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Steißbeinfistel

srynapxs


mal eine frage, wie habt ihr es euren chefs gesagt? ich mein ihr konntet ja vor der op trotzdem zur arbeit gehen und jah hmmm stell mir das unangenehm vor

Heute angerufen, gesagt das ich eine schlechte Nachricht hab und kurz die Steißbeinfistel erwähnt. Er war vielleicht nicht begeistert, aber er weiß auch, das ich dafür ganz gewiss nichts kann, dass ich sowas jetzt hab.

Dann hat er mir gute besserung gewünscht und alles war geregelt!

Morgen gehts dann ab zur voruntersuchung und übermorgen gibts die erste von 2 OPs, wird schon, denke ich mal :)z

Mjagtzxel


Mal eine kurze frage, damit ich nicht alles durchlesen muss. und zwar wo geht man am besten hin mit ner steißbeinfistel?

(würde auch ein hautarzt gehen der auch was mit geschlechtskrankheiten zu tun hat?)

lg

BSastix777


Erste Anlaufstelle wäre der Hausarzt. Der wird Dir ne Überweisung geben: Ideale Kombination wäre ein Proktologe mit chirurgischer Ausbildung (Proktologen sind häufig auch Internisten oder Chirurgen). Alternativ wäre auch direkt ein Allgmeinchirurg der passende Arzt. Der Hautarzt würde Dich auch zum Chirurgen bzw. Krankenhaus überweisen.

P2ercxy


leide seit einer Woche auch an einem Pilonidal sinus. Letzten Donnerstag war ich bei meinem Hausarzt, der mich dann gleich zum Proktologen ins Krankenhaus überwies. Dort wurde ich am Freitag operiert.

Leide jetzt unter Schmerzen, kann nicht sitzen und nicht liegen. Kann mir jemand sagen, ab wann man im Normalfall mit Schmerzlinderung rechnen kann?

aoqua riusx78


@ Percy:

Gute Besserung vorweg. Die Schmerzen sind bei jedem "piloni-Patienten" anders.

Gleich nach meiner 1. Operation hatte ich große Schmerzen, es wurde aber von Tag zu Tag besser: ab ca. Tag 5 nach der OP ging es stetig bergauf, was die Schmerzen betrifft.

Nach meiner 2. (und letzten :)z) Operation hatte ich fast gar keine Schmerzen - ABER: ab dem 3. Tag ganz heftige Schmerzen, die auch ein ganzes Weilchen angehalten haben. Es war aber irgendwie auszuhalten.

Was ich so herausgelesen habe, berichten einige in Erzählungen, dass der 3. Tag meist recht schmerzhaft ist - und ab der 3. Woche sollte es sehr, sehr viel besser sein.

Gib´ Deinem Körper Zeit!

Und wenn es dann mal verheilt ist bei Dir: Eine Narbe an sich "arbeitet" lt. meiner Kenntnis bis zu 18 Monate.

Gruß! *:)

PSaxli


@ aquarius78

es ist wirklich so, dass die Narbe nach der Verheilung noch so lange "arbeiten" kann?

Diese Information beruhigt mir bischen, weil ich derzeit "komische" Gefühle habe, hauptsächlich nach dem Radfahren oder Autofahren. Meine Wunde ist ca. 4 Monate verheilt und diese "komische" Gefühle habe ich seit 1-2 Monaten. Ich war auch beim Chirurge, er hat aber nichts gesehen und meinte auch, dass die Narbe "arbeiten" kann. Vor 2 monaten habe ich auch einen Pickel unter der Narbe gefunden, der ist aber nach zwei Wochen verschwunden und hoffentlich war es nichts bedeutendes. Momentan spüre ich den "komischen" Druck rund um der Narbe immer seltener und hoffe, dass es wirklich nichts schlimmes ist....

a9quagrius7x8


@ Pali:

Ich bin kein Experte - nur Fistel-Geschädigte! ]:D

Aber das mit der Narbe, die noch viele Monate nach der OP "arbeitet", habe ich gelesen - auf einer ganz informativen (englischsprachigen) Seite (www.pilonidal.org) und in einem medizinischen Buch (in meinem Bücherregal ;-D).

Mach´ Dir nicht zu sehr ´nen Kopf - und wenn selbst der Chirurg sagt, es ist in Ordnung, glaube ihm einfach. Ich weiß, ist leichter gesagt, als getan. :°_

Grüße nochmal an alle!

snynaxps


Sers,

Bin seid gestern endlich ausm Krankenhaus entlassen worden.

