» »

Steißbeinfistel

HZomexr996


@ Flachi,

du sagst du hattest mehrere Rezidive...

wie lange hat es denn immer gedauert bis eins kam? und wie wurdest du darauf aufmerksam?

hat deine Wunde während der Wundheilung Probleme gemacht? (geeitert etc. ?) würde mich sehr interessieren, da ich vor knapp 5 Monaten operiert wurde, meine Wunde jetzt vor kurzem komplett zu gegangen ist, (eigentlich ohne Komplikationen, lediglich eine Tasche hatte sich in den ersten 2 Wochen gebildet, die aber sofort erkannt und beseitigt wurde(man..., war das schmerzhaft)), und ich jetzt darum bange ob ich es hinter mich gebracht habe oder Angst davor haben muss ein Rezidiv zu bekommen.

Zur Zeit enthaare ich die Steißbeinregion und wasche die Gegend bis zu 3x am Tag. Was hast du nach der Wundheilung getan?

gruß

f|lachxi


@Homer996

Hallo !

Meine 1. Sinus P. OP war im Sommer 1994. Die Wundheilung verlief völlig unproblematisch. Nach ca. 4 Monaten war ich die Sorge gänzlich los. Hatte auch nichts weiteres mehr gemacht. Der Gedanke an die Sinus P. kam zwar immer wieder mal auf, meistens wenn ich mal zu lange gesessen habe und das Steißbein schmerzte, oder ich mal eine Pickel auf der Pobacke hatte, ansonsten aber absolut schmerzfrei und ohne Probleme. Im Frühjahr 2000, also 6 (!) Jahre später bemerkte ich wieder ein Druck am Steißbein und ein Loch aus dem es rauseiterte. Diagnose: Sinus P. die 2te. Damals glaubte man nicht an ein Rezidiv. Dafür war ich schon zu lange davon ab. Also eine völlige zufällige Neubildung einer Fistel. Da ich Angst vor Vollnarkosen hatte entschloß ich mich damals die OP von einen ortsansässigen Chirugen ambulant unter örtlicher Betäubung durchführen zu lassen. Ich bekam ca. 20 Spritzen rund um das Steißbein gesetzt und es wurde losoperiert. Da nicht mehr geschnitten wurde, sondern die Fistel herausgebrannt wurde, merkte ich trotz Betäubung doch relativ viel. Hitze spürt man trotz Betäubung immer irgendwie. Deshalb konnte der Chirug wohl auch nicht richtig schneiden. Vermute ich mal. Die Wundbehandlung dauerte diesmal ein 3/4-Jahr, heilte auch nicht richtig zu. Bis mein Hausarzt meinte ich müsse nochmal unters Messer, da ist wohl noch nicht alles raus. Also im Winter 2000 die 3. OP. Diesmal aber unter Vollnarkose im Krankenhaus. Dort wurde mir der "Arsch" auch richtig aufgerissen. So manche Krankenschwester meinte so ein großes Loch hätten sie noch nie gesehen. Ich kam die ersten 3 Monate täglich zum Verbandswechsel ins KH, anschließend die nächsten 3 Monate alle 2 Tage, dann nur noch 1 mal die Woche. Aber auch dieses Mal verheilte die Wunde nicht richtig. Sie riss einfach immer wieder ein, hatte immer wieder ein Ziehen und ein Druckgefühl und immer mal wieder blutete es und es kam Wundwasser. Als im Urlaub dann die Narbe einriss und ich vom oberen Teil nach unten rausgucken konnte ging ich wieder ins Krankenhaus und OP Nr. 4 stand an. Das war im Spätsommer 2001. Auch hier wieder: ein 3/4-Jahr verging und die Wunde war zu. 3 Wochen später war sie wieder eingerissen, verheilte wieder, ging wieder auf, verheilte wieder......usw..usw. Das ganze schaute ich mir bis Dezember 2004 an, bis ich dann mal wieder ins KH ging. Diagnose: Sinus P-Rezidiv. OP Nr. 5 stand an. Ich kannte meine Fistel inzwischen so gut, daß ich mit dem Chefarzt eine Wette aufstellte. Ich beschrieb Ihm haargenau den Verlauf der Fistel und war fest davon überzeugt, daß sie nur oberflächlich verläuft. Die Wette habe ich gewonnen. Sie verlief aalglatt von oben nach unten genau in der Gesäßfalte ohne nach links und nach rechts zu wuchern. Sie war auch nur oberflächlich. Die OP Nr. 5 wurde im Januar 2005 durchgeführt. Es wurde, da die Fistel nur Oberflächlich verlief auch nur ca. 3cm tief geschnitten. Da die Fistel nicht entzündet war wurden diesmal die Ränder vernäht und die Mitte offen gelassen. Die Fäden wurden nach 2 Wochen gezogen und nach 2 Monaten war alles hochgranuliert. Diesmal schwor ich mir, täglich zum Arzt zu gehen, da das letzte Rezidiv ganz klar aus einer Tasche entstanden ist. Und siehe da, es kam öfters mal vor, daß die Wundbehandlung beeinflusst werden musste. (Tasche aufschneiden, Haut wegätzen, Haare beseitigen, Fädenreste wurden 4 Wochen später noch gefunden etc., Wunde musste von irgensolchen weißen Sekret befreit werden usw) Es war schon recht nervig. Aber ich bin bis anfang März täglich, und auch am Wochenende beim Chirugen gewesen und habe auch darauf bestanden immer von den gleichen Schwestern und Ärzten betreut zu werden. Seit März gehe ich nur noch 2x wöchentlich, da die Wunde vollständig verschlossen ist und nur noch auf 2cm die Hautschichten fehlen. Jezt muß man eigentlich nur noch darauf achten, daß die Hautschichten sich nicht überwälzen. Dann kommt der Ätzstift. Ich bin diesmal aber davon überzeugt, ich bin es los. So gut wie jetzt fühlte ich mich seit Frühjahr 2000 nicht mehr.

