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Steißbeinfistel

Z-ulu


wieder da !!

Da bin ich wieder, aus den 5 Tagen Krankenhaus wurden 8 Tage und aus den 10cm wohl auch noch mehr...

Schnitt vom Analrand bis zur Steißbeinspitze! Da hab ich jetzte ne schöne lange Kluft. Schmerzen werden jedentag etwas weniger (Op war am 3.2.), sitzen kann ich noch nicht sehr gut, deswegen mach ichs auch kurz.

wie die Fistel so gross wurde weiss ich nicht, vielleicht waren die Fistelgaenge lange vor dem Abzes da? Es tat mir ja auch nicht sonderlich weh, aber die Gänge liefen halt die ganze Pofalte hoch, der Oberarzt meinte der längste schnitt der letzten Jahre. :-o

erste 2 tage druckverband, dann Tamponag raus (war wohl das schmerzhafteste was ich je erlebt habe) und danach 1 mal pro tag duschen und kompressen drauf. so sieht meine behandlung trotz der riesigen wunde jetzt auch aus. 1-2 mal täglich duschen und nur kompressen drauf zum schutz. Im Gegensatz zu Sitzbädern, 3-5 mal täglich duschen, und Salbe noch auf die wunde, kommt mir meine behandlung auch etwas wenig vor, aber vielleicht ist es auch besser die wunde so viel wie moeglich alleine heilen zu lassen? welche Salbe habt ihr denn noch drauftun muessen? Mit der wundbehandlung so stimmen krankenhaus und privatchirurg uebrigens ueberein. zuerst sterile kompressen und nun unsterile verschrieben bekommen? vielleicht ein fehler beim auschreiben, ich weiss es nicht?

sonst bin ich froh das es vorbei ist und bei einer solchen wunde brauch ich mir wenigstens keine gedanken machen das sie was vergessen haben ;-)

bis bald,

dennis

laitt+lefaoo\t


Mich hats auch erwischt

Hallo Leute,

hab mir ab Sonntag einen Abszess rausschneiden lassen, weil ich es vor schmerzen nicht mehr ausgehalten habe.

Der Abszess entstand durch eine Steissbeinfistel.

Heute war ich zur Nachuntersuchung im Krankenhaus und der Arzt sagte mir das er beim Öffnen des Abzesses die Fistel auch mit erwischt hat.

Der Hacken an der ganzen sache: die Öffnung der Wunde ist wahrscheinlich nicht gross genug (ca. 3-4cm).

Jetzt wollen sie abwarten wie der Heilungsprozess abläuft.

Kann mir jemand Tips geben wie ich die Wunde am besten sauber halte.

Ich habe nämlich irgendwie keine Lust mir ein noch grösseres Loch schneiden zu lassen.

Wäre für jeden Tipp dankbar!!!!!

Ssan^dMhaNx


Steißbeinfistel?

Hallöchen.

Nach einer kleinen Suche, bin ich auf diesen Thread gestoßen. Hätte mal eine kleine Frage, da ich mir eigentlich nicht sicher bin, ob ich überhaupt betroffen bin. :-)

Folgendes Problem: Vor ca. 6 Monaten hatte ich mal einen doch recht schmerzhaften "Pickel", genau in der oberen Hälfte der Pofalte. Habe ich mir erst nichts bei gedacht. Er wurde zwar recht groß, machte aber, außer beim liegen bzw. bei direkten Belastung beim Sitzen, keine großen Probleme. Er verschwand dann auch nach ca. 1,5-2 Wochen wieder. Zwischenzeitlich bin ich aus Zufall auf einen Bericht gestoßen, wo die "Steißbeinfistel" thematisiert wurde. Da habe ich mich schon zum Teil drin wieder erkannt. Nun halt mal 2-3 Fragen.

