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Steißbeinfistel

A#ndy2x6


Hallo Leute!

Endlich habe ich mal eine "Horde" von Leidensgenossen gefunden. Wobei ich unter meinen Steißbeinfisteln nicht wirklich leide, aber unangenehm ist es mir doch. Zu meinem Fall: Ich hatte mit ca. 16 einen stechenden Schmerz am Steißbein, wenn ich gegen was hartes kam (Parkbank, Beckenboden beim Schwimmen etc.) und mit ca. 18 war das ganze dann eine ca. Kirschgroße Entzündung, aus der regelmässig Eiter kam. Ich dachte mir halt, das heilt alleine wieder. Mit 19 musste ich dann wegen einem anderen Problem in eine Hautklinik und da wurde das ganze dann diagnostiziert und ordentlich aufgeschnitten um den ganzen Eiter und Haare rauszuholen. Haare deshalb, weil die Bakterien sich wohl von den Haarwurzeln ernähren. Ausserdem entstand noch eine neue Öffnung ca. 1cm tiefer, die Bakterien hatte sich mittlerweile quasi einen Tunnel gefressen. Da das ganze wohl zu entzündet war, wurde mir zu einer OP nach einigen Wochen geraten, wenn das ganze etwas abgeklunden sei. Nur hatte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn dann keine Lust auf die OP und schleppte den Misst weiter mit mir rum. Nun bin ich 26 und habe den Kram immer noch und mittlerweile sind es schon 3 Löcher. Allerdings ist das ganze schon seit ca. 4 Jahren nicht mehr entzündet und Eiter war auch schon ewig nicht mehr zu sehen. Allerdings ist die Sache ja nach wie vor sehr unschön und ein wenig übel riechendes Sekret kommt ja über den Tag verteilt schon aus den Öffnungen. Da es mir jetzt reicht, will ich das jetzt operieren lassen. Nur was machen die da nun bei mir? Müssen die den gesamten Bereich, wo die Bakterien drin sind rausschneiden und dann vernähen? Also auf offene Wundheilung habe ich keinen Bock! Meine Hautärztin sagte mir damals, man könne das kurz und ambulant machen, aber das war vor 7 Jahren!

Weiss einer Rat?

Gruß

Andy

P!hoe0be2#0


@ Andy

Zu deiner Frage, ja man kann es ambulant machen lassen, ich habe den Eingriff seit 2 Wochen hinter mir.

Bei mir wurde, ähnlich deiner Geschichte, der "Abszess" eröffnet, da ich mich weder hinsetzen noch hinlegen konnte. Dann heilte die Entzündung auch zimlich rasch ab. 2 Wochen später lag ich dann mit einer Spinalanästhesie schon unterm Messer. Ich musste mich um 9 Uhr im Spital einfinden, und dann ging alles Ruck Zuck, um 4 Uhr durfte ich dann nach hause "torkeln".

Ich bin dann etwa 4 Tage flach gelegen, aber nicht etwa weil ich Schmerzen von der Operation hatte, sondern weil ich im OP so gefroren habe, und mich böse erkältete. Aber nach den 4 Tagen konnte ich schon wieder zur Schule gehen, und jetzt ist es alles eigentlich wieder ok....hoffentlich nicht nur vorläufig..

Nun, jetzt ist natürlich die Frage, wie sich deine Fisteln verzweigt haben in den 7 Jahren. Da kann es schon sein, dass man dir die offene Wundheilung anraten wird.. kann ich aber nicht einschätzen.

Wie du vielleicht im Forum auch erkennt hast, werden die meisten Steissbeinfisteln offen behandelt. Dauern jedoch eifach lange zum ausheilen. Bei mi ist/war die Wunde nur sehr klein, das konnte mit 3 Stichen genäht werden. Dann gibts noch die Schwenklappen Technik, mit der kenn ich mich jedoch nicht aus.

Die offene Wundheilung ist von der Prognose her schon die sicherste. Aber das musst du selber abschätzen was für dich stimmt. Hauptsache raus damit.....

MEave4ricxk93


@Andy

Lass es dir jedenfalls anschauen und dein Chirurg wird dir dann sagen, was er dir empfiehlt. Bei mir wurde die Schwenklappenplastik angewandt. Die Fistel wird rautenförmig herausgeschnitten und anschließend wird neben diesem "Loch" ein halbrautenförmiger Schnitt gesetzt und das Gewebe in den Defekt verpflanzt. Der Schnitt auf der Seite wird ebenfalls vernäht. Man hat dabei halt viel Nähte - 15 bei mir.

