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Erfahrungen mit Gott

M oLnsti hat die Diskussion gestartet


Frohes Neues Jahr und Hallo!

Meine Frage richtet sich ausschließlich an gläubige Menschen!!! Mich würde interessieren, wie Euch Gott begegnet bzw. wie Ihr mit Gott in Kontakt tretet. Ich meine an dieser Stelle ausdrücklich nicht den Gott, wie er in den Schriften (Bibel, Koran, Thora) beschrieben wird, sondern Eure persönlichen Begegnungen/Erfahrungen mit Gott, JHWH, Allah, Manitou, Brahman oder wie auch immer in den unterschiedlichen Sprachen benannt. Für mich persönlich ist immer dasselbe gemeint, nur in den jeweiligen Religionen unterschiedlich verpackt. Dies ist meine ureigene These, der Ihr auch gerne widersprechen dürft.

Natürlich habe ich eigene Erfahrungen, aber zunächst möchte ich Euch zu Wort kommen lassen.

Danke für einen inspirierenden Austausch und liebe Grüße!

Antworten
R6atlzefxatz


Ich mußte immer wieder feststellen im Laufe des Lebens, daß irgendeine Macht mich geschützt und geführt hat.

So viele glückliche Zufälle, gibt es nicht!

Vor über 50 Jahren wurde ich von einem Auto angefahren - die Ärzte gaben mich schon fast auf.

Mein Lebenslauf insgesamt war bemerkenswert 'zielführend' - um manche Ecken gelenkt.

Habe eine Familie, Kinder, Enkel und bin im Ruhestand

Fast alle früheren Freunde sind verstorben und alle waren jünger als ich (71) - warum sollte gerade ich alle überleben, frage ich mich manchmal. Ist da irgendwelche Absicht dahinter, daß ich noch eine Aufgabe im Leben habe und somit noch eine 'Daseinsberechtigung' habe?!

Ich bin deshalb auch dankbar, bin auch Kirchgänger. Habe einfach das Bedürfnis, Gott nicht zu vergessen!

m%usic0us_6x5


Ich habe mehrere unangemessene, nicht hilfreiche Beiträge gelöscht.

Meine Frage richtet sich ausschließlich an gläubige Menschen!

-- beachtet bitte diesen Hinweis der TE.
Diejenigen, welche die Religionen kritisieren oder ablehnen und dem Ausdruck verleihen möchten, finden bei med1 leicht einige Threads, in denen sie sich entsprechend äußern können.

Rrennfxloh


Brisantes Thema!

Die Wortmeldungen sind ja auch entsprechend. Wie kann man Erfahrungen mit Gott haben? Woher weiß man, daß Gott etwas gelenkt oder unterlassen hat?

Ist es nicht viel mehr eine Frage des "Glaubens"?

Es geht um den Glauben an Gott, nicht um das Wissen um seine Existenz. Wer weiß es denn tatsächlich?

Wohl nicht einmal der Papst in Rom. Auch er glaubt nur… .

Es gibt Beweise, Überlieferungen… vielleicht.

Ich habe kürzlich mehrere Filme über Hexenverbrennungen etc. gesehen. Es ist der Wahnsinn, was unter dem Deckmäntelchen des "Glaubens" für furchtbare Dinge geschehen sind. Aber das ist ja nicht das Thema.

Es ist schlimm, wenn sich Menschen Macht anmaßen und Unrecht tun. Das hat grundsätzlich nichts mit Kirche oder Gott zu tun. Solche Menschen gibt es in allen Schichten, in allen Glaubensrichtungen.

Manchem macht es Mut, sich an etwas festzuhalten, zu orientieren. Es kann dem Leben einen Sinn verleihen, an etwas zu glauben. Mut aus diesem Glauben zu schöpfen. Zu versuchen, ein besserer Mensch zu sein. Was ist verwerflich daran? Fanatismus jeglicher Art hingegen ist gefährlich.

Sollte es nicht jedem Menschen erlaubt sein, sich auszusuchen, woraus er Mut und Kraft schöpfen kann, dieses Leben mit allen Sorgen, Nöten und Problemen zu meistern?

Zwangsläufig verbindet man Glauben und Kirche. Aber ist das nicht eigentlich falsch?

Eure persönlichen Begegnungen/Erfahrungen mit Gott

Ich persönlich kenne keinen Menschen, der etwas Derartiges vorzuweisen hat. Man kann vielleicht etwas als Fügung Gottes interpretieren, weil man daran glaubt. Das irgend etwas kein Zufall sein kann. Nun, warum nicht? Wem schadet es?

