» »

Steißbeinfistel

f|l"achxi


@Boarder 59

Hallo ! Deine Geschichte kenne ich. Ich habe das gleiche hinter mir. Wunde zu, ein paar Tage später kam ein bißchen Sekret, sah nur oberflächlich aus, wuchs wieder zu. War dann mal wieder auf. Dies ging bei mir 3 Jahre so. Lezte Woche eskalierte es und landete beim Chirugen. Ich habe mir auch immer was vorgemacht, von wegen ist nur oberflächlich und es fehlt nur etwas Haut. Bei mir ist es wieder ein Rezidiv. Ich würde an Deiner Stelle zum Chirugen und es abklären lassen. Schließlich ist er der Speziallist. Ich habe von vielen Fällen gehört, wo die Wunde zugewachsen ist und diejenigen nichts mehr davon gehört und gespürt haben. Die sind es zur Zeit auch los. Alle anderen wo die Haut mal wieder einriß und Siffte und Schmerzte wurden überwiegend enttäuscht und landeten wieder unterm Messer.

Ich gebe Dir nur einen Tipp ! Warte nicht zu lange mit dem Gang zum Arzt, Du machst dich sonst nur verrückt.

Bei mir war es jeden Tag ein Wechselbad der Gefühle. Zwischen der Hoffnung es geschafft zu haben und die Angst ein Rezidiv zu bekommen. Und ich muß sagen, jede Enttäuschung war ein Schlag in die Seele.

Gruß

Ralf

f3lacxhi


@Boarder 59

Achja, zu Deinem Nachtrag:

Es gibt so viele Theorien zum Thema Steißbeinfistel, ich kann mir vorstellen daß man durch den Stuhlgang Bakterien in die Wunde bekommen kann. Aber es können auch zehntausend andere Faktoren sein, die zu einem Rezidiv führen. Vielleicht auch einer, den wir alle noch nicht kennen.

Gruß

Ralf

J$oha7nnesx13


@Boarder59/Simon (und @flachi)

Hallo, Simon,

daß ein Rezidiv sich durch eine nicht bzw. nur langsam zuheilende Wunde bemerkbar machen könnte - und noch dazu nur 3 Monate nach der OP -, wäre mir neu. (@flachi: Natürlich ist es beunruhigend zu hören, daß Deine Wunde nach drei Jahren immer noch nicht zugewachsen ist. Aber damit, daß es bei Dir jetzt zu einem Rezidiv gekommen ist, hat das wohl nichts zu tun. Was Deine extrem verlangsamte Wundheilung angeht, machen mich eher Deine obigen Ausführungen über den leichtfertigen Gebrauch von Enthaarungsschaum stutzig. Solange die Wunde nicht vollständig verschlossen ist, sollte man überhaupt keine chemischen Enthaarungsprodukte verwenden!)

So, Simon, bevor Du nun also in Panik gerätst, laß Dir erstmal gesagt sein, daß es durchaus normal ist, daß das letzte kleine Stück der Wunde am längsten braucht, um wieder zuzuheilen, bzw. daß dieses Stück dazu neigt, wieder aufzugehen. So sagte es mir jedenfalls mein Chirurg.

Ich wurde gut zwei Wochen nach Dir operiert und habe jetzt genau die gleichen "Beschwerden" wie Du. (Der von Dir verfaßte Steckbrief könnte von mir stammen.) Konkret war es bei mir so: Auch ich dachte vor ein paar Tagen, die Wunde sei nun vollständig verschlossen. Aber als dann das letzte Stück Schorf abging, wurden darunter dann eben diese verflixten letzten 5 mm sichtbar.

Wie gesagt: Das ist lästig, aber normal (auch bei sonstigen Wunden). Die Angaben zur durchschnittlichen Wundheilungsdauer beziehen sich also offenbar auf den "Großteil" der Wunde, nicht unbedingt auch auf den letzten kleinen Rest.

