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Steißbeinfistel

Tkud}deldulxli


Ein kleines Geschichtlein

Hallo zusammen!

Zunächstmal möchte ich sagen, daß ich wahnsinnig froh bin dieses Forum und Euch gefunden zu haben, denn man fühlt sich dann nicht mehr ganz so allein mit diesem verflixten Mistding am Steiß!:-D

Also, ich bin 27 Jahre alt (weibl.) und bei mir ging es letztes Jahr im April los...

Mir wuchs ein unwahrscheinlich schmerzhafter und dicker Pickel am Hintern, genauer gesagt am so gennannten Steg. Es war allerdings nur eine Rötung zu sehen.3 Wochen habe ich mich damit rumgequält, weil ich mir dachte, daß mich der Arzt auslacht, wenn ich ihm wegen einem Pickel einen Besuch abstatte. Naja, nach 3 Wochen dann ließen die Schmerzen langsam nach, aber es blieb noch immer ein Knubbel. Also, ab zum Hausarzt, der mit Worten wie "Oh, oh!" und "Wie lange die eigentliche Wundheilung dauert, sage ich Ihnen am Besten erst beim nächsten Mal" den VERDACHT auf Steißbeinfistel äußerte. Naja, hab ich mir gedacht, so schlimm kann das doch eigentlich nicht sein. Ich bin gegangen mit der Anweisung wiederzukommen, sobald es wieder dick wird. Außerdem solle ich nicht heiß baden (meine Lieblingsbeschäftigung bis dato), nicht in Urlaub in den Süden... Okay, kein Problem, bei mir drehte sich alles nur um den anstehenden Umzug. Ich habe mir also nicht allzu große Gedanken gemacht, da ich von einer Fistel noch nie etwas gehört hatte, war allerdings doch etwas beunruhigt, weil der Arzt so komische Äußerungen gemacht hat ("Das ist keine angenehme Sache") hat. Aber es war ja nur der Verdacht auf Steißbeinfistel!

Leider machte sich meine Fistel immer wieder mal bemerkar (vielleicht alle 4 Wochen für ein paar Tage), sodaß ich doch immer wieder daran errinnert wurde, daß da an meinem Steißbein etwas ist... Es wurde allerdings nicht mehr dick, sondern tat einfach nur beim Sitzen weh. Also, so schlau wie ich wahr, habe ich mir bei jedem Mucks von dem Mistding einen Kühlakku draufgelegt - denn ich sollte ja Hitze meiden, sagte mein Arzt. Half nur leider garnichts. :o(

Die Schmerzen kamen immer öfters und ich fing an Bekannte zu fragen, die mit so etwas schon Erfahrungen gemacht haben. Ich hörte die tollsten Dinger! Wundheilung von mehreren Monaten ??? Ich traute meinen Ohren nicht! Aber was soll´s: versuchen weiter zu ignorieren und zu hoffen, denn meine Bekannten hatten diese Informationen auch nur von einem anderen Bekannten, der jemanden kennt usw. Da werden schonmal schnell aus 2 Wochen mehrere Monate...

Trotz alledem wurden die Abstände der Schmerzen (noch immer ohne neue Schwellung) immer kürzer. Es war soweit, daß ich schon keine Jeans mehr anziehen konnte, weil sie am Hintern zu eng saß und sich am Abend wieder das Mistding meldete. Auch angelehnt sitzen war auf einmal nicht mehr drin. :oD

Dann brachte mich meine Freundin auf die Idee mal im Internet nach diesem Thema zu suchen, da ich mich ja noch nicht wirklich damit auskannte. Gesagt - getan! Ich habe auf Anhieb diese Seite gefunden (ca. 1 Monat her) und habe wirklich jeden Artikel innerhalb von 2 Tagen gelesen... Das hätte ich vielleicht lieber nicht tun sollen, denn so niedergeschlagen war ich schon lange nicht mehr! Aber ich habe immernoch gehofft, daß es bei mir keine Fistel ist, denn es hat nie genässt (weder Eiter noch Blut) und man sieht auch äußerlich nichts. Dann allerdings habe ich mich vor dem Spiegel verrenkt und einen stecknadelgroßen Außgang entdeckt - OH NEIN! Also, soll es wohl doch so sein! Na prima! Totale Niedergeschlagenheit kam über mich -sowie die pure Angst!

Ihr kennt es doch bestimmt auch, wenn Freunde und Eltern sagen:

" Ach, das ist doch gar nicht schlimm!"

