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Steißbeinfistel

r_ene:75


Keine Ahnung...ich selber sehe sie ja nicht. Habe von meiner Freundin ein Foto machen lassen das sieht für mich ziemlich heftig aus. Bin auch am überlegen, ob ich mal in die Notdienstzentrale fahre

tahürinXger71


Nicht überlegen, wenn da wirklich was nicht stimmt, dann mach dich in die Spur. Dafür sind die ja da, das sie auch am Wochenende mal draufschauen. Wenn nichts gravierendes ist, dann ist es ja ok ( mal abgesehen von den Schmerzen), aber wenn doch was nicht stimmt, kann man gleich was tun und dir ist allemal geholfen.

M6iniK{ellxek


Erstmal n' Hallo an alle,

hab mich nur wegen diesem Thema angemeldet. Mich plagt genau das selbe. Ziemlich genau seit der 1. Jannuar Woche 2009! Ich wusste anfangs nicht genau was es ist, und dachte es geht wieder von selbst weg. Es hat zwar sau! stark geblutet aber ich dachte mir einfach, das geht schon wieder weg. Immer wieder im 1-2 Monat Rythmus tauchte es dann aber wieder auf. Irgendwann im Oktober stieß ich dann durch zufall auf genau dieses Thema, weil ich mal danach suchte, was es denn sein könnte. Naja kurze zeit Später, Anfang November hatte ich dann einen Termin beim Proktologen. Die Diagnose war erstmal sehr eindeutig: Steißbeinfistel! Ich wurde von ihm dann zu einer Radiologischen Gemeinschaftspraxis geschickt mit dem Auftrag "Fistelung mit Röntgen". Ihr hab richtig gelesen "Röntgen" keine Kernspintomorafie. Ich stand dann also beim Radiologen um ca. 20Uhr draußen wars schon ziemlich dunkel und innen begann dann das große Chaos. Die Ärzte in der Radiologie wollten! kein Röntgen mehr davon machen, weil es eine viel zu veraltete Technik war. Sie wollte eine Kernspintomografie machen. Das wollte aber wiederum der Proktologe nicht. Ich stand dann also ca. 20Min-30Min dort in der Radiologie. Nach ewigem hin und her telefonieren zwischen Radiologen und Proktologen war es endlich klar. Sie haben die Erlaubnis bekommen eine Kernspintomografie zu machen. Ich hatte zudem das Glück, dass genau an diesem Tag die Fistel offen war. Ich habe dann für den nächste morgen noch einen Termin reingequetscht bekommen, obwohl eigentlich kein Platz mehr war. Am nächsten Morgen also ging ich in diese Radiologische Praxis. Musste ca. 5-10min warten und kam auch schon dran. Ich wurde von einer netten Frau in eine "Umkleidekabine" gebracht. Dort musste ich mir nur meine Hose ausziehen (und Schmuck ablegen, wenn ich einen gehabt hätte). Dann musste ich noch "kurze" 5-10Min in dieser Kabine warten, dann ging es auch schon los. Die Dame von vorher holte mich aus dieser Kabine und brachte mich in den Raum in dem der Kernspintomograf stand. Ich musste mich dann auf diese "Liege?" des Kernspintomorafen legen. Es kam ein Mann herein, ich glaube es war ein Doktor im welchem Fachbereich auch immer, und zwei Frauen, die ihm halfen. Er holte eine Art Röhrchen, das mit einer Durchsichtigen Flüssigkeit gefüllt war, die dann nur auf den Kernspinbilder zu sehen ist, diese Flüssigkeit sollen die Fistel "wurzeln/gänge" einfärben. Das Röhrchen hatte etwa einen Durchmesser von 1-2 Millimeter. Ich musste dann also meine Unterwäsche etwas nach unten ziehen, danach wurde es vorn noch etwas abgeschnitten und dann in die Fistel reingesteckt. Das hört sich zwar etwas