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Steißbeinfistel

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Steißbeinfistel

Eure Beiträge fand ich sehr interessant und ermutigend.

Mein Sohn wurde vor 1 Woche ambulant operiert, es sei alles ganz problemlos verlaufen hieß es.

Als wir nach Hause kamen begann die Wunde plötzlich sehr heftig zu bluten und hörte nicht wieder auf. Das ging so schnell, dass ich meinen Sohn nicht mal mehr ins Auto setzen konnte weil der Kreislauf versagte, sondern 112 rufen musste. In der Klinik stellte sich heraus, dass der Arzt eine Arterie eröffnet hatte!

Nicht nur, dass mein Sohn 2 l BLut verloren hatte, wahnsinnige Schmerzen hatte, vom Arzt kam nun - nach 4 Tagen Krankenhaus mit intensiv- Betreuung noch nicht mal ein Wort des Bedauerns. Er hatte uns nicht aufgeklärt darüber, dass es zu solch starken Nachblutungen kommen kann.

Der operierende Arzt hatte übrigens die erste Wundversorgung nach der OP so vorgenommen, dass er die Fäden zog (er hatte mit 3 Stichen zugenäht !), dann einen dicken Gazeball tief in der Wunde deponierte und zum Schluss darüber eine Auflage wie man sie auf den Krankenliegen im Behandlungsraum darübergelegt. Schön luft- und wasserdicht ! Nicht nur, dass mein Sohn darunter schwitzte, er hatte auch wieder wahnsinnige Schmerzen.

Wir haben die Nase voll von Chirurgen in einer Kleinstadt ! Dieser dachte offensichtlich nur ans Geldverdienen.

Nun sind wir zur Wundversorgung regelmäßig beim Hausarzt - gute Wahl, denn seit dem geht alles glatt !

Muss man sich das als Patient eigentlich gefallen lassen? Hat jemand damit Erfahrungen? Schadensersatz etc? Bin für jeden Tip dankbar.

B9ien@e1x11


Es heilt super zu

So,

mein Männe kam gerade vom Verbinden zurück. Er bekommt die Alginat Tamponaden und das Purilon Gel.

Er wurde Samstag vor einer Woche operiert. Der Arzt hat heute gemeint, so schnell und gut, hat er noch keine Wunde zuheilen gesehen.

Die Methode ist auf jeden Fall besser, als die ganz normale.

Übrigends muss er keinen Pfennig (Cent) mehr bezahlen, als bei der normalen Behandlung. Der Arzt hat ihm das auf Rezept gegeben.

psurzell80


bin wieder hier..

hallöchen!

Also, am Dienstag war die OP... Spinal-Narkose war super. Für die Spritze im Rücken war ich kurz im dämmer Schlaf... und bei der OP haben sie mir sogar die Zyste gezeigt... man, war das ein riesen Ding!!

Jetzt bin ich wieder zuhaus und ich versuche einen häuslichen Pflegedienst zu bekommen. Denn meine Mutter traut sich das tamponieren nicht zu. Sie musste direkt würgen, als sie dieses Apfelgroße loch sah...

Die Schmerzen sind schon nicht schlecht, aber ich schmeiße immer sofort ne Tablette ein - sonst halt ich es nicht aus...

Hto=mexr996


ich bin täglich bzw. alle 2 Tage zum Arzt und da wurds mir tamponiert

p8urIzelx80


mal ne Frage...

also, ich komme gerade von meinem Hausdoc... er meinte, es reicht völlig aus, die Wunde einmal täglich nach dem Duschen zu tamponieren, er macht es auch.

Alles andere wäre nur eine völlige tortoure...

mein ihr, dass kann ich so annehmen ??? ??

Der Doc meint, die Wunde sieht sehr gut aus, und sie hat auch noch nie geblutet, selbst nach der OP nich...

Sgteofan1*3


@Medea45

Genau das gleiche habe ich bei mir auch erlebt. Am ersten Tag, aber im Krankenhaus. Da wurde die Tamponade rausgenommen, dabei hats wohl ne kleine Ader mit erwischt, geblutet wie Sau. Aber das war eben der Vorteil, war gleich jemand zur Stelle, hat alles mit Kompressen vollgestopft und die Sache war erledigt. Aber wie ist das? Der operierende Arzt hat die Fäden gezogen ??? Absichtlich oder unabsichtlich. Habe ja auch ein paar Fäden hinten in der Wunde, damit werden die Artherien zu gemacht damit es eben nicht blutet. Hmmm, scheinbar an irgend so einen Feld, Wald- und Wiesenarzt geraten, was?

