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Steißbeinfistel

HPenryx70


@ Endless81

> Hallo Ihr Süßen!

huhu

> Befinde mich kurz vor dem Herzkasper, weil ich auch ne OP vor mir habe .

Alles halb so wild!!

> 1. OP direkt im Frühjahr oder warten, ob ich Glück habe

> und sie sich die nächsten 5 Jahre nicht mehr muckst?

ich würde dir empfehlen, die OP nicht zu lange herauszuzögern.

Mach es im Frühjahr. Nicht im Sommer.

> 2. OP einfach so oder warten, bis sie wieder entzündet

> ist, damit es sich lohnt?

so richtig gefechtsmäßig ?

Nein danke, lieber operieren lassen wenns nicht akut ist.

Ist für beide Parteien angenehmer.

> 3. Ich entscheide mich auf jeden Fall für offene

> Wundheilung, obwohl mein Mann mit dem Nähen Glück hatte.

Ist auch besser.

> Wie sieht die Wunde aus? Ein großes, blutiges Loch in

> meinem Rücken?

ja, so ungefähr.

Rot ist es, aber nicht blutig.

Sollte es jedenfalls nicht.

Klar wird auch etwas Blut abgesondert,

aber wenn du den Verband entfernst, wirds nicht rausströhmen.

> Wie überwindet man sich, da einen

> Wasserstrahl rein zu halten?! Wie fühlt es sich an?

Kommt auf das Wundstadium an.

Bei mir war es super witzig, weil es gekitzelt hat ;-)

Das war eigentlich ganz angenehm.

> Brennt es ständig?

Bei mir nur die erste Woche nach dem post-operativen Tag.

> Wie schlimm ist das Tamponadenwechseln

> wirklich?

Ist bei fast jeden Patienten anders.

Einige schreien vor Schmerzen, die anderen

liegen immer noch auf dem Bauch und warten, bis

die Tamponaden gezogen werden.

Weil sie absolut nichts gemerkt haben.

> Wie macht man das, wenn man keinen Mann

> hat?

Entweder der Hausarzt, guter Freund/in, Oma, Mama oder

Pflegedienst.

> Ich sterbe schon fast mit meinem 1cm Schnittchen. Wie

> soll ich das schaffen?

Wenn alles überstanden ist, wirst du drüber lächeln!

Beste Genesungswünsche

Henry

Meauricxe


@ Endless81

Ich stimme Henry zu. Du beschreibst das du Fistelausgänge hast (die 3 kleine Löcher) und daher glaube ich das ein Hoffen auf Besserung vergebens ist. Wenn die sich erst mal gebildet haben, geht die Fistel auch nicht mehr weg. Die Anstände zwischen den "Ausbrüchen" werden dann immer kürzer, bis du dich für die OP entscheidest. Geh aber leiber zu früh als zu spät hin!

Ich mag keine Ärzte und schon gar nicht irgendwelche OP's, aber die Fistel wegschneiden zu lassen war bisher meine beste "medizinische" Entscheidung. Der Eingriff verlief bei mir simpel. Die Nachbehandlung war zwar psychisch unangenehm (welcher Mann legt seinen nackten aufgeschlitzten Arsch schon gerne vor irgendwelchen hübschen Arzthelferinnen auf den Tisch? ;-D ) aber von den körperlichen Schmerzen her war das harmlos.

Den ersten und einzigen Tamponagenwechsel habe ich kaum mitbekommen. Da liegt vieles an den Fähigkeiten des Arztes. Meiner hat die Ränder intensiv mit 'ner Kochsalzlösung bewässert, damit sich der Verband einfacher löst. Die Wunde selber hat dermaßen genäßt, daß die Mulden da eher schon von selbst rausflutschten.

Auch das Fädenziehen nach einer Woche habe ich nicht gemerkt. Wenn der Arzt nicht gesagt hätte das es vorbei wäre, würde ich heute glauben er hat sie nie gezogen.

Der Verbandwechsel geht auch ziemlich gut selber. Zuerst wollte ich den von Anfang an selber machen. Das rate ich aber allen ab! Man hat sich noch nicht sosehr mit der Idee des großen Loches am Hintern angefreundet, und ist dann doch ziemlich ängstlich und sehr vorsichtig. Dabei kommt es darauf an die Wunde bis gaaaaaaanz unten mit Mulden auszustopfen, damit sie richtig abheilen kann. Anfangs ist man doch sehr vorsichtig und schiebt lieber etwas weniger rein als sein muß. Später wenn die Wunde kleiner ist und man besser damit klar kommt, kann man selber die Mulden einlegen. Das ist sogar besser denn man merkt dann noch weniger davon.

Ich habe den Verbandwechsel nach 2 Wochen selber gemacht, Bis dahin war ich 3x die Woche zur Kontrolle eh beim Arzt und die anderen Verbandwechsel hat meine Freundin während dieser Zeit erledigt.

Der Arzt meinte nach dem Tamponagenwechseln (2. Tag nach der OP) das ich jetzt die Wunde kräftig ausspülen sollten. Und zwar mit dem härtesten Strahl welcher der Duschkopf hergeben würde. Da wurde mir schon etwas anders. Ich hatte Angst was zu verletzten. Aber nach dem zögerlichen 4. Versuch ging es dann. Man sollte halt ein wenig aufpassen am Anfang aber dann ... Es ist ja sehr wichtig die Wunde richtig zu säubern bevor der neue Verband drauf kommt. Und mit der Dusche hat das immer hervorragend geklappt.

Und wenn man sich immer so säubert, kommt man auch mit der "ekelhaften" Wunde gut klar. Mich hat es nie gestört und da es von uns ja erschreckend viele gibt, müssen wir uns nicht schämen. Wir können ja auch nichts dafür, denn die Fistel entstehen nicht wegen unserer schlechten Körperpflege oder unserem ungesunden Nahrungsstill.

Fazit: geh zum Arzt. Lasse es wegmachen. Und dein erfahrener Freund kann dir die Wunde sicherlich verbinden.

Gute Besserung!

M2auriZcxe


@ Jow

Also ich habe das Sekret noch nie aufgefangen um zu messen wieviel raus kommt. ;-)

Aber eine ganze Tasse erschient mir ziemlich viel. Wenn die Fistel aufplatzt kann es sein das viel Sekret auf einmal frei kommt, aber ob es für eine Tasse reicht? Bei mir allenfalls noch nicht. Ich kenne aber jemanden den hat man mit dem Krankenwagen in's KH gefahren weil die Fistel dermaßen groß war, daß er sich kaum noch bewegen konnte. Die Fistel war also sehr groß geworden ohne zu platzen. Nach der OP konnte er locker seine geballte Faust (er hat verdammt große da Bauarbeiter) in die Wunde legen. Ich kann mir gut vorstellen, daß bei solchen Extremfällen auch mal mehr als 100ml Sekret zusammen kommen.

Normalerweise näßt die Wunde nur. Dabei läuft mehr oder weniger ständig etwas aus den Fistelgängen ab. Das reicht aber nur für 'nen unangenehmen Streifen in der Unterhose.

Es kommt also auf die Größe der Fistel an und welchen Zustand du meinst.

CddeBO-Fxan


bei mir keine OP - Möglichkeiten einer Fistelbildung

kurze Vorgeschichte: 52 Jahre alt. Fistel seit 1974. Nie Sekret. 2 x mit Tabl. Entzündung abgeheilt. Jetzt spür ich wieder was, aber noch kein Schmerz.

Ich war zunächst beim Hausarzt und der hat mich zum Proktologen (Arzt für Popo) und nicht zum Chirurgen überwiesen. Er meinte, es solle erst abgeklärt werden, ob die Fistel auch am Darm hängt und nicht nur am Steiß.

Der Arzt kam zu dem Ergebnis, dass ich nicht die Fistel spüren kann, da ich nichts spüre, wenn er von außen oder vom Darm aus draufdrückt. Er hat den Enddarm untersucht und 2 Hämorrhoiden festgestellt und mit einem Gummiband abgebunden, sodass sie in den nächsten Tagen abfallen werden. Bei dieser Behandlung spürte ich den Druck, den ich kannte und von dem ich dachte, er käme von der Fistel. Der Arzt hat mir von einer OP abgeraten, da die Fistel durchaus immer ruhig bleiben kann bis an mein Lebensende.

Zur Entstehung der Fistel hat er gesagt:

1. starker Haarwuchs in der Po-Falte, vor allem bei Männern

2. Bei der Geburt gibt es Kinder mit Hasenschachte oder auch nur mit einem winzigen Loch im Gaumen und so gibt es auch Kinder mit offenem Rücken oder mit einem kleinen Hohlraum am Steiß (mit Haut drüber), der sich dann zur Fistel entwickelt.

3. Es gibt Fisteln, die aus Zellen eines Zwillings bestehen. Man findet in solchen Fisteln z.B. Haarbüschel oder auch einen Zahn in der Fistel. Im embryonalen Zustand hat der sich normal entwickelnde Embryo die Zellen eines zweiten Embryos in sich aufgenommen. Das kann überall im Körper sein, aber eben auch am Steiß. Dieser Arzt (vielleicht Mitte 40) hat es 4 x bei einer OP erlebt.

Ich verabschiede mich jetzt, hoffentlich auf ewig :-) aus diesem Forum und wünsche allen "Steißlern" Mut und gutes Zuwachsen. Ach ja, der Arzt hat gesagt: "Nie zunähen lassen!!"

L|ethxe


Super Forum

Es ist unglaublich beruhigend zu wissen, dass man damit nicht allein steht. Fing bei mir alles vor 5 Tagen an. "Mein Arsch tut weh" lautete seitdem mein Motto. Nach dem wohl üblichem Ärzte-Marathon hat man das Problem schließlich erkannt - Abszess - und ich wurde sogleich zum Chirurg geschickt, der schon das Messer wetzte. Entweder gleich oder im Krankenhaus, meinte er. Ok, dann gleich, sagte ich. Es dauerte nur 10 Minuten. Das mit der Betäubung klappte dann aber leider nicht, was ja einige hier kennen werden. War alles sehr traumatisch und tat höllisch weh. Gegen die Schmerzen verschrieb er mir Paracetamol und ich wankte nach hause mit meiner neuen Errungenschaft (ein langer Weg mit U-Bahn und so). Zuhause angekommen kamen Schüttelfrost und starkes Fieber - kleiner Nervenzusammenbruch mit inbegriffen. Das war gestern

Das klingt jetzt alles echt sehr depressiv *lach* Aber hej, heute früh ging es wieder. Konnte schon wieder sitzen und ging fröhlich zum Arzt, wo die Tamponage entfernt wurde. Tat natürlich weh, aber nicht so schlimm und jetzt fühl ich mich wieder richtig fit. Kann laufen, sitzen, liegen :D

Nur eines macht mir ein wenig Angst: Morgen soll ich den Verband abmachen und das Loch, dass ich gar nicht sehen will, ausduschen. Das kleine aber feine Problem ist: Ich hab nen Durchlauferhitzer und kann die Temperatur von meiner Dusche nicht wirklich regulieren. Das wechselt generell sporadisch von heiß auf Eis. Habe Angst.

H\etty


Re: Super Forum

Hallo Lethe,

keine Angst vor dem Ausduschen. Du mußt Dich leider mit dem Loch, egal wie groß es ist und wo es sitzt anfreunden. Ist mir auch nicht leicht gefallen. Aber Du solltest es Dir ansehen, am besten halt mit einem Spiegel. Sei nicht geschockt! Ich habe sogar bei meinem dritten und vierten Loch noch geheult. Aber die Dinger gehen tatsächlich zu! Ausduschen mußt Du leider. Wegen Sauberkeit und Wundheilung. Besser kalt als heiß. Und schön drauf halten. Sagte mir wenigstens mein Arzt.

Wenn Du sogar wieder sitzen kannst, wird es auch nicht tief sein. Also, Augen zu und durch.

Gute Besserung

J7oh~annLes1x3


Welcher Arzt ist eigentlich zuständig?

Hallo, alle zusammen!

Also, um es kurz zu machen: Nach ungewohnten Verrenkungen mit dem Spiegel und eifrigen Nachforschungen im Internet bin ich zu der schaurigen Erkenntnis gekommen, daß offenbar auch ich zu den Betroffenen gehöre. Schön, daß es dieses Forum gibt!

Meine Frage wäre, welche Art von Arzt man denn eigentlich zuerst aufsuchen sollte, um sich den Verdacht bestätigen und die nötigen weiteren Schritte in die Wege leiten zu lassen: einen Hautarzt? einen Proktologen? oder gar gleich einen Chirurgen, der sofort das Messer herausholt? Oder bietet es sich möglicherweise sogar an, sich schnurstracks in die Klinik zu begeben und dann abzuwarten, wer sich zuständig fühlt?