Bei mir kam zum Glück die Limberg Plastik zum einsatz, womit man in der Klinik sehr gute erfahrungen gemacht hat!

Hatte nur kurz nach der OP schmerzen bis ich das schmerzmittel bekommen habe, seitdem keine mehr :)^

Fühlt sich ein wenig komisch an beim sitzen oder beim Autofahren. Aber ansonsten war das schmerzhafteste bisher das Desinfizieren beim ersten Verbandswechsel!

Wünsche allen "Fistel-Geschädigten" gute Besserung *:)

Pbalxi


aquarius78

die Seite (www.pilonidal.org) ist wirklich gut ... endlich habe ich ausführliche Info gelesen und hauptsächlich die FAKTEN ...

Danke

T'ooB


So guten Tag erstmal ;-)

Würde gern mal von meinem Leidensweg erzählen .. un der is echt schlimm :D..

Ich glaube, dass ich schon eine ganze Weile (Jahre(Bin erst 19)) diese Fistel habe.

Doch seit Mitte letzten Jahres erst, bekam ich noch diesen bösen Abszess dazu.

Nun habe ich mich endlich entschlossen gehabt, zum lieben Arzt zu gehen (Anfang August).

Nach dem schnellen Befund des Hausarztes (Abszess) wurde mir empfohlen zum Chirurgen zu gehen.

Natürlich bin ich das dann auch, zu meinem Lieblings Dok ........ (vor nem Jahr hatte ich mehrere Op's an meinem "damaligen" eingewachsenen Zehnagel >.<).

Auf jeden Fall wollte er nicht lange drumherum reden und hat Steißbeinfistel festgestellt und natürlich, so wie ich ihn eben kenne, hat er auch gleich ohne viel zu fragen angefangen, das Ding zu spalten .. "aua"

naja ..

Danach täglich frisch verbinden lassen ..

Morgen vor einer Woche also am 30.09.09 wa dann die große Op..

Meine erste Vollnarkose .. ich fand sie klasse :D..

Ok zur Sache.

Der liebe Doktor, hatte meine Fistel großzügig ausgeschnitten und danach zugenäht !!

Natürlich hab ich das mit ihm ausgemacht, da es eine Möglichkeit ist, auch wenn sie meist nichts bringt, ich wollte es versuchen, da ich es mir nicht leisten kann lange krank zu sein.

Soweit so gut .. bist Samstag ...

Hölle..

Ich hatte ein pochen in der Wunde, als würde man mit einem Druckhammer in die Wunde hämmern..

Fieber .. -> kurz davor zum Notarzt zu fahren, habe dann doch den Herr Chirurgen angerufen.

Und plötzlich lies das Fieber nach .. er meinte ich soll morgen normal zu meinem Termin kommen.

Alles klar .. ich leg auf steh auf (ja sitzen ging mittlerweile wieder einigermaßen).. und WAS IST DAS ..

Das ganze schöne Kissen wa rot und stank ...

Jah super .. -> ins Bad gerannt und mich mit Saugeinlagen und Zewa voll gestopft.

Am nächsten Tag geduscht .. damit mir es ein wenig besser ging .. und ab zum Arzt .. dort ist dann etwas ganz ganz unangenehmes passiert...

Der Dok öffnete die Wunde.. Leute solche Schmerzen hatte ich noch nie.. und sie wurden Stärker nach jedem geöffneten Knoten...

Danach hatte er die wunde desinfiziert ausgewischt und verbunden ..

Eine Spritze mit Schmerzmitteln bekam ich auch.

Nun gut ..

Heute (06.10.09) wa ich bei dem 2ten Verbandswechsel auch leicht schmerzlich aber erträglich.. er entfernte noch ein paar knoten aus der tiefe, da die Wunde ja von unten her zugenäht wurde.

ich hoffe mal, dass es jetzt nur noch besser wird.

Meine Frage-

Was hat es mit diesem abschaben von diesem Granulat oder was das ist zu tun?

Hab das jetzt schon öfters gehört und das ist nun das einzige wovor ich noch richtig bammel hab..

Alles in einem geht es mir aber wirklich super gut ..

keine Schmerzen und keine sonstigen Beschwerden.

Mir wurde dann noch Traumeel empfohlen, holte ich mir auch gleich.

bin ma gespannt ..

Das Phänomen "Steißbeinfistel" ist schon seh interessant .. muss jeder mal mitgemacht haben :D:D ;-) :-D eine ganz neue Lebenserfahrung *g*

Aber bitte einmal und nie wieder ...