"Du hättest Dir das alles garnicht durchlesen sollen, die übertreiben doch sowieso alle!"

" Ja klar, als wenn sie dir soooo eine große offenen Wunde verpassen und dich dann nach Hause schicken!"

"Nur warte doch erstmal ab. Vielleicht hast du ja etwas ganz anderes!"

"Was willst Du denn erst machen, wenn du mal ein Kind gebären mußt?"

USW. :-(

Ich wurde sauer, fühlte mich irgendwie alleingelassen und vergrub mich in Selbstmitleid (tut machmal gut :o) ).

Dann, vor ca. 3 Wochen fing es wieder an... Es bildete sich ein neuer dicker "Pickel" weiter oben am Steiß! Schmerzen! Also, neuen Termin beim Hausarzt gemacht (2 Wochen später, weil er Urlaub hatte) und mit Angst und Magenschmerzen daraufhin gefiebert. Vorsorglich habe ich schon mal ein paar neue Jogginhosen gekauft, für den mit Sicherheit bevorstehendne Krankenhausaufenthalt (arbeitstechnisch zur Zeit total ungünstig).

Mein Hausarzt war total verdattert, daß ich glaubte ich habe eine Steißbeinfistel! Er könne nichts derartiges sehen!!! Er habe letztes Jahr nur den Verdacht geäußert!! Ich solle den Kubbel einfach wegmassieren lassen!!!! Ich dachte ich höre nicht richtig!!!

Also, neuen Termin bei dem Hausarzt von meinem Freund gemacht! Und wieder mit Angst und Bangen auf den Termin gewartet. (Vielleicht ist es doch keine Fistel?)

Der schaute einmal drauf, und schickte mich direkt, ohne über Los zu gehen, zum Chirurgen.

So, nun habe ich Tabletten verschrieben bekommen (Skid) und muß am Freitag wieder hin. Er meinte, es gibt halt nur die Möglichkeit der offenen Wundheilung und daß es leider einige Wochen dauert, bis sie die Wunde zugeheilt ist. Er würde es in der Praxis machen - mit Narkose. Anschließend könnte ich nach Hause.

So, nun habe ich einige Fragen:

Kann es sein, daß ich mehrere Fistel habe, da ich den neuen Pickel viel weiter oberhalb des letzten bekommen habe?Oder ist es ein großer?

Wie schlimm sind die Schmerzen bei einer offenen Wundheilung?

Kann ich Hosen tragen, oder nur Jogger?

Kann ich schmerzfrei laufen und liegen?

Ab wann kann man wieder sitzen?

Nach wieviel Tagen bzw. Wochen konntet Ihr wieder zur Arbeit? (Bürojob)

Ist der Verbandwechsel immer schmerzhaft?

Ist das Ausspülen schmerzhaft?

Ist es schmerzhaft auf die Toilette zu gehen?

Auf gut Deutsch: Ich habe Angst vor den Schmerzen und der lagen Wundheilung! Ich bin ziemlich schmerzempfindlich!Kann mir jemand diese Angst nehmen?

Ist eine ambulate OP zu empfehlen? (Ich weiß, daß Maurice eine hatte. )

Kann ich meiner Mutter wirklich zumuten, den Verband zu wechseln, wo ich schon eine wahsinns-angst vor dem Loch habe? Mein Freund ist ausgerechnet seit heute zur Reha.

Ich hoffe jemand hat sich die Mühe gemacht meine "kleine" Geschichte zu lesen und kann mir antworten und mir die Angst etwas nehmen. Auf jeden Fall hat es gutgetan sich mal alles von der Seele zu schreiben. :-D

Vielen Dank an alle in diesem Forum! ;-)

TWuddfel>dulxli


Ach ja!

Achja, mein EHEMALIGER Hausarzt meinte auch noch: "Eine Fistel ist das beschissenste was man kriegen kann!"

Macht Mut, hmm ???!!!

Nachdem ich ja nun auf seine Anweisung hin auch 1 1/2 Jahr schön meinen Hintern mit Kühlakkus gekühlt habe und auf die Badewanne kpl. verzichtet habe - und mir wahrscheinlich noch Hämorroiden gezüchtet habe -

sagte mir letzte Woche der Chirurg, es könnte auch helfen wenn ich mich alle 2 Tage in eine warme Wanne setzte...