Bei dem Sekret, von dem Du spricht, handelt es sich um das sog. "Exsudat" – ein normales Nebenprodukt der Wundheilung. Mehr Informationen dazu (und zur Frage, wie Exsudat von Eiter zu unterscheiden ist) findest Du am Ende meines Beitrages vom 25.09.04 (20:11) und in meinem Beitrag vom 04.10.04 (3:04). Eigentlich müßtest Du mit dem Exsudat schon Bekanntschaft gemacht haben, als vor ein paar Wochen bzw. Monaten der größte Teil Deiner Wunde zuheilte.

Normalerweise hat das Exsudat schon einen unangenehmen Geruch. Aber wenn die Menge, wie Du sagst, nur minimal ist, kann man natürlich nichts riechen (bei mir riecht die minimale Menge auch nicht).

Was Deine Frage bezüglich des Stuhlgangs betrifft: Gegen Bakterien kann man sich in DIESEM Bereich wohl nicht vollständig wehren. Aber mit der verlangsamten Heilung der letzten 5 mm haben sie sicher nichts zu tun – es sei denn, sie hätten zu einer Entzündung geführt. Aber abgesehen davon, daß Du dann auch andere Beschwerden hättest (Schmerzen, Schwellung, möglicherweise auch Fieber), kannst Du eigentlich beruhigt sein. Denn mit seinen "eigenen" Bakterien infiziert man sich nicht so schnell.

Kurz und gut: Um auch die letzten 5 mm zum Zuheilen zu bringen, kann man eigentlich nichts anderes tun, als abzuwarten. Eine gesunde Ernährung und vor allem auch die Einnahme von Zink-Tabletten (aus der Drogerie oder der Apotheke) sollen aber förderlich sein. Daß bei Dir (weiterhin) Exsudat auftritt, ist jedenfalls schon mal gut. Denn dieses ist, wie gesagt, ein Nebenprodukt der HEILUNG und zeigt demzufolge, daß Deine Wunde nach wie vor daran arbeitet, sich selbst zum Verschwinden zu bringen.

Viele Grüße – und laß auch Du den Kopf nicht hängen!

Johannes

eamma2x5


@all

wenn ich mir das alles so durchlese scheint die rezidivquote ja relativ hoch zu sein (graus!). ich kann nur hoffen, dass die leute bei denen es keinen Rückfall gab sich hier im forum einfach nicht mehr melden, weil es ja keinen grund mehr gibt. jedenfalls nehme ich jetzt schon seit 12 tagen zinktabletten (sozusagen vorbeugend - jetzt haltet ihr mich wahrscheinlich für irre), aber somit habe ich zumindest das gefühl "etwas zu tun", obs hilft? wer weiss. schaden wird es wohl nicht. ich will einfach nur dass die wunde nach der op sauber verheilt und ich danach nie wieder was mit einem steißbeinfistel zu tun haben muss.

r9a6usd-amixt


Das Affen-Gen, Ralf (Flachi) und überhaupt -

es ist klasse, dem Feind einen Namen geben zu können, zumal er immer mal wieder anklopft und nervt, "an Schmerzen gewöhnt" - Argh ! Es waren sehr viele gute Beiträge in den letzten 2 Seiten ! ;-) Jedenfalls gefällt mir die Nummer mit dem "Affengen" gut, zumindest als Ziel der Wut, nicht wirklich in letzter Konsequenz bierernst und gläubig, obwohl, wie ich schonmal schrieb: es ärgert schon, daß SP (sinus p) so dermaßen verbreitet und häufig auftritt, demgegenüber jedoch kaum klare Veröffentlichungen draussen sind. Daher, gut daß es sich mal einer traut: Das Affengen ist schuld ! ;-D