Klar, wem die Fistel so zugesetzt hat wird sie auch nicht wieder vergessen. Ich sehe eigentlich nur zu, daß ich weiterhin das Steißbein täglich ausdusche, 1-2 mal wöchentlich ein Kamillebad nehme und werde als nächstes über eine dauerhafte Haarentfernung mit der Lasertherapie gedanken machen. Ich hoffe allerdings, daß ich im Kopf irgendwann mal soweit bin, daß ich die Fistel gänzlich vergessen kann.

gruß

Ralf

fFla9chxi


@homer996--Nachtrag--

Achso, mach Dich nicht so verrückt wie ich es bin. Wenn die Wunde komplett verheilt ist und bleibt und nicht wieder aufgeht, glaube einfach daran es überstanden zu haben. Und versuche es zu vergessen. Ansonsten wirst Du verrückt.

Gruß

Ralf

H\omeJrh996


@ flachi:

ja klar, nur ich kanns nicht einfach mal so vergessen, da es für mich beruflich total katastrophal wäre ein Rezidiv zu bekommen.

Ich bin auch öfter beim Doc gewesen zum Rasieren, Hautränder wegätzen und so weiter. Im Moment ist eigentlich alles zu, denk ich mal. Also ein Loch oder so ist nicht mehr da, aber die Haut die ich jetzt hab sieht ziemlich blaß aus und an manchen Stellen so ein wenig bläulich, ist das normal? ahja, an den seiten sind 2 kleine Schwellungen, aber weder rötlich noch kann ich sie reindrücken (man denke an Hohlräume). War ja auch heute wieder beim Doc und der meinte es wär alles ok

fclac`hi


@homer996

Schwellungen sind i.d.R. nicht sehr schön. Meine letzte Schwellung war ein Rezidiv. (Ansammlung von Wundwasser)

Aber wenn Dein Arzt sagt, es sei alles OK, glaube Ihm. Er ist schließlich vom Fach. Ich würde diese Aussage vielleicht nochmal von einem Chirugen überprüfen lassen. Allgemeinmediziner schätzen sowas gerne mal falsch ein. Die verschiedenen Hautfarben hatte ich auch. Hat sich bei mir inzwischen auch normalisiert.

Gruß

Ralf

M]aEveLr6ick9x3


@ flachi

Deine Story klingt nicht sehr ermutigend für mich, denn ich werde in einer Woche operiert...

Bei mir wird das Ganze mit einem Schwenklappen zugemacht. Heißt das jetzt auch, dass ein Rezidiv vorprogrammiert ist? Weiß jemand wie lange der stationäre Aufenthalt im Schnitt dauert? Bei meinem S.P. haben sich nie irgendwelche Entzündungszeichen gezeigt. Es sind in unregelmäßigen Intervallen minimalste Mengen klarer oder manchmal auch leicht rötlicher, geruchsloser Flüssigkeit auf Druck ausgetreten.

Auf der Seite [[http://www.pilonidal.org]] steht, dass für Lappentechniken ausschließlich spezialisierte Operateure in Frage kommen dürfen. Ob mein Chirurg jetzt auf solche Techniken spezialisiert ist, weiß ich nicht. Er ist mir jedenfalls von einem Notarzt, den ich von meiner Tätigkeit beim Roten Kreuz her gut kenne und der bei meiner OP das Anästhesiemäßige übernimmt, ausdrücklich empfohlen worden. Was sagt ihr dazu?

Hoffentlich gibt es bei der Heilung keine Komplikationen. Ich möchte am 5. Mai wieder auf meinem Fahrrad sitzen können oder zumindest zu einem Konzert von den Toten Hosen gehen können. Mal sehen...

H3omwer9x96


@ Flachi:

die Aussage kam von einem Chirurgen ;-)

fylJachi


@Maverick93

Hallo !

Laut Aussage meines Chirugen gibt es kein Patentrezept für eine OP-Methode. Die Rezidivrate ist bei allen Methoden annähernd dieselbe. Mit der Schwenklappenmethode habe ich selber keine Erfahrungen gemacht, habe aber viel positives davon gelesen. Daß Deine Sinus P. keine Entzündungszeichen aufweist soll ein gutes Zeichen sein. Es soll sich dann besser operieren und besser wieder verheilen. Das mit dem 5. Mai wirst Du sicherlich auch hinbekommen.

Gruß

Ralf

f'laSchVi


@Homer996

....na dann glaube Ihm einfach, er ist vom Fach !

FOlo8u5


war heute bei den chirurgen unseres krankenhauses die haben gesagt die haben erst zeit sich das in 2 wochen anzugucken ...toll naja kann man nich ändern also termin is am 12.4.05 zur besichtigung

dann ham sie noch gesagt das wenn ein op termin klar gemacht wird die in frühestens 4-5 wochen nach der besichtigung stattfinden kann. nochmal toll

mind 3 wochen von der arbeit krankgeschrieben war noch angemerkt und n paar tage auf station liegen wegen nachblutung dann haben sie noch erwähnt das bei der nachversorgung nur bissl was auffe wunde kommt und das wars also nich irgendwie das das ordentlich geamcht werden muss usw und von rezidiv auch nie die rede also nehmen die das nich wirklich ernst glaube ich

am 13.4.05 hab ich auchnoch musterung da muss ich dann auchnoch damit hin obwohl das ziemlich peinlich wird

HRomer9x96


kannst du nirgendswo anders hingehen um zu operieren?

als ich zu meinem Chirurgen ging hat er das gleich am selben Tag! besichtigt (ist ja im Prinzip auch keine große Sache, ein Blick drauf genügt! das könntest im eigentlich auch selbst diagnostizieren). Und er war auch willig das ganze am nächstmöglichen Termin operieren zu lassen (wäre dann 1 Woche später gewesen). Such dir doch mal einen guten Chirurgen in der Nähe...

p.s. die Bundeswehr hat auch ihre Ärzte die sowas operieren ;-)

HWomeRr99x6


@ Flachi:

ahja, ich glaube ihm natürlich! aber ich frage mich dennoch was die kleinen Schwellungen zu bedeuten haben... die sind da direkt an der "Narbe"(noch isses ja keine fertige)angesiedelt, so seitlich. Hattest du vielleicht sowas auch??

noch was:

wenn ich im oberen Bereich der Narbe seitlich draufdrücke hab ich so ein komisches Schmerzgefühl , was kann denn das sein?

fpla2chi


@Homer996

Ja, wie gesagt, das gleiche kenne ich auch. Ich hatte dort auch Schwellungen, 1 Woche später ist es ein bißchen tiefer eingerissen und es kam dann Wundwasser vermischt mit Blut und dann hatte ich Ruhe. Jedesmal wenn die Schwellung da war juckte es dort extrem und ich war dort überempfindlich. Es war bei mir eine gebildete Höhle die sich mit Wundwasser füllte. Ging nur mit einer erneuten OP weg.

Ich vermute, daß es bei Dir ähnlich ist. Such doch mal einen anderen Chirugen auf. Oder frag mal hier einen Spezialisten:

[[http://klinik.qualimedic.de/Forum-3001.html]]

Die haben mir auch schon weitergeholfen.

Wie gesagt nimm mich auch nicht so für voll, ich bin von grundauf negativ eingstellt.

Gruß

Ralf

HCome6r99x6


also ich habe diese Schwellungen jetzt schon über 1 Woche und es besteht auch kein Juckreiz etc..

f?l]achxi


@homer996

Warte einfach ab...und vertraue Deinem Arzt

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Dermatologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Schönheit und Wohlfühlen · Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH