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Steißbeinfistel

k\asxka


tamponieren oder die Wunde auslegen

@amare

es kommt drauf an wie tief die Wunde ist,aber die Fuechtigkeit die entsteht,heilt schneller bzw hilft dem Heilungsprozess.als ich meinen doc gefragt habe,soll ich die Kompressen öfter wechseln,meinte er auf gar keinen Fall.es muss so sein,deswegen lasse ich auch so.aber wenn deine Wunde flacher ist,vielleicht behandelt man sie anders.

baden im See oder Schwimmbad schadet der Wunde, normales Wasser soll helfen.

ich bin gespannt,was der doc sagt,wenn er aus dem Urlaub zurück ist.

Gruss an alle

kaska

tqommya-22


das wasser soll die wunde heilen, damit sie sauber bleibt. sonst entzündet sie sich von neuem.

und die kompressen werden je nach wunde unterschiedlich verwendet. ich lege sie praktisch auch nur drauf, ein tampon war bei mir nur in der ersten woche nach der OP drin.

tpommy-"2x2


sorry, habe einen stuss geschrieben.

der erste satz sollte eigentlich heißen:

das wasser soll die wunde in erster linie nicht heilen, sondern säubern, damit sie sauber bleibt.

c6arteIs"ius


die ganze wahrheit :-) meine fistel und ich teil1 vor der op

Erlebnisbericht Sakraldermoid

Liebe LeserInnen. Dieser Erlebnisbericht soll euch eine Hilfe darstellen, falls ihr in die leidliche Situation kommt, an einem Sakraldermoid zu leiden. Ich werde meine Erfahrungen vor, während und nach der Operationszeit darstellen.

Was ist ein Sakraldermoid?

Es gibt verschiedene Bezeichnungen, ich verwende in Folge den Begriff Sakraldermoid, oder Steissbeinfistel.

Alles spielt sich in der Gegend zwischen dem Steissbein und dem After ab. Meistens befindet es sich am Steiss, dort wo die Pofalte beginnt, links oder rechts davon. Ursache eines Sakraldermoids ist entweder der sogenannte "Zwilling" oder sind schlicht und einfach nach innen gewachsene Haare. Der "Zwilling" sind Überreste eines nicht ausgebildeten Fötus. Es werden in diesem Fall oft z.B. Zähne gefunden. Betroffen sind daher Menschen, entweder von Geburt an, oder wenn sie jung, männlich, stark behaart sind. Vieles sitzen und schwitzen, so wie mangelnde Hygiene begünstigt in zweiterem Fall die Entstehung. Ist der "Zwilling" einmal operativ entfernt ist man davon geheilt. Ein durch Haare verursachtes Sakraldermoid kann immer wieder kommen, was meines Erachtens das größte Problem an der Erkrankung ist. Leider ist es in mehr als 75% der Fälle kein Zwilling. In beiden Fällen befindet bzw. bildet sich unter der Haut eine Abkapselung (Zyste), die entweder den Zwilling, oder Haare enthält. Das kann für längere Zeit unbemerkt bleiben. Da sich die Abkapselung jedoch entzündet, bzw. gegen den Fremdkörper wehrt, kommt es früher oder später zu beschwerden. Irgendwann spürt man leichte Stiche bei Druck auf die Haut und es bildet sich eine Beule. Es ist bei genauem hinsehen meist auch ein kleines stecknadelgroßes Loch erkennbar. In diesem Stadium kann sich im inneren ein Abszess bilden. D.h. die Abkapselung füllt sich mit Eiter, welches nicht abfliessen kann. Die Schmerzen sind unerträglich; nun braucht der Betroffene sofortige ärztliche Hilfe. Der Abszess muss geöffnet werden, damit das Eiter abfliessen kann. Eine Operation ist dann, sobald die Entzündung zurückgeht, angesagt. Es muss aber nicht zu einem Abszess kommen. Die Beule kann sich auch zu einer Fistel entwickeln. Nach mittelmässigen Schmerzen geht die Beule auf, Sekret und Eiter fliesst aus. Erleichterung. Eine Fistel sieht aus wie eine größere ca. 1,5x1 cm große Warze, dunkelrot. Die Abkapselung hat sich einen Gang nach außen gebildet damit das Eiter ständig abfliessen kann. Meistens bilden sich dazu auch noch Fistelkanäle. Das sind kleine Löcher in der Pofalte, Richtung After, aus denen ebenfalls Eiter abfliessen kann. Nun spricht man von einer chronischen Fistel, die, solange, Eiter abfliessen kann, eigentlich keine Schmerzen bereitet. Es besteht aber die Gefahr, dass sich Kanäle Richtung After oder Darm entwickeln, wodurch organische Entzündungen entstehen können, eine größere Operation mit unangenehmen Folgen, wie Verletzung des Schliessmuskels, notwendig werden kann. Soviel zum allgemeinen Teil.