Ich empfehle für Patienten die noch nicht sich getraut haben zum Arzt zu gehen:

-sofort nach erkennen irgendwelcher Hubbel am Steißbein, Löcher in der Po Spalte oder irgendwelchen Schmerzen in der Region zum Arzt gehen.

-Wenn noch kein Abszess (Eiterung (dicker Hubbel auf dem Steißbein)) vorhanden ist, ist das operieren am erfolgreichsten und es KANN vernäht werden, leider besaß ich davor diesen Abszess allerdings hoffte man ihn durch spalten zu entfernen .. klappte zwa gut aber nicht vollständig, bei diesem zustand AUF KEINEN FALL nähen lassen.

-Ich würde nicht in ein Krankenhaus gehen, aus eigener Erfahrung, geht am besten zu einem Chirurgen der Operationen Ambulant durchführt.

Ich bin morgens in das OP Zentrum gefahren worden und mittags um 15 Uhr wa ich wieder daheim.

Außerdem wird meine Wunde bis zum vollständigen verheilen komplett vom Dok behandelt.

-Nach der OP, keine Aktivitäten ausführen.. das ist wichtig, mir ging es nach der OP super, nach dem aufwachen kümmerte ich mich um meinen leeren Magen und um Flüssigkeitseinnahme sowie um ein kleines Gespräch mit der Frau Helferin =P.. nach der Entlassung ging es mir so gut , dass ich gleich nachdem ich nach hause gefahren wurde, selber in mein Auto stieg un rum fuhr..

Der schaurige schlag ins Gesicht wa dann eben die entzündung der Wunde.

Also schön hinlegen ;-)

So.. iwie war das jetzt viel mehr als ich schreiben wollte, aber irgendwie habe ich so einen Zwang meine Erfahrungen der Welt zu präsentieren.. ich hoffe ihr seit mir nicht böse ;-) ..

Habt ihr noch irgendwelche Tipps oder könnt ihr mir sagen auf was ich achten sollte??

und wie gesagt, kann mir wer sagen was noch schmerzhaftes auf mich zukommen könnte? irgendwas mit abschaben? ;-D..

naja schönen Abend =)

LG

Tobii =P

s`ynzapxs


@ TooB

Hört sich so an als hättest du nach dem zunähen keinen Verband bekommen?! Bzw keinen Krankenhausaufenthalt mit Drenage?!

Also bei mir wurds am 24.09.2009 weggeschnitten und ebenfalls zugenäht (Limberg Plastik)

2 Tage zufor hat es bei mir auch geeitert!

Bis zum 27.09.2009 lag ich dann im Krankenhaus mit Drenage die nachblutungen absaugte! Bin dann sofort nach entfernung der Drenage entlassen worden.

Konnte auto fahren, sitzen und gehen ohne jegliche Probleme, außer vll das der Verband unangenehm war. Noch nichtmal dieses Sitzkissen brauchte ich!

Hatte seid dem, 5 oder 6 Verbandswechsel und die Naht sieht sehr gut aus!

Morgen bekomme ich die Fähden gezogen und habe immer noch keine Probleme!

Hört sich bei dir so an, als wenn man das nicht wirklich fachmännisch gemacht hätte.

Ich darf bis heute nicht duschen! 1. Wegen dem Verband! Und 2. Weil ne zugenähte Wunde immer noch eine Offene Wunde ist!

Tut mir leid das ich das so sage, aber das hört sich wirklich so an, wie du das beschreibst.

Hygiene ist auch ein wichtiger Punkt! Anstatt normal abwischen nach dem Stuhlgang, nochmal mit dem Waschlappen sauber machen!

P+erxcy


hatte auch nach meiner OP noch nen Krankenhausaufenthalt. Allerdings wurde bei mir nicht zugenäht. Mir wurde die offene Wundbehandlung empfohlen. Fand ich aber auch besser, als gleich wieder nach Hause entlassen zu werden. Immerhin steht man im Krankenhaus unter ständiger Betreuung, falls irgendwas passiert.

Bin eigentlich recht zufrieden damit. Und mir wurde auch gesagt, dass ich duschen könnte. Ich müsste nur eben den Verband (Jodotamp) rausnehmen. Allerdings weigere ich mich das zu tun.

Ich hab noch leichte Probleme beim Sitzen, wobei die jetzt von Tag zu Tag besser werden.