H(anZcxa


Wie kann man Erfahrungen mit Gott haben? Woher weiß man, daß Gott etwas gelenkt oder unterlassen hat?

Ist es nicht viel mehr eine Frage des "Glaubens"?

Rennfloh, ihr hängt euch viel zu sehr an dem Wort Gott auf und an der Vorstellung einer göttlichen Person.

Hier haben sich ja viele sehr abfällig geäußert, die mit dem Wort Gott irgendwelche Spinner verbinden.

Darum verwende ich das Wort Gott auch nicht gern.

Ich gehöre keiner Kirche an und bin auch nicht gläubig.

Ich weiß aber, dass es eine Kraft gibt, die in jedem von uns ist und alles erschaffen hat.

Alles ist mit allem verbunden.

Wodurch entsteht Leben? Wodurch entsteht Tod?

Es ist die Lebensenergie, die der Ei- und der Samenzelle das Leben einhaucht.

Es ist die Lebensenergie, die dem Körper beim Tod entweicht.

Woher wissen eine Eizelle und eine Samenzelle, wie sie einen Körper erschaffen sollen?

Wie kann es sein, dass ein gebrochener Knochen wieder zusammenwächst.

Das ist ein sehr komplexer Prozess. Woher hat der Knochen die Anweisung und das Wissen?

Der gesamte Körper und seine Funktionen sind ein Wunderwerk der Schöpfung.

Genauso wie die Natur ein Wunder der Schöpfung ist.

Wie sehr alles aufeinander abgestimmt ist, sieht man immer dann, wenn man in die natürlichen Vorgänge eingreift. Selbst ein Wurm hat eine Rolle im Ganzen, wie ein kleines Rädchen in einem Uhrwerk.

R^ennfl>oh


Hanca, Du nennst es Schöpfung, andere Gott. Es ist müßig, darüber zu streiten.

Es obliegt jedem Menschen es zu interpretieren, wie er es für richtig hält.

s(teppxo25


Wie kann es sein, dass ein gebrochener Knochen wieder zusammenwächst

ein Beispiel für (biologisches) vielfältiges Re-Arrangement bereits VOR-HANDENER Materie, das ist heutzutage schon sehr genau untersucht. Das eigentliche "Wunder" ist dass es den Kosmos "AN SICH" gibt ;-) *:)

HIancxa


Es geht nicht darum, dass wir um einen Begriff streiten.

Ich habe mich auf deine Aussage bezogen:

Wie kann man Erfahrungen mit Gott haben? Woher weiß man, daß Gott etwas gelenkt oder unterlassen hat?

Ist es nicht viel mehr eine Frage des "Glaubens"?

Erfahrungen mit "Gott" kann man haben, wenn man sich mit der Kraft/Lebensenergie in sich selbst verbindet.

Ich nehme mal das Wort Gott auch wenn es mir nicht gefällt. Gott ist einfach eine Energie.

Eine Energie ist nicht persönlich und gibt uns auch keine Regeln vor.

Nach meiner Erfahrung ist Gott Teil von uns und wir sind Teil von ihm.

In unserer modernen Welt, die sehr von der materiellen Wissenschaft geprägt ist, haben wir oft keinen Zugang zu dem göttlichen in uns.

Manche Menschen bemerken erst diesen Zugang, wenn sie ein Wunder erleben, wie zum Beispiel eine außergewöhnliche Rettung vor dem Tod.

Aber die Verbindung ist immer da, im Großen wie im Kleinen.

05815dusexr


Ich mußte immer wieder feststellen im Laufe des Lebens, daß irgendeine Macht mich geschützt und geführt hat.

So viele glückliche Zufälle, gibt es nicht!

Das bräuchte ich jetzt auch sooooooo existenziell dringend. Nie war ich in so einer grausamen, für mich unlösbaren Situation. :°(

Wie ich Gott begegne: ich bete, aber ich rede auch mit dem Kosmos und mit den Engelchen, nicht "nur" mit Gott. Ich bete Standardgebete und auch meine eigenen Worte.

Einen Namen habe ich für Gott nicht, außer Gott und ein Bildnis mache ich mir auch nicht von ihm, da er kein Mensch ist und ich auch gar keine Vorstellung von einem Bildnis hätte.

Rfenn2floh


0815user

:°_ :)* :)-

VrerCscZh]w-prak(tixker


Als Kind war ich gläubig. Für Kinder-Gottesdienste gab es kleine Heftchen mit Illustrationen. Eine davon zeigte, wie ein Mensch die Hand in die Höhe reckte, um Gott oder Christus näher zu kommen.