cxarteMsius


teil 1 einleitung

Erlebnisbericht Sakraldermoid

Liebe LeserInnen. Dieser Erlebnisbericht soll euch eine Hilfe darstellen, falls ihr in die leidliche Situation kommt, an einem Sakraldermoid zu leiden. Ich werde meine Erfahrungen vor, während und nach der Operationszeit darstellen.

Was ist ein Sakraldermoid?

Es gibt verschiedene Bezeichnungen, ich verwende in Folge den Begriff Sakraldermoid, oder Steissbeinfistel.

Alles spielt sich in der Gegend zwischen dem Steissbein und dem After ab. Meistens befindet es sich am Steiss, dort wo die Pofalte beginnt, links oder rechts davon. Ursache eines Sakraldermoids ist entweder der sogenannte "Zwilling" oder sind schlicht und einfach nach innen gewachsene Haare. Der "Zwilling" sind Überreste eines nicht ausgebildeten Fötus. Es werden in diesem Fall oft z.B. Zähne gefunden. Betroffen sind daher Menschen, entweder von Geburt an, oder wenn sie jung, männlich, stark behaart sind. Vieles sitzen und schwitzen, so wie mangelnde Hygiene begünstigt in zweiterem Fall die Entstehung. Ist der "Zwilling" einmal operativ entfernt ist man davon geheilt. Ein durch Haare verursachtes Sakraldermoid kann immer wieder kommen, was meines Erachtens das größte Problem an der Erkrankung ist. Leider ist es in mehr als 75% der Fälle kein Zwilling. In beiden Fällen befindet bzw. bildet sich unter der Haut eine Abkapselung (Zyste), die entweder den Zwilling, oder Haare enthält. Das kann für längere Zeit unbemerkt bleiben. Da sich die Abkapselung jedoch entzündet, bzw. gegen den Fremdkörper wehrt, kommt es früher oder später zu beschwerden. Irgendwann spürt man leichte Stiche bei Druck auf die Haut und es bildet sich eine Beule. Es ist bei genauem hinsehen meist auch ein kleines stecknadelgroßes Loch erkennbar. In diesem Stadium kann sich im inneren ein Abszess bilden. D.h. die Abkapselung füllt sich mit Eiter, welches nicht abfliessen kann. Die Schmerzen sind unerträglich; nun braucht der Betroffene sofortige ärztliche Hilfe. Der Abszess muss geöffnet werden, damit das Eiter abfliessen kann. Eine Operation ist dann, sobald die Entzündung zurückgeht, angesagt. Es muss aber nicht zu einem Abszess kommen. Die Beule kann sich auch zu einer Fistel entwickeln. Nach mittelmässigen Schmerzen geht die Beule auf, Sekret und Eiter fliesst aus. Erleichterung. Eine Fistel sieht aus wie eine größere ca. 1,5x1 cm große Warze, dunkelrot. Die Abkapselung hat sich einen Gang nach außen gebildet damit das Eiter ständig abfliessen kann. Meistens bilden sich dazu auch noch Fistelkanäle. Das sind kleine Löcher in der Pofalte, Richtung After, aus denen ebenfalls Eiter abfliessen kann. Nun spricht man von einer chronischen Fistel, die, solange, Eiter abfliessen kann, eigentlich keine Schmerzen bereitet. Es besteht aber die Gefahr, dass sich Kanäle Richtung After oder Darm entwickeln, wodurch organische Entzündungen entstehen können, eine größere Operation mit unangenehmen Folgen, wie Verletzung des Schliessmuskels, notwendig werden kann. Soviel zum allgemeinen Teil.

