganz anderes.

Glotzen ist keine sexuelle Belästigung, kann aber sexuell und auch anders belästigend sein, und eigentlich ist das auch überhaupt nicht schwierig - die allerallermeisten Leute dürften damit im Alltag keinerlei größeren Schwierigkeiten haben. Juristisch schon mal gar nicht.

C6he


Amen.

EnhemTal"iger 3Nut#zer* (#6154x94)


Wer schon mit dem Gleichheitsgrundsatz um sich wirft, der sollte auch das Selbstbestimmungsrecht kennen.

Tqimbatxuku


danae87

Denn verrate mir mal: was soll eine Frau auf dem Weg in den Klub denn machen, wenn sie nicht angegafft werden will, aber da sehr wohl Blicke auf sich lenken möchte?

Verrate du mir mal: Wieso sollte eine Frau, dich sich für den Klub speziell extravagant anzieht, um möglichst viele Blicke auf sich zu ziehen, ein derartiges Scheißproblem damit haben, dass im Bus oder in der Bahn sie ebenfalls jemand anschaut. Bei allem Respekt, ich bin ja gerne bereit, bei allerlei möglichen Annahmen mitzugehen, aber das ist mir dann doch zu weit hergeholt.

Kann man von erwachsenen Menschen nicht die Selbstbeherrschung erwarten, dass sie, abseits eines kurzen Bemerkens, einfach woanders hingucken?

Was mache ich, wenn in allen Himmelsrichtungen Frauen sitzen, die nicht angeguckt werden wollen? Hans-Guck-in-die-Luft? Kann man nicht von erwachsenen Menschen so viel Selbstbewusstsein und Toleranz erwarten, dass sie es akzeptieren, angeguckt zu werden?

Und wenn nein, was unterscheidet diese Argumentation in letzter Konsequenz von der Argumentation das eine Frau im kurzen Rock halt mit körperlichen Übergriffen rechnen muss?

Die einfache Tatsache, dass das eine ein strafrechtlich relevanter Tatbestand ist und das andere eben nicht unterscheidet diese Argumentation. Und zwar erheblich. Auf Burka und Schleier gehe ich jetzt nicht mehr ein, das wird mir zu abstrus.

Tfiymbjatuxku


Dead_By_Daylight

... der sollte auch das Selbstbestimmungsrecht kennen.

Ist das der Paragraf mit der Aussage "Jeder hat das Recht selbst zu bestimmen wohin er guckt"? ;-D

dmanae8x7


Wer meint, über die Maßen starren zu müssen, darf sich über eine entsprechende Reaktion nicht wundern. Ich habe noch nie erlebt, dass jemandem ein dummer Spruch gedrückt wurde, weil er/sie im Vorbeigehen einen kurzen Blick riskiert hat. Sehe da eigentlich kein Problem so weit...

Gut. Beruhigt mich. Ich nämlich auch nicht.

Timba

Auch da ging es mir ums starren. Nicht um kurz mal gucken oder so. Nur um das nochmal klar zukriegen. Ich hab noch nie jemanden angemault weil ich angeguckt wurde und stört mich auch gar nicht. Aber Gestarre und, seltsamerweise oft in Kombination mit Gestarre, dumme sprüche, die geben Ärger.

S=hUojo


Timba, machs halt einfach nicht [[https://www.youtube.com/watch?v=beBhp_efZRo/ so]], dann ist doch alles in Ordnung, Du arme, in der Bahn ständig blickdicht von Dekolletes, Hinterteilen und bloßen Beinen und Bäuchen umgebene kleine Dschungelkreatur.

dSanaex87


;-D ;-D

CShe


Ah, sollte das witzig sein? ":/

m:dxg


Es gibt keinen objektiven Unterschied zwischen Gucken und Starren – und wenn es hier noch so nachdrücklich von einigen behauptet wird. Der Unterschied ist nur rein subjektiv. Einmal empfindet frau das Gucken unangenehm, mal nicht so. Das mag mit der Attraktivität des Guckenden zu tun haben, mit der aktuellen Stimmungslage der Frau oder auch damit, ob sie gerade die "Emma" oder eben "#metoo" gelesen hat ;-)

Männer werden nur äußerst selten (interessierte) Blicke von Frauen als unangenehm empfinden – vielleicht wünschen sie sich sogar im Zweifel eher solche Blicke. Ich habe meine Erklärung dafür, aber ich darf hier ja nichts vom offensiven Steinzeitmännchenverhalten und vom defensiven Steinzeitweibchenverhalten erzählen ;-) .

Es ist hier wie anderswo so: Frau hat irgendwelche Gefühle, Befindlichkeiten, Empfindlichkeiten – und erwartet natürlich und selbstverständlich, dass der Mann darauf unbedingte Rücksicht nimmt. Frau übersieht dabei aber gerne, dass es dabei auch ein (andere) subjektive Seite des Mannes geben könnte. Der Frau ist etwas unangenehm: es hat gefälligst zu unterbleiben! - Der Mann hat ein Problem mit etwas: wen interessiert das!

Mit der Männersolidarität ist es dabei auch nicht besonders weit her. Viele Männer spielen nur allzu gern den Beschützer, den "good guy" – um sich gut zu fühlen oder auch einfach um damit selbst bei Frauen besser anzukommen.

SFhoxjo


Gut, dass uns das mal ganz befindlichkeitsfrei einer vom Fach erklärt. Und wie gut, dass ich das noch gelesen hab, ich kann jetzt bestimmt ganz hervorragend schlafen - bin schlagartig so unfassbar müde. zzz

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