Außerdem: Ist es sicher, daß der Arzt (welchem speziellen Fachgebiet er nun auch angehören mag) die Steißbeinfistel auch als eine solche diagnostiziert? Oder muß ich etwa fürchten, daß er davon noch nie etwas gehört hat und mich, der ich es doch jetzt besser weiß, unverrichteter Dinge wieder nach Hause schickt?

Vielen Dank im voraus und herzliche Grüße an alle Leidensgenossinnen und genossen! Johannes

C,hristi4an >Schxibbe


Noch ein paar Fragen vor der OP!

So, wollte nur mal meinen aktuellen Status euch mitteilen:

War ja beim Proktologen, der hat sich auch gleich meinen Enddarm von innen angeschaut :-)

Ich hab also ne Steißbeinfistel.

Dann weiter zu einem Belegarzt für ein Krankenhaus geschickt, der das gleiche Diagnostizierte, und mit mir gleich einen Termin für die OP ausgemacht hat: Am 20.11. ist es soweit. Habe mich auch dank euch hier für ne offene Wundheilung entschieden. Man ist mir bange habe irgendwie Schiss davor.... Was steht mir noch vor der OP bevor? Ich mein so rasieren hinten, oder sonst irgendwas??

Und noch ne Frage: Wie läuft das mit der Vollnarkose denn so ab? Kann mir gar nicht vorstellen, und in welcher Position werde ich da Operiert? (Ich mein, auf dem Bauchliegend? Und wie kommen die Ärzte dann so richtig in meine Pobacken ? ) Ich glaub ich mach mir zu viel gedanken.... :-/

Wär lieb wenn jamend noch was dazu schreibt damit ich nicht mehr ganz unwissend bin.....

Ich melde mich bei euch wieder nach meiner OP!!!!!

WÜNSCHT MIR GLÜCK!! Auf in den Kampf!

HAeRtxty


@Christian

Hallo Leidensgenosse,

ich hatte auch Riesenschiß vor der OP sogar beim vierten mal. Aber hinterher geht es dann immer besser. Normalerweise gehst Du einen Tag vorher ins Krankenhaus. Da werden so Routineuntersuchungen gemacht, Blut, Herz u.a. Dann redest Du mit dem Narkosearzt. Den kannst Du dann noch mal löschern. Ab zehn Uhr Abends darfst Du nichts mehr essen und trinken. Kurz vor der OP bekommst Du schon eine Beruhigungspille und im OP die Narkose. Du bist schneller weg, als Du gucken kannst. Ich weiß jetzt ja nicht, wo Deine Fistel genau ist, bei mir war Sie in After-Nähe und daher lag ich auf dem Rücken. Aber keine Angst, der Arzt rollt Dich schon so, daß er richtig dran kommt.

Für mich war wichtig, den Arzt auch nach der OP alles fragen zu können. Mir ging es nach der Narkose nicht so gut. Übelkeit und so. Kann aber auch an den Schmerzmitteln gelegen haben. Aber das ist bei jedem anders! Mach Dir keine unnötige Angst und Stress.

Ich wünsche Dir viel Glück und Gesundheit.

MJaurxice


@ Welcher Arzt ist eigentlich zuständig?

Hallo Johannes,

also viele glauben das diese Geschichte mit der Steißbeinfistel nicht oft vorkommt. Und daher glauben auch viele sie müssten unbedingt zu einem Spezialisten, denn wenn sie nichts davon gehört haben, wie denn dann erst recht ein Arzt?

Nur ist es eher so das viele eine Fistel gehabt haben, haben oder noch bekommen werden. Offiziell heißt es das jeder 10. eine Fistel hat. Die Dunkelziffer vermutet man liegt höher. Die meisten unserer Leidensgenossen schämen sich wegen der Fistel, weil sie an einer "unangenehmen" Stelle sitzt. Man redet ja halt nicht oft von seinem eigenen Arsch. Und wenn dann doch eher negativ.

Wenn man sich aber etwas mit der Fistel befaßt, dann stellt sich schnell heraus das man nichts dafür kann. Die "Spezialisten" wissen bis heute nicht genau wie ein Fistel entsteht. Was soll ich als Betroffener dann an meinem Leben ändern sodas ich nie mehr eine Fistel bekomme, wenn keiner weiß wie sowas eigentlich entsteht? Und es bestehen eigentlich nur 2 Theorien dazu; Veranlagung und Angeboren.

Falls eine oder beide Theorien zutreffen kann ich immer noch nichts ändern. Also ist Schämen hier wirklich fehl am Platz.

Ich würde entweder zu einem guten (!) Hausarzt gehen, oder zum Proktologen oder auch zum Chirurgen.

Mein Hausarzt war nicht dazu in der Lage die Fistel zu erkennen. Nach einer Kernspinntomographie und zusätzlichen Röntgenbilder kam nichts dabei rum. Aber er hat sich meinen Arsch nie wirklich angeschaut.

Als ich dann aber meinte es müsse was passieren hat er mich mal zu einem Chirurgen geschickt. Ich lag noch nicht ganz auf seiner Liege, da hat er die Diagnose schon gestellt. Und wie sich rausstellte, war es sie richtige Diagnose.

Dieser Chirurg war es auch der mich erstmal aufklärte. Und in seiner Praxis habe ich beiläufig auch noch einige andere Leidensgenossen kennengelernt. Also vonwegen sowas ist selten!

Außerdem hat auch dieser nicht sofort das Messer gezuckt. Ich habe ein halbes Jahr Aufschub bekommen weil mir das besser in meinem Plan passte und ich dann auch erst im angenehmeren Winter operiert werden würde. Ich musste mich aber sofort melden falls sich an der Fistel was ändern würde.

Wenn deine Fistel aber eher bedrohlich geworden ist, ist es egal zu welchem Arzt du gehst. Die werden alle sofort das Messer zucken denn das ist leider gegenwärtig das Beste was sie machen können. Einen künstlichen Darmausgang will keiner von uns freiwillig riskieren oder?

Meine Erfahrungen mit Ärzten ist beschränkt und das ist Absicht. Aber ich weiß es sind auch nur Menschen. Und wie bei den Handwerkern gibt es solche und solche. Alle machen Fehler. Meine Freundin hat in einer Klinik gearbeitet. Die will da nie hin! Ohne erfahrene Schwestern und engagierte Assistenz-Ärzte würde da gar nichts gehen. Oberärzte und Professoren wären die schlimmsten Pfuscher. Also lasse dich nicht beeindrucken von irgendwelchen Titeln und Kitteln.

Du hast den Vorteil das du vielleicht ja schon weißt was es ist. Also kannst du hingehen, dich untersuchen lassen und die Diagnose abwarten. Falls was anderes rauskommt kannst du ja nachhaken und dir erklären lassen warum es keine Fistel sein soll.

Wenn dir der Type oder die Frau sympatisch erscheint, sie sich Zeit nimmt dir was zu erklären und irgendwie kompetent rüber kommt, hast du schon viele Risiken vorab eleminiert. Ab jetzt heißt es immer hoffen das er/sie weiß was er/sie macht. A bissele Vertrauen muss man eben doch haben.

Tja, ich wünsche dir eine gute Genesung und einen guten Arzt.

M6itb+ewohMner xTobi


@ Christian und den Rest... einige Fragen

Hallo Zusammen!

Ich "sitze" ;-D vor meinem Rechner! Ich betone das, weil ich am 06.11. ebenfalls eine OP zur Entfernung einer Steißbeinfistel hatte.

Ich muß sagen, die ist sehr gut verlaufen. Ich habe Montags die Aufnahme gemacht (Blut abnehmen, OP besprechen, Narkose abklähren, etc.) und bin dann Donnerstag um 7 Uhr ins Krankenhaus gefahren (durfte den Abend vorher ab 22 Uhr nichts mehr zu mir nehmen). Habe dort dann eine Schlaftablette bekommen und dann auch nur noch ein wenig gemerkt, als ich auf den OP-Tisch gelegt wurde und für den Chirurg die Frage aufkam, ob ich eher rechts oder links gelagert werden sollte (also bei mir anscheinend nicht auf dem Bauch). Dann noch ein kleiner Piks für den Tröpfler und ich weiß erst wieder etwas von dem, als ich im Aufwachraum wieder erwachte. Da ich ja noch unter "Drogen" stand, waren keine Schmerzen zu spüren. Die ganze OP ist daher nicht so schlimm!

Ich persönlich könnte seit dem ersten Wechsel der Tamponade (bei mir auch 2. Tag nach OP) jedes mal unter die Decke gehen. Ich kann dabei auch gar nicht locker bleiben und verkrampfe sehr schnell, da es echt wahnsinnige Schmerzen sind, obwohl auch bei mir mit viel Flüssigkeit gearbeitet wird. Ich dusche vor jedem Wechsel und spüle ordentlich. Dann geht's zum Arzt. Ich glaub wenn ich das selber mache, würde ich umfallen...