Aso, ob Du da Schadensersatz verlangen kannst wage ich zu beweifeln. Mit Komplikationen ist immer zu rechnen, nach einer OP. Das nächste mal vielleicht besser im Krankenhaus machen lassen. Wenn der Sohn noch nicht so alt ist, ist es sicherlich besser, wenn er dort ein paar Tage unter Beobachtung die Wundheilung angeht.

Ja Leute, noch eine kurze Frage. Die Tamponaden, schiebt ihr die richtig in die Wunde rein, oder wie ??? Weil das einzige was ich verwende sind ES-Kompressen, zwischen die Pobacken, sodass die Öffnung auch wirklich von unten zuheilt und gut ist.

M1iri)am^83


Nu geht's los...

Hi,

war heute im Krankenhaus und nächste Woche Mittwoch am 16.03.2005 gehts los ich muss nochmal unters Messer...

Na toll.....aber was solls nütz ja nix. Heute haben sich das ganze nochmal zwei Ärzte angesehen und meinten eistimmig das muss weg. Schade das sie mir noch nicht sagen konnten wie groß es diesmal wird denn beim letzten mal war es riesig. Werd ich dann ja sehen.

@ Stefan13

Also beim ersten mal als ich noch im Krankenhaus verbunden wurde haben die mir da ganz normale Kompressen mit Octenisept getränkt reingestopft, dann so eine Art Binde drüber zugeklebt, fertig. Und das ganze einmal am Tag. Und diese Kompressen wurden richtig reingestopft.

Später hab ich auch das Alginat bekommen und das war echt klasse, zwar ein bischen eklig wenn man es rausholt, aber naja.

Im Krankenhaus haben sie mal zu mir gesagt das es gar nicht so gut ist wenn die Wunde trocken ist, besser sei es wenn sie leicht feucht ist, ist ja mit dem Alginat gewährleistet.

Ein bischen Bammel hab ich ja schon....

Und das beste ich hab dann Abführmittel bekommen, die soll ich am Vortag nehmen, sehr lustig da arbeite ich noch und zwar bis 20 Uhr... das wird ein Spass.... ;o)

So, ich wünsch euch was und meld mich dann mal mit Ergebnissen....

Miriam

Hbomexr996


@ Miriam,

wie lange hat es denn bei dir gedauert bis du zum 2ten mal unter Messer musst?

MHiriaYm83


@ Homer 996

Also, das erste mal operiert wurde ich Ende September, wie groß die Wunde war weiß ich gar nicht so genau. Meine Ärtzin meinte einmal ihre Faust hätte da schon Platz...

Naja und nun bin ich wieder dran. Also fast 6 Monate. Und es ist auch noch nicht ganz zu...

mwailmOarn


@ Medea45

Es kann sehr häufig zu Nachblutungen kommen. Ich hatte insgesamt 4 Operation innerhalb von 2 Jahren. Meine Wunde war immer riesengross (17cm lang und bis zum Knochen tief). Einmal liess ich es in einem kantonalen Spital (Schweiz) machen. Beim ersten Verbandswechsel war die Krankenschwester nicht gerade sehr erfahren und liess die Wunde zu trocken. Tja, dann passierte genau das, eine Aterie wurde aufgerissen und das Blut spritzte heraus (zum Glück lag ich auf dem Bauch und konnte das nicht beobachten :-) ). Ich kam dann nur knapp an einer weiteren Operation vorbei.

Was ich damit sagen möchte ist, dass man von einigen Chirurgen und Krankenschwestern schlecht behandelt wird und nicht auf den Patient als MENSCH eingegangen wird. Ich habe so einiges erlebt. Ich kam mir teilweise vor wie auf einem Förderband. Ich rege mich heute immer noch sehr über gewisse Ärzte auf. Schadenersatz ist da wirklich nicht drin, da es immer Komplikationen geben kann. Ich habe aus solchen Erfahrungen gelernt und wählte danach ein besseres Krankenhaus aus, das auf Steissbeinfisteln spezialisiert war.

