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Erfahrungen mit Gott

M7onstxi


Menschen im Koma sind i.d.R. Zustände im Zuge von Unfall, Krankheit oder medizinischer Intervention (Narkose, künstl. Tiefschlaf). Dieser Zustand ist immer pathologisch. Die Froststarre von Arthropoden oder die Encystierung von Mikroorganismen sind aber normale, d.h. nicht pathologische Daseinsformen des Lebens. Ein encystierter Mikroorganismus hat die Chance, ohne Schädigung nahrungsarme Phasen zu überleben oder aber durch Wind, Wasser oder z.B. im Gefieder von Vögeln in andere Lebensräume verfrachtet zu werden. Viele Insekten überwintern in der Froststarre, um ihre Fortpflanzung im Frühling zu erledigen. Andere Gliederfüßer überwintern in Ei-, Larven- oder Puppenform.

R5atzefxatz


Als Lebewesen verstehe ich ein Wesen, das einen freien Willen hat, in gewissem Maße einen freien Geist besitzt. Beseelt kann man auch sagen - im Gegensatz zur starren, toten Materie.

Und Seele/Leben hat auch etwas mit Intelligenz zu tun.

MLonsxti


Ratzefatz

Das sehe ich anders. Auch die Fichten und Weiden in unserem Garten leben. Ein Neugeborenes lebt, obwohl es weder einen "freien Geist" noch Intelligenz besitzt. Auch in den vorherigen Entwicklungsstufen (Embryo, Fötus) ist definitiv Leben vorhanden. Ebenfalls leben Amöben, Insekten/Spinnen und alle anderen Tiere. Die Willensfreiheit und Intelligenz definieren das Phänomen "Leben" bzw. "Lebensenergie" sicher nicht.

Wir haben unter unseren Stammgästen in unserer Ferienwohnung z.B. eine Familie, deren mittlerweile 16-jähriger Sohn an heftiger "Lissenzephalie" leidet. Dieser Jugendliche hat im Verlauf seines Lebens keine Hirnwindungen entwickelt und befindet sich geistig auf dem Stand eines maximal 2-3 Wochen alten Säuglings. Sprich: Er kann nahezu nichts, außer Arme und Beine irgendwie ungezielt zu bewegen. Ihm fehlen der freie Wille und die Intelligenz gleichermaßen, aber J. ist trotzdem ein Mensch, zudem lebt er.

V~ers1chw-pr)ak#tikexr


Könnten wir "Leben" erkennen, wenn es einen ganz anderen Zeit-Rhythmus hat als wir?

Eine überwinternde, starre Insektenlarve - oder gar ein Ei - gilt doch nur deshalb als "lebend", weil sie/es sich nach Monaten bewegt und wächst. Wir können Monate warten, um das zu beobachten.

Gebirge brauchen Millionen von Jahren, um sich aufzufalten. Sie bewegen sich auch und wachsen. Möglicherweise ist die Erde ein Lebewesen und der Erden-Mond tot, hat nichtmal Vulkanismus.

R6atze#fatz


Ja, ein Gärtner sagte zu mir einmal, Pflanzen sind auch Lebewesen. Stimmt, das bedenkt man nur nicht so.

M8on(sxti


Verschw-praktiker

Eine überwinternde, starre Insektenlarve - oder gar ein Ei - gilt doch nur deshalb als "lebend", weil sie/es sich nach Monaten bewegt und wächst.

Das stimmt nicht. Mikroskopisch ist auch im Ei eines nur 100 µm langen Rädertiers Leben wahrzunehmen, auch wenn man zunächst nur rasche Zellteilungen verfolgen kann. Im späteren Stadium erkennt man schon das unreife Jungtier, das sich bereits munter bewegt. Diese Tierchen entwickelt sich genauso wie sich höhere Organismen im Mutterleib entwickeln. Manche Rädertiere sind sogar lebendgebärend, d.h. das Ei entwickelt sich innerhalb des Muttertiers, das Jungtier schlüpft genauso wie z.B. ein Mensch geboren wird. Leben ist vielfältig und existiert ab dem Zeitpunkt der Kopulation und erfolgreichen Zellteilung. Nur weil wir sehr vieles im Alltag nicht wahrnehmen, heißt das noch lange nicht, dass kein Leben vorhanden ist.

VIersachw^-poraktik.er


Pflanzen sind auch Lebewesen

Wir essen Pflanzen oder Tiere, die Pflanzen fressen. Von toter Materie (Mineralien, Wasser, ...) können wir Menschen nicht leben. Muss also die "Lebensenergie" immer wieder "nachgefüllt" werden wie die elektrische Ladung eines Akkus?

"Leben ist Energie, und Energie ist unzerstörbar" (Monsti 10.01.18 21:23).

Demnach wäre unser Leben pflanzlich.

VMerschw@-pramktikxer


Mikroskopisch ist auch im Ei ...

Ist ein unbefruchtetes (Hühner-)Ei auch ein Lebewesen? Ja, bei den Bienen wird daraus ein Drohn (männlicher Bien).

M;onstxi


Ist ein unbefruchtetes (Hühner-)Ei auch ein Lebewesen?

Nein.

MFonjsti


Muss also die "Lebensenergie" immer wieder "nachgefüllt" werden wie die elektrische Ladung eines Akkus?

Natürlich muss aufgetankt werden - ohne Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme wäre unser körperliches Leben in absehbarer Zeit beendet. Die Energie bleibt aber, sie verschwindet nicht.

Den Zusammenhang mit der Ernährung verstehe ich nicht. Wir ernähren uns pflanzlich und tierisch, wir nehmen aber auch Mineralien auf (z.B. Salz). Warum sollte unser Leben deshalb pflanzlich sein, zumal der Mensch ja auch reine Fleischfresser verspeist? Lebensenergie ist doch nicht an irgendeinen Organismus, pflanzlich oder tierisch gebunden. Sie ist m.E. etwas, was unabhängig davon existiert. Okay, damit sind wir eindeutig beim Glauben.

VIersc1hw-praBktikexr


Den Zusammenhang mit der Ernährung verstehe ich nicht.

Du schreibtest sinngemäß: Lebensenergie vergeht nicht. Also lebt die Lebensenergie der Pflanzen in uns weiter.

M,onstTi


Kann sein.

MwonLsuti


Verschw-praktiker

Ich muss mich korrigieren. Es kann sein, wenn Du das so empfindest, was ja zu akzeptieren ist.

M.E. ist auch eine Pflanze beseelt, wie alles, was existiert. Esse ich einen Zupfsalat, so lebt die Pflanze ja weiter und treibt erneut. Esse ich die gesamte Pflanze, so stirbt sie ab. Die Seele ist für mich aber nicht gleichbedeutend mit Energie, die zugeführt wird, um den Organismus am Laufen zu halten. Das passiert ja auch beim betankten Auto oder meinem mit Strom versorgten PC. Beide leben nicht, sie funktionieren aber.

Diese Frage ist insbesondere in Grenzfällen interessant, z.B. bei hirntoten Menschen, deren Organe aber allein durch künstliche Beatmung noch funktionieren. Was Gläubige unter "Seele" verstehen, ist eine vollkommen unabhängige Energie, die nicht an weder an Organismen noch an Raum und Zeit gebunden ist. Insofern kann sie bei einem hirntoten Menschen noch existent sein, muss aber nicht. Keiner weiß es, ich weiß es natürlich auch nicht.

R)atzexfatz


Die Seele sehe ich als ein Privilegium bei höheren Lebewesen, Menschen oder Tieren. Schwierig zu beschreiben - unfassbar und unerfassbar.

Mdonxsti


Naja, die "Seele" ist genauso wenig fassbar/begreifbar wie das "Göttliche". Beides gehört zusammen: Ohne das "Göttliche" gibt es keine "Seele", ohne die "Seele" existiert keine "Göttlichkeit". Es ist nicht Wissen, sondern Glauben.

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