Klasse Tipp! Vielen Dank auch! :oD

Gutes Nächtle

JoohFapntnes13


Tuddeldulli und eine (vielleicht nicht so wichtige) Frage

Hallo, Tuddeldulli (und Ihr anderen natürlich auch)!

Vielleicht freut es Dich, wenn auch Du hier erstmal herzlich willkommen geheißen wirst - obwohl ich persönlich erst seit kurzem von meinem fürchterlichen "Untermieter" (der Steißbeinfistel also) weiß und auch erst vor ein paar Tagen auf dieses Forum gestoßen bin, so daß ich Dir Deine Fragen leider (noch) nicht aus eigener Erfahrung beantworten kann. Bevor sich andere Deiner annehmen, möchte ich Dich aber vorerst schon mal auf die vielen Erfahrungsberichte hinweisen, die in diesem Forum zu lesen sind (es sind ja wohl mittlerweile insgesamt 17 "Seiten"). Ich habe sie jedenfalls in den letzten Tagen komplett durchgelesen und meine, daß die Antworten auf alle Deine Fragen darin irgendwie schon enthalten sind. Aber ich gehe davon aus bzw. hoffe, daß Du in Kürze auch noch einmal eine Extra-Antwort auf die Fragen bekommst, wie Du sie formuliert hast.

Eine Frage möchte ich dabei gleich noch anfügen: Wie sieht es denn eigentlich - vornehm ausgedrückt - mit der Bewerkstelligung des Stuhlgangs in den ersten Tagen nach der OP aus? Kann man sein Geschäft da in gewohnter Weise verrichten, oder muß man etwa mit einer Bettpfanne oder ähnlichem herumhantieren?

Aber Vorsicht! Wer mir sagt, daß das letztere der Fall sei, der riskiert, daß ich die OP hinauszögere, bis die Fistel bis zu den Kniekehlen reicht! - Na ja, das war nur ein kleiner Scherz ... Aber es wäre interessant, das zu wissen, damit man sich gegebenenfalls darauf - um nicht zu sagen: auch darauf - mental vorbereiten kann.

Herzliche Grüße an alle! Johannes

MHaMrtinxG.


Ich bin zwar nicht Tudelldulli, aber dreist wie ich bin...

... geb ich auch mal was zum Besten. Ich hatte auch vor kurzen das "Vergnügen". Aber nach der OP war ich wie neu geboren. Ok. Sagen wir eine Woche nach der OP. Und vor der OP habe ich auch nur eine Woche gelitten. Ging alles ziemlich schnell. Erst leichte Schmerzen, die dann immer stärker geworden sind und mich schließlich dazu bewegt haben gleich ins Krankenhaus zu gehen, da eine Tour von Arzt zu Arzt in meiner humpelnden Fortbewegungsart garnicht nach meinem Geschmack war und in einem Krankenhaus ja alles auf einem Haufen ist. Die haben mich dann auch gleich dabehalten. Laut Arzt hatte ich "eine Operation gewonnen". Da ist mir erstmal die Kinnlade runtergeklappt. Und dann hab ich ihn gefragt wann ich wieder rauskomm oder ob das nur ambulant gemacht wird? 3-4 Tage war die Antwort. Plus 4-6 Wochen Wundheilung. Und schon lag ich unterm Messer. Jetzt, gut 2 Wochen nach der OP bin ich sogut wie schmerzfrei und hoffe das beste für meinen Hintern.

Jetzt zu deiner Frage: Der Thron war für mich nach der OP kein Problem. Klar, es ist nicht so einfach wie normal, da man sich ja erstmal auspacken muss, aber da die Wunde ja doch ein Stück über dem Ausgang lag, ging das eigentlich dann doch ganz gut. Ich weiß ja nicht wie es bei dir mit den Schmerzen steht, aber ich halte normal einiges aus, würde ich sagen. Und bei der Sache war ich gegen Ende echt am jammern. Und nach der Op war nur noch der Wundschmerz da und mit dem konnte ich da gut leben. Also, OP in dem Fall, umso schneller, umso besser. Zumindest nach meinem Wissensstand und in meinem Fall.

Wünsche dir auf jeden Fall viel Glück!

Sitzen kann so schön sein!!!

Martin

MVarCtixnG.


Oh, da hab ich wohl was falsch verstanden...

... Der Titel deines Beitrags hat mich da etwas irritiert Tuddeldulli hatte ja auch einige Fragen.

Dann will ich mal nicht Schweigen und versuche dir weiterzuhelfen...

...

Wie schlimm sind die Schmerzen bei einer offenen Wundheilung?

Wie schon gesagt, gut erträglich! Merkt man nur wenn man sich bewegt oder drauf liegt. Sitzen konnte ich anderthalb Wochen nicht, dann ein paar Tage mit Sitzkissen, und 2 Wochen nach der OP wieder ganz normal. Also, was ich damit sagen wollte: Du wirst es überleben! Es findet sich schon immer eine schmerzfreie Position.

...

Kann ich Hosen tragen, oder nur Jogger?

Ich weiß ja nicht was du unter Hosen verstehst. Allzu eng sollten sie sicher nicht sein, aber das Problem habe ich ja als männliches Wesen eher weniger. Eine Woche nach der OP konnte ich wieder auf 100% meines Kleiderschranks zugreifen. Davor mussten Jogginghosen herhalten.

...

Kann ich schmerzfrei laufen und liegen?

Nächste Frage, selbe Antwort, eine Woche und alles geht wieder.

...

Nach wieviel Tagen bzw. Wochen konntet Ihr wieder zur Arbeit? (Bürojob)

Ich war nach anderthalb Wochen wieder in der Schule.

...

Ist der Verbandwechsel immer schmerzhaft?

Ist das Ausspülen schmerzhaft?

Verbandswechsel war die ersten Tage immer eine schmerzhafte Sache. Aber das tut ne Minute weh und dann ist das vorbei. Die Schmerzen legen sich von Tag zu Tag. Mittlerweile "kitzelt" es nurnoch. beim Ausspülen ist es dasselbe.

...

Die andere Frage habe ich ja Johannes schon beantwortet.

Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen!

Viel Glück wünsche ich!

Martin

MBart.inGx.


PS:

Also das waren jetzt meine persönlichen Erfahrungen. Ich weiss nicht wie viele Varianten es von dem Zeug gibt....

M~asurBicxe


@ Tuddeldulli / Unbenanwortete Frage

Ich kann mir den Erfahrungen von Johannes und Martin anschliessen. Die Beschreibungen der Schmerzen von Martin passen genau zu meinen. Sie klingen ab nach circa einer Woche und bis dahin kannst du ja immer noch die Schmerztabletten nehmen. Dann spürst du sogar den Verbandwechsel nicht mehr. Nach einer Woche hast du zwar immer noch eine große Wunde, aber schmerzen tut sie nur bei direkter Berührung. Wenn erst mal ein paar Mulden drin stecken fühlst du nichts mehr.

Zum Stuhlgang: Das Problem ist hauptsächlich das aufspritzende Wasser der Toilette. Das sollte möglichst nicht in oder in die Nähe der Wunde kommen, Wir wollen uns ja keine Keime enschleppen.

Also heißt es dafür zu sorgen das kein Wasser aufspritzen kann. Ich lege dazu Klopapier in die Toilette auf die Oberfläche des Wassers. Das klappt immer sehr gut.

Schmerzen hatte ich nur beim ersten Mal, ziemlich kurz nach der OP. Da spannte die Wunde doch ziemlich, aber es war nicht mörderisch.

Ob es mehr als eine Fistel ist bezweifele ich. Ich hatte insgesamt 3 solcher Hubbel unter der Haut die sich auch ein wenig durch die Gegend schieben liessen. Ich denke mal deiner ist halt ein wenig größer, aber man kann das von Außen wirklich nur sehr schlecht beurteilen. Und wenn dann auch nur wenn man die Stelle "live" vor Augen hat und einiges an Erfahrung mitbringt. Also wirst du dich an deinen Chirurgen wenden müssen.

Meine Wunde hat meine Freundin versorgt. Die ist gelernte Arzthelferin und hat schon einige schlimmerere Sachen gesehen (arbeitete zeitweise auf der Notaufnahme). Ich bin in solchen Sachen kein Held, aber das was ich im Spiegel sehen konnte war dann doch nicht das absolute Grauen. Ich denke deine Mutter sollte damit klar kommen können.

Aber immer schön die Wunde bis zum Grund mit Mulden ausstopfen!

Ob man eine ambulante OP empfehlen kann liegt bei jedem anders. Es hängt aber maßgeblich von dem Chirurgen und die Umgebung ab. Meiner machte ein kompetenter, ruhiger und netter Eindruck. Er lies sich Zeit für meine Fragen (trotz Massenabfertigung) und behielt auch immer die Oberhand bei meinen Fragen. Ich hatte ein gutes Gefühl also bin ich da geblieben. Außerdem hatte ich keine Lust auf 1 1/2 Wochen KH. Da liege ich lieber Zuhause und lasse mich von einer mir bekannten "Schwester" versorgen.

Also Kopf hoch und Zähne zusammenbeißen. Aber wenn du es hinter dir hast, wirst du wie alle anderen hier froh sein es gemacht zu haben. Und du wirst festgestellt haben das wir doch nicht gelogen haben.

Gute Besserung und Grüße an die anderen hier,

H.ettxy


@tuddelduli

Hi Du,

auch ich kann einen Kommentar wieder nicht lassen. :-)

Ich für meinen Teil finde es schade, daß ich dieses Forum vor meiner ersten OP nicht kannte, sonst hätte ich vieles anders gemacht.

Bei mir war es eine Analfistel und auch nicht sehr angenehm.

Was Maurice sagt, kann ich nur zustimmen. Du mußt Vertrauen zu Deinen Arzt haben.

Ich würde allerdings mich nicht mehr ambulant schneiden lassen. Das war mehr oder weniger nicht so doll. Ich habe die Narkose und die Schmerzmittel nicht vertragen und war ziemlich geschlaucht.

Außerdem muß 24 Stunden nach der OP jemand bei Dir sein.

Ich mußte zudem jeden Tag nach der OP zum Chirugen fahren und das war wegen dem Kreislauf nicht so ohne.

Im Krankenhaus fühlte ich mich persönlich besser aufgehoben. Ich war beim ersten mal (Fistelspaltung zum Darm) 4 Tage da und nach beim zweiten Mal (zwei Leerlaufende Fistelgänge) auch 4 Tage.

Die Entscheidung liegt bei Dir. Klar, ich war auch froh wie ich wieder zu hause war, aber ich wußte auch mitlerweile wie ich die Wunde zu versorgen hatte und hatte keinen Bammel davor.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und gute Besserung.

@ Maurice:

Schöne Größe und Danke für Deine netten Worte!

M/sCIinde5r*ellaQQuxeen


@all

Hallo ihr Lieben!

Tja heute musste ich in der gemeinschaftspraxis meines Arztes zu seiner Kollegin für den VW da er krank war und hab es total bereut! Nach 8Tagen nach der OP hatte ich grad neuen Mut gefasst und gedacht dass alles halb so schlimm ist und als sie dann meine Wunde sah und meinte: Wow ich hab ja schon viele fisteln gesehn aber DAS.. Heftig!!!.. brach dann wieda alles zusammen! Verdammt, wer hat sich sowas ausgedacht? Muss echt groß sein meine Wunde!! ;(

trau mich auch garnicht sie anzuschaun! Hat das schon jmd getan? Freu mich total dieses Forum hier gefunden zu habn um mal sein herz auszuschütten ;-)

Mit dem Stuhlgang hab ich keine Probleme, auch 2Tage sofort nach der OP nicht, tut nur weh wenn man sich verkrampft, also viel Ruhe gönnen! Mir gehts nach der OP auch besser, da mein weiß es kann nur noch besser werden! Bin in Gedanken bei euch! Kussi, Cindy

Muich$i6x7


An Alle...

Ich habe diesen Artikel schon öfters in verschiedenen Beiträgen reingestellt, um möglichst viele Menschen damit zu erreichen. Also nicht wundern, falls er Euch öfters auffällt.

Hallo,

nun endlich bin ich mal soweit auch hier in das Forum rein zu schreiben.

Ich möchte mich kurz vorstellen: Ich bin 34 Jahre alt und Mutter von zwei Kindern.

Vor ca. 1 ½ Jahren bin ich auf dieses Forum gestoßen weil ich nach Hilfe suchte.

Seit meinem 17. Lebensjahr wurde ich immer wieder von Abszessen geplagt.

Mein Erstes hatte ich am Steißbein. Nach der Geburt meiner Tochter hatte ich plötzlich einen Knoten in der Brust, der Untersucht wurde und als "Flüssigkeitsansammlung" deklariert wurde. Nach der Geburt meines Sohnes, öffnete sich dieser Knoten unter sehr starken Schmerzen und plötzlich hieß es dann, es wäre ein Abszess. Na gut, ich ging also operieren, was eigentlich ohne große Probleme über die Bühne ging.

Ein halbes Jahr später bekam ich urplötzlich auf der anderen Brust starke Schmerzen, die mich wieder mit hohem Fieber ins Krankenhaus brachten, wo sich heraus stellte, dass ich ein tief liegendes Abszess im Milchgang hatte.

Es dauerte ein ganzes Jahr mit insgesamt 3 Brustoperationen, bis ich die Sache überstanden hatte. In dieser schlimmen Zeit hatte ich genug Zeit um nachzudenken woran es wohl liegen könnte. Ich ging von einem Arzt zum Anderen, doch keiner konnte mir helfen. Schließlich landete ich bei einem Homöopathen. Seine Therapie

Schlug an und ich hatte seitdem keine Probleme mehr in der Brust.

Doch ich freute mich zu früh. Es dauerte nicht lange, da hatte ich mein erstes Abszess unter der Achsel. Ich wusste nur, dass ich mich nicht noch einmal so einer Tortour wie einer Operation aussetzen wollte. Mit Hilfe des Homöopathen, war die ganze Sache auch erträglich. Es füllte sich 1x im Monat, ging auf, entleerte sich und ich hatte wieder für 2 Wochen Ruhe. Ich war damit zufrieden, obwohl von "Lebensqualität" konnte man dabei nicht sprechen.

Mit der Zeit bekam ich dann dort Eines und da Eines, aber ich war absolut nicht bereit mich operieren zu lassen. Einmal lies ich mir sogar ein Abszess ohne Narkose aufschneiden, nur um nicht ins Krankenhaus zu müssen.

Vor fast zwei Jahren, es war nach Weihnachten, bekam ich plötzlich wieder einen "Dübel", der nicht und nicht aufgehen wollte. Ich ging zum Homöopathen, doch seine Globoli nutzten so gut wie gar nichts. Im Gegenteil, über Nacht schwoll meine Achsel dermaßen an, so dass ich nicht einmal mehr ohne starke Schmerzen husten konnte.

Jetzt konnte ich nicht mehr aus, jetzt musste ich ins Krankenhaus. Ich bekam 1 Woche Antibiotika, da sie mich sonst gar nicht operieren konnten. Es folgte eine sehr schlimme Zeit, an die ich nur sehr ungern zurückdenke. Ich hatte wieder 5 Operationen die aber keinen Erfolg brachten. Kaum sah es so aus als ob es gut verheilt, fing das Ganze wieder von vorne an. Ein Notarzt, der mich bei den Nachbehandlungen sah, meinte ich sollte einmal ins Landeskrankenhaus Wels. Er habe gehört die wenden spezielle Antibiotika an, die viel Erfolg bringen sollen.

Gesagt, getan. Diese Antibiotika hießen "Dapson-Fatol", mit denen normalerweise Leprakranke behandelt werden. Ich hatte auch guten Erfolg damit. Die Abszessattacken waren viel weniger und weit nicht so heftig.

Doch aufgehört haben sie damit nicht! Schließlich ergriff ich die letzte Möglichkeit. Ich ließ mir die ganzen Schweißdrüsen herausschneiden. Eine sehr heftige Operation, wo ich anschließend eine Hauttransplantation benötigte. Ich sah dies als meinen letzten Ausweg.

Genau in dieser Zeit bekam ich von meiner Mutter einen Artikel von Dr. med. Hans Reckeweg, einen anerkannter Wissenschaftler, mit dem Titel "Schweinefleisch und Gesundheit" – 36 Seiten dick, den sie aus dem Internet ausgedruckt hatte.

Sie sagte mir, ich sollte den unbedingt lesen, da Abszesse angeblich von Schweinefleisch hervorgerufen werden. Ich war aber nicht im Stande dies zu tun, da ich mit meiner Wunde genug beschäftigt war und gehört, dass man kein Schweinefleisch essen soll, hatte ich schon oft genug. Außerdem zum Kochen verwendete ich sowieso hauptsächlich Puten, Huhn und Rindfleisch. Es ging mir auch immer besser und mit den Antibiotika spürte ich in der anderen Achsel auch kaum noch was.............

2 Monate später fiel mir dieser Artikel wieder ein und da ich nichts Besseres zu tun hatte, las ich ihn.

Von diesem Zeitpunkt an, habe ich kein Schweinefleisch mehr gegessen. Sei es die Jause zu Hause, das Essen bei Freunden oder im Gasthaus.

Ich habe auch die Antibiotika weggelassen. Dies ist nun ein dreiviertel Jahr her und ich hatte seitdem kein einziges Abszess mehr, nicht einmal eine Andeutung eines Solchen.

Ich will hier nicht als Apostel auftreten.

Ich habe meinen Weg gefunden, aus dieser ganzen Misere herauszufinden und ich hoffe ich kann mit meiner langen Geschichte Jemanden hier helfen.

Falls sich hier Jemand für den Artikel interessiert:

[[http://mitglied.lycos.de/wort/index.html.schweinerei]]

Hmenryx70


Hallo liebe Leidgenossen,

ich wollte nochmal meinen Verlauf der Wundheilung preisgeben.

Also die OP ist jetzt 4 1/2 Wochen her und ich muss sagen:

Herrschaftszeiten. Das ging jetzt aber alles recht schnell.

Anfangs (die ersten 2 wochen) lief es relativ schleppend voran.

Aber jetzt können wir alle 2 Tage den Verbandsmull verkleinern.

Anfangs passten 2 Stck. von den 10x10 Mullbinden rein.

jetzt gerade mal die Hälfte eines einzelnen.

Meine Mum meinte, man könnte fast zugucken wie es zuwächst.

Nach der 3. Woche hab ich die Wunde manchmal sogar schon

vergessen, weil ich teilweise wirklich überhaupt nichts gemerkt habe.

Heute ist es wirklich schon fast wie früher.

Kann ohne Probleme laufen, sitzen, liegen, ja ich kann mich sogar

schon richtig wieder gefechtsmäßig auf die Couch werfen.

Bei einigen Situationen wie zb. Autofahren oder ducken bemerke ich

die Wunde. Wohlgesagt, "bemerke". Von Schmerzen absolut keine

Spur!!

Mein Doc meinte letztens nur: "Mannoman, also ich denke, besser kanns nicht laufen. Wir sehen uns in 2 Wochen wieder."

Mal schauen, wieviel Mull wir heute abend in die Wunde bekommen ;-)

Grüsse

Henry

ZIauberEwald7_8x1


An alle....

die denken,glauben,wissen oder vermuten, dass auch sie eine Steißbeinfistel haben.

Vielleicht geht es Euch genauso wie mir und Ihr habt gehört, dass Ihr ev. auch so ein Ding haben könntet und lest Euch nun die Beiträge hier durch und bekommt Panik... :-o

Ja ich weiß, manche Beiträge hier sind echt erschreckend, deshalb will ich mal einen halbwegs positiven schreiben.

Ich bemerkte anfangs nur einen Druckschmerz am Steißbein, der immer schlimmer wurde, bis ich nach einer Woche mal zum Hausarzt gegangen bin. Zum Glück hatte er sofort den Verdacht, es könne eine Steißbeinfistel sein und schickte mich in eine Spezialklinik, um das abklären zu lassen. Der Arzt dort war sehr freundlich und sagte nur "Da haben sie nur eine Wahl - OP!". Irgendwie brach eine kleine Welt für mich zusammen.

Den Abszeß haben sie mir dann im Krankenhaus aufgestochen und er heilte auch sehr schnell ab. ABER trotzdem rieten sie mir irgendwann mal zu einer OP. Ich dachte mir nur irgendwann mal gibt es nicht, ich mache es sofort, bevor es noch schlimmer wird.

Ich habe es mir allerdings dann ambulant bei einem Chirurgen machen lassen und bin damit auch sehr zufrieden.

Es ist heute der 2. Tag nach meiner OP. Ich habe nur selten schmerzen und kann sogar einigermaßen sitzen - halt nicht lange. Der Verbandswechsel ist echt das schmerzhafteste, das man in dieser Zeit erlebt. Ich kann ohne Probleme laufen und stehen und liegen. Und habe auch keine Probleme mit dem Stuhlgang.

Mein Arzt meinte, es sei sehr gut gewesen, dass ich es sofort habe machen lassen. So sei die Wunde recht klein.

Also Leute, geht sofort zum Chirurgen. Es wird nicht von alleine weggehen und wird nur noch größer, je länger Ihr wartet. Ich weiß, dass man da Angst vor hat, doch Ihr werdet nicht darum herum kommen. Und am Anfang ist es nocht nicht so schlimm.

Falls Ihr noch Fragen habt, könnt Ihr sie mir gerne stellen. Ich arbeite selbst im Krankenhaus und kenne mich ein bißchen damit aus.

Lieben Gruß

ccajodx69


Ein kleiner Erfahrungsbericht!

Ich bin per Zufall auf dieses Forum gestoßen und bin doch sehr überrascht wieviel Leidesgenossen/in es gibt. Ich würde mich hinsichtlich einer Steißbeinfistel leider bereits als alten Hasen bezeichnen. Ich habe die erste von drei Fisteln vor zwölf Jahren gehabt und die letzte ungefähr vor einem Jahr. Hier ein paar Erfahrungen die ich dabei gemacht habe.

Ich kann jedem nur empfehlen sich bei den ersten Anzeichen einer Fistel sofort zu Arzt zu begeben und sich untersuchen zu lassen. Ich habe bei meiner ersten Fistel zu lange gewartet und dann solche Schmerzen bekommen, daß ich nicht mehr sitzen oder gerade stehen konnte.

Alle drei Fistel wurden durch eine OP im Krankenhaus entfernt. Die Aufenthaltsdauer betrug vier bis sieben Tagen. Die Nachbehandlungszeit sprich Krankgeschriebenzeit betrug jedoch mindestens vier Wochen. Meine letzte Behandlung war nach ca. 3,5 Monaten abgeschlossen.

Die Zeit nach der OP ist in den ersten zwei Wochen etwas unangenehm jedoch schmerzmäßig auszuhalten. Die Wundversorgung habe ich immer alleine getätigt. Ich will damit sagen, es ist durchaus machbar. Mein Arzt hat mir geraten nach jedem Verbandswechsel (drei mal täglich) und nach jedem Stuhlgang eine Wundreinigung sprich Duschen durchzuführen. Dies habe ich auch mindestens 1,5 Monate durchgezogen.

Der Stuhlgang ist eigentlich kein Problem, da die Wunde viel weiter oben liegt.

Der erste Verbandswechsel nach der OP ist sehr unangenehm. Ich habe das Problem dadurch gelöst, daß ich nach der zweiten OP den Verband mit lauwarmen Wasser gespüllt habe. Dabei ist die Tamponade fast von selbst rausgefallen.

Wie gesagt habe ich alle Operationen im Krankenhaus machen lassen und ich kann für meinen Teil nur sagen, daß es die richtige Entscheidung war. Man ist nach der OP doch sehr geschwächt und ich war für die Hilfeleistungen der Schwestern doch sehr dankbar.

Nach der letzten OP habe ich auf Anraten meines Arztes angefangen die Haare an der betreffenden Stelle mit einer Enthaarungscreme zu entfernen. Ich benutze dafür Pilcamed und ich habe damit nur gute Erfahrungen gemacht.

Ich kann nur allen Leidgeprüften raten, nur nicht den Kopf in den Sand zu stecken und die Sache zu verschleppen. Ich kann euch eins versichern, es wird auf keinen Fall besser!!!

HUe]tty


@cindy

Hi Du,

also Ärzte gibt es, die sollten manschmal lieber ihren Mund halten. Unsensibel bis zu geht nicht mehr! Laß Dich davon nicht bange machen. Du solltest Dir Deine Wunde ruhig mal mit dem Spiegel ansehen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß Du, egal wie groß sie ist, warscheinlich heulen wirst. Doch nur indem Du sie dir selber ansiehst, den Verband wechselst u.s.w. kommst Du damit besser klar. Du mußt sie aktzeptieren. Wenn Du dann Fortschritte siehst, wird auch alles andere besser glaube mir.

Ich gucke leider seit einem Jahr auf eine Stelle die nicht zugeht. Hier darum an alle eine Frage: Kann es sein, daß Stellen, die mehrmals kurz hintereinander aufgeschitten wurden, nicht oder schlecht heilen?

Wäre schön von jemanden zu hören.

Und an Dich, Cindy, laß Dich nicht bekloppt machen. Aktzeptier das Loch. Es geht wieder weg. Meine Sache ist wohl eine Außnahme.

Viel Glück und gute Besserung

Zcauberwa)ldx_81


@ Hetty

Hallo,

wie oft ist denn die Stelle schon aufgeschnitten worden??

Also es kann schon mal sein, dass so eine Stelle langsamer zuwächst, aber ein Jahr ist wirklich lang.

Leider muß ich sagen, dass manche Ärzte manchmal Mist bauen. Das eine Fistel wiederkommt liegt meistens daran, dass der Arzt nicht wirklich alles komplett herausgeschnitten hat. Ähnlich wie bei Krebszellen darf kein Rest übrig bleiben.

Hast du einen guten Hausarzt, der sich mit sowas auskennt?? Ansonsten such Dir einen spezialisten, der dir bei der Wundheilung helfen kann.

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