Welche Methode bei dir gemacht wird, könnte sich allerdings erst bei der OP entscheiden, denn der Chirurg weiß auch erst endgültig bei der OP, wie deine Fistelgänge verlaufen.

p)urzepl8x0


Hallo Fistel-Freunde! hehe

So, nun wollt ich mich auch mal wieder melden...

Meine OP ist nun genau 7 Wochen her... Das Loch wird immer kleiner, nur leider hab ich immer noch schmerzen! Natürlich nicht mehr so starke Schmerzen wie am Anfang - aber es ist doch ziemlich unangenehm!

Seit letzter Woche versuch ich mich auch wieder am Autofahren (ist mein größtes Hobby!), aber das macht irgendwie noch nicht so den mega Spaß, jedesmal beim Kupplung treten kommt der Schmerz...

Naja, jetzt bin ich mal gespannt, wie lang es jetzt noch dauert, bis alles wieder wunderbar zu ist... kann es auch nicht einschätzen - denn ich hab die Wunde bis heut noch nicht gesehen! (um Kreislaufprobs vorzubeugen hehe!) Mutti sagt aber

"jaaaaa, schön klein, schön... schön...!!!!"

Joa, jetzt wünsch ich noch allen ne super gute Heilung!! bis denn dann!

dMe(r duxde


ausduschen

halle an alle geplagten,

also, ich habe ein riesenproblem. die ärzte im krankenhaus sagen, ich soll die wunde 6/2/4 cm circa 4 mal täglich gründlich mit nem straffen strahl ausduschen. op war übrigens vor 5 tagen. jetzt hat sich ein weisslicher belag (glaube ist fibrin oder so) auf die wunde gelegt und die wundränder sind ziemlich gereizt. der weisse belag soll weg, und zwar mit hilfe von iruxol und kräftiges ausduschen. das problem ist aber, ich halte die schmerzen beim ausduschen nicht aus ( ein brennen und ziehen, als würde die wunde von innen verbrand werded ). ich weiss einfach nicht was ich machen soll, das ausduschen ist soo ekelhaft, das mir heute vor schmerz das essen hochgekommen ist ( hab auch schon n kräftiges schmerzmittel verschrieben bekommen, hilft aber beim akuten ausduschen so gut wie garnicht ). keine ahnung ob ich ne mimose oder sowas bin, aber es geht halt einfach irgendwie nicht wirklich. kann mir da vllt jemand mit nem guten rat helfen?? bitte bitte

mfg fuchsbau

r=ausQdasmVixt


oh jeh... fuchsbau

harte frage... !

nur eines ganz eindeutig: wenn du etwas "sollst", was du aber nicht "kannst", weil du es vor schmerzen einfach nicht packst, dann stimmt was nicht. das kann keiner ernsthaft von dir erwarten, so von wegen "zähne zusammenbeissen und durch", "indianer und schmerz" und so ähnliche sch*** texte. das geht nicht. entweder, du bekommst bessere schmerzmittel und ein wenig mehr schonung, oder das ganze macht dich fertiger, als du nun sowiso schon bist. die letzte instanz bist DU. wenn du entscheidest, daß etwas nicht geht: basta.

als ich nach meinen ersten beiden (stationären) OPs die tamponade unter der dusche (war die übrigens suuuperangenehm !) ziehen sollte, versuchte ich "tapfer" zu sein. es kam zu einer leichten blutung, tat weh wie sonstwas, mir wurde schlecht, mein kreislauf klappte zusammen und ich konnte gradnoch zur tür kopf in den gang, kreidebleich "bräuchte mal hilfe"... ok, ich blöd hät auch die klingel betätigen können. kurzum: jeweils kurz vor der bewusstlosigkeit. ohne scheiß.

und wenn du dich jetzt zuhause in solche extremsituationen begibst, deine grenzen auszuloten, ab wann du vielleicht wegsackts (am anfang recht heikel), kann ich nur sagen: sehr gefährlich !

die wundbehandlung bestand bei mir in mesalt kompressen, dann "normale" drüber und fixieren. im KH jeweils ambulant. morgens dann je ausduschen und tamponade ziehen. ich kam öfter fluchend vor schmerzen und tränen in den augen in situationen, wo ich dachte, gleich kipp ich unter der dusche um. nicht gut ! die mesalt hatte sich halt immer wieder so prima in der wunde verklebt, daß es sehr schmerzte und dauerte, bis ich sie draussen hatte. hilft ja alles nix, da muß man durch, sagt man sich so schnell. heute bin ich anderer meinung.