Wie erwähnt, ist diese Angelegenheit nun schon ca. 6 Monate her. Der "Pickel" bzw. der Knoten hat sich komplett zurück gebildet. Ist bei genauem Hinsehen nur noch ein kleiner, blauer Fleck zurück geblieben, welcher auch immer mehr verblasst. Auch hatte ich in der Zeit, wo er am größten war, keinerlei Eiterausfluss an der Stelle. Und auch sonst habe ich nirgends Eiterausfluss oder eine Stelle, wo sich Eiter entleert. So wie ich informiert bin, gehört das bei einer Steißbeinfistel in jedem Fall zu den Symptomen. Oder irre ich mich hier? Er machte in der Richtung überhaupt keine Probleme. Und wie erwähnt, ist hier im Grunde auch nichts mehr von zu sehen.

Nun frage ich mich aber, ob so eine Steissbeinfistel sich auch durchaus mal für einige Monate "verdrückt" und nicht mehr sichtbar und spürbar ist und sie hier evtl. im "stillen" schlummert, um später nochmals aufzutreten? Ich bin mir eben nicht wirklich sicher, ob es sich überhaupt um eine Steißbeinfistel gehandelt haben könnte. Wie gesagt, treffen die Symptome wie eine Stelle, an der Eiter austritt etc. überhaupt nicht zu. Vielleicht war es wirklich nur ein größerer Pickel an einer ungünstigen Stelle?

Im Moment müsste ich mir darüber eigentlich keine Gedanken machen, da ich keinerlei Beschwerden habe und sich an der Stelle auch 0,Nix tut. Aber kurz mal fragen, kostet ja nichts. :-D

Gruß

M%aurIixce


Re: SandMax

Eine Steißbeinfistel kann sich im Anfangsstadium über Jahre nicht mehr bemerkbar machen. Anfangs lag zwischen meinen Beschwerden mehrere Jahre, später Monate dann nur noch Wochen.

Ob das jetzt 'ne Fistel war oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Weiter oben stehen ein paar Links von mir zu Seiten die dir eventuell mittels Bilder weiterhelfen. Außerdem denke ich solltest du dich über Akne-Inversa informieren.

Geh AUF JEDEN FALL zum Arzt und las die Stelle auch heute noch untersuchen.

MHauEricTe


Re: Wundbehandlung

Natürlich muß eine offene Wunde von alleine wieder verheilen. Um so mehr man die Wunde umsorgt, um so weniger schnell verheilt sie. Sie braucht etwas Ruhe. Da die Stelle ziemlich schwierig Steril zu halten ist, ist es sehr wichtig die Wunde am Anfang vernünftig zu waschen.

Ich bin der Meinung Duschen ist besser als nur Sitzbäder. Beim Duschen wird die Wunde ausgespült (aber bitte nicht sofort nach der OP ausprobieren, wartet eine Woche oder so!). Dabei wird die Salbe und etwaige andere hartneckige Flüßigkeiten aus der Wunde gespült. Später habe ich dann auch Sitzbäder genommen, jedoch habe ich immer vorher geduscht (wer will schon im Eiter baden?).

Ob die Mulden steril sind oder nicht, wer sich regelmäßig neue drauf legt, muß sich darum keine Gedanken machen. Es sei denn sie sehen aus als wären sie schon mal benutzt :-o .

Wichtig ist das die Wunde sauber bleibt, aber nicht im übertriebenen Sinne. Die Stelle könt ihr niemals Steril halten, also müßt ihr eben öfters waschen. Anfangs habe ich mir 2x am Tag die Mulden erneuert und mich geduscht. Bei Bedarf, also bei erheblich austretendem Eiter oder Blut, auch öfters.

Auch wichtig ist, das im direkten Umfeld der Wunde keine Haare mehr stehen die in die Wunde gelangen könnten. Rasiert also einen größeren Bereich vorsichtshalber drumrum weg und macht das regelmäßig. Haare "speichern" Bakterien so gut, daß man durch Waschen die Haare nie so sauber bekommt wie normale Haut. Wer stärker Behaart ist und stark schwitzt, kennt das vielleicht von den Achselhöhlen. Sogar nach dem Duschen stinkt es immer noch unter den Achseln. Rasiert man aber die Haare dort weg, verschwindet auch der Gestank.