Haltet mich für temporär (?) durchgeknallt, dem Rezidiv 3 entgegenschauend abwartend, jaja... Mein "beim Job aufgerissener A...." bildete letztlich eine dünne Hautblase, unter der sich Exsudat befand, welches sich gestern nacht in eine Lage Kompressen (steril) und Saugkompresse (nichtsteril) selbstständig entlud. Farb und Geruchsbefund eher positiv, da sehr "flüssig", hellgelb - rot (blutig) gemischt und daher beruhigend, der Situation entsprechend. Trotzdem denke ich nicht, daß ich länger als 12h Zögern sollte und werde wohl nachher mal zum KH pilgern. Wenn nix hilft beuge ich mich der Diagnose "Schnipp-Schnapp" und hoffe auf Termin "zwischendurch" am Freitag, sage den Job ab und hätte bis Dienstag Ruhe. Vorausgesetzt "kleine OP" und ambulant. Als nunmehr angehender "Profi" verordne ich mir eine nach Möglichkeit ambulante OP in Vollnarkose (Klinik) - nehme meine getippte Meinung allgemein jedoch keinen Millimeter zurück, was "Anfänger" mit Sinus EINS betrifft.

Ach ja, da war irgendwo die Frage nach dem "WO" und "Wie dahinkommen" der post OP Wundbehandlung: per vom Hausarzt ausgestelltem "grünen Berechtigungsschein" ist das KH in der Lage, die Leistungen des Verbandswechselns und der "Wundbeschau" kassenärztlich abzurechnen. Daher solltest Du in der Regel ein gerne gesehener Gast sein... (hmmm....)

Ich hab auch etwas mehr als 15 Min. zur Uni Klinik, welche nicht das nächstgelegene KH ist. Hab mir (je) eine Monatskarte Preisstufe "A" für die Strassenbahn gekauft und bin damit prima (stehend) gefahren. Klasse Sache. In locker geschnittenem Trainingsanzug natürlich... hehe....

Bevors zu lang wird, Danke in die Runde, es ist schon absolut prima, wer hier was textet zum gemeinschaftlichen Leiden und als mich begleitendes "Tagebuch" auch eine echte Erleichterung, sich ab und an mal was von der Seele zu tippen !

***gute Besserung !*** *:)

f{laGchi


@rausdamit

Hallo Leidensgenosse !

Lass es stationär unter Vollnarkose machen ! Ambulant habe ich solche schlechten Erfahrungen gemacht. OP, nach Hause am nächsten Tag starke Nachblutungen zu Hause gehabt, kein Arzt da. Als der Arzt bei mir zu Hause ankam war das Badezimmer vollgeblutet, ich saß in der Badewanne um nichts weiter einzusauen in einer Blutlarche und landete im Krankenhaus um die aufgegangenen Blutgefäße schließen zu lassen. KRankenhausaufenhalt sind doch nur max. 4-5 Tage. Und ich glaube die Zeit mußt Du dir geben. Tja, das mit der embryonalen Stammzelle vom Affen klingt zwar gut, aber es ist nur eine von den verschiedenen Theorien die es gibt. Es ist wie mit dem lieben Gott, entweder man glaubt dran, oder man lässt es. Ich glaube evtl. es hängt viel mit der Nachsorge zusammen. Passt die Schwester einmal beim Tamponieren nicht richtig auf, wächst in der Wunde etwas zu schnell zusammen, es bildet sich eine Höhle und es geht wieder los. Vermute ich persönlich. Ich glaube, daß die OP nicht das große Problem ist und ein jeder einigermaßen ausgebildeter Chirug so etwas auf die Reihe bekommt. Aber das Tamponieren muß Präzisionsarbeit sein. Ich werde mir für die Nachsorge jemanden suchen, den ich jeden Tag habe und auch weiß worauf zu achten ist.

Wie gesagt, ist nur eine Vermutung von mir. Wenn ich ein Patentrezept für unser Problem hätte, würden wir hier alle nicht mehr posten.

