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Starke Gesichtsschmerzen

LeSQtdrxike hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich leide seit einer Woche an plötzlichen starken Gesichtsschmerzen. Sie tauchen irgendwann blitzarig auf, gehen vom Zahn bis zum Auge und tun HÖLLISCH weh. Meist aber nach einer halben STD wieder weg. Das passiert so dreimal täglich.

Ich war mir erst sicher dass es vom Zahn ausgeht, aber der Zahnarzt hat geröngt und einen Schatten in der Kieferhöhle festgestellt. Mit den Zähnen ist nichts sagt er. Ich sollte zum HNO gehen.

Wegen Weihnachten musste ich als Notfall behandelt werden. Der HNO machte neue Röntgenbilder.

Als dieser sich die Bilder ansah, sagte er das da nichts ist. Ich sagte ihm, dass ich aber beim zahnarzt einen Schatten sehen konnte, aber auf diesen Bildern nicht. Er meinte aber, dass die Bilder gut sind und wir keine neuen brauchen. Er tastete ab und meinte ich solle mir ein nasnspray holen und dann wirds wieder gut. Ich erklärte ihm, dass ich wirklich sehr starke Schmerzen habe und er meinte, dass wenn diese wieder kommen ich wieder zu ihm kommen soll.

Das war dann am gleichen Tag gegen Nachmittag.

Er spritze mir ein Betäubungsmittel ins Zahnfleisch. Es war alles zwar taub und kribbelte aber der Schmerz war weitehin da. Auch diesesmal konnte er nichts feststellen und sagte, dass es keine HNO Sache ist. ich sollte zu Zahnarzt gehen.

Also wieder hin zum ZA. Dieser röngte jetzt die Zähne einzeln und sagte, dass es definitiv nicht die Zähne sind. Er rief dann einen anderen HNO Arzt an und erklärte ihm den Schatten auf seinen Röntgenbildern. Ich habe dann Antibiotikum bekommen und Otrivin, welches ich 7 mal am tag in die "rechte nase" sprühen soll. Alles per Ferndiagnose vom HNO, den der Zahnarzt angerufen hatte.

Ich soll wenn die Schmerzen kommen, Schmerzmittel nehmen und bis nächstes Jahr abwarten.

Kann ich damit zufrieden sein?

Was mir heute einfiel ist, dass ich seit einem Monat Isotrexin vom hautarzt verschrieben bekommen habe. Ich habe heute in einem forum gelsen, dass dieses zeug Entzündungen im Nasenflügel verursachen kann. ich weiß aber nicht ob ich das glauben kann.

http://66.249.93.104/search?q=cache:0ITbgihubeUJ :[[http://www.aknewelt.de/gegen-akne-forum/phpbb/archive.php/o_t__t_4625__hallo.html+isotrexin+teufelszeug&hl=de&client=firefox-a]]

Den letzten Beitrag meine ich.

ist da was dran?

Ich hoffe es kennt sich jemand aus.

MfG

b.k

Antworten
cLlarvemxuc


Trigeminusneuralgie

Das hört sich nach Problemen mit dem Gesichtsnerv (Nervus Trigeminus) an, Trigeminusneuralgie genannt, das ist eine Entzündung dieses Nervs.

Aus Netdoktor:

Was ist die Trigeminusneuralgie?

Die Trigeminusneuralgie führt zu Gesichtsschmerzen und ist eine schmerzhafte Erkrankung des gleichnamigen Nerven, des Nervus trigeminus, an seinem Austrittsgebiet aus dem Hirnstamm. Dieser Nerv übermittelt normalerweise Empfindungen im Bereich des Gesichts direkt in das Gehirn und wird daher auch Hirnnerv genannt. Neuralgie bedeutet, dass heftige, meist einseitige Nervenschmerzen im Bereich der Kaumuskulatur, der Lippen, Zunge oder Wangen auftreten

Von einer symptomatische Trigeminusneuralgie spricht der Arzt, wenn er der Erkrankung eine greifbare Ursache zu Grunde liegt, z.B. eine Multiple Sklerose.

Bei der Trigeminusneuralgie handelt es sich um eine seltene Erkrankung, an der etwa vier von 100 000 Personen jedes Jahr neu erkranken. Die Erstmanifestation tritt meist nach dem 50. Lebensjahr auf. Frauen scheinen etwas häufiger betroffen zu sein, außerdem leiden vier Prozent der an Multipler Sklerose Erkrankten auch an Trigeminusneuralgie. Die Erkrankungswahrscheinlichkeit wächst mit zunehmendem Alter, und Personen mit Bluthochdruck sind häufiger betroffen.

Was sind die Ursachen für eine Trigeminusneuralgie?

Vermutet wird, dass der Nerv an seinem Austrittsgebiet aus dem Hirnstamm oder in seinem Verlauf durch ein benachbartes Blutgefäß oder eine andere Ursache gedrückt und dadurch seine Nervenscheide beschädigt wird. Dadurch kommt es zu spontanen Entladungen des Nerven, die die Schmerzen verursachen. Diese Ursache ist nur selten bildgebend nachzuweisen. Sie kann in folgenden Erkrankungen ihre Ursache haben:

* Tumor

* Gefäßmissbildung im Bereich des Nerven

* Multiple Sklerose, der Patient leidet hierbei nicht selten unter Schmerzen in beiden Gesichtshälften

Am häufigsten lässt sich eine Ursache für die Trigeminusneuralgie bei Patienten finden, die jünger sind als 40 Jahre.