... jetzt mal einige kurze Fragen ??? :

- hat jemand Erfahrungen oder Ansatzpunkte, was es für Sitzhilfen in diesem Fall gibt (mein Loch ist ziemlich am Ansatz der Ritze)? Habe schon an einen Sitzring oder Sitzball gedacht...

- wie lange ward ihr arbeitsunfähig geschrieben (Mein Loch ist lt. Artz kaffeetassengroß...)?

- Wechselt man nach jedem Stuhlgang den Verband? Versteht ihr unter Verband den Zipfel, der in der Wunde liegt? Pflegt ihr die Wunde / Gegend sonst noch besonders?

Danke für einige kurz Antworten und alles Gute an den Rest!

Tobi

MzauFricxe


@ Tobi

- hat jemand Erfahrungen oder Ansatzpunkte, was es für Sitzhilfen in diesem Fall gibt (mein Loch ist ziemlich am Ansatz der Ritze)? Habe schon an einen Sitzring oder Sitzball gedacht...

Kannst einen Sitzring oder Hämoridenring probieren, aber ich denke nicht da an der Stelle irgendetwas hilft die Stelle zu entlasten beim Sitzen.

-wie lange ward ihr arbeitsunfähig geschrieben (Mein Loch ist lt. Artz kaffeetassengroß...)?[/unquote]

Habe ich abgelehnt. Mein Loch war 7x4x3cm (LxBxT). Der Chirurg meinte man könne mich dafür locker 2 Wochen Krank schreiben.

- Wechselt man nach jedem Stuhlgang den Verband?

Ich habe schon mal den Tipp mit dem Toilettenpapier gegeben. Wenn du ein "Plumpsklo" hast wobei alles also sofort in's Wasser fällt, dann reiß ein paar Blätter von der Klorolle ab (am Besten einfach meherer aneinander und diese dann entsprechend falten) und lege diese auf's Wasser und ein wenig an den Rändern hoch. Das bremst den Fall und verhindert aufspritzendes Klowasser.

Versteht ihr unter Verband den Zipfel, der in der Wunde liegt?[/unquote]

Nee, also generell alles wechseln. Aber nicht öfter als der Arzt angibt. Wer zu oft wechselt schadet die Wundheilung. Anfangs waren es bei mir 3x am Tag. Dann nach einer oder zwei Wochen nur noch 2x am Tag. Später dann nur täglich bis die Wunde vollständig abgeheilt war.

Pflegt ihr die Wunde / Gegend sonst noch besonders?

Regelmäßiges Rasieren ist pflicht! Vor allem Haare die IN der Wunde wachsen entfernen. Falls möglich auszupfen. Ansonsten die Stelle weiträumig von Haarwuchs befreien. Am Besten macht das ein andere / eine andere.

Das Rasieren habe ich bis heute beibehalten. Das hat mir der Chirurg auch irgendwann geraten. Ansonsten habe ich Ringelblütenöl benutzt um die Narbenhaut geschmeidiger zu machen. Aber erst benutzen wenn die Wunde zu ist. Da ich vom Arzt standardmäßig Kamillenbäder verschrieben bekommen habe, dieser aber nach der OP meinte ich solle kräftig ausduschen und keine Sitzbäder nehmen, hatte ich dieses Zeugs noch Zuhause rumstehen. Als die Wunde dann sehr klein geworden ist habe ich einige Sitzbäder genommen. Vorher habe ich die Wunde ausgeduscht (wer sitzt schon gerne im eigenen Sekret?) und nach dem Sitzbad wieder. Kann auch nicht schaden glaube ich.

Gruß

M9aurixce


Watt denn nu? Das Zitieren hat dieses Mal nicht 100% geklappt.

Sorry

H4etxty


@tobi

Hallo Tobi,

Ich kann einen Sitzreifen nur empfehlen. Ich bin vor etwas über einem Jahr opperiert worden und jetzt vor sechs Wochen nochmal. Ohne Reifen könnte ich garnicht in Ruhe sitzen, zumal bei mir die Analfistel nicht heilen will und ich mit Kompressen zwischen den A...-backen rumlaufe. Gibt es in Gesundheitsläden. Sollte es eigentlich in jeder Großstadt geben. Solltest Du doch noch Sitzbäder machen müssen, gibt es da auch Einsätze für die Kloschüssel. Ist auch nicht so teuer und recht praktisch.