"sich blöd anstellen" kann sein, der übergang ist aber leider auch fliessend zu praktiziertem masochismus. und manches erscheint einem dann doch ziemlich fragwürdig. wie bei dir dieses x-fache mit festem strahl ausduschen unter starken schmerzen.... nene.... nicht gut. da muß es doch andere möglichkeiten geben ? ich hab immer gedacht, die versuchen das dann vorsichtig zu säubern, dann mit sterilen kompressen wischen (ja)... betaisodona spülen, frisch verbinden, tschüß und so... ?! wie sollst du jetzt mit starkem strahl die fibrinbeläge oder was auch immer wegspülen ? verwechselt da jemand deinen arsch mit ner hochdruck-felgenreinigung in ner waschstrasse ?! sorry, wenn ich das jetzt mal drastisch formulierte...

gute besserung ! *:)

p.s.: ich schieber bin kurz vor besuch zur nächsten OP, wie ich fürchte. aber man kennt seinen verfistelten hintern ja nach 13 monaten "offen" ganz gut.... leider.... immer noch "job" im vordergrund. und ohne euro zeichen in den augen, pure existenzsicherung... aber ich warte nicht, bis ich beim sitzen schreie und mir die tränen kullern.... :-/

R(esxi87


4x täglich ausduschen ???

Komisch, ich hör hier von mehreren, dass sie ihre Wunde 3x täglich oder sogar noch öfter ausspülen. Ich selbst habe es immer nur 1x pro Tag gemacht (und mache es immer noch), wie es mir mein Chirurg verordnet hat. Bei mir war das in den ersten 2 Wochen auch eine Qual, ich wär teilweise auch fast in der Dusche kollabiert... Wenn ich das 3x am Tag hätte machen sollen wär ich glaub ich gestorben vor Schmerzen! Ehrlich gesagt wage ich es auch zu bezweifeln, ob das wirklich so gut ist, die Wunde so häufig zu reinigen, sie ist dann ja einem ständigen Reiz ausgesetzt und hat gar keine Chance sich zu regenerieren. Meiner Meinung nach ist das Beste, die Wunde einfach "in Ruhe zu lassen", was bei so häufigem Reinigen ja gar nicht gewährleistet ist. Korrigiert mich ruhig wenn ich mich irre!

LBad7eexe


*:)

"in Ruhe lassen" ist glaub ich aber auch nicht sehr gut. Wenn man sie nicht ausspült, kann sich das Abszess ja sofort wiederbilden oder die Wunde entzündet sich einfach. Auspülen sollte man es schon denke ich, auch wenn es sehr schmerzhaft ist. Wobei ich aber auch denke, das 4 x zu oft ist, ich dusche 2 x am Tag, und nur einmal davon halte ich den Duschstrahl richtig an die Wunde.

Heute (5 Tage nach der OP) wurde mir das erste Mal die Tamponade in der Wunde gewechselt, man waren das Schmerzen.

Ich hab aber mal eine Frage: Bleibt eigentlich immer so eine Tamponade in der Wunde? Bis sie zugewachsen ist? Oder legt man irgendwann nur noch die Kompressen oben drauf ohne so eine Tamponade?

MFG Sina

dKer dyude


re: ausduschen

danke für eure fixen antworten,

also ich glaube ich ne bessere lösung für mein schmerzensproblemchen gefunden. ist zwar unheimlich wasserintensiv, aber das ist mir momentan echt ziemlich egal. ich lasse die badewanne n stückchen volllaufen, das beim hinhocken mein arsch grade so unterwasser ist. dann gibts ein stetiges brennen, das aber nach ein paar min so sitzen abklingt, da die wunde sich wohl ans ständige wasser gewöhnt. glücklicherweise haben wir einen ausfahrbaren duschkopf in der badewanne, mit dem man einen kräftigen strahl erzeugen kann, den ich dann unter wasser in die wunde halte, ziemlich geile sache eigentlich, weil es die wunde hoffentlich auch ausspült und es eigentlich nur mäßig wehtut, also man kann es auf jeden aushalten.

nochmal ne frage, wenn eiter auf den pads war, die wunde hat auch den ganzen abend wehgetan, könnte das von allein wieder weggehen oder muss ich da sofort anitb. nehmen? naja also ich gehe morgen sowieso erstmal zu nem chirurgen, der mir von meinem hausarzt empfohlen wurde, denn die leute im krankenhaus kümmern sich irgendwie nicht wirklich um die wunde, die erzählen immer nur " besser pflegen " sonst nix.

mfg der dude

fmlJachai


Mal ne Frage an alle die bereits komplett verheilt sind !

...kam es bei Euch auch mal vor, daß sich nach kompletter Verheilung die Haut neu eingerissen war, oder sich mal ein Löchlein gebildet hat ??? ?