Gute Hygiene ist jetzt sehr wichtig. Ich bin fast durch und dusche mich täglich samt Verbandwechsel. Der Schnitt war 7cm lang und ich bin jetz in der 14 Woche nach der OP. Die Wunde ist fast restlos verschwunden.

Je nachdem wie gut euere Haut heilt, geht es schneller oder langsamer. Wichtig ist aber das ihr die Pflege bis zum Ende durchhaltet und sie auch mindestens einige Monate (also das Duschen und Rasieren) wenn nicht sogar für immer, dannach aufrecht erhaltet.

S&imo!nexxxx


Wundbehandlung- Kompressen in Wunde?

Mich hat's auch erwischt. Vor 4 Tagen hatte ich die OP.

Ich bin mir jetzt unsicher, ob ich die Kompressen in die Wunde legen soll oder nicht. Die Wunde ist ca 10cm lang und 4cm tief.

Im Krankenhaus waren sich 2 Ärzte deswegen uneinig.

Einer hat gesagt, dass ich die Kompressen in die Wunde legen soll, damit sich nicht der obere Wundrand verklebt. Das erscheint mir auch ganz logisch.

Der andere meinte, dass ich die kompressen davor lgen soll und nicht reinlegen.

Wie habt ihr das gemacht?

Ich spüle 4x tägl. die Wunde aus und lege die Kompressen, mit weißer Vaseline bestrichen, in die Wunde.

MJaurixce


Re: SimoneXXX

Also ich habe sie immer in die Wunde gelegt. Das Schlimmste war die Tamponage am Anfang, aber die war ich nach einer 1/2 Woche schon los. Dannach mußte ich (oder meine Freundin) eine Mulde in die Wunde legen bis sie fast ganz verschwandt, und andere Mulden wurden als "Deckel" benutzt um die Wunde von oben zu schützen.

Auch ich hatte nur eine vaseline-ähnliche Créme und die Mulden mehr nicht. Mit guter Hygiene sollte das aber auch reichen.

l|itt`lef}oot


Doch Schneiden

Hallo Leute,

nach der 2. Untersuchung heute hat der Artzt doch eine Fistel festgestellt.

Ich habe gedacht das er die Fistel nach Öffnen des Abszesses erwischt hat.

Jetzt will er mir auch so einen riesen Schnitt verpassen.

Was er nicht weiss: ich hab tierisch viel Schiss vorm Krankenhaus und das was sie darin mit mir machen. :-o

Jetzt meine Frage:

Gibt es eine Alternative zum radikalen entfernen der Fistel ???

Und neeehmt mir die Angst!!!!!!!

Mcau.ricxe


Re: Littlefoot

Wie groß soll der Schnitt denn werden?

Ich kann dir von mir berichten, daß die "Schmerzen" nach der OP nicht vergleichbar waren mit den Schmerzen einer entzündeten Fistel. Es war eine unglaubliche Erleichterung. Eine entzündete Fistel ist 1000x schlimmer!

Auch die Vollnarkose hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Vor allem hatte ich gedacht vom Beatmungsschlauch was zu merken. Aber ich schlief ein und wurde wieder wach, ohne irgendetwas zu merken! Die größten Schmerzen bereitete mir damals die Schwester beim Suchen nach einer geeigneten Vene. Kannst dir also vorstellen, daß die Schmerzen wirklich lächerlich sind. Dannach mußt du auch keine Schmerzen fühlen, denn du kannst dir im Krankenhaus Schmerzmittel geben lassen.

Ich hatte die Wahl zwischen Ambulant und Krankenhausaufenthalt. Ich habe mich für Ambulant entschieden und bin sehr zufrieden über den Verlauf. Mußt du denn unbedingt im Krankenhaus aufgenommen werden? Was ist mit Ambulant?