cJartjesxius


teil 2 die op

Die Operation:

Aus verschiedenen Gründen möchte ich über das Krankenhaus und die Ärzte anonym schreiben. Die Tage vor der OP war ich kaum nervös, weil ich wusste, dass es sich um einen relativ unkomplizierten Eingriff handelt. Ich war nur bis zuletzt am Zweifeln, ob denn überhaupt eine OP notwendig wäre. Ich hatte schliesslich keine Schmerzen, sondern bloss eine leichte Sekretabsonderung. Allerdings gab ich täglich zweimal Wundsalbe drauf und reinigte die Stelle gründlichst. Ich musst früher als gewohnt aufstehen, da ich um 7:30 im Krankhaus zu sein hatte. Eine Blutabnahme fand bereits bei der Erstuntersuchung in der Ambulanz statt. Am Tag der Aufnahme, 19.7. war auch die OP geplant. Ich kam in ein Zimmer mit zwei jungen Burschen. Eines vorweg, die Schwestern in diesem Krankhaus waren immer supernett und ein echter Segen. Danke. Es kam noch kurz ein Chirurg zu mir, dem ich Fragen stellte. Er meinte, die OP wird nur gemacht wenn ich es will, aber die Fistel würde immer mehr Beschwerden machen. An dieser Stelle fällt mir ein, dass ein anderer Chirurg zu mir meinte, manche Menschen laufen ein Leben lang mit so einer Fistel herum. Ich unterschrieb also die Patienteneinverständnis. Dann ging ich weiter zum Anästhesisten. Ihm zeigte ich frühere Befunde meine Schilddrüse betreffend. Mein TSH ist zu niedrig, die Schilddrüse aber an und für sich gesund. Der Anästhesist klärte mich auf über die Art der Narkose und die Risiken. Es kam nur Vollnarkose in Frage, da die Lokalanästhesie nicht genug wirken würde, so er. Außerdem würde ich mich am Bauch liegend in einer äußerst unangenehmen Lage befinden. Allerdings musste ich für die Vollnarkose intubiert werden, da man am Bauch liegend keine Sauerstoffmaske tragen kann. Intubiert bedeutet, dass ein Schlauch in die Lungen eingeführt wird. Daher war es wichtig, nüchtern zu sein. Erbrechen wäre ganz schlecht, wenn man intubiert ist. Das machte mir Sorgen, weil mir ein wenig Übel war zu der Zeit. Bei der Vollnarkose erschlafft die Atemmuskulatur und man muss beatmet werden. Der Anästhesist kontrolliert ständig EKG, Blutdruck, und Sauerstoffgehalt im Blut, und reguliert die Beatmung optimal. Das ist purer Sauerstoff. Mhhh, lecker ;-) Mein Risikoprofil für eine Vollnarkose bezeichnete er als altersgemäß völlig normal. Komplikation sind beinahe auszuschliessen. Der Arzt nahm sich Zeit und das fand ich sehr gut. Vorweg: Keine Angst vor der Vollnarkose. Das ist funktioniert heutzutage sensationell.

Zurück im Zimmer sagte mir die Schwester, dass ich noch früher als geplant operiert werde. Sie musste mir allerdings noch den Ar*** rasieren. Gesagt, getan. Anti-Thrombosenspritze, Stützstrümpfe. Rein ins Bett, und ab in den OP. Es war nun ca. 9.15. Dort bekam ich eine nette Haube. Es wurde eine Infusion angeschlossen. Die OP Helfer stellten sich vor und sagten mir nochmals, sie hätten alles hier was man braucht, es könne nichts schief gehen. Ich würde nun bald einschlafen, sie sagen mir wann. Tatsächlich, sagte mir dann eine Helferin: So nun schlafen sie schön. Ich spürte einen leichten krampfartigen Schmerz in der Brust für ca. 2 Sekunden, sah noch wie man mir eine Atemmaske aufsetzte und war im Land der Träume. Im Tiefschlaf wurde ich dann intubiert und auf den Bauch gedreht, davon habe ich natürlich gar nichts mitbekommen, zum Glück.