Das habe ich nach dem Abendgebet auch gemacht und spürte sowas wie eine Berührung. Wenn ich das heute als Ungläubiger wieder mache, spüre ich auch etwas, das Blut läuft in den Adern herunter. Wenn man danach beide Hände vergleicht, ist die zuvor erhobene blasser.

MUonsxti


Vielen Dank für Eure Gedanken dazu. Immer wieder fällt mir auf, dass das deutsche Wort "Gott" mit bestimmten Religionen in Verbindung gebracht wird, dabei hatten die vorchristlichen Germanen doch lediglich etwas "Unbegreifbarem" bzw. eine "unbegreifbaren Macht" einen Namen gegeben --> "guda".

Wie dem auch sei, mit dem Begriff "Gott" beziehe ich mich auf eine unbegreifbare, universelle, allgegenwärtige Macht und tendiere - genauso wie Hanca - zum Pantheismus: Gott und das Universum sind für mich eine Einheit. Es gibt nichts, was sich außerhalb befindet.

In meinem Leben hatte ich drei Nahtod-Erfahrungen, ein Ereignis war Anfang 2004, die beiden anderen Male am 1. Dezember 2017. Ich erlebte einen unbeschreiblichen Zustand und war eins mit allem - ohne Zeit und Raum. Ich habe keine Tunnel und auch keine Lichter gesehen, ich hörte auch keine Musik oder sah verstorbene Seelen. Da war "nur" ein grenzenloses Eins-Sein und ein unbeschreiblicher Frieden, vielleicht auch so etwas wie grenzenlose Zufriedenheit, grenzenloses Glück ... Ihr seht, ich kann es nicht wirklich beschreiben. Ich nenne es "Gotteserfahrung", womöglich war es sogar nur ein Hauch des "Unermesslichen".

Ich bin kurz nach dem ersten Ereignis im Jahr 2004 aus der katholischen Kirche ausgetreten, um fortan meinen ureigenen Glauben zu leben: Gott ist allgegenwärtig und ist somit auch in mir. Gott ist ewig, also wird etwas von mir ebenfalls ewig sein. Aus dem "Eins-Sein" mit allem resultiert für mich ganz automatisch das Prinzip der Nächstenliebe und der Respekt vor der Natur.

Meine Gebete sind meditative Gespräche, die ich mitunter mehrfach täglich führe. Sie leiten und bereichern mich. Ich möchte sie nicht missen.

Meonstxi


1. Dezember 2017

Sorry, es war am 1. Dezember 2016.

Boe laf~ontxe


Mich würde interessieren, wie Euch Gott begegnet bzw. wie Ihr mit Gott in Kontakt tretet.

Als ich mir im Krankenhaus eine Rückenmarksinfektion zugezogen hatte, hing mein Überleben von der Wirkung des Antibiotikums ab. Es war mir so, als ob ich oben auf einer steilen Klippe stehen würde. Ich betete, und ich erhielt eine Antwort. Das war keine Stimme, sondern ein Gefühl großer innerer Gelassenheit. Jedes Schicksal würde ich mit Gleichmut annehmen.

Es gibt in der Natur ein schönes Plätzchen, das ich in der Mittagspause manchmal aufsuche. Am Horizont sehe ich einen blauen Berg. Es ist eine Bergehalde, von Menschen aufgeschichtet. Mein Großvater hatte sie als Bergmann mit errichtet. Es gibt an dem Ort eine Bank zum Ausruhen und zum Innehalten. Ich kann sehen, was je nach Jahreszeit alles blüht und wächst. Dieses Bild dringt in mich ein. Die Farben verändern sich, als ob van Gogh die Landschaft malen würde. Das ist meine Begegnung mit Gott.

CKe{ntifoxlia


Mit dem kirchlichen Gottesbild kann ich irgendwie wenig anfangen, da es mir zu anthropozentrisch ist. Gerade daraus resultieren dann immer die Fragen "Warum lässt Gott so viel Schreckliches zu?" Gott als allmächtiger Schöpfer des Universums ist ja nicht nur unser persönlicher Wohlfühlgarant....

Meine "Erfahrungen mit Gott" sind weniger persönlicher Natur, sondern mehr Erlebnisse, die mir ein Gefühl vermitteln, dass alles, was geschieht, irgendwie Sinn hat, auch wenn es vielleicht unmittelbar nicht so aussehen mag.

