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Steißbeinfistel

JxohanfnesX13


@flachi/Ralf: Rezidivquoten

Hallo, Ralf,

abgesehen von einer wahrscheinlich oder möglicherweise höheren Rezidivquote sind mir keine Nachteile der geschlossenen Wundheilung bekannt. Und was diese Quote angeht, ist zweierlei zu berücksichtigen:

Einerseits: In den von mir immer wieder zitierten "Leitlinien" ([[http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/derm-013.htm]]) werden verschiedene Studien erwähnt, die zwar kein einheitliches Bild ergeben, von denen aber die meisten zu dem Ergebnis führten, daß die Rezidivquote bei der offenen Wundheilung geringer ist als bei der geschlossenen. Den einzelnen Studien zufolge beträgt die Quote im Vergleich

0% (offen) zu 4,4% (geschlossen),

5% zu 10%,

12% zu 20%,

13% zu 25%,

16% zu 24%;

30% (!) zu 30% (!).

Andererseits: Diese Studien stammen allesamt aus den 80er und 90er Jahren. In neueren Untersuchungen, die ich außerhalb des Internets gelesen habe (ich wohne in der Nähe der Bibliothek des Uniklinikums bzw. der medizinischen Fakulät und habe es diesbezüglich recht einfach), scheint der Trend aufgrund verbesserter Wundverschluß-Techniken eher dahin zu gehen, beide Methoden in bezug auf die Rezidivquote als ungefähr gleichwertig anzusehen. Deshalb und weil es natürlich auch bei der offenen Heilung zu Rezidiven kommen kann, sollte man in dieser Frage heutzutage vielleicht nicht mehr allzu dogmatisch urteilen.

Übrigens: Auf der Seite [[http://www.coloproktologie.org/Coloproktologie/pilonidal_sinus.html]] (auch diese Webpage sei hier, besonders für "Anfänger", zum Lesen empfohlen) heißt es: "Der Sinus pilonidalis ist eine Erkrankung, die zum Wiederauftreten (Rezidiv) neigt. (...) (Allerdings) nimmt die Häufigkeit des Auftretens der Erkrankung mit dem Alter ab, jenseits des 45. Lebensjahres ist sie selten. Es scheint daher von entscheidender Bedeutung zu sein, nicht durch ausgedehnte Eingriffe in jüngeren Jahren Defekte zu erzeugen, die über dieses Alter hinaus Konsequenzen haben." :-|

Na gut, das mit den 45 Jahren ist wohl nur ein schwacher Trost – aber immerhin.

Viele Grüße –

Johannes

falacxhi


@ Johannes 13

Vielen Dank für den Link. Dort steht ja einiges drin, was wirklich bemerkenswert ist. Werde meinem Chirugen mal hiermit konfrontieren. Komischerweise hatte ich das Gefühl dem Verfasser jedes Wort zu glauben.

Sag mal, sind die schon Fälle vorgekommen, wo eine Sinus diagnostiziert wurde und es keine war ?

Ich hatte vor 1 Woche noch 3 ca. 2cm große Risse.

Es trat reines Blut aus. Es kam kein Eiter sondern nur Wundwasser. Es war alles Geruchsneutral. Außer ein ziehen (Wie man es bei Schnittverletzungen hat) hatte ich absolut keine Schmerzen. Außer den Rissen waren noch nichtmal Löcher zu sehen.

Die Risse verheilen zur Zeit im Rasanten Tempo und ich vermute, wenn ich in 2 Wochen unterm OP liege sieht alles wieder Top aus.

Eigentlich sind das doch alles keine Anzeichen für ein Rezidiv, oder ?

Ist es nicht vielleicht möglich, daß durch die vorhergegangenden Operationen sich einfach nur Hohlräume gebildet hatten, die sich entluden ?

Ich weiß auch nicht, wie ich das mal abklären sollte. Denn die Ärzte, vor allem Chirugen lassen da auch nicht viel mit einander sprechen.

Gruß

Ralf

ebmmaa25


ein kleiner zwischenbericht

hi leutz,

finds auch echt supi dass man sich hier alles von der seele schreiben kann. ich hab zwar einen sehr lieben freund (den ich schon für die wundnachversorgung eingeteilt habe *g*), aber sich mit leidensgenossen auszutauschen tut schon sehr gut.

Ein kurzer Zwischenbericht: (wen's interessiert, ansonsten einfach drüberlesen :-x)

War heute zwecks OP-Terminvereinbarung mal wieder beim Onkel Doc Chirurge und hab mir schon sämtliche Fragen zurechtgelegt wegen Narkoseart und Wundheilung etc...Da wollte er nochmal einen Blick auf meinen Sinus werfen. Ein kurzes Drücken und Brummeln; da sagte er mir dass mein "Untermieter" so rapide geschrumpft sei, dass er erst abwarten will ob es sich weiter zurückbildet bevor er einen Termin für die OP macht. Aha! Jetzt soll ich also in 14 Tagen nochmal zum Anschauen kommen. Irgendwie war ich da schon etwas verwirrt, weil ich fest mit einer OP gerechnet habe und sie so legen wollte, dass ich für zwei unangenehme Termine wo ich keine Lust drauf hab, wenigstens eine gute Ausrede hab und nun das!!

So wie ich das sehe werde ich aber um eine OP früher oder später nicht drum rum kommen, auch wenn mein Sinus tatsächlich wieder verschwinden sollte. Da seid ihr doch bestimmt meiner Meinung oder?

Na gut, ich werd jetzt erstmal abwarten was die nächsten zwei Wochen passiert.

Übrigens hat mir mein Arzt erklärt, dass es sich als Embryo bereits herausstellt ob man anfällig für PS ist, während der Entwicklung im Mutterleib von Rückenmark, Knochen etc. Eigentlich ist es mir egal woher es kommt, hauptsache ich bin es bald für immer los!

Bis demnächst!

fila$chi


@emma25

Hallo !

Es ist absolut deprimierend so etwas wieder zu hören. Über die Unschlüssigkeit der verschiedenen Ärzte. Wie soll man da als Laie den Überblick behalten und eine Entscheidung treffen, was für einem Selber das Richtige ist. Ich mache zur Zeit genau die gleiche Erfahrung. Es wächst bei mir auch alles zusammen und bin absolut schmerzfrei. Wenn ich auf mein inneres Gefühl höre, bin ich auch überzeugt, daß es keine Sinus gibt. Ich Wette, wenn ich zu 10 Chirugen gehe, werde ich 10 verschiedene Meinungen hören.

Man ist doch zu allem bereit. Man will es doch nur richtig machen.

Als ich den Link von Johannes gelesen hatte, fiel ich vom glauben ab. Wieder eine andere Theorie und Methode.

Das ist schon heftig.

Gruß

Ralf

J>o hannexs13


@Boarder59 - @flachi - @emma25

@Boarder59/Simon

Bei mir sind die letzten 5mm jetzt verschlossen. Zu früh will ich mich nicht freuen. Aber soweit ich das beurteilen kann, macht das Ganze einen relativ stabilen Eindruck. Wie sieht’s bei Dir aus?

@flachi/Ralf

Daß schon mal ein Sinus diagnostiziert wurde, der gar keiner war – wer kann das wissen? Da es in jedem Beruf schwarze Schafe gibt, lautet die Antwort wahrscheinlich: ja. Nach meinen Informationen muß differentialdiagnostisch aber lediglich ausgeschlossen werden, daß es sich statt dessen um eine Anal- oder eine Crohn-Fistel handelt. Und nach den Bildern zu urteilen, die es auch dazu gibt, müßte man als Arzt wohl schon blind sein, um hier etwas zu verwechseln ...

Die Symptome eines Rezidivs sind meines Wissens normalerweise die gleichen wie die eines erstmalig auftretenden Sinus. Insofern stehe ich dem, was Du jetzt beschreibst (Risse, reines Blut, kein Eiter, keine Schmerzen), etwas ratlos gegenüber. (Das Fehlen von Löchern besagt allerdings nicht viel, da eine Fistel natürlich eine gewisse Zeit brauchen würde, um nach draußen vorzustoßen.)

Aber wenn Dein Chirurg Dich operieren will, wäre es natürlich völlig abwegig, Dir hier im Internet zu etwas anderem zu raten – noch dazu, wenn man kein Fachmann ist. Möglicherweise bietet es sich jedoch an, daß Du vorher noch einmal einen anderen Arzt aufsuchst – und zwar keinen Chirurgen, sondern vielleicht einen Hautarzt. Denn es soll ja Chirurgen geben, die auch im Zweifelsfall lieber das Messer rausholen, als gar nichts zu tun ...

Ach so, noch eins: Solange Du noch irgendwelche offenen Stellen/Wunden o.ä. hast, benutze bloß nicht diesen Enthaarungsschaum, von dem Du berichtet hast, sondern nimm zum Enthaaren lieber eine Pinzette. Das ist zwar etwas zeitraubend und mühsam, aber nicht schmerzhaft.

@emma25

Wenn sich Dein Sinus "zurückgebildet" hat – schön und gut. Aber auch bei anderen und mir war es so, daß sich der Sinus in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen zu Wort meldete und sich dann wieder zurückbildete – allerdings nur, um das nächste Mal um so schlimmer wiederzukommen. Deshalb leuchtet mir der Sinn des von Deinem Chirurgen empfohlenen Abwartens nicht ganz ein (vielleicht läßt sich ein "zurückgebildeter" Sinus besser operieren?).

Eines steht jedenfalls fest: "zurückbilden" ist nicht das gleiche wie "vollständig verschwinden". Und von allein verschwinden wird der Sinus auf keinen Fall (sondern gewissermaßen nur "über seine Leiche"). Falls Du Dir das antun willst, kannst Du Dir zum Beweis die Bilder von herausgeschnittenen Pilonidalsinus in der Mitte und unten auf der Seite [[http://www.pilonidal.org/knowledge_base/pictures3.htm]]

ansehen (falls Du gerade sitzt und Dir das zutraust, genügt es, den Link einfach anzuklicken). So etwas geht nicht von alleine wieder weg!

Aber Du bist ja innerlich schon auf eine OP eingestellt, und insofern will ich hier auch keine offenen Türen einrennen, sondern Dir fürs erste nur wünschen, daß sich die prophylaktische Einnahme von Zink rentieren möge. ;-)

Viele Grüße!

Johannes

Rrob4erxtD


Zurückgebildet?

Hmmm, das kann schon sein, das er sich zurückgebildet hat. Aber weg geht er wohl nicht von alleine, da muss ich Johannes recht geben.

Bei mir ist er scheinbar auch immer wieder zurückgegangen, um dann umso heftiger wieder zu kommen. Wie schon geschrieben, hatte ich bei den anfänglichen entzündungen kaum schmerzen und er ist von alleine (ohne zu platzen) wieder wegegeangen. Seit ca. einem Jahr nun, bilden sich, wenn er sich entzündet dicke Abszesse, die regelmässig platzen würden, wenn ich sie nicht aufschneiden hät lassen.

Aktuell habe ich "keine Probleme". Wenn ich die Region betastet kann ich nicht mal richtig eine verhärtung bzw. erhöhung merken.

Was das nun für auswirkungen auf die OP hat würde mich auch mal interessieren. Ich denke mal nicht, das weniger wegeschnitten wird, nur weil man nichts ertasten kann, oder!?

Trotzdem habe ich wie schon gesagt, ca. 3 kleine Löcher, die meist "zu" sind.

Werden die erneuten Entzündungen eigentlich zwingend durch NEU eingewachsene Haare, Zelltrümmer und dem ganzen Zeig hervorgerufen, oder kommt sie durch die noch evtl. vorhandenen Haare in den Kanälen oder der Haut. Denke mal nicht, das die Haare wirklich, wenn der Abszess sich z.b. öffnet "nach draussen gespühlt" werden, oder!?