ekelig und schmerzhaft an, aber so arg tat es nicht weh. Es war nur ein leichter Druck zu spüren. Dann wurde das Färbemittel in die Fistel "eingespritzt" dass die Gänge auch gut zu sehen waren. Dieses Röhrchen blieb während der gesamten Kernspinprozedur in der Fistel stecken, sie wurde mit einem Pflasterklebeband? festgeklebt. Dann wurde ich in die Röhre geschoben. Dann gings auch schon los. Nach etwa 15Min ein Zwischenfall. Mir wurde nur gesagt, dass es gleich weiter ginge und ich kurz warten soll. Ich dachte mir weiter nicht, als ich dann nur noch von draußen (vor dem Raum) hörte "HALLO, HALLO, KÖNNEN SIE MICH HÖREN?", natürlich hab ich nen Schreck bekommen. Nach etwa 10 Minuten ging es dann bei mir weiter. Ich musste noch ein paar Atemübungen machen, für was auch immer. Als es dann fertig war, kam der Doktor und die zwei Frauen wieder rein, befreiten mich aus der Röhre und zogen mir dieses Röhrchen aus der Fistel. Wie ich dann im nachhinein mitbekam wurde jemand währen meiner Tomografie bewusstlos und musste reanimiert werden, sogar der Notarzt musste kommen. Davon hab ich aber nicht wirklich etwas mitbekommen. Ich konnte mich wieder umziehen und wurde wieder ins Wartezimmer geschickt. Keine 5Min vergingen und ich kam dran um meine Bilder mitzunehmen und um nach Hause zu gehen. Ich nahm also die Bilder und rief als ich wieder zu Hause war bei meinem Proktologen an um einen Termin auszumachen. Ca. 2-3 Tage später hatte ich den auch. Ich musste dort im Wartezimmer sage und schreiben fast 1 STUNDE warten bis ich dann dran kam. Und alles was er mir dann sagte war, dass es eine Fistel ist, und dass ich in die Chirugie ins Krankenhaus solle. Er gab mir dann meine Überweisung und ich ging nach Hause. Mitte/Ende Dezember hatte ich dann den Termin im Krankenhaus. Dort in der Chirugie angekommen, musste ich erstmal etwas warten. Aber nicht lange, nur etwa 5-10 Minuten. Ich kam dann in einen Raum, hab mich ersteinmal hingesetzt und gewartet bis der Arzt kam (Ich weiß nicht wo ichs reinpacken soll, aber auf dem Dokument vom Radiologen stand, dass meine Fistel einen durchmesser von 1,5cm hat). Kurze Zeit später war er auch da und dann gings auch wieder los. Hinlegen -> Hose runter. Er schaute sich das kurz an, für ihn war es auch eindeutig was es ist. Er nahm dann eine Art langes Streichholz auf dem Silbernitrat war (wenn ich mir recht erinnere). Das drücke er kurz auf die Fistel drauf. Es hat gebrannt wie die Sau kann ich euch sagen. Als ich mich wieder anzog und aufstand wurde mir erstmal schwindelig und ich musste mich wieder setzen :P. Ich gab ihm dann die Aufnahmen. Er sagt mir dann ich solle im Jannuar wieder kommen, weil sie die Bilder in einer Konferenz? auswerten müssen. Ich war dann also nach den Winterferien bei ihm in der Klinik. Ich kam wieder in ein Behandlungs Zimmer, dort musste ich mich wieder hinlegen und er schaute es sich nochmal an. Dann konnte ich mich wieder anziehen. Gleich darauf wurde ein OP-Termin ausgemacht. Für mich etwas umständlich, da ich noch in die Schule gehe. Termin ist also kurz vor den nächste Ferien. Am 11. Februar und am 9. Februar muss ich kurz zum Anesthesisten. Ich freu mich schon überhaupt gar nicht darauf. Ich hatte zwar schon eine OP am nicht am Hinterteil. Falls es noch jemanden interessiert -> OP unter Vollnarkose.

Ich hab aber noch ein paar Fragen an die, die schon die OP über sich ergehen lassen haben:

1. Wie ist dass denn mit dem auf's Klo gehen, ich kanns mir nicht wirklich Vorstellen.

2. Wie ist dass mit dem im Bett liegen, wie muss ich mir das vorstellen. Kann ich überhaupt auf dem Rücken liegen, oder ist es zu schmerzhaft ?

3. Wie ist das mit dem Wundverschluss, der Chiruge sagte etwas von Vernähen, da ich aber schon davor etwas darüber im Internet gelesen habe irritiert mich das ganze doch etwas. Er sagt zudem dass man beim zunähen eine Drainage "einführen" (ich weiß nicht ob das der richtig ausdruck dafür ist) soll. Als zweite Variante sagt er etwas von einer Hautlappen Methode die ich aber nicht wirklich mitbekommen habe, was ist das genau ?

4. Wie lang sollte ich einplanen nicht in die Schule zu kommen (habe etwa 2-3 Wochen gedacht)?

5. Kann ich überhaupt laufen ?

6. Wie lange dauert es, bis die Wunde so zu geheilt ist, dass ich wieder normal sitzen kann, vielleicht auch wieder in die Schule gehen kann?

7. Was hat man denn im Krankenhaus an, also sollte ich so etwas wie Jogginghose oder so etwas mitnehmen ?

8. Einer der wichtigsten Stichpunkte. Wie ist denn normal das Essen im Krankenhaus ? Ich wurde noch nie im Krankenhaus operiert, deswegen die dumme Frage. Nur einmal ambulant.

So, das war es erstmal von mir. Falls mir noch Fragen einfallen sollten melde ich mich nochmal. Zudem werden ich nach meiner OP, entweder wenn ich wieder zu Hause bin und vielleicht mal vor dem PC sitzen kann oder aus meinem Bett zu Hause mit dem iPod, schreiben wie es mir nach der OP erging. Es könnte auch sein, dass ich erstmal nur von mein iPod stichwortartig schreibe und dann später wenn ich wieder sitzen kann, ausführlich vom PC schreibe.

Gruß an Alle !

rIenJe75


@ Thüringer und alle anderen :

Hallo, so war heute beim Hausarzt und der sagte, das die Wunde alles andere wie gut aussieht. Sehr ungleichmässig rausgeschnitten und überhapt nicht sauber operiert. Die wundversorgung die die fachklinik mir empfohlen hat, mit Betaisadonna, sagt mein Arzt wäre unverantwortlich, denn die würde zwar desinfizieren, aber die Wundheilung verlangsamen. Bekomme jetzt wieder täglich die Wundversorgung mit Tamponade gemacht. Ist mir auch lieber.

Dann habe ich nochmal in der Klinik angerufen, und mir den Arzt geben lassen der mich operiert hat, und gefragt, was das mit diesem Sitzen sitzen sitzen zu bedeuten hat. Ob das die Wundheilung verbessern würde. Nein, wäre nur eine angenehmere Lebensqualität. Wenn ich Schmerzen hätte, bräuchte ich mich natürlich auch nicht zu setzen.

So alle 4 Stunden nehme ich jetzt Tilidin gegen die Schmerzen, die auch ohne Sitzen vorhanden sind, und schaue der Wundheilung entgegen.

t)hürEingerx71


Ich versuch mal zu antworten, wobei das aber icht für jeden zutreffen muss. :-)

1. Wie ist dass denn mit dem auf's Klo gehen, ich kanns mir nicht wirklich Vorstellen.

Du kannst ganz normal auf den Topf, aber danach orentlich sauber machen und immer nach vorne säubern, nie nach hinten.

2. Wie ist dass mit dem im Bett liegen, wie muss ich mir das vorstellen. Kann ich überhaupt auf dem Rücken liegen, oder ist es zu schmerzhaft ?

Du wirst aufwachen und höchstwahrscheinlich schon auf dem Rücken liegen. Das empfinden ist bei jedem anders. Ich hatte ein Druckgefühl, eigentlich keinen wirklichen Schmerz

3. Wie ist das mit dem Wundverschluss, der Chiruge sagte etwas von Vernähen, da ich aber schon davor etwas darüber im Internet gelesen habe irritiert mich das ganze doch etwas. Er sagt zudem dass man beim zunähen eine Drainage "einführen" (ich weiß nicht ob das der richtig ausdruck dafür ist) soll. Als zweite Variante sagt er etwas von einer Hautlappen Methode die ich aber nicht wirklich mitbekommen habe, was ist das genau ?

Offene Wundheilung ist wohl offensichtlich die sicherste Methode, bei vielen klappt es aber auch mit dem Vernähen. Ich selber bin froh die offene zu haben, sagt doch auch meine Hausärztin das es die komplikationsloseste ist.

4. Wie lang sollte ich einplanen nicht in die Schule zu kommen (habe etwa 2-3 Wochen gedacht)?

Das kommt auf die Größe der Wunde und dein "Heilfleisch" an :-)

Meine OP war am 12.01.2010 und ich kann mich wieder problemlos setzen und habe keinerlei unangenehme Gefühle an der Kehrseite.

5. Kann ich überhaupt laufen ?

Ja klar!!!!! Die wird ja kein Bein abgenommen, nur ein Steak rausgeschnitten :-) :-)

6. Wie lange dauert es, bis die Wunde so zu geheilt ist, dass ich wieder normal sitzen kann, vielleicht auch wieder in die Schule gehen kann?

Siehe Punkt 4.

7. Was hat man denn im Krankenhaus an, also sollte ich so etwas wie Jogginghose oder so etwas mitnehmen ?

Also wenn es stationär gemacht wird, solltest du schon etwas mitnehmen, so für drei Tage. Waschsachen, Unterwäsche, Jogginghose usw.

8. Einer der wichtigsten Stichpunkte. Wie ist denn normal das Essen im Krankenhaus ? Ich wurde noch nie im Krankenhaus operiert, deswegen die dumme Frage. Nur einmal ambulant.

Das kommt auf das Krankenhaus an. Bei mir war es einigermaßen verträglich, soll heißen, ich musste nicht gleich aufs Klo und ko......

Du wirst auf alle Fälle ernährungstechnisch keine Einschränkungen bekommen, sprich du bekommst ganz normales Essen

t%hbürinHgerx71


@ MiniKellek

Hab mal geantwortet, aber die Anrede vergessen, also schau dir den Beitrag hier drüber durch

@ rene75

Hast dich also übers Wochenende retten können. Was deine Hausärztin da sagt, iss ja alles andere als aufmuternd. So was nennt sich Fachklinik, na ja man kann es vorher nie wissen.

Zumindest scheint sich deine Hausärztin gut auszukennen, also biste anscheinend in guten Händen.

Ach bevor ich´s vergesse:

"Die wundversorgung die die fachklinik mir empfohlen hat, mit , sagt mein Arzt wäre unverantwortlich, denn die würde zwar desinfizieren, aber die Wundheilung verlangsamen."

Ich bekomme auch nur Betaisadonna. Ich hatte es schon mal geschrieben, meine Ärztin findet eine zu schnelle Wundheilung nicht so prikelnd, da sie die Erfahrung gemacht hat, das bei zu schnellem zuheilen, eben Probleme auftreten mit Sekretkanälen usw, die im letzten Stadium nicht zuwachsen wollen.

Ich bin richtig zufrieden, bis jetzt zumindest!!! Man weis ja nie.............

MPineiKellxek


**** @thüringer71 **

Vielen Danke für deine schnelle und gute Antwort ;-) Falls mir noch was einfallen sollte weiß ich ja an wen ich mich wenden kann :-D Aber trotzdem nochmal zu Punkt 7 bei meinen Fragen dort oben. Ich kann mir irgendwie kaum vorstellen dass ich da ne Jogginghose anziehe, wird das nicht etwas eng wenn ich dann dazu noch nen fetten Verband drüber habe ?

An alle die, die OP vielleicht nach mir noch vor sich haben. Ich werde in der 2. Februar Woche operiert und werden dann von meinen tollen Fistel-OP/Krankenhaus Erfahrungen schreiben.

Gruß, und Gute Nacht an alle ;-)

tqhüri>ngeAr71


"Aber trotzdem nochmal zu Punkt 7 bei meinen Fragen dort oben. Ich kann mir irgendwie kaum vorstellen dass ich da ne Jogginghose anziehe, wird das nicht etwas eng wenn ich dann dazu noch nen fetten Verband drüber habe ? "

Nee nee, du darfst nicht denken das du da ne Pampers anhast. Meist wird tamponiert, das heißt die Wunde wird mit Mullkompressen ausgefüllt, darüber kommt eine flache Kompresse und ein großes Pflaster. Du passt damit sogar locker in eine Jeans

gkünterx_84


Hallo

Ich habe 2 Steissbeinfistel-OPs hinter mir (s.g. Dermoidfisteln).

Die erste mit 17 jahren, die zweite an genau der gleichen Stelle mit 45 Jahren. Beim ersten mal wurde die OP-Wunde geklammert (war ne echte Quälerei damals mit Entzündung). Beim zweiten mal wurde die Wunde offen gelassen um so von inner heraus zu heilen. Hat wunderbar funktioniert - war ein sehr tiefer Schnitt. Der Chirurg meinte, besser mehr als zu wenig Gewebe entfernen, da die Gefahr bei Fisteln immer besteht, dass sie sich an gleicher Stelle neu bilden ( der Entstehungsmechanismus ist wohl mmer noch nicht so richtig klar).

Hat ne ganze weile gedauert ca. 4 Wochen bis alles verheilt war. Allerdings hab ich so ein rotes Geel (Name vergessen) für die Wunde bekommen, welches ich täglich in die Wunde einbringen musste.

gruss

Günter_84

M#ini\KelRlek


Hallo,

mir fällt dann doch gerade noch eine Frage ein. Wie sieht nach der Wundheilung eigentlich dass Gewebe, welches herausgeschnitten wurde aus ? Mir ist klar, dass es dann nicht genau gleich aussieht wie die Haut die zuvor da war, aber ist dann dort eine rießen Narbe ? Stell ich mir etwas schreklich vor.

gruß

minikellek

g3ünter_~84


Hallo

Klar bleibt da eine Narbe ... und da die Wunde bei mir nicht genäht wurde, ist die auch sichbar (aber eben in der "Kimme" versteckt).

Die narbigen Kriegen - das sind die besten ! (K.M.) ... :-)

Gruss

Günter

ggüntNer_x84


Irgendwie kann ich meine Postings nachträglich nicht editieren, geht wohl hier nicht ... also ich meinte:

Die narbigen Krieger - das sind die besten ! (K.M.) ... :-)

Sstepha5n65


@ MiniKellek

Zu den OP Methoden: such doch mal in einer bekannten Suchmaschine nach "Fisteloperation nach Bascom" sowie "Schwenklappenplastik nach Limberg"

Da wirst Du einiges finden.

Die in Betracht gezogene Drainage ist auch nicht ungewöhnlich, wenn Du hier mal so 100 Seiten gelesen hast, wirst Du sicher zahlreiche Fälle finden, die davon berichten.

Beste Genesungswünsche an alle Betroffenen von @:)

K$ug:elfi*scSh77x7


Nachdem auch ich schon 2x operiert wurde, möcht ich auch nochmal meinen Senf dazu geben :-)

Ich kann absolut die offene Wundheilung empfehlen! Die Wunde heilt zwar viel langsamer, aber dafür sauber und gleichmäßig zu. Ich hatte bei beiden OP's die offene Wundheilung und würde sie sofort wieder wählen. Ich kenne wirklich nur wenige Leute bei denen eine Naht gehalten bzw. sich die Wunde durch die Naht nicht entzündet hat.

Bei der 1. OP wurde meine Wunde auch immer straff und fest austamponiert (das Loch reichte bis auf den Knochen). Dauer der Wundheilung: 6 Monate, dafür aber tip-top ohne "wildes Fleisch" und irgendwelchen auffälligen Verwucherungen. War zwar eine halbe Ewigkeit aber mein Hausarzt sagte damals auch, es soll so langsam wie möglich zuheilen, dass sei am besten. Es wurde sogar täglich das Fibrin abgetragen (Fibrin ist ein Eiweiß das durch die Blutgerinnung entsteht und die Wundheilung beschleunigt), damit alles langsamer heilt.

2. OP vor 3 Wochen ambulant unter lokaler Betäubung (das Loch reichte nicht bis auf den Knochen). Die Wunde wird jeden 2. Tag von mir ausgeduscht und danach vom Chirurgen in der Praxis mit einer kleinen Kompresse und Betaisodona-Salbe austamponiert. Der Grund: Betaisodona desinfiziert die Wunde und verhindert die Keimansammlung und somit auch eine Entzündung. Der Heilungsprozess dauert dadurch wieder länger weil auch hierbei alles langsamer wächst, aber auch er sagt, eine langsame und offene Wundheilung sei das Beste.

Zudem sagt er: Je größer das Loch, desto fester sollte austamponiert und die Heilung verlangsamt werden, damit sich die Wunde tatsächlich auch in Ruhe schließen kann und die Narbe genügend Zeit hat sich zu bilden und zu festigen.

Meine jetzige Wunde heilt problemlos. War zwar nur Haselnuss groß und ich bin schon 3,5 Wochen mit der Heilung beschäftigt, aber in diesem Fall vertraue ich voll und ganz meinem Arzt.

Schade dass es für unser Problem kein Patentrezept mit Dauerlösung gibt %-|

Wpoma6n*inxlove


PHYTOTHERAPIE - LAVENDEL SITZBÄDER ....

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