Als ich die Augen aufschlug schob mich gerade eine Schwester in den Aufwachraum. Ich kann mich erinnern, das erste was ich sagte war: Juhu, meine Zähne sind noch da. Aber ich kann nicht lachen. Ich wollte unbedingt lachen, aber meine Gesichtsmuskeln waren noch etwas gelähmt. Dann fragte mich die Schwester ob ich gut geschlafen hätte. Ich sagte, ja und das ich geträumt habe. Sie fragte was. Ich sagte von Kos. Sie fragte ob ich schon mal dort gewesen war, ich antwortete, ja zweimal. Dabei war ich aber nicht bei vollem Bewusstsein. Aber ich hatte den Drang zu reden und war sehr gut gelaunt. Das liegt angeblich an den Medikamenten. Dann lag ich im Aufwachraum. Ich bekam noch eine Schmerzinfusion angehängt. Wieder verspürte ich einen kurzen Schmerz in Brust, Schulterbereich. Dann lag ich ruhig da, war gut gelaunt, und schlummerte eine wenig. Rund um mich schliefen noch einige Patienten. Anscheinend wird da wie am Fliessband operiert. Den Leuten neben mir mussten sie zureden, aufwachen, aufwachen. Ich hörte wie eine Schwester etwas von einem Joghurt und 10:30 sagte. Das dürfte also die ungefähre Zeit gewesen sein, da bin ich aber schon einige Zeit im Aufwachraum gelegen. Die OP dauert ja angeblich nur 20 Minuten. Dann kam noch mal der Anästhesist zu mir und fragte wie es mir ginge. Ich sagte: Super! Das war sicher übertrieben. Und er: Hab ich ihnen ja gesagt! Irgendwann, schlechtes Zeitgefühl wurde ich dann von einer Schwester in mein Zimmer geschoben. Dort bekam ich eine weitere Infusion. Ich glaube eine Art Zuckerlösung mit Vitaminen. Dann schlummerte ich eine Weile vor mich hin, und versuchte ein wenig zu lesen. Ich hatte auch leicht erhöhte Temperatur, ca. 37,5. Das blieb, meistens Morgens um die 37. Kein Grund zur Sorge. Irgendwann kam die Schwester und wollte mit mir aufstehen probieren, und es funktionierte, nur ein wenig schwindlig. Als ich dann stand tropfte plötzlich Blut aus dem Verband auf den Boden. Es ging durch den Verband. Dann mussten sie mir einen neuen anlegen. Die Blutungen am ersten Tag sind normal. Am zweiten Tag waren sie bereits weg. Die Narkose hat also so gut wie keine Nachwirkungen. Ich durfte aber noch nichts Essen oder Trinken. Erst am Abend, und da hatte ich schon wieder Hunger, ohne Probleme. Ich hatte zwei kleine Schürfer an der Innenseite der Unterlippe, das dürfte vom Sauerstoffschlauch sein. Das bemerkte ich erst am Abend. Aber alles kein Problem. In der Wunde hatte ich eine Tamponage. In der Nacht haben sie mir öfters eine neue Binde angelegt. Schmerzmittel brauchte ich bis dahin keine. Am nächsten Tag zog der Arzt die Tamponage, was mir keinerlei Schmerzen bereitet, legte eine frische ein mit ein wenig Betaisodona. Am dritten Tag begann ich mit Sitzbädern mit Kamillosan. Die Tamponage kam raus. Es wurde nur die Wunde ausgetupft, damit kein Sekret oder Wasser drinnen steht. Und am vierten Tag konnte ich nach Hause gehen. Bis dahin hatte ich komischerweise kaum Schmerzen, und bekam auch keine Medikamente. Dann fingen es doch an zu Schmerzen und ich liess mir ein Rezept für Seractil forte mitgeben, wovon ich täglich 3x ½ nahm, und das reichte gegen die Schmerzen. Der Arzt sagte mir, ich solle die Wunde sauber halten, und Sitzbäder machen, das ist alles. Die Heilung dauert ein Monat bis 10 Wochen. Sitzen konnte ich natürlich noch nicht. Im Krankenhaus bin ich entweder gelegen oder herumgegangen. Was mit der Zeit schon langweilig wurde. Ausserdem ist es mitten in der Stadt. Ich freute mich also schon auf zu Hause. Ich wurde also postoperativ komplikationslos entlassen und hatte mich 3 Tage später in der Ambulanz wieder zu melden.

ccarteHsius


teil 3 nach der op

Nach der Operation:

Es ist nun genau eine Woche her seit ich operiert wurde. Ich war bereits einmal in der Ambulanz um die Wunde kontrollieren zu lassen. Und muss diese Woche nochmals. Die Wunde ist bisher in Ordnung, ich muss nur schauen, dass kein Sekret oder Wasser in der Wunde steht. Es wurde mir empfohlen, einen Tupfer in die Wunde zu falten.