B&oardder59


so hallo

@ Johannes:

Na wenigstens hast du den erwünschten Erfolg. Ich hoff ich bekomm das jetzt auch noch mehr oder weniger bald hin. das beunruhigende ist eben, dass meine Eltern die Lage immer als "gut und oberflächlich" bezeichnen. Das eine Mal sagen sie "heut sieht's aber echt super aus. Des braucht nicht mehr lange, ist ja auch nur noch stecknadelgroß." das andere mal soll es wieder ein minimaler riss. ich mein, meine eltern sind ja auch nicht vom Fach und deshalb bin ich ihnen ja nicht böse. Nur es ist eben einfach die Ungewissheit, die mich plagt. Mein Vater sagte mir dann, meine Mutter sollte doch besser nochmal einen Termin im KH vereinbaren, um mal den Oberarzt dadrauf schauen zu lassen. Ist glaub auch besser so. Denn dann weiß ich endlich ob ich schon wieder nen rezidiv hab - schon allein der Gedanke daran läst mich schauern - oder ob mir eine 3. operation doch erspart bleibt!

Viele "heilende Grüße"

Simon

J7ohanunes13


@Boarder59/Simon

Hi, Simon,

was Deine letzten 5 mm betrifft, fällt mir noch folgendes ein: Du gehst ja noch zur Schule. Geht Ihr da im Sportunterricht womöglich schwimmen? Falls ja, solltest Du daran auf keinen Fall teilnehmen, solange die Wunde nicht verheilt ist. Denn das Chlorwasser wäre für die Heilung alles andere als gut.

Falls Du Dich aber wegen der Beschwerden vom Schwimmen (oder gar vom Sportunterricht überhaupt) sowieso schon hast beurlauben lassen, will ich Dir wenigstens noch das "Rezept" verraten, das bei mir Wunder gewirkt hat. Ich habe dieses Rezept von einem befreundeten Mediziner (der viel von Wundheilung, aber leider wenig von Fisteln versteht). Er empfahl mir folgendes:

Nach Stuhlgang und anschließender gründlicher Dusche sollte ich ein Stück Kompresse bzw. ein Stück zusammengefalteter Gaze (ca. 5 x 5 x 0,5 cm) mit 0,9prozentiger Natriumchlorid-Lösung - also Kochsalzlösung (na ja, NaCl kennst Du ja aus dem Chemieunterricht) – tränken, es dann auf bzw. in die letzten 5 mm legen und es dort mit den üblichen elastischen Pflasterstreifen befestigen. Nach dem nächsten Stuhlgang (der aber möglichst erst 24 Stunden nach dem vorherigen stattfinden sollte :-) und einer wiederum gründlichen Dusche sollte ich diese Prozedur dann bis zum gewünschten Heilungserfolg täglich wiederholen. Wie gesagt, bei mir hat das Wunder gewirkt: Die letzten 5 mm waren schon nach 48 Stunden verschlossen! (0,9%ige NaCl-Lösung - im Prinzip ist das ja nicht viel mehr als Wasser - gibt es in der Apotheke; die Mullbinde sollte zwar feucht sein, aber nicht so feucht, daß die Lösung raustropft.)

Der Zweck der Übung besteht übrigens darin, daß die Wunde auf diese Weise feucht gehalten wird. Die Meinung früherer Generationen, eine Wunde müsse möglichst trocken gehalten (und deswegen womöglich sogar gefönt) werden, hat sich inzwischen als völlig verkehrt erwiesen und wird deshalb auch von niemandem mehr vertreten. Außerdem nimmt die feuchte Gaze angeblich das Exsudat besser auf.

Wenn auch diese Methode nichts wirkt oder wenn sie Dir nicht geheuer sein sollte, dann helfen, wie gesagt, nur abwarten, gesunde Ernährung, Zink-Tabletten einnehmen – und: viel trinken!

Ansonsten kann aber auch ein neuer Termin bei dem Oberarzt sicher nichts schaden.

Viele Grüße und eine möglichst baldige völlige Heilung!

Johannes

B}oard=erx59


@Johannes

gar nicht schlecht der Tipp. Die hatten mir das auch geraten im Krankenhaus. Als die Wunde noch halb so groß und offen war, gebrauchten wir auch NaCl-Lösung. Jedoch fing das ganze an ziemlich zu riechen, wobei ich das nach meinem jetzigen Wissenstand als Exsudat bezeichnen würde. Die Schwester von der Sozialstation (ein wirklich guter Service) war aus meinem Heimatort und riet, Desinfektionsmittel zu nehmen, sodass die Wunde nicht mehr roch., was meiner Meinung nach gar nicht soooo besonders gut war. Ich habe noch Kochsalzlösung zuhause. war zwar schon mal geöffnet, aber ist natürlich im behälter verschlossen. Meinst du die kann ich noch zur Wundbehandlung nehmen? Weil gerade nehm ich so Antibiotikasalbe, die mir mein Hausarzt verschrieben hat. Das scheint allerdings auch nicht so das Wahre zu sein. Na ja, ich wart jetzt einfach nochmal ne weile ab, dann werden wir schon sehen!

Viele Grüße

Simon

Jjoha}nnes1x3


@Boarder59/Simon

Hallo, Simon,

wenn man Dir das Desinfektionsmittel nur wegen des etwas unangenehmen Exsudatgeruchs gegeben hat, war das wohl tatsächlich keine besonders gute Idee. Denn wie gesagt: Das Exsudat "darf" nicht nur, sondern SOLLTE sogar etwas riechen. Das ist zwar nicht besonders schön – der Geruch erinnert ja wohl ein bißchen an Mundgeruch -, aber normal. Und bei den minimalen Exsudat-Absonderungen, die Du jetzt noch hast, ist ja der Geruch - falls überhaupt noch vorhanden – ohnehin nicht mehr der Rede wert.

Die Kochsalzlösung, die Du noch hast, kannst Du noch verwenden, wenn sie sich in der Zwischenzeit nicht getrübt hat. Auch ich habe die NaCl-Lösung benutzt, die ich aus der anfänglichen Phase der Wundheilung noch hatte. Ansonsten gibt es die aber auch rezeptfrei für ein paar Cent in der Apotheke.

Wenn Du nach dem Stuhlgang immer gründlich duschst, kannst Du bei dem NaCl-Versuch ruhig mal ganz auf die antiobitische Salbe verzichten (ich habe in der ganzen Wundheilungszeit überhaupt keine Salben etc. verwendet). Auf jeden Fall solltest Du sie nicht direkt auf die kleine noch offene Stelle schmieren (sondern höchstens auf die Haut ZWISCHEN Wunde und Anus). Wie mein medizinischer Bekannter mir sagte, kann eine solche Salbe den Wundheilungsprozeß manchmal sogar hemmen. Möglicherweise hängen Deine letzten 3 oder 5 mm also damit zusammen.

Viel Erfolg und schöne Grüße ins ebenso schöne Schwabenland!

Johannes ;-)

eLmmxa25


@flachi

mir geht es genauso mit dem was mein arzt sagt. einerseits denke ich mir - er ist der doc, er muss es wissen, aber dann kommen mir wieder zweifel, weil auch er nur ein mensch ist und fehler macht.

ich will einfach nur alles mögliche tun und vor allem gut vorbereitet sein, damit ich hinterher nicht sagen muss:"hätte ich es doch nur so oder so gemacht" und das erreicht man nur indem man viele erfahrungsberichte sammelt (wobei jeder mensch natürlich anders reagiert)

mein ps ist ja innerhalb einer woche sehr zurückgegangen und auch jetzt stelle ich noch fest dass er immer noch kleiner wird. ob das wohl an den zinktabletten liegt dich ich seit 2 wochen nehme, aber ich denke nicht. wahrscheinlich ist es nur zufall. auf jeden fall weiss ich dass ich - auch wenn es sich so gut wie ganz zurückbilden sollte - um eine op nicht drum rumkommen werde.

an alle die es schon hinter sich haben: würdet ihr sagen, dass ihr jetzt wieder ein "normales" leben führen könnt oder fühlt ihr euch immer noch auf irgendeine art und weise eingeschränkt? ich gehe gern schwimmen und mache auch so gern sport und würde das nach der op so schnell wie möglich wieder ausüben können. gibt es ausser der besonders sorgfältigen körperhyiene noch andere "relikte"?

danke für eure berichte - werde euch auch auf dem laufenden halten

greets

r\au#sdamxit


einschränkungen

naja, schwer zu verallgemeinern.

hätte gedacht, daß trotz der größe des eingriffs schneller eine form der "alltäglichen normalität" eintritt. für mich sprechend kann ich nur sagen, daß war ein satz mit "x". zumindest, was die bisherige dauer von 7 monaten angeht. langwierige angelegenheit, nervig und bisweilen immer mal wieder schmerzhaft. wenn ich ab einem geschlossenen ex-sinus rechnen kann, berichte ich gerne, sehr gerne positivere dinge. im moment befinde ich mich in einem "dazwischen". zwischen all dem, was ich bislang an klaren meinungen und unmißverständlichen thesen gepostet habe und der nun aktuellen inkonsequenz. arbeite weiter durch und war nach der selbst diagnostizierten eingerissenen narbe nicht beim doc. muß sich dann leider ein wenig entzündet haben. wundwasser konnte schließlich entweichen, nichts nach eiter aussehendes dabei. seit einer woche dann im wechsel zu "normal ohne" mal ein "strich" verteiter beta-isodona jodsalbe auf der kompresse und es beruhigt den steiß tatsächlich. ich schau halt im moment, wieweit ich komme. zinktabletten werde ich mir morgen mal besorgen. nehme täglich "orthomol" vitamine... weigere mich, an ein reziviv zu glauben. will dem po eine "auszeit" gönnen.

am liebsten allerdings würde ich gerne von meinem steiß rein garnichts mehr spüren. geschlossene wunde, glatte narbe, frei von beschwerden. freies denken. auch psychokiste das ganze...

*gute besserung !*

f2lacrhi


@rausdamit und @emma25

Ich glaube inzwischen die Psyche spielt eine große Rolle. Ich hatte

gerade wie rausdamit 3 ca. 2-3mm neue Wunden die als Rezidiv diagnostiziert wurden.Obwohl die nur öberflächlich und nur eingerissan aussahen. Kein Eiter etc, nur Wundwasser. Nachdem ich mich seelisch mit einer OP abgefunden hatte, und nicht mehr jeden Tag an mein Po gedacht habe und mir das irgendwie auch scheißegal war, ob es wieder zusammenwächst oder nicht wuchs alles wie von Geisterhand wieder zusammen. Bis auf einem halben mm ist wieder alles weg. Und bin zur Zeit Beschwerdenfrei !

Ich bin mal gespannt, was der Chirug am Montag sagt, wenn ich zur OP-Vorbereitung komme und Ihm einen geschlossenen Hintern zeige. Eigentlich bin ich doch wahnsinnig mich operieren zu lassen.

Hmmm... mal abwarten. Aber ich glaube die Psyche spielt eine ganz große Rolle.

Gruß

Ralf

e(mm>a2x5


positiv denken

hallo leidensgenossen,

so wie es aussieht kann es für mich mit und nach der op nur schlechter werden - rein von momentanen standpunkt aus betrachtet. mein ps hat mir noch nie wirklich probleme gemacht von wegen schmerzen, eiter etc... kurzum: mir gehts im moment sehr gut, und wenn ich nun eure berichte lese graut mir natürlich umso mehr vor der op. den einzigen trost den ich habe ist, dass ich dieses "ding" danach wahrscheinlich (!) nie wieder habe und somit nie erfahren muss wie schlimm eine entzündete fistel sein kann. seit ich das wort rezidiv kenne schwindet die hoffnung auf endgültige heilung natürlich auch wieder :°( was bleibt mir also: positiv denken, das beste hoffen und sich nicht unterkriegen lassen.

und das ist das was ich euch auch wünsche. kraft und den glauben, dass alles gut wird (auch wenn es abgedroschen klingt). und wie hat hier einer mal so schön geschrieben: es gibt schlimmeres *:)

in diesem sinne

macht es gut und bis bald

R/obexrtD


@Emma

Mir geht es da ähnlich. Wenn ich das so sehe mit den Rezidiv-Raten bekomme ich auch keine Lust mehr auf die OP. Aber glaube mir, es ist eigentlich IMMER notwendig den PS zu operieren. Ich habe mich jetzt bereits 3 mal gedrückt, weil ich dacht, dass es evtl. doch weg geht. Insgesamt laufe ich nun ca. 10 Jahre damit rum. Bis vor ca. 2 Jahren hatte ich nie schmerzen...usw. (steht ja alles in meinem Vorstllengsbeitrag). Momentan bin ich sogar schon wieder beim "rausschieben" weil ich aktuell übnerhaupt keine Beschwerden habe.

Gute Besserung @all

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