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Der Glaube (Alternativtitel: Warum muss Gott...

M@ons(txi


Roadie

Jetzt kann ich Dir problemlos folgen. :)z Natürlich sollte niemand verheimlichen, dass er/sie gläubig ist. Ich mag halt das "Zur-Schau-tragen" nicht. Wer gläubig ist, hat das gewiss nicht nötig. Und ja: Gott sieht das Herz an.

Evoluzzer

Insofern ist das Beispiel mit dem Tischgebet ein schlechtes Beispiel, weil es eigentlich um etwas ganz anderes ging, was den Unmut aller anderen provoziert hat.

Natürlich spielte das Tischgebet eine große Rolle, eben weil diese (in unseren Augen) zelebrierte Frömmelei überhaupt nichts mit dem zu tun hatte, was uns jener junge Mann ansonsten präsentierte. Einige aus unserer Gruppe gingen am Sonntag gemeinsam in die Kirche, unser Prof, zwei Studentinnen und ich auch. Dieser Jüngling gesondert ebenfalls, was er schon am Tag zuvor sehr wichtig verkündet hatte.

Tut mir leid, jemanden, der aufdringlich seinen Glauben vertritt bzw. seine Rituale anderen quasi aufzwingt, aber bei jeder Gelegenheit fiese Arschtritte verteilt, kann ich seinen Glauben nicht wirklich abnehmen. Mich stößt so etwas einfach ab.

Eine Ordensschwester aus unserem Dorf ist als Seelsorgerin in unserem Bezirksspital tätig. Allein ihr Outfit verrät, dass sie eine katholische Nonne ist. ABER: Ihr Verhalten ist stimmig mit dem, was sie u.a. durch ihre Kleidung vertritt. Sie wird im Spital sehr gemocht, zumal sie sich immer Zeit für Patienten nimmt, niemals verurteilt und sehr viel Verständnis hat. DAS ist für mich glaubwürdig.

E{vol-uzzxer


@ Monsti

Ich wundere mich ein wenig, wie es dir nicht gelingt das Verhalten jenes jungen Mannes zu entschlüsseln. Seine zur Schau gestellte Frömmigkeit, hat nichts mit einer natürlich gelebten Religiosität zu tun. Vielmehr liegt bei ihm eine Störung vor, deren Interpretation mir (zu) fern liegt. Entweder diskutieren wir über "zur Schau gestellte Frömmigkeit", oder die Art und Weise, wie Religionsanhänger ihren Glauben leben und damit auch zeigen und/oder zu erkennen geben.

Verhaltensauffällige Ausnahmefälle taugen aber weder als gutes noch schlechtes Beispiel, es handelt sich bei diesem jungen Mann schlicht und ergreifend um eine Persönlichkeitsstörung in religiösem Schafspelz. Darauf kann man reinfallen oder nicht.

Was denkst du darüber, warum er sich so benommen hat?

j3ürgMen19/25


Als überzeugter Atheist sage ich:

Nur gesundes Selbstbewusstsein hilft einem.

Hilf dir selbst, dann brauchst du keinen Gott.

Wie sollte dein Gott - der ja kein irdisches Lebewesen sein kann - dir denn auch bei irdischen Dingen helfen können? Und wie den Milliarden von Menschen, die ihn täglich darum anflehen?

EhvolEuzzeJr


Hilf dir selbst, dann brauchst du keinen Gott.

Oder eben: Hilf dir selbst, so hilft dir Gott.

Da fällt mir das Buch von Erich Fromm wieder ein, schon vor Jahrzehnten gelesen:

"Ihr werdet sein wie Gott"

Lesenswert. Ein Richard Dawkins war da lange noch nicht in Sicht und eine #Evolutionstheologie kannte auch noch fast niemand.

BWelabfovntxe


Nur gesundes Selbstbewusstsein hilft einem.

Hilf dir selbst, dann brauchst du keinen Gott.

Gewiss muss ich mir selber helfen, Geld verdienen und so. Ich überlege, ob ich eine Bank überfallen sollte, wenn ich mir sicher bin, nie erwischt zu werden. Das perfekte Verbrechen, das Dostojewski so fasziniert hat, liegt im Bereich des Möglichen. Was soll das Gerede, dass man ein anständiger Mensch sein muss? Atheisten überfallen gewiss nicht vermehrt Banken. Das ist eine sympathische Irrationalität :-) . Aber ein Leben mit Gottvertrauen sieht anders aus, fühlt sich an anders an und verkauft sich anders.

s<teppOoS2x5


Das ist eine sympathische Irrationalität

und enthüllt, wie Du über ATheisten denkst.

"Moralische Gesetze" sind wie alle anderen Gesetze (der Legislatur, der Logik, der Physik) Wahr[genommen]heiten =Eigenschaften von "Materie und was die tut" (R1) - und als solche ein Epiphaenomen (bewusst aber tun selbst nix, R2).

Das physikalische Template für "Moralisches Gesetz" (R2) und für moralisches Verhalten (R3)

ist "was Menschen tun und was die Konsequenzen sind" - und mit Irrationalität hat das nix zum tun. Aber gelt, man kann's ja mal versuchen, nöch?

Gutsein ohne Gott hat nchts mit Irrationalität zu tun, lieber Freund. Sondern mit der Idee (R2) dass die welt ein besserer (lebenswerterer) Platz wird, wenn man sich auf bestimteWeisden verhalten THUT!

B8elaf7onxte


und enthüllt, wie Du über ATheisten denkst.

Das interessiert mich jetzt: Was enthüllt sich dir dabei?

RDoaAdie


Gutsein ohne Gott ist die humanitäre Idee, da gibts nichts hineinzugeheimnissen, oder?

Gutsein mit Gott ist, wenn man die Last der Jahrhunderte voller kirchlich gesteuertem Irrglauben wegdenkt, lediglich eines, in dem man sich mehr gestützt und getragen fühlen kann. Nämlich dann, wenn man es kann. Mit Recht haben oder falsch liegen hat das nicht das Geringste zu tun, denn die Gedanken sind immer noch frei. *:)

sYenxsibelma*nn99


Hilf dir selbst, dann brauchst du keinen Gott.

Nicht jeder Gläubige benötigt einen Gott um moralisch oder glücklich zu sein. Lediglich meine persönliche Erfahrung hat mich dazu geführt, dass es vermutlich mehr gibt, als die atheistische Welt- und dass es offenbar mehr gibt, beruhigt mich und mein Leben ungemein. Nicht weil ich glauben muss, sondern weil ich es kann. Die Religion war für mich eine Lebensphase, zu der ich mich auf die Suche nach einem Gott begab (deswegen auch meine extrem intensive Auseinandersetzung mit der Bibel)- leider fand ich nicht das, wonach ich suchte. Vermutlich werde ich es auf dieser Welt auch nie richtig finden, sondern nur erahnen können. Moralisch trug für mich die Religion nichts bei- da war die Aufklärung und der Humanismus und mein angeborenes Wesen wohl bedeutsamer.

Und nochmal, Religion ist längst nicht dasselbe wie Glauben- Glauben ist viel allgemeiner.

s/t~eppoI25


Das interessiert mich jetzt: Was enthüllt sich dir dabei?

Du hast mit Deiner Frage, genau wie Belafonte mit seiner Feststellung, einen "bock geschossen" wie man so schön sagt. Seine Behauptung (R3) bzw seine Denke (R2) ist über das ganze Web verbreitet (R3) nämlich dass der Atheist "keine Basis" (R1) für seine Moralische Denke (R2) bzw sein moralisches Handeln (R3) HÄTTE.

BrelafBon#txe


:-)

Gutsein ohne Gott ist die humanitäre Idee, da gibts nichts hineinzugeheimnissen, oder?

Bestimmt nicht. Es geht um die Unantastbarkeit der menschlichen Würde. Der Gottesbegriff erübrigt sich da. Aus Sicht der Humanisten mag die Theologie wie eine Zauberlaterne erscheinen. So jedenfalls formuliert es Immanuel Kant. Dennoch spricht er Gott eine Daseinsberechtigung zu, nämlich in der Moral. In ihm lässt sich ein Ideal sehen, das die Kategorischen Imperative nicht bringen können, die die Moral am Menschen ablesen.

Gutsein mit Gott ist, wenn man die Last der Jahrhunderte voller kirchlich gesteuertem Irrglauben wegdenkt, lediglich eines, in dem man sich mehr gestützt und getragen fühlen //kann.

Verkehrt ist es nicht, wenn jemand hinter einem steht, der sagt, was ich falsch oder richtig mache, sei es, dass es das eigene Gewissen ist, das sich meldet.

Mdon)st+i


steppo

Das glaubst Du doch wohl selber nicht. I.d.R. interessiert es schlicht und einfach nicht, ob jemand Theist oder Atheist ist. Ich wiederhole mich: Mein eigener Mann ist Atheist. Glaubst Du im Ernst, wir wären schon seit über 30 Jahren verheiratet, wäre das für ihn oder mich irgendein Problem? Nur DU machst ein Problem daraus.

s}tepIpro2x5


Wird die menschliche Würde nicht durch Krankheiten selbst fortwährend angetastet?

Ist es eine Manifestation der Menschlichen Würde, wenn jemand einem anderen aus dessen Leben hilft, der wegen einer schrecklichen Krankheit auf die Mernschliche Würde schxxxxt?

sRteptpo92x5


Liebe Angie -

hier geht es nicht darum wer was IST sondern allein darum WAS hier gesagt-, ich bin versucht zu sagen "verzapft" wird. Deine Ableckungsmanoeuver sind wie immer amüsnt!

MYonstxi


steppo

hier geht es nicht darum wer was IST sondern allein darum WAS hier gesagt-, ich bin versucht zu sagen "verzapft" wird.

Diesbezüglich würde ich Dir dringend empfehlen, zuerst vor Deiner eigenen Tür zu fegen, ehe Du Dich über den Dreck des Nachbars aufregst.

Wird die menschliche Würde nicht durch Krankheiten selbst fortwährend angetastet?

Nein! So krank kann ich gar nicht sein, dass davon meine menschliche Würde angetastet werden könnte.

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