Die einzig wirklich wirksame Art eine Fistel los zu werden, ist die Radikal-OP. Aber nicht jeder Mensch ist dannach sein Leben lang frei von Fisteln. Sie können wiederkommen. Auch an ganz anderen Stellen! Aber die anderen bekannten Mittelchen verlangsamen nur den Wachstum der Fistel oder lindern vorübergehend die Beschwerden. Sie sind also auch keine endgültige Lösung. Und man sollte sich darüber im Klaren sein, daß um so länger der Fistel sich entwickeln kann, um so größer der Schnitt und die Schmerzen, um so länger die Heilungsphase sein werden!!!

Ich empfehle dir umgehend einen Termin zu machen damit du schnellstens mit der Heilung anfangen kannst. Einen Termin im Sommer rate ich dir aber nicht! Schau lieber zu, daß es in eine kältere Jahreszeit passiert. Da schwitzt man weniger und kann man die Stelle auch besser sauber halten!

Gute Besserung!

lFittlGe*fo>o2t


Re: Maurice

Hallo Maurice,

im Moment habe ich einen etwa 3cm großen Schnitt nach der Öffnung meines Abszesses.

Nach der Untersuchung heute zeigte mir der Arzt einen etwa 10cm langen und 3cm breiten Schnitt um die Fistel vollständig zu entfernen.

Das hat mich erst einmal von den Socken gehauen. :-o

Er meinte auch weiterhin das ich um einen stationären Aufenthalt (ca. 3-5 Tage UNI-Klinik) nicht rum komme.

Die Nachbehandlung hat er mir so geschildert wie bei dir.

Wäre es ratsam erst einmal die Wunde des Abszesses verheilen zu lassen (evtl. wäre der Schnitt ja nicht ganz so gross) oder sofort zu operieren ???

Mmauricxe


Re: littlefoot

Also ich bin ja kein Arzt. Außerdem beschäftige ich mich mit dem Thema intensiv erst seit einem halben Jahr.

Aber ich glaube nicht das die Größe des Schnittes mit deinem Abzess zusammenhängt. Bei der Radikal-OP schneidet der Chirurg immer ein wenig gesundes Gewebe um die Fistel mit weg, um sicher zu gehen das auch wirklich alles von der Fistel entfernt wird. Denn wenn nicht alles weg ist kommt sie 100% wieder.

Die Größe des Schnittes orientiert sich also an der Größe der Fistel. Wenigstens wurde es mir immer so erklärt und so wird es auch in den Artikeln die ich habe finden können, beschrieben.

Wenn dein Arzt einen so gro0en Schnitt voraussieht, dann ist deine Fistel und/oder die Kanäle bereits ziemlich weit entwickelt. Ich denke mal das der gro0e Schnitt auch der Grund für den Krankenhausaufenthalt ist. Bei mir war er ja "nur" 7x3x4 (LxBxT).

Bei Zulu (siehe oben) war er auch vergleichsweise groß. Vielleicht kann er dir näheres erzählen zu seiner OP und seinen Erfahrungen- Denn er macht bereits das durch, was dir noch bevor steht.

Mbarxius


Leidensgenosse

Ihr macht mir echt Angst. Ich laufe jetzt

schon seit sieben Jahren damit rum. Ich

hatte nie Schmerzen, ausser damals, als

ich beim Skifahren paarmal auf den

Hintern gefallen bin. Konnte danach

kaum mehr laufen. Nach der Hafenrund-

fahrt beim Arzt, habe ich es lieber bei

den verschriebenen Salben gelassen und

bin nicht mehr hin.

Jetzt die Tage habe ich gemerkt, dass

Ich noch eine zweite Fistel bekommen

habe. Aber ne ganz kleine. Die andere

ist erbsengroß. Jetzt im Sommer gehe ich

aber nicht mehr zum Arzt. Aber im Herbst

muss ich wohl. Wie sieht die Ritze eigentlich

nach der OP aus ???

Mann hab ich Muffe.

Vor allem kann ich nicht wochenlang der

Arbeit fernbleiben.