Ich kann mir einfach kein neues Rezidiv vorstellen. Nachdem die Wunde so gut verheilt war und ich letzte woche als geheilt entlassen wurde hatte ich gestern abend wieder Blut am Toilettenpapier. Meine Frau erkannte ein minimales Löchlein. Kein Eiter oder so, einfach nur ein Loch aus dem es Blutete....

Ist die Wunde noch zu frisch, daß es mal sein kann ???

Gruß

Ralf

RLesji87


@der dude

Weiß nicht ob das mit der Badewanne so gut ist, weil du dann ja quasi in deinen eigenen Bakterien sitzt...

Bist du dir sicher dass das auf dem Pad Eiter war?! Das hab ich bei mir am Anfang nämlich auch gedacht, das sah ganz genauso aus wie Eiter, war in Wirklichkeit aber so 'ne Mischung aus Blutplasma, Wundsekret und Wundwasser.

An deiner Stelle würde ich echt mal zu 'nem "vernünftigen" Chirurgen gehen, der kann das wohl am besten beurteilen.

Ich wünsch dir alles Gute.

K onkstan*tin3x2


Dann will ich auch mal meine Geschichte erzählen und hoffe es macht einigen Mut. Mit 24 hab ich das erste Mal eine Entzündung bemerkt. Die war schnell wieder weg, aber in den nächsten vier Jahren kam solche Entzündungen immer häufiger. So etwa alle 4 Wochen bis 3 Monate.Das hieß eine Woche immer nur auf einer Backe sitzen. Diagnose SF hatte ich recht bald, hab die OP aber noch drei Jahre vor mir hergeschoben. Zwischendurch hab ich immer mal wieder eine Untersuchung gehabt zu meiner Beruhigung ;-)

Negativ war das mir ein Arzt erst recht spät eindringlich gesagt hat, daß das alles auch weiterwachsen und sich Vergrößern kann (hat es aber wohl nicht getan). Mit 28 hab ich mich dann endlich zur OP entschieden.

Spinalanästhesie, würde ich wiedermachen, auf der Aufwachstation war ich topfit, nicht so ein rumdämmern wie die anderen...Man sollte allerdings kein Problem damit haben, falls es mal etwas verbrannt riecht oder der Arzt doch recht heftig an einem rumzupft. Der Anästhesist hat aber ständig auf mich eingeredet was mich gut abgelenkt hat.

Entfernt haben sie mir dann ein Stück so etwa 9X2cm, also nicht riesengroß. Das Wundloch war dann letztendlich wohl halb so groß.

Ich hatte wirklich fast keine Schmerzen nach der OP, 5 Tage Krankenhaus, behandelt habe ich die Wunde nur durch tägliches Auspülen und einer sterilen Kompresse, die zwischen die Backen geklemmt wird :-)

Keine Kamillensitzbäder (sind aber sicher trotzdem sehr hilfreich).

Sitzen ging nach ein paar Tagen zwar vorsichtig, aber eigentlich ohne Probleme. Natürlich dauert es dann ein paar Wochen bis sich die Wunde schließt und man ist etwas eingeschränkt, aber es war nie richtig unangenehm oder schmerzhaft.

Die Zeit von 'Hohlraum fast zu' bis zu 'Wunde ist abgeheilt' zieht sich dann aber.

Heute habe ich 4 Jahre später keine Beschwerden, bis jetzt ist nichts nachgekommen. Wenn ich überlege, wie oft mich bei Entzündungen der Schmerz gepeinigt hat...

Kann nur empfehlen sowas zügig anzugehen.

Gute Besserung und Heilung an alle Betroffenen :-)

T$orinxo


Hallo alle

Bin auch ein Leidensgenosse. In den letzten Monaten habe ich immer wieder in diesem Forum gelesen, sodass ich bis gestern alle Einträge von Anfang bis Schluss durch hatte. Bin froh darum, dass man sich hier Erfahrungen und Ratschläge zu diesem Thema mitteilen und austauschen kann.

Angefangen hat es bei mir vor etwa vier Jahren mit dem üblichen Druckschmerz unterhalb des Steissbeines. Bin auch sofort zum Arzt deswegen, jedoch hat dieser und auch ein anderer, dies nicht als SF erkannt. In der Zeit hatte ich zweimal eine eitrige Entzündung an der Stelle, die beim ersten Mal durch den Hausarzt und beim zweiten Mal im KH ambulant mit vorherigem kleinem Schnitt herausgedrückt wurde. Schmerzen hatte ich dabei fast keine. Die Entzündungen selber waren auch nicht extrem schmerzhaft, eher unangenehm und störend beim Sitzen.