Als Kind hatte ich ein Erlebnis, das mein Gottesbild fürs Leben geprägt hat. als in den 70ern der große Waldbrand in der Lüneburger Heide war, hatte meine Familie ihr Feriendomizil in relativer Nähe. Nachdem der Brand gelöscht war, sind wir dort mal hingeradelt. Ich weiß nicht mehr, wie viel Zeit vergangen war seit dem Ende des Brandes, kann aber nicht mehr als ein, zwei Wochen gewesen sein. Auf den ersten Blick war der Wald tot, die Nadel-und Humusschicht des Bodens 10cm tief ausgebrannt - bis auf die Grasbuckel, aus denen schon wieder frisches grünes Gras spross! Diese Unverwüstlichkeit des Lebens hat mich ungeheuer beeindruckt.

Während meiner Ausbildung zur Keramikerin hatte ich im Mineralogieunterricht ein Gotteserlebnis fachlicher Natur: Ton und Wasser bilden eine faszinierende Kombination.

Das Tonmineral Kaolinit besteht aus winzigen Plättchen, die bei Wasserzugabe aufeinander zu gleiten beginnen, dadurch ist Ton formbar. Betrachtet man den atomaren Aufbau eines Kaolinitmoleküls, wird es noch toller: Es hat am Randbereich sozusagen "Andockstellen" für Wassermoleküle, die das Wasser dazu animieren, eine sechseckige Struktur wie im Eiskristall zu bilden, also quasi fest zu werden - solange keine Energie auf die Verbindung ausgeübt wird. Roher feuchter Ton im Ruhezustand ist also ein Gitter aus u.a. Kaolinitkristallen, die von Hüllen aus "festem" Wasser umgeben sind. Sobald Energie (Druck, also Verformung) auswirkt, löst sich die Kristallstruktur des Wassers auf und es wird wieder flüssig. Dadurch lässt sich Ton nicht nur formen, sondern behält danach die Form, die man ihm gibt.

Auch im Kaolinitkristall selbst ist H2O chemisch gebunden, das sogenannte Zwischenschichtwasser. Ungebrannten, getrockneten Ton kann man jederzeit mit Wasserzugabe wieder formbar machen. Beim Brennen aber wird ab einer bestimmten Temperatur das chemisch gebundene Zwischenschichtwasser frei und der Kristall wird umgebaut - so erhält der Ton durchs Brennen seine endgültige Festigkeit, die je nach Brennhöhe und Tonzusammensetzung ganz enorm sein kann. Ton kann zwar zerbrechen, aber er ist chemisch ausgesprochen widerstandsfähig, selbst gegen die stärksten Säuren.

In der Natur ist speziell die Umwandlung im Feuer äußerst selten und hat an sich keinen Sinn. Auf der anderen Seite ist Ton gerade aufgrund seiner außergewöhnlichen Eigenschaften eines der wichtigsten und ältesten Materialen der menschlichen Kultur. ... Ja, ich gebe zu, das ist dann schon eine anthropozentrische Gotteserfahrung ;-)

Sehr persönlich, wenn auch nicht mich selbst betreffend, war ein Ereignis vor gut zwei Jahren.

Meine Mutter, damals 82, seit 10 Jahren verwitwet, hatte sich schon seit mehreren Jahren mit dem Gedanken getragen, in ein Altersheim zu gehen, weil alle ihre Kinder inzwischen ziemlich weit weg wohnen und sie mit dem Haus, in dem sie lebte, nicht mehr so gut zurecht kam. Sie schaute sich mehrere Heime an, entschied sich für eines, was ihr besonders gut gefiel und ließ sich die Anmeldeunterlagen kommen. Und die lagen dann unausgefüllt bei ihr rum, sie konnte sich einfach nicht überwinden, diesen letzten Schritt zu tun. Es hätte sie ja zu nichts verpflichtet, sondern ihr nur einen Platz reserviert für den Ernstfall... Und dieser Ernstfall kam dann: sie fiel die Treppe herunter und kam gerade so mit dem Leben und einer angebrochenen Halswirbelsäule davon. Selbst nach OP und Reha war es undenkbar, dass sie weiter allein selbständig in dem Haus würde leben können, auch wenn sie geistig und bewegungstechnisch wieder gut hergestellt war.

Während ihres KH- und Reha-Aufenthalts suchten wir Töchter fieberhaft nach einem Platz in einem Heim. Das einzige, was wir kriegen konnten, war ein Platz in einem Zweibettzimmer (graus), sehr teuer und nur für ein paar Monate... Einen Tag, bevor meine Mutter aus der Reha kam, wurde in genau diesem Heim, in das sie ursprünglich wollte, ein superschönes großes Zimmer mit Küche und Bad frei - das meine Mutter bekam. Dort lebt sie nun und ist sehr glücklich.

Wäre sie nicht die Treppe runtergefallen, was ein wirklich furchtbarer Unfall war, würde sie wahrscheinlich immer noch mehr schlecht als recht in ihrem Haus leben... :-)

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