P.S. 2 meiner Kollegen müssen sich Hämorriden rausoperieren lassen. Ich glaube da sind wir mit unserer Fistel besser dran !

Gruß

Ralf

M2atch5box


Hallo zusammen,

da sich ja hier in letzter Zeit hauptsächlich nur noch negative "Meldungen" häufen, hier mal ein kurzer Bericht von mir *:) Wurde letztes Jahr im Juni operiert (das erste mal-und hoffentlich bleibts auch dabei). Muss flachi zustimmen, finde die Nachversorgung auch extrem wichtig, d.h. die Kompresse immer schön IN die Wunde legen, damit das Loch von unten zuheilen kann. Dazu hab ich noch Zinktabletten zur besseren Wundheilung geschluckt (Schleichwerbung: Zinkorotat POS). Wunde war nach ca. 2 1/2 Monaten zu. Seitdem ist meine Freundin so lieb und schaut ca. alle 2 Wochen nach dem "Umfeld" meiner Narbe und zupft die Härchen aussenrum mit einer Pinzette. Findet fast jedesmal einige quer unter der haut gewachsene Haare und entfernt sie. Kann also nur empfehlen sich einen Freiwilligen, Freundin, Frau, Mutter.... mit guten Augen zu suchen, die sich nicht scheuen da hinten ;-D mal nach dem rechten zu sehen. Gute Besserung an alle!

Laoi*mAxr


Servus

da hier sich die Rezidive häufen drängt sich doch die Frage auf woher die kommen. Wärend der Wundschließung hat der Arzt wöchentlich die Wunde vor sich ( zumindest bei mir isses so ).

Wenn man dannach immer schön enthaart und regelmäßig ( vielleicht alle 2-3 Wochen ) beim Doc vorbeischaut müsste die Gefahr eines Rückfalls doch extrem niedrig sein. Er kann ja die Fistel im Anfangsstadium schon behandeln.

So stell ich mir das wenigstens vor.

Aber i nix wiss

R}obeSrtD


Theorie...., Uhrzeit: ZÄHNE!?

Das mit den Affen ist wirklich gut. Ich habe im Netz (weis leider nicht mehr wo) eine Ausführung einer OP-Schwester gelesen, die auch von einem sog. "Zelldefekt"!? geredet hat. Kurz, es befinden sich in dem Bereich Zellen (aus der Uhrzeit), die dafür gedacht waren z.B. Haare zu produzieren,...wo sie heute aber nichts mehr zu suchen haben.

Und jetzt kommt aber der Hammer: es soll auch Zellen geben, die an dieser Stelle des Steissbeines versuchen Zähne zu bilden, und es sei schon vor gekommen, dass beim operieren (rausschneiden) ganz winzige Zähne zum vorscheingekommen sein. *erschreck

Daran kann ich nun wirklich nicht so richtig glauben....., und denke da eher an ein "Horrosmärchen!

Oder hat auch noch jemand von der Theorie gehöhrt

BLoardker5x9


@Robert D

So komisch es klingen mag, aber mir hat man auch einmal davon erzählt. Dies soll es wirklich geben. Jedoch glaube ich nicht wirklich dran. Nun, es können alle möglichen Ursachen vorliegen, die einen Sinus hervorrufen. Doch ich denke, dass nur durch eine OP das ganze erfolgreich therapiert werden kann. Meine meinung jedenfalls.

Ich grüble seit Längerem schon über eine dauerhafte haarentfernung durch den Laser. Der Kostenpunkt wäre mir dafür relativ "egal". Aber es wäre doch herrlich, wenn man nicht alle paar Wochen die doch ungünstige Stelle enthaaren müsste!

Deshalb: weiß jemand von euch, was so eine Behandlung kostet? oder kommt jemand dieses forums aus dem Raum Ulm und weiß, wo das angeboten wird?