Und ich werde auch täglich von meinem Doc betreut. Ist zwar nicht der operierende Arzt, aber das ist mir eigentlich recht egal. Hab Vertrauen zu meiner Ärztin und auch der Chefarzt im Krankenhaus meinte, dass ich bei ihr in guten Händen sei.

TjooB


Danke für die Antwort, in nem Krankenhaus war ich dannach nicht, wie gewsagt, wurde Ambulant gemacht.

Drainage hatte ich auch nicht .. wird wohl daran gelegen haben .. aber einen Verband hatte ich ;-)

Mittlerweile habe ich keine Schmerzen mehr ..

Ist der 3te Tag nach dem öffnen der Naht und der 7Tag nach der OP.

Null schmerzen, allerdings sitze ich noch nicht richtig, eher nach vorne gebeugt, tut zwar nicht weh, ist aber unangenehm.

Um 12 muss ich wieder zum Massaker Dok x) ..

Ich hoff der scheiß heilt jetzt.

Der Arzt möchte den Heilprozess komplett unter eigener Kontrolle machen, dass heißt, dass ich bis ich kein verband mehr brauch jeden Tag zum Arzt fahren darf..

Er spült und wischt das immer mit so einer dunkelbraunen "Soße" aus.. was er da noch macht kann ich nicht beurteilen, es zwickt n paar mal un dann ziehts , dann brennts kurz un dann darf ich heim .. aus gepolstert ^^..

Duschen darf ich nicht, nach dem Stuhlgang wisch ich normal ab dann bissel feucht dann trocken.

Wenn ich mich selber wasche, tu ich bis zum Verband mit einem Waschlappen alles sauber machen.

skynkaps


Jetzt hörts sich sersiös an :)^

Dann mal noch viel Glück auf deinem weiteren Genesungsweg ;-)

Achja, meine Fäden sind raus und alles ist super :)^

cMhristi]an01x9


Hallo Ihr Leidgenossen!

Auch ich bin ein Opfer der fiesen Pilonidalsinus...und das mit 23!

Bei mir fing alles vor 2 Jahren an.

Ich passe typisch ins Klientel der fiesen Verwucherung.

Viel schwitzen, ziemlich behaart am Po und damals noch ne meist sitzende Tätigkeit als Bankkaufmann.

Bei mit trat der kleie Punkt erstmals bei einem Fussballspiel auf, ich dachte zuerst, es sei nur ein Pickelchen, welches aufgegangen wäre. Als ich dann zuhause nachschaute erkannte ich, dass es eine kleine Öffnung in der Porille war, die beständig leicht rötliches Sekret absonderte.

In meinem jugendlichen Leichtsinn ignorierte ich es einfach. Auch war es mir ehrlich gesagt ziemlich peinlich, mit jemandem darüber zu reden. Ist ja ne ziemlich delikate Stelle.

Dann hatte ich auf einmal auch mehrere Monate Ruhe. Schmerzen hatte ich sowieso keine. Ich tat es einfach als kleine Entzündng ab, welche wieder verheilt war.

Doch dann kam der große Knall. Ein gutes Jahr später hatte ich solche Höllenschmerzen, dass ich nicht mehr sitzen, stehen, liegen oder sonstwas machen konnte. Hab mir dann selbst die Wunde aufgedrückt. Eiter und Blut kamen heraus, die Schmerzen waren weg und ich hatte miene Ruhe. Nun recherchierte ich im Internet und kam zum Schluss, dass ich eine Steißbeinfistel mein Eigen nennen "darf"...

Nach innerem kampf raffte ich mich auf und ging zu einem Proktologen. Mir war nach meinen Internetrecherchen ziemlich klar, dass operiert werden muss. Trotzdem hatte ich noch ein bisschen Hoffnung, dass ich es konventionell behandeln lassen könnte und dabei Erfolg hätte.

Denkste.

Nach 5 Minuten beim Proktologen hatte der sich das Ding angeschaut und es eindeutig als Steißbeinfistel identifiziert und mich zum Chirurgen überwiesen.

An alle die ein unangenehmes Gefühl verspüren, einem weitestgehend fremden Menschen einen Blick auf ihren nackten Hintern mit einer siffenden Öffnung zu präsentieren: Is nicht schlimm...hört sich abgedroschen an, aber der gute Mann/die gute Frau haben schon andere Sachen gesehen, die weitaus ekliger aussehen.

Mit einer gewissen Portion Humor kommt man da ziemlich locker durch. Ausserdem gibt es an der Sache nichts, wofür man sich schämen müsste, das kann so gut wie jeden treffen!