Im KH wurde das ganze dann als SF erkannt und ich wurde für eine OP mit offener Wundheilung aufgeboten. Die OP war dann am 12.04.05. Die herausgeschnittene SF wurde mir noch nach der OP gezeigt, war eigentlich nicht sehr gross. Im KH war ich insgesamt zwei Tage. Schmerzen hatte ich erst ab dem Folgetag der OP. Der Schnitt ist etwa 6x4x5 und geht bis direkt zum Anus hin. Da ist es unmöglich zu verhindern, dass Darmbakterien in die Wunde gelangen. Es ist eh schon eine mühsame Prozedur, sich nach dem Stuhlgang dort abzuwischen. Ich frage mich im Nachhinein, ob es wohl wirklich notwendig war, bis dorthin zu schneiden. Im KH hat man die Wunde nach kurzem Ausduschen dreimal täglich mit feuchten Kompressen zugestopft. Mit der Wundversorgung hat man mich dann ziemlich alleine gelassen. Der Chirurg gab mir einen Termin zur Kontrolle, der erst in fünf Wochen ist und er meinte, dass meine Freundin den Verbandswechsel vornehmen kann. Das geht ja aber kaum, da sie auch berufstätig ist und am Morgen früh raus muss und abends spät nach Hause kommt. Ich habe dann darauf bestanden, vom spitalexternem Pflegedienst (Spitex hier in der Schweiz) die Wundversorgung zuhause vornehmen zu lassen. Das klappt seit dem KH-Austritt auch bestens. Der Pflegedienst meinte, dass ein dreimal tägliches Ausduschen und die feuchten Kompressen jedoch nicht optimal wäre. Auf deren Rat hin habe ich mir dann Alginat-Kompressen-Streifen geholt (sind 44 cm lang und etwa 2 cm breit, kann man einfach auf die Wundgrösse zuschneiden und reinlegen). Das Herausnehmen dieser Kompressen ist überhaupt nicht schmerzhaft, meistens fallen die beim Ausduschen von selber heraus.

Am zweiten Tag nach KH-Austritt fingen die Schmerzen an zuzunehmen. Das ging dann soweit, dass ich kaum mehr noch laufen und nur auf der rechten Seite liegen konnte. Die Wunde hat gestunken und sah auch recht unschön aus. Die Ursache der heftigen Schmerzen war eine gerötete Schwellung am linken Wundrand. Zuerst hoffte ich, dass diese sich selber wieder zurückbilden würde. Nach ein paar Tagen ging ich dann aber zum Hausarzt. Der meinte, dass sich da eine Infektion gebildet hätte und gab mir eine Ladung Antibiotika und stärkere Schmerztabletten. Seither ist diese Schwellung kleiner geworden und die Wunde ist nun schön rosa, wie es für eine optimale Wundheilung sein sollte. Die Schmerzen sind nun nicht mehr so schlimm, Antibiotika muss ich jedoch weiterhin nehmen. Hoffe, dass die Schmerzen und die Schwellung ganz weggehen und die Wunde bald zuwächst.

So...das wäre mal ein Erfahrungsbericht meinerseits. Ich wünsche allen Betroffenen gute Besserung!

H$omeVr9x96


@ flachi:

In der Tat ist bei mir nochmal die Haut ein wenig eingerissen, war aber nur eine kleiner Pilzbefall was mit Creme nach 2 Wochen wieder ok war. Was es bei dir ist kann ich nicht sagen, geh am besten zum Arzt. Wie lange ist deine OP denn her?Wie lang schon zu?

@Torino:

Dir die Fistel gezeigt... wie sieht n so ne rausgeschnittene Fistel aus? würde mich wirklich interessieren

fzlachXi


@Homer996

Die OP war am 20.01.05, die Wunde ist zu seit 20.04.05.

War wirklich richtig glücklich, weil so ein Erfolg die letzten 3 Jahre nicht da war. Vor ner Woche klopften sich die Chirugen auch noch alle auf die Schultern und bekundeten das Ende. Tja, 1 Woche später...

Ich glaube einfach nicht an eine Fistel. Ich kann mir vorstellen, daß es dort bei einer frisch zugeheilten Narbe mal einreißen kann. Dort (am untersten Teil der Narbe, kurz vorm Anus) ist halt am meisten Bewegung drinn. Das Stück ist bei mir auch als letztes zugewachsen.

Mal sehen...

Man muß sich vielleicht auch mit sowas abfinden und damit Leben lernen. Die Chirugen haben es nach 5 OPs nicht hinbekommen, also werden sie es bei den anderen OPs auch nicht hinbekommen.

Gruß

Ralf

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