Meist tritt die Erkrankung jedoch ohne greifbare Ursache auf, sodass man lediglich Vermutungen anstellen kann, wie der Nerv gereizt wird:

* Reizung des Nerven durch mikroskopisch kleine Blutgefäße, die ihn berühren

* Die Verarbeitung von Empfindungen der Gesichtshaut im Gehirn ist womöglich gestört. Diese Annahme liegt nahe, da Antiepileptika die Schmerzen vermindern können.

Was sind die Symptome einer Trigeminusneuralgie?

Die Trigeminusneuralgie ist vor allem gekennzeichnet durch das Auftreten plötzlich einsetzender, extrem starker, "vernichtender", sehr kurz dauernder Schmerzen (Sekundenbruchteile bis ca. 2 Minuten), die sich häufig und rasch wiederholen können, aber von schmerzfreien Intervallen unterbrochen werden. Oft werden diese Schmerzen als "blitzartig aus heiterem Himmel einschießend, stromstoßartig" beschrieben. Diese Attacken treten typischerweise nach Berührung der Wange, der Stirn, häufig beim Sprechen, Zähneputzen oder beim Kauen und Schlucken auf. Gelegentlich kann es zu einem reflektorischen Zucken der Gesichtsmuskulatur kommen ("tic doloreux"). Die Schmerzen bei Trigeminusneuralgie zählen zu den stärksten Schmerzen überhaupt. Aus Angst vor eine Schmerzattacke vermeiden manche Patienten die Nahrungsaufnahme, so das es zu starkem Gewichtsverlust und Flüssigkeitsmangel kommen kann.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Zuerst ist eine genaue Befragung des Patienten zu seinen Symptomen notwendig, um die Trigeminusneuralgie gegen die zahlreichen anderen Kopf- und Gesichtsschmerzformen abgrenzen zu können.

In der neurologischen Untersuchung achtet der Arzt darauf, ob der Patient im betroffenen Gesichtsbereich noch ein normales Empfindungsvermögen besitzt.

Häufig wird eine Kernspin-Tomographie des Kopfes angefertigt, um einen Tumor als Ursache der Beschwerden auszuschließen. Auch elektrophysiologische Untersuchungen können erforderlich sein. Um eine Multiple Sklerose ausschließen zu können, kann Ihr Arzt eine Lumbalpunktion veranlassen. Zum Ausschluss anderer Ursachen können eine HNO-ärztliche oder zahnärztliche Untersuchung notwendig werden.

Wie behandelt man die Trigeminusneuralgie?

Leider sind normale Schmerzmittel in der Behandlung der Trigeminusneuralgie meist wirkungslos.

* Der erste Schritt ist die medikamentöse Behandlung mit Antiepileptika (Carbamazepin, Gabapentin). Nur darf hierbei keine Minderung der Schmerzstärke erwartet werden, sondern vielmehr eine Reduktion der Anfallshäufigkeit, am besten bis Null. Sollten trotzdem noch Anfälle auftreten, werden diese z.T. weniger schmerzhaft sein. Eine regelmäßige Einnahme ist wesentlich, Carbamazepin ist keine Bedarfsmedikation.

* Hilft diese Therapie nicht, werden andere Antiepileptika alleine oder in Kombination versucht.

* Helfen dies Maßnahmen nicht, wird bei jüngeren Patienten eine Operation durchgeführt. Nach der Eröffnung des Schädelknochens am Hinterkopf befreit der Arzt den Nerven an dessen Austrittsstelle aus dem Gehirn von beengenden Gefäßen. Zwischen Arterien und Nerv legt er ein Kunststoffschwämmchen. Hauptnebenwirkung können Blutungen, Verlust des Hörvermögens auf der betroffenen Seite sowie Schwellungen des Kleinhirns sein.

* Bei älteren oder sehr kranken Patienten wird die weniger belastende, so genannte perkutane Thermokoagulation (nach Sweet) durchgeführt. Dabei schiebt der Arzt unter Röntgenkontrolle und Kurznarkose eine Sonde durch die Haut zu einer Ansammlung von Nervenzellkörpern des Nervus trigeminus vor. Dort werden dann unter lokaler Hitze-Einwirkung vor allem die Schmerzfasern des Nerven zerstört. Als Hauptnebenwirkung kann es zum (z.T. schmerzhaften) Gefühlsverlust auf der betroffenen Gesichtshälfte kommen.

* Eine Akupunkturbehandlung kann im nur leichten Einzelfall helfen, dabei wird nicht im akuten Anfall akupunktiert und nicht an der erkrankten Gesichtshälfte

Was kann man selbst tun?

Es gibt wenig Möglichkeiten, selbst Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung zu nehmen. Da die Trigeminusneuralgie psychisch sehr belastend ist, kann eine Unterstützung durch Selbsthilfegruppen sinnvoll sein.

Wie sieht die Prognose aus?

Bei der Hälfte aller Patienten treten Phasen völliger Schmerzfreiheit auch ohne Medikamenteneinnahme auf. Durch die Antiepileptika kann anfangs in 80 - 90 Prozent Schmerzfreiheit erzielt werden. Allerdings sind nach Monaten bis Jahren nur noch rund 25 Prozent der Patienten schmerzfrei. Die oben geschilderten Operationen können wiederholt werden. Gelegentlich klingt die Erkrankung im Verlauf auch spontan aus.

[[http://www.netdoktor.de/krankheiten/fakta/trigeminusneuralgie.htm]]

Hier auch noch eine gute Erklärung aus Wikipedia:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Trigeminusneuralgie]]

Gute Besserung!

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