Viele Grüße

Simon

JYohacnnnexs13


Zur Affen-Theorie ;-D

Hier noch ein paar Überlegungen zur Affen-Theorie. In den "Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft", auf die ich schon mehrfach hingewiesen habe (der entsprechende Link findet sich in einer meiner vorigen Beiträge), kann man nachlesen, daß während des 2. Weltkriegs nicht weniger als 77.637 amerikanische Soldaten an einem Pilonidalsinus operiert wurden. Da nun diese überdurchschnittliche Quote, wie ich vermute, kein Zufall sein kann, gibt es nur drei Erklärungsmöglichkeiten:

1. Möglichkeit: Die Soldaten hatten unter ungünstigen hygienischen Bedingungen wenig Zeit und wenig Lust, sich um die Entfernung von möglicherweise eingewachsenen Haaren in der Steißbeinregion zu kümmern. Es wäre ja zumindest denkbar, daß sie sich in ihrer Situation gezwungen sahen, andere Prioritäten zu setzen. Klingt meines Erachtens irgendwie plausibel, aber - leider, leider – es paßt ja nicht zur Affentheorie.

Deshalb kommt dann wohl doch eher die 2. Möglichkeit in Betracht: Die Amis haben vorwiegend solche Leute in den Krieg geschickt, bei denen die Affengene noch besonders gut erhalten waren! - Nun, auch das ist aber nicht ganz überzeugend. Denn mir ist nicht bekannt, daß damals schon derartig komplizierte Gen-Tests durchgeführt wurden, wie sie wohl zur Ermittlung der affenähnlichen Soldaten nötig gewesen wären.

Deshalb bleibt nur noch die 3. Möglichkeit übrig: Diejenigen in amerikanische Uniformen gehüllten Wesen, die unsere Großeltern hier 1945 begrüßen durften, waren nicht nur affenähnlich, sondern es waren tatsächlich Affen! Und ihnen wurden natürlich gar keine Steißbeinfisteln, sondern – wahrscheinlich versehentlich – ihre kleine Affenschwänzchen wegoperiert. Traurig, traurig, aber so wird es wohl gewesen sein. :°( Ob bei dieser Tierquälerei allerdings auch die Zähne entfernt wurden, mit denen Affenpopos – wie ich gerade erfahren habe – wohl normalerweise ausgestattet sind, weiß ich leider nicht. Vielleicht blieb den armen Affen ja wenigstens dieser Verlust erspart.

Damit darf ich wohl den Anspruch erheben, das Problem endgültig gelöst zu haben. ;-)

Johannes *:)

fXlachxi


@Johannes13

Hallo !

Ich stimme Dir zu, daß die Affen-Theorie recht unglaubwürdig klingt. Genauso wenig kann ich aber die Theorie mit den eingewachsenen Haaren nachvollziehen. Ich habe die letzen Jahre wirklich täglich Steißbeinpflege gehabt und peinlichst genau auf die Hygiene geachtet und werde den Scheiß nicht los. Außerdem glaube ich das keiner, der mit diesem Problem zu kämpfen hatte sich jemals um irgendwelche eingewachsenen Haare in der Steißbeinregion gekümmert hatte. Da braucht man auch keinen 2. Weltkrieg für.

Wie die Steißbeinfistel entsteht, weiß ich auch nicht. Ich kann mir aber vorstellen, daß die Rezidive durch mangelnder Nachsorge in der Wundheilung entstehen. Ich war beim letzten Befall täglich in der Ambulanz im KRankenhaus und hatte täglich andere Schwestern und Ärzte, die meine Wunde tamponierten. Jeder sah die Wunde immer das erste mal. Ich möchte fast wetten, daß einer von denen hier und da mal eine Höhle übersehen hatte, oder durch schlechtes tamponieren eine Höhle produziert hatte, die in den letzten 3 Jahren sich mit Wundwasser gefüllt hatte und jetzt durch die Haut gegangen ist.