Gruß

M>auriMcxe


Re: Marius

Hallöchen Marius,

herzlich wilkommen ;-D

Tja nach der OP sieht die Ritze so aus wie vorher nur mit 'ner Narbe drin. Stört einem nicht weiter, es sei denn du stellst deinen Hintern gerne zur Schau :-D

Ob es bei dir so wird wie bei Zulu, Littlefoot oder mir, mußt du erst mal abwarten. Es gibt auch kleine Fistel die sogar unter örtlicher Betäubung entfernt werden können. Und wenn sie noch klein sind, hast du es bestimmt auch schnell hinter dir.

Geh in jeden Fall noch zum Arzt, aber laß dich besser nicht vor'm oder im Sommer operieren. Warte die etwas kälteren Jahreszeiten ab. Verlege die OP in eine für die Arbeit möglichst günstige Zeit in den kälteren Jahreszeiten.

Nochmals, wenn es klein ist, bist du in kürzester Zeit wieder auf der Arbeit. In der Regel wird man 4 Wochen krank geschrieben. Aber das hängt ganz von der Art und Größe der OP und Wunde ab.

Informier dich und viel Glück!

Mparixus


Re: Maurice

Erstmal vielen Dank an Maurice und natürlich auch die anderen.

Ich habe mal das komplette Thema durchgelesen. Von entferntem

Gewebe, groß wie ein Pfirsich, wird da geredet. Nicht das ich danach

kein Arsch mehr in der Hose habe ?

Ich habe beide Fisteln ganz oben an der Ritze. Ausser haut und Knochen

ist doch dort nix.

Auch ist mir noch nicht klar, wie sowas wachsen kann. Das Loch an der

Haut bleibt ja an der gleichen Stelle. Innen endet der Fistelkanal am

Steißbein. (Knochen) Diese Stelle kann doch schließlich auch nicht

wandern.

Naja. Vielleicht hab ich ja auch Glück.

S=pitxi1


Persönliche Fistelgeschichte

Hallo erst mal an alle Leidensgenossen,

ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen und habe mir erst einmal alle Beiträge durchgelesen. Ich denke, dass ich vielleicht auch ein paar nützliche Tipps hier abgeben kann, da ich schon zwei OP´s hinter mir habe.

Angefangen hat das ganze Thema mit 16 Jahren. Es war einfach ein kleiner Punkt am oberen Ende der Pospalte, aus dem immer wieder ein bißchen Sekret ausgetreten ist. Eigentlich nichts wildes, nur eben unangenehm. Es hat nicht geschmerzt und auch nicht irgendwie behindert. Mein Arzt hat es eigentlich sofort als Steißbeinfistel identifiziert und es war klar, dass die nur durch eine OP zu entfernen ist. Die OP wurde im Krankenhaus unter Vollnarkose gemacht. Sie haben damals einen etwa 6 cm langen Schnitt gemacht der etwa 3 cm tief war. Das Gewebe wird oval ausgeschnitten. Für alle die denken, dass Ihre Fistel nicht so groß wäre weil man von außen nichts sieht - der Arzt spritzt vor der OP eine Kontrastflüssigkeit in die Fistelgänge. Alles was sich verfärbt wird großzügig weggeschnitten. Und je länger man mit der OP wartet, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Fistel sich weiter ausbreitet.

Der Chirurg hatte die tolle Idee, den Schnitt oben und unter mit zwei drei Stichen zuzunähen, damit die Wundheilung schneller von statten geht. Ganz toll - die Schmerzen nach der OP waren viel größer, weil das ganze unter Spannung stand und außerdem haben sich zwei Taschen gebildet, die viel schwerer sauber zu halten waren. Das Ende vom Lied war, dass nach ca. 8 Wochen eine Tasche immer noch nicht richtig zugewachsen war und geeitert hatte. Also noch einmal ins Krankenhaus und ausschaben. Nach ca. 4 Wochen später war die Wunde dann entgültig verheilt. Die Narbe war nicht besonders schön und bei Belastung hat Sie immer ein wenig geschmerzt. Auch noch Jahre danach. Na ja, ich habe gedacht das muss eben so sein. So ein Forum kannte man ja noch nicht.

Im Jahr 2000, 12 Jahre nach meiner ersten OP, bekam ich auf einmal wieder starke Narbenschmerzen. Die hatte ich vorher schon öfter bekommen, wenn ich die Narbe stark belastet hatte z.B. bei Sit-ups. Die Schmerzen ließen aber meistens nach 2 Tagen wieder nach. Dieses mal jedoch schwoll die Narbe sehr stark an. Sie war heiß und äußerst druckempfindlich. Man konnte fast zusehen, wie sie stündlich immer größer wurde. Ich bekam Fieber und mir war schlecht vor Schmerzen. Als ich nach zwei Tagen abends zum Arzt ging hat er mich sofort in ein Krankenhaus eingeliefert. Ich wurde sofort am nächsten Morgen operiert.

Diesmal mit einer Rückenmark-Narkose. Ich kann nur sagen super. Der Chirurg hatte diesmal ein richtig großes Loch geschnitten. Ca. 10 cm lang und 6 cm tief. Nach der OP war ich nicht so kaputt wie nach einer Vollnarkose. Die Tamponage wurde nach einem Tag das erste mal gewechselt. Das war wirklich das schlimmste an der ganzen Geschichte. Ging aber auch schnell vorbei. An diesem Tag wurden die Kompressen noch ein paar mal von den Schwestern gewechselt. Ein Tag später mußte ich das schon selbst machen - und duschen wird zur Lieblingsbeschäftigung. Mindestens 6 mal am Tag sollte ich die Wunde ausduschen. Danach habe ich sie nur ausgerieben (kostet anfangs tierisch Überwindung) und das wars. Keine Sitzbäder, denn dann sitzt man die ganze Zeit in den eigenen Keimen.

Der Chefarzt hat mir eine Wundheilung von ca. 8 bis 9 Wochen prognostiziert aufgrund der Größe der Wunde.

Weil ich aber auch in 6 Wochen nach Australien wollte hat man versucht die Wundheilung etwas zu beschleunigen. Dabei wurde nach etwa drei Tagen keine Kompressen mehr in die Wunde gelegt, sondern Schaumstoff. Ich konnte mir das Anfangs überhaupt nicht vorstellen was das sein sollte. Dieser medizische Schaumstoff wird so zurecht geschnitten, dass er die ganze Wunde ausfüllt. Die poröse Oberfläche führt zu einer besseren Gewebebildung. Nach und nach kann man den Schaumstoffkeil immer kleiner machen. Das war wirklich eine Super-Sache. Und nach ca. 6 Wochen war die Wunde auch ganz geschlossen. Ich habe nun überhaupt keine Probleme mehr mit dieser Narbe. Ich kann sie voll belasten und habe keine Schmerzen. Auch ist diese viel besser (schöner) verheilt die erste. Hoffen wir dass es so bleibt. Ganz sicher sein kann man wahrscheinlich nicht. Da ich aber Vergleichswerte habe bin ich zumindest optimistisch.

Fazit: Jedem der eine Steißbeinfistel hat kann man nur raten diese so schnell wie möglich operativ entfernen zu lassen. Alles andere ist nur aufgeschoben aber nicht aufgehoben. Es hat nur eine größere OP zur Folge.

Außerdem geht in ein Krankenhaus, dass sich damit auskennt und einen guten Ruf für Fistel-OP´s hat. Es ist eigentlich ein lapidarer Eingriff aber man braucht offensichtlich doch etwas Erfahrung damit es zu keinem Rückfall kommt. Fragt nach der Möglichkeit einer Rückenmark-Narkose. Die ist viel verträglicher (ist natürlich individuell verschieden). Zumindest ist das meine Erfahrung. Außerdem fragt euren behandelnden Arzt nach diesem medizinischen Schaumstoff zur Wundbehandlung. Bei mir hat es hervorragend geklappt.

Ich hoffe ich habe denjenigen, denen es noch bevorsteht nicht all zuviel Angst gemacht. Aber ich finde es besser, wenn man weiß was auf einen zukommt. Und verglichen mit den Schmerzen einer geschlossenen und verkapselten Fistel ist die OP ein klacks.

Viel Erfolg und gute Besserung.

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