Bevor es nach Hause ging, musste ich Kamillosan für die Sitzbäder, Seractil gegen die Schmerzen, und sterile Tupfer besorgen. Zuhause ging dann das ganze Prozedere los. Ich habe zum Glück momentan zwei Menschen um mich, die mir helfen, die Wunde zu reinigen, auszutupfen, Wäsche zu waschen etcetere. Ohne Hilfe ist es sehr mühsam. Mit Hilfe ist es aber auch noch mühsam genug. Die Wunde selbst wollte ich anfangs nicht sehen, nach drei Tagen siegte aber die Neugierde. Also betrachtete ich sie vor dem Spiegel. Wenn man normal dasteht sieht man gar nichts. Wenn man die Pobacken auseinanderzieht sieht man einen Schnitt, wenn man weiterzieht ist dort ein Loch. Ich habe die Wunde nicht ausgemessen, aber es bleibt genug Abstand zum After und das ist wichtig. Auch ich konnte das nie glauben, von anderen Beschreibungen her, aber es ist leider so groß und tief. Meine Helfer haben mir gesagt, dass sie es sich schlimmer vorgestellt hätten, und gemeint man sähe am Grund auch ein kleines Stück den Steissknochen. Brutal? Makaber? Ja, aber man akzeptiert es. Ein großes Problem ist sicherlich das Selbstmitleid, das man hat, wenn man nur daran denkt, mit so einem offenen Loch herumzulaufen. Und ich kapiere nicht ganz warum man nicht innherlab weniger Stunden eine Blutvergiftung bekommt, oder Antibiotika braucht. Ich habe nichts dergleichen bekommen. So sehen meine Tage aus. 9 Uhr aufstehen, Frühstücken, Schmerztablette, Stuhlgang, aufpassen beim auswischen, sehr blöd wird es bei schwerem Durchfall. Wunde ausbrausen, zehn Minuten Sitzbad. Wunde austupfen, eventuell einen Tupfer reingeben. Binde drüber. Fertig. Man ist ja noch müde, kann aber nur liegen und gehen. Also versuche ich Zeitung zu lesen oder ein wenig im Garten herum zu gehen. Mittagessen um 13. Dann spürt man schon wie sich die Binde vollgesaugt hat. Also die Wunde produziert wirklich sehr viel Wundsekret die ersten Tage, das hat einen eigenen Geruch, der aber nicht stinkt. Um ca. 15 Uhr gehe ich wieder brausen, austupfen. Schmerztablette einwerfen. Wenn man keine nimmt, ist es vielleicht auch auszuhalten, aber nachdem sie entzündungshemmend sind und fiebersenkend, nehme ich sie. Es ist ein dumpfer Schmerz, der tiefgehend, eigentlich bis an den Steissknochen geht. Vor allem tut mir auch der rechte Gesässmuskel weh, wenn ich in anspanne, wie bei einem sehr starken Muskelkater. Die Binde wechsle ich so oft es nötig ist, also wenn sie zu feucht wird. Schön langsam kann ich sitzen, wenn ich mir ein großes Handtuch zu einem Hufeisen zusammenrolle und mich wie auf einen WC Deckel draufsetze. Dort sitzt man überhaupt am besten ;-) Beim Gehen habe ich kaum Probleme, schlafen tu ich auf der Seite. Angeblich sollen das Sitzen und die Schmerzen nach rund zwei Wochen besser werden. Also muss ich noch eine Woche leiden. Sonst kann man nur eines machen, konsequent durchhalten und das Selbstmitleid bleiben lassen, es bringt nichts.

Nachtrag, 31.7.05

Man merkt nun schon eine deutliche Verkleinerung der Wunde. Ich kann fast normal sitzen und habe kaum Schmerzen. Wenn ich schwitze kommen allerdings mehr Schmerzen. Dann heissts wieder ausduschen, und saubere Kompresse rein, damit das Wundsekret aufgesaugt wird und nicht "stehen" bleibt. Ich war auch vor 2 Tagen wieder zur Wundkontrolle, und es sieht alles wunderbar aus, so der Oberarzt. Also wenn das Ding nicht wieder kommt, dann ist wirklich alles halb so schlimm. Und ich glaube es kommt nicht mehr. Weil, warum ist es zum ersten mal erst nach 25 Jahren aufgetreten? Bin jedoch über jegliche Tipps zur Vermeidung hoch erfreut.

cIar5tesxius


teil 4 fazit

FAZIT:

Erstens muss ich sagen, dass ich nun erst eine Woche operiert bin. Ich muss also noch abwarten wie sich die Sache entwickelt. Aber einiges kann ich bereits beurteilen. Meine große Frage bleibt bis dato: War es richtig, diese Fistel radikal operieren zu lassen? Ich hatte mit der Fistel keine Schmerzen, es kam immer etwas Sekret (Eiter?) heraus, ich habe täglich Wundsalbe draufgegeben. Mir hat ein Chirurg gesagt, es gibt Leute, die laufen ihr Leben lang mit einer Fistel herum. Vor allem wenn sie schon chronisch ist, und sich Fistelgänge, zum Abfluss des Sekrets gebildet haben, ist es unwahrscheinlich, dass sich noch ein Abszess bildet. Es ist aber möglich, und es ist möglich, dass sich weitere Kanäle bilden, die auch zu Organen, vor allem dem Dickdarm, Mastdarm, führen. Man muss auch davon ausgehen, dass die Fistel einen chronischen Entzündungsherd darstellt, was allgemein schlecht für den Körper ist. Bei einer Fistel, die sich nur in Form einer Beule äussert, kann sich ein Abszess bilden, sie kann aber auch ohne Probleme zu machen, so bleiben. Eines steht fest, wenn ein Abszess entsteht, dann kommt der Notarzt auf seine Kosten.

Ich habe mir auch gedacht, dass ich momentan gut in Schuss bin, und Zeit habe mich zu kurieren. Was ist, wenn man später eine andere Erkrankung hat, und zu dieser zusätzlich die Fistel akut wird? Dann ist es wirklich blöd. Ohnehin denke ich mir, dass so eine Fistel OP für chronisch kranke oder alte Menschen eine irrsinnige Belastung sein muss. Zum Glück sind ältere Menschen seltener betroffen als junge männliche, aufgrund der starken Behaarung. Und hier ist das nächste Problem, wer einmal eine Fistel hatte, kann sie jederzeit wieder bekommen. Wenn das alle zehn Jahre ist, zahlt sich eine OP aus. Aber jährlich, dieses Prozedere auf sich zu nehmen, das wäre Wahnsinn. Allgemein liegt das Problem nicht bei der OP. Das ist ein Routineeingriff an einer Stelle, die durchaus als unheikel zu bezeichnen ist. Das Problem ist die ewig lange Wundheilung, die wirklich größte Disziplin vom Patienten verlangt. Vor allem junge Menschen, die mitten im Beruf oder Studium stehen, müssen damit rechnen, dass sie für 2-4 Wochen sehr eingeschränkt sind und dann weitere 6 Wochen eingeschränkt in ihrer Freizeitgestaltung sind. Dauerhafte Haarentfernung verringert das Risiko einer erneuten Fistelbildung. Ich werde mir diese große Investition wahrscheinlich leisten. Diesen Sommer habe ich genug Geld, durch die geplatzten Reisen, gespart. Eine Operation würde ich nur mehr machen, wenn die Fistel eine nachweisbare Gesundheitsgefährdung darstellen sollte. Aber nicht weil sie lästig ist, weil sie wie gesagt ohnehin wieder kommen kann. Es wäre gut sich an einen Spezialisten auf diesem Gebiet wenden zu können. In der Chirurgie scheint das Fistelproblem allerdings eher ein uninteressanter Routineeingriff zu sein, der keiner weiteren Forschung bedarf. Wie sonst kann es sein, dass einem einfach ein Loch reingeschnitten und offengelassen wird? Das hätte man auch vor 300 Jahren machen können. Niemand braucht sich wegen dieser Sache zu schämen, sie kommt öfter vor als man denkt. Ich hoffe die Medizin findet bald einen besseren Weg um diese lästige Sache in den Griff zu bekommen.