Ich werde nach meiner OP in 2 Wochen, falls der Chirug doch die offene Wundheilung anstrebt, die NAchsorge bei meinem Hausarzte machen lassen. Da gibt es max. nur 2 Schwestern die das machen dürfen.

Ich habe immer noch nichts gehört von dieser Methode mit dem zunähen und der Antibiothika-Kette die mit eingenäht wird und täglich ein bißchen gezogen wird. Wie heißt dieses Verfahren und gibt es da Erfahrungswerte ??? Ich hatte schonmal was vom zunähen und Wundwasser absaugen gehört. Aber von einer Kette ??

Gruß

Ralf

J,oXha`nnTes1x3


@flachi/Ralf: Antibiotische Kette etc.

Hallo, Ralf,

ich habe gerade mal ein bißchen in Sachen "Antibiotikakette" recherchiert und bin tatsächlich fündig geworden. Ein paar Informationen dazu findest Du unter

[[http://dk.netdoktor.netcare.at/medikamente/details.asp?IntId=2881]]

(einfach anklicken)

Zwar sind die dortigen Informationen nicht sehr zahlreich, aber sie dürften immerhin zeigen, daß es sich bei dieser Methode nicht um etwas völlig Exotisches handelt.

Dein Plan, nach der nächsten OP besonders darauf zu achten, daß Deine Wunde sachgerecht und sorgfältig tamponiert wird, hört sich gut an. Vielleicht nützt es auch etwas, wenn Du versuchst, das Tamponieren nach der OP so bald wie möglich SELBST zu bewerkstelligen. Man kann dann z.B. ein Wattestäbchen zur Hilfe nehmen und damit gewährleisten, daß die Wunde durch die Tamponade auch tatsächlich vollständig ausgefüllt wird.

Was schließlich eine eindeutige Theorie zur Entstehung des Pilonidalsinus angeht, so meine auch ich, daß es uns hier kaum möglich sein wird, das Rätsel knacken, um das sich die Wissenschaft offenbar schon seit langem erfolglos bemüht. Mein Beispiel mit den Amis sollte ja eigentlich auch nur besagen, daß die "Affentheorie" jedenfalls nicht der Weisheit letzter Schluß ist und daß die "übliche" Erklärungsmöglichkeit (eingewachsene Haare usw.) zumindest in sehr vielen Fällen ihre Berechtigung haben dürfte.

Weiterhin alles Gute und viele Grüße!

Johannes

J{oha*nnexs13


Fortsetzung

... zumindest in sehr vielen Fällen ihre Berechtigung haben dürfte. Denn auffällig ist es natürlich schon, daß die Häufigkeit von Steißbeinfisteln bei den besagten Soldaten sehr weit über dem Durchschnitt lag. Nicht von ungefähr ist ja auch die Bezeichnung "jeep rider's disease" geläufig. Bei Leuten, die viel sitzen (nicht nur in irgendwelchen Jeeps und Panzern, sondern auch im Büro, im Auto usw.) ist eben die Wahrscheinlichkeit, daß sich durch den ständigen auf das Gesäß ausgeübten Druck Haare in dasselbe bohren, sehr viel höher.

P.S.: @flachi/Ralf, es versteht sich natürlich von selbst, daß das, was ich oben über Tamponaden, Wattestäbchen usw. gesagt habe, sich für Dich erübrigen würde, wenn Du Dich diesmal nicht für die offene Wundheilung entscheiden solltest.

f-l\acxhi


@Johannes13

Gibt es eigentlich glaubwürdige und überzeugende Nachteile einer geschlossenen Wundbehandlung ? Mein Chirug ist zwar der offenen überzeugt, meinte aber das bei der Geschlossenen die Rezidivrate genauso hoch ist. Ich sehe die Vorteile ganz klar bei der Dauer der Wundheilung.

Gruß

Ralf

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Dermatologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Schönheit und Wohlfühlen · Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH