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Gepflegte Krätze mit Hand- Fuß- Mund- Virus

MdikchaeqlC.Schngurrxli hat die Diskussion gestartet


Hallo Forumsteilnehmer!

Laut Robert- Koch- Institut ist die Krätze "weiterhin verbreitet". Bei der heutzutage guten Körperpflege fast nur noch in Form der "Gepflegten Krätze", bei der die Milben tief in der Haut sitzen und äußerlich nur Hautknötchen oder Pickel sichtbar sind, weshalb die Diagnose per Milbennachweis äußerst schwierig ist. Nicht mein Dermatologe (!), sondern mein langjähriger Hausarzt hat nun die Verdachtsdiagnose Scabies aufgestellt und mir Stromectol- Tabletten verordnet, deren Wirkstoff von innen heraus auch gegen tief sitzende Milben wirken soll. Es zeigt sich schon eine deutliche Besserung.

Die Besonderheit in meinem Fall: Je mehr Pickel bzw. "Mückenstiche" mit Zwicken und Jucken sich durch die Milbenbisse entwickeln, desto stärker entzünden sich jeweils meine Zungenspitze und die Handteller (diese mit weißlich geschwollenen Flecken und Brennen), bei stärkerem Verlauf auch geschwollene und juckende Fußsohlen und Entzündungen des gesamten Mund-/ Rachenraums, später Bronchitis, "Erkältung", Durchfall. Bei stark entzündeten Handtellern habe ich Ansteckungsreaktionen beobachtet, d.h. Kontaktpersonen haben sich nach dem Handgeben die Finger gerieben und bald überall gekratzt.

Schließlich wurde bei mir nun die Diagnose Hand- Fuß- Mund- Krankheit gestellt, verursacht durch ein Coxsackie- Virus, das Gefäßentzündungen an den Nervenenden macht, wovon man an Zunge und Händen besonders viele hat, daher der Name der Krankheit. Als Sommergrippevirus macht es (auch im Winter) Erkältung, als eigentliches Darmvirus Durchfall. Das hoch ansteckende Virus überträgt sich besonders gut durch Handgeben, aber auch indirekt über verseuchte Gegenstände, und erzeugt bei Infizierten die Ansteckungsreaktionen, d.h. je nach Dosis ein Kribbeln bzw. Jucken bzw. Brennen.

Die Gesamtverdachtsdiagnose meines Hausarztes zu den verknüpften Milben- und Virussymptomen: Die Krätzemilben sind mit dem aufgesetzten Coxsackie- Virus verseucht, da die Viren den Milben nichts ausmachen, vermehren sie sich im Wirt stark. Mit jedem Milbenbiss wird ein kräftige Dosis unter Umgehung der Immunabwehr direkt ins Nervensystem ausgeschüttet. (So wie die eng verwandten Zecken nachweislich per Biss das FSME- Virus übertragen können.) Die Viren wandern entlang der Nervenbahnen und machen später die Entzündung an den Nervenenden mit hoher Virendosis an den Händen und daher schnellen Ansteckungsreaktionen. Daher auch der Mückensticheffekt: Beim Milbenbiss in die Hautoberfläche erzeugen die ausgeschütteten Viren rasch eine lokale Hautentzündung und man erkennt die Milben nicht mehr!

Ich habe in diesem Forum zwei völlig unabhängige Beiträge gefunden ("simon2005_2" vom 15.8.05 und "dorena" vom 11.10.05), die auch Krätzesymptome (Pickel, "Mückenstiche", Juckreiz) in Verbindung mit HFMD- Symptomen (Handentzündung) beschreiben. Gibt es noch weitere Leidensgenossen? Dann meldet Euch bitte!

Michael Schnurrli.

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