Das wars vorerst mit meinem ausführlichen Bericht, ein weiterer folgt in einigen Wochen, sobald sich mehr über den Verlauf sagen lässt. Ich bin gern bereit auch über email Fragen zu beantworten bzw. Tipps zu bekommen. cartesiusmail@yahoo.de

Ich verbleibe mit Lieben Grüßen an alle Leidengenossen und Innen,

Mit freundlichen Grüßen

cartesius

MqediHo)n22


Tach zusammen,

Habe mir nun mal alles durch gelesen und muß sagen es tat gut die erfahrungen von euch zuhören.

Bei mir wurde letzte Woche Mittwoch Ambulant eine Steißbeinfistel entfernt. Hatte nie Schmerzen doch Weihnachten letzten Jahres ist sie geplatzt war dann bei insgesamt 4 Ärzten und keiner konnte mir sagen was das ist ! Bis zum jetzigem Chirugen.

Habe gelesen das die meisten das Reinigen sollen und aus Duschen.

Davon hat mir mein Arzt nichts gesagt ich soll nur alle 2 Tage zum Wechseln kommen.

Nun noch mal meine Frage wie lange dauert es denn eigentlich bis das "Loch" zu gewachsen ist!

Und was kann man machen damit es So Schnell wie möglich heilt ???

r<aHusdamiHt


@medion

au backe - zu weihnachten ?

und dann noch erst der 4. - der wusste dann, was es ist ? hmmm :-/

also in absoluter kurzfassung:

- ausduschen ist prima: strahl nicht zu hart, wasser lau (nicht heiss), eher kühl

- anästhesin 25% ist eine angenehme hilfe, sich selbst mit ES komressen die wunde zu verbinden, da der bestandteil vaseline das tut, was jeder denkt, wenn er den namen hört - und zudem eine leicht lokal betäubende wirkung es erleichtert, sich die kompresse wirklich tief genug "einzuführen"

- glaub mir, "so schnell wie möglich" ist nicht das, was du willst: schnell und "sicher" schon eher. realistisch betrachtet solltest du in etwa mit einem vierteljahr rechnen. eher leicht darüber. elementar ist, daß jemand erfahren und exakt den heilverlauf überwacht und auch eindämmt / korrigiert. das geht mit ätzenden wirkstoffen. "füssiger höllenstein" sozusagen, per pinsel aufgetragen. es ist zu vermeiden, daß obere schichten schneller zusammenwachsen, als sich gewebe von unten bilden konnte. es ist relativ einfach zu veranschaulichen... glaub es. und vorzügliche hautregeneration nützt dir nix, wenn es darunter klafft...

- a) Doc deines vertrauens

- b) Vertrauen in dich selbst

- c) wundhygiene / kein stress

(vereinfachend zusammegefasst)

*:) gute besserung !

Awnddi Kx.


@Medion22

Das kommt ganz auf die größe deines "Lochs" an!

Auch dein Lebenswandel wirkt sich auf die Heilung aus und natürlich die Qualität deines "Heilfleisches".

Generell kann man sagen:

Je größer das Loch, desto länger der Heilprozeß. :)D :)D :)D

Außerdem gilt:

Wer raucht und/oder trinkt der braucht länger für die Heilung als strikte Abstinenzler! Sagt man! :-/ :-/ :-/

Mein Chirurg ist von meinem Heilfleisch ganz begeistert und ich rauche genauso wie vor der OP. Also scheint das bei mir wohl nicht so ganz zuzutreffen. Ich bin am 20.07. operiert worden und hatte/habe ein Loch von ca 8x4x4 cm. Die Fläche hat sich bis heute kaum verändert - wie auch wenn durch die Tamponade ein zuwachsen verhindert wird. %-|

Die Tiefe sei schon erheblich verringert, sagte er heute Morgen. :)^ :)^ :)^

Er schätzt daß es sich bis Mitte diesen Monats geschlossen haben könnte. Wenn erst mal die Tiefe vom Gewebe aufgearbeitet ist, geht die Heilung der Fläche dann ganz schnell - meinte er. Sollte dies der Fall sein - ich wills mal hoffen - dann habe ich ca 4 bis 5 Wochen gebraucht. Ich denke das diese Zeit "Normal" ist. Aber was ist heute schon noch normal?! 8-)

Greetz

Hasenfuß Andi

S#choxs


Bilanz nach 10 Tagen

Also seit der OP sind nun 10 Tage vergangen. Aber von vorn...