Um auf die Nachblutungen zurückzukommen, in den Wochen nach der OP ist es normal, dass es zu Blutungen kommen kann. Mach dir darüber aber keine Sorgen! Bei "kleineren" Blutungen muss man nicht unbedingt gleich zum Arzt rennen, es genügt wenn man sich eine Weile auf den Rücken legt und somit Druck auf die Wunde bringt. Natürlich trifft das nicht auf eine offene Aterie zu! :-) Blutungen können teilweise auch sehr nützlich sein, da sie die Wunde reinigen und somit Bakterien ausspühlen. Ich hatte oft Blutungen beim Stuhlgang. Das Blut tropfte gelegentlich runter. Das ist aber alles ganz normal.

Du wirst sicher viele Methoden hören für eine Wundheilung. Jeder Arzt hat eine andere Meinung. Ich liess die Wunde täglich reinigen, dann ein Alginat oder Gaze rein und Kompresse drauf. Das ist die übliche Variante für eine offene Wundbehandlung. Lass dich mal vom Arzt auf Wakumverbände beraten. Ich hatte auch diese Variante versucht und muss sagen, dass es für mich am positivsten war. Man ist 24h an einem kleinen Wakmugerät angeschlossen (passt in eine Bauchtasche). Die Wunde wird mit einem speziellen Schwamm gestopft und danach luftdicht mit einer Folie zugedeckt. Das Wundsekret wird durch einen Schlauch abgesaugt und die Wunde bleibt immer sauber. Bei mir hat sich die Heilung um ca die Hälfte verschnellert. Ich kann das wirklich nur empfehlen. 24h an diesem Gerät angeschlossen zu sein ist allerdings sehr gewöhnungsbedürftig und beim wöchentlichen Verbandswechsel schmerzt es sehr stark. Aber das Resultat ist fantastisch.

Ich wünsche dir und vor allem deinem Sohn alles Gute und viel Glück! Hoffentlich bleibt es bei einer OP.

SXtefa{n13


Wow, also ok. Ich dachte eigentlich dass ich vielleicht meine Wunde auch voll mit Tamponade etc. ausstopfen sollte, im Krankenhaus meinte man aber das Kompressen reichen. Wenn ich lese dass hier eine Wunde 17 cm lang ist :-o dann denke ich müsste das bei meiner 7cm langen auch wirklich genug sein. Da würde man vielleicht mit Ach und Krach ein halbes Ei reinkriegen, mehr nicht.

miailmxan


Man sollte diese Tamponaden/Gazen auch nehmen, damit die Wunde nicht zuerst am Wundrand zuheilt, sondern schön vom Wundgrund neues Gewebe entsteht.

HBomewr996


Hallo Leidensgenossen (obwohl meine OP schon gut 5 Monate zurückliegt), hätte mal ne Frage, und zwar:

Bei mir ist die Wunde jetzt eigentlich schon "zu", allerdings ist da noch so ein kleines Loch da (vielleicht 3x3mm), welches einfach nicht zuheilen möchte. Mir ist aufgefallen, dass die Größe des Lochs variiert, so war es z.B gestern Abend noch etwas kleiner, heute morgen wieder etwas größer (ich war gestern Abend aus und hab längere Zeit gesessen). Ist hier einer dabei der das selbe Problem nach der Wundheilung hatte? Kanns vielleicht wirklich vom Sitzen kommen, dass die Stelle immer wieder aufreißt und einfach nicht zuheilen möchte? Sollte ich vielleicht daher ca. 1-2 Wochen das Sitzen komplett vermeiden? was aber auch schwer wäre, Schule, Autofahren.....

freue mich auf Antworten

MkeSdeax45


Dankeschön!

Vielen Dank für die Tips, da wirds mir doch wieder ein wenig leichter ums Herz.

Die Wunde wird nun täglich glatter und heilt von unten zu. Allerdings ist auch ein kleines Loch zu sehen gewesen, und unser Hausarzt hat mir erklärt, es sei gut die frisch bereits entstandene Fibrinschicht wieder zu öffnen, dass sich kein ´Kanal oder eine Höhle darunter bilden kann. Dauert dann zwar ein paar Tage länger - abe rdie Vorsicht scheint sich zu lohnen.

Wißt Ihr über die Alginate etwas ? Zahlt die Kasse die?

Vielen Dank und einen schönen Sonntag noch !

Szteyfan(13


Damit die Wunde nicht zuerst oben zuheilt klemme ich mir eben ne ordentliche Portion ES-Kompressen zwischen die Backen, die halten die Wunde offen, sodass diese von unten gut zuheilen kann. Achja, ein Kamillensitzbad ist übrigens sehr zu empfehlen, man fühlt sich danach wie neu geboren :-)

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