Thema Krankschreiben. Nun, ich habe häufigen Stuhlgang so bis zu vier mal am Tag. Und ich sollte nach jedem Stuhlgang ausduschen. Bei meinen letzten Fisteln, die höher lagen und besser heilen konnte ich schon nach vier Wochen auf morgens und Abends duschen umsteigen. Ich fühlte mich auch wieder ganz gut. Doch das mußt Du und der Arzt entscheiden. Nach meiner großen OP, von der ich mich noch immer nicht erholt habe, wurde ich mehr als 6 Wochen krankgeschrieben, vorallem wegen des Ausduschens und den Nachwirkungen der Schmerzmittel.

Für die Wundheilung habe ich vom Krankenhaus Panthenolsalbe bekommen, mit einem Scherzlinderen Mittel. Aber jeder Arzt sieht das anders. Lieber mit dem noch abklären, was für Dein Wunde am besten ist.

Tja und was das Rasieren angeht, kann leider nicht mitreden, bin weiblich und habe da nur zarte Babyhaut! :-D

Alles gute und sei Tapfer

J6oh#a&nne s1x3


Dank an Maurice, Bildhinweis und unvernünftige Frage

Hallo, allerseits,

vielen herzlichen Dank, Maurice, für Deine hilfreichen Ausführungen und überhaupt für die aufopferungsvolle Mühe, die Du Dir in diesem Forum machst!

Daran, daß es sich auch bei mir um eine Steißbeinfistel handelt, habe ich in der Tat keinen Zweifel (auch wenn sich das bis jetzt noch kein Arzt angesehen hat). Denn alle Symptome und auch das schöne Bild, das man sich unter [[http://www.proktologische-praxis.de/steissbeinfistel.htm]] ansehen kann, sprechen eindeutig dafür. Allerdings würde ich den Zustand bei mir derzeit nicht als bedrohlich bezeichnen. Das Ding (bzw. der obere Fistelausgang?) fängt an der obersten Stelle der Gesäßfalte an, erstreckt sich dann (bis zum unteren Fistelausgang?) ca. 3cm nach unten und macht eigentlich keinerlei Probleme. Zwar traten nach anfänglichem Jucken vor etwa 6 Wochen einmal - mehrere Tage nacheinander - ein paar Tröpfchen Eiter und danach ein paar Tröpchen Blut aus. (So habe ich das Ganze überhaupt erst bemerkt, wobei ich freilich zuerst an eine Art Pickel dachte - der übliche Anfangsirrtum also.) Aber das hat sich seitdem nicht wiederholt; und auch dann, wenn man daran (oder in der Nähe) mit den Fingern herumdrückt, tut sich derzeit nichts.

Nun habe ich den vielen vorigen Beiträgen (vor allem den von Dir verfaßten, Maurice) in der Zwischenzeit entnommen, daß im allgemeinen dringend davon abgeraten wird, die Sache zu verschleppen. (Dabei ist der Hinweis auf den im schlimmsten Fall drohenden künstlichen Darmausgang übrigens ebenso eindrücklich wie niederschmetternd.) Insofern weiß ich, daß es wahrsheinlich unvernünftig wäre, wenn ich den Arztbesuch und die ja wohl unausweichliche OP noch bis Anfang Februar hinauszögern würde. Aber momentan paßt es mir zeitlich wirklich extrem schlecht. Daher und weil ich, wie gesagt, z.Zt. keinerlei Schmerzen oder sonstige Beschwerden habe, frage ich mich, ob ein Aufschub von zweieinhalb Monaten nicht vielleicht doch vertretbar wäre. Falls man mögliche Komplikationen mit bloßem Auge erkennen kann (oder spielt sich das Wesentliche etwa UNTER der Haut ab?) und falls die Größe der Fistel dem Abstand zwischen den beiden äußersten Löchlein entspricht (oder kann sich darunter etwa ein viel größerers Ungeheuer verstecken?), würde ich das Ding natürlich täglich im Auge behalten und, falls eine Veränderung zu erkennen sein sollte, schon früher in den sauren Apfel beißen. Ob das vertretbar ist?

In der Befürchtung, die Antwort schon zu kennen, grüße ich alle herzlich und hoffe, daß Fragen wie diese (bzw. die Antworten darauf) auch für andere "Neuzugänge" hilfreich sind. - Johannes

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