Nachdem ich meine Überweisung zum Chirurgen in Händen hielt holte ich mir direkt einen Schnippel-Termin.

2 Wochen später war es dann so weit.

Der Eingriff wurde ambulant von einem Chirurgen mit OP-räumlichkeiten vollzogen.

Im Vorgespräch wurde ich eher mäßig beraten und kam nur durch gezieltes Nachfragen zu aufschlussreichen Antworten. Also IMMER vorher genau im Netz informieren!!!

Da der Doc jedoch einen ausgezeichneten Ruf als Chirurg hat und meine Mum (Apothekerin) auch noch nie klagen über ihn gehört hatte, entschloss ich nicht an seinen Fähigkeiten zu zweifeln.

Leider machte ich 2 Tage vor dem Eingriff den Fehler, im Netz nach BILDERN von postoperativen Wunden zu suchen! Was ich da sah, entsetzte mich so sehr, dass ich die OP absagen wollte. Ich hatte einfach nackte Angst. Forenbeiträge von Fistelbesitzern mit schlechten Erfahrungen verstärkten meine Absichten. Nirgends fand ich auch nur einen positiven Bericht! (Nun weiss ich auch warum...bei jedem, der die OP gut überstanden hat, stellt sich ein Glücksgefühl ein, welches die schlechten Gedanken an die Zeit vor der OP verdrängt. Deshalb habe ich mich heute dazu gezwungen, auch einmal einen positiven Bericht zu schreiben, der manchen hoffentlich die Angst nimmt!)

Die OP dauerte eine Stunde und wurde unter Vollnarkose durchgeführt.

Zum Glück konnte die Wunde genäht werden, jedoch musste laut Doc "einiges..." an bösem Gewebe herausgeschnitten werden. Es traten laut seiner Aussage auch keine Komplikationen auf.

Ich hatte auch lediglich leichte bis mäßige Schmerzen, als ich am selben Tag zu Hause war. Nichtmal die Drainage, die mir aus der Tiefe der Wunde gelegt wurde, tat in irgendeiner Weise weh.

Am nächsten Tag musste ich zur Nachuntersuchung. Mir wurde die Drainage schmerzlos entfernt, kleine Zwischenfäden entfernt und der Verband gewechselt. An sitzen war nicht zu denken, stehen und laufen fiel auch eher schwer. Aber wie schon erwähnt hatte ich nur sehr geringe Schmerzen, was evtl auch an den klasse Schmerztabletten (Sympal) gelegen haben kann.

Als ich dann den Doc nach den Heilungschancen fragte, fiel mir jegliche Farbe aus dem Gesicht. Er meinte, dass es drauf ankommen würde, ob sich die Wunde entzündet oder nicht. Meine Chancen für einen ruhigen Heilungsverlauf lägen maximal bei 55 %! WOW....dachte ich mir, cu soon, Chirurgenskalpell....

Also musste ich noch penibler auf Sauberkeit und Trockenheit der Wunde achten, als ich es mir eh schon vorgenommen hatte.

Es wurde vereinbart, dass die postoperative Wundversorgung bei meinem Hausarzt erfolgen sollte.

Als dieser sich dann am darauffolgenden Tag meinen Hintern anschaute, war er erst verwundert, eine genähte Wunde zu sehen, beruhigte mich aber sogleich. Beide Methoden wären in Ordnung, wenn man darauf achten würde, dass sich die Wunde nicht zu schnell schliesst.

Ich sollte am nächsten Tag wiederkommen.

Fast Panische Angst hatte ich nun also davor, den ersten Stuhlgang mit frischer OP-Wunde abzusetzen. Ich traute mich erstens nicht mich zu setzen aus Angst davor die Naht könne reissen und 2. machten mir Bakterien Angst. Ich sollte schliesslich noch nicht duschen, und ohne Duschen, bzw. Wasser bekommt man diese Stellen eben nicht einwandfrei sauber. Und nach den Geschichten des Doc hatte ich riiiesen Bammel vor ner Infektion!

Also ging ich 3 Tage nicht auf Toilette. Ich sage nicht, dass das gut wäre, ich hatte aber solch eine Blockade im Kopf, dass es auch einfach nicht ging.

Beim 2. Verbandswechsel vom Hausarzt meinte dieser, dass ich nun beginnen könne, die Wunde 2 mal am Tag auszuduschen. Von Cremes, Salben und Sitzbädern sollte ich Abstand nehmen. NUR Wasser. OK dachte ich, dann eben nur Wasser. Ich vertraute einfach dem Arzt.

Er meinte, dass viiiel Vitamin C sehr Heilungsfördernd wäre. Hab mir deswegen jeden Tag 2 Orangen und eine Zitrone mit Traubenzucker gepresst und getrunken. Bilde mir ein, dass es geholfen hat! Auch Arnika-Kügelchen habe ich regelmäßig genommen, die helfen mMn auch ziemlich gut, den Heilungsprozess zu beschleunigen.

Also gut. Ausduschen...hört sich nach schmerzen an. Denkste. Das merkt man fast garnicht! Fühlt sich eher wie ein kitzeln an, als wie ein Schmerz. Nach ein paar Tagen konnte ich sogar mit dem harten Duschstrahl direkt in die Wunde halten, ohne Schmerz zu verspüren! Und wenn ich als wehleidigster Mensch überhaupt das sage, stimmts! ;-)

Die Wunde machte sich gut, nur die Fäden (3 Stück) fingen nach einer Woche an zu schmerzen, so dass diese nach 9 Tagen schmezlos entfernt werden konnten. Zu den Schmerzen noch ganz kurz: Ich hätte mir allgemein niiiiie zu träumen erhofft, dass die ganze Geschichte so schmerzlos dahergeht. Wenn man sich schont, nicht zu viel bewegt und immer schön duscht, kann man sich bis auf die Einschränkung des Nichtsitzenkönnens ganz normal verhalten. Zum Glück!

Als die Fäden gezogen wurden hat der Doc die Wunde mit einer kleinen Pinzette ein wenig gespreizt, damit sie schön von Innen heraus zuheilen kann und es sich keine Entzündung in der Wundhöhle bildet. Dieses spreizen sollte ich die nächste Woche über jeden 2. Tag mit einem Wattestäbchen selbst machen...Uahahaha...dafür musste meine Freudnin herhalten!^^ Ich war extra-lieb zu ihr, so dass sie Gnade walten lies und ganz vorsichtig war! ;-)

Der Doc war sehr zufrieden mit meiner Wunde und meinte nun, 2 1/2 Wochen nach der OP, dass wir so langsam die Wunde zuwachsen lassen könnten. Ich soll nicht mehr mit dem starken Strahl spülen, und nur noch einmal täglich spülen. Daran halte ich mich jetzt, und ich bin guter Hoffnung. Komplett zu sitzen traue ich mich noch nicht, weil ich Angst habe, es könnte wieder ein bisschen aufreissen und stark bluten, was die Wunde auch immer tut wenn ich stark geduscht habe. Doc meinte aber dass das noicht schlecht wäre, dann würde sich die Wunde auch immer gut reinigen. Ich gehe davon aus, dass ich innerhalb der nächsten paar Tage anfangen werde, die Stelle zu belasten und das Sitzen trainieren werde.

Wenn jemand noch weitere Fragen hat, kann er mir gerne eine PN hinterlassen. Bei Interese schicke ich auch gerne meine Bilder von der Wunde zu!

Abschliessend bleibt zu sagen, dass, wenn man seine falsche Scham überwunden hat, der Rest einfacher ist als Gedacht. Klar ist es unangenehm, umständlich und auch ein wenig schmerzhaft. Aber immer noch besser als mit der Gewissheit zu leben, dass man irgendwann den Schritt wagen muss.

Lasst euch von den negativen Beiträgen nicht zu sehr einschüchtern, ich glaube ernsthaft, dass Leute, bei denen die OP gut verlief, so gut wie niemand seine Erfahrung hier preisgibt! Und das sind sicher einige.

Mit miener OP-Methode bin ich zufrieden und denke auch, dass wenn man die Wunde immer ein bisschen geöffnet hält und somit dem Wundsekret die Möglichkeit gibt abzufliessen die Chancen sehr gut stehen, schnell aus der Geschichte herauszukommen. Natürlich kann es sein, dass ich auch einfach nur Glück hatte. Das wichtigste ist einfach Sauberkeit und die Wunde trocken halten!

Ich bin daheim auch die meiste Zeit nur in Boxershorts rumgelaufen, damit ich jaaaa nicht schwitze oder sich keime bilden können.

Wie gesagt, ich hoffe, dass dieser ausführliche Bericht irgendjemandem da draussen hilft, einer bevorstehenden OP nicht so ängstlich entgegenzustehen wie ich das getan habe.

Danke fürs lesen

Chris

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