Am 22.7.05 wurde ich operiert. Am nächsten Tag entlassen mit den Worten: "Alles sah so gut aus, daß wir die Wunde zu genäht haben". Prima dachte ich und ging heim. Am Montag darauf, konsultierte ich meinen Hausarzt, der mir das erste Mal den Verband wechselte und mich über einiges aufklärte:

1. Die Wunde ist ca. 15 cm lang.

2. Für Chirurgen ist es immer verlockend die Wunde zu zunähen, wenn es gut aussieht. Daß aber diese dann einfach ohne weiteres heilt, ist sehr unwahrscheinlich.

Am Dienstag dachte ich, mir täten die Beckenknochen vom rumliegen weh, aber das war ein Irrtum. Es war ein Gefühl, als hätte ich ein Prellung an beiden Pobacken. Das kam aber nicht vom rumliegen. In der Wunde hatte sich Wundsekret gebildet und etwas Druck aufgebaut, so daß es durch die Naht nässelte. Der Doc musste ein kleines Stück der Naht öffnen, damit das Wundsekret abfließen konnte. Das gleiche Spiel wiederholte sich am Mittwoch. Er musste nochmals ein kleines Stück, diesmal etwas weiter unten öffnen. Seit her habe ich zwei kleine, etwa 2 cm im Durchmesser, Löcher drin, aus denen immer wieder Flüssigkeit läuft. Alle paar Tage wird mit Wasserstoff und Beta ausgespühlt. Dabei entsteht reiner Sauerstoff, der die Bakterien bzw. Keime abtötet. Der Doc ist sehr zufrieden, alles sieht schon sehr gut aus und ich bin wieder zuversichtlich, daß ich in zwei Wochen mit auf die geplante Bergtour in den Ötztaler Alpen gehen kann.

Nun noch zu dem, was viele Leser hier interessiert: Tat das alles weh?

Nein! Von richtigen schmerzen kann ich nicht berichten, was natürlich auch an den Medikamenten lag (Voltaren Resinat, sehr zu empfehlen). Das ziehen der beiden Fäden hat etwas gezwickt. Wenn der Doc mit seiner Pinsette in den Löchern rum stochert spür ich das nicht. In die Löcher wurden immer 5er Kompressen zusammen gerollt und hinein gesteckt, damit das Loch nicht zu wächst und ich spürte das nicht. Gar nicht! Was am meisten "weh" tat, war mit der Zeit die ewige Herumliegerei, aber das ist nun auch passé. Also keine Bange. Der Bereich da hinten ist allgemein relativ unempfindlich. Die Angst vor der OP und dem was danach kommt, hat sich bei mir als völlig unbegründet heraus gestellt, bis jetzt.... to be continued!

MWedsioxn22


So groß ist mein ja uch nicht soll 2*2 cm groß sein also ein schönes Quadrat ich habe eigentlich das glück das Wunden bei mir immer realativ schnell zuwachsen!

Naja schmerzen hab ich schon leichte wenn ich z.B. auf den Rück liegen will. aber sonst geht es eigentlich nur Auto fahren kann ich nicht und das Brauch nun leider für mein beruf.

Sbchxos


@Medion22

Also auf dem Rücken liegen is bei mir auch recht unangenehm, aber ich machs halt nicht ;-)

M&edikonx22


So war vorhin beim Arzt und der hat gesagt das alles gut heilt!

Und es wird wohl so in 2 bis 3 Wochen zu gewachsen sein !

Er ist sehr zufrieden !

So langsam geht das normal sitzen und das auf dem Rück liegen auch schon wieder !

Geht dann alles besser als ich gedacht habe!

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