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Steißbeinfistel

rSalph/ilseixn


noch was

ich war eine Woche stationär im Krankenhaus, man hat mir aber gesagt, ich könne im Prinzip auch nach Hause gehen. Da das KH jedoch 40 km entfernt liegt, wollte ich das nicht. War mir zu unsicher. Man weiß ja nie was so alles passieren kann und dann noch ne gute halbe Stunde Autofahrt ??? Neeee, nein danke. Meine Wundheilung ging dann eigentlich recht flott. Da ich körperlich arbeitend bin war ich 4 Wochen krank geschrieben, hätte es aber durchaus auf 6 Wochen ausdehnen können. Bin selbständig, daher haben mir 4 Wochen genügen müssen :-/. Ich hatte wärend der gesamten Zeit nach der OP keine Schmerzen. Habe aber bei starker körperlicher Anstrengung über den ganzen Tag immer mal wieder ein ganz leichtes, fast kaum bemerkbares "ziehen" im Bereich. Führe es darauf zurück, das hier ja doch ein recht erheblicher Teil meines Hinterteils rausgeschnippelt wurde und gehe davon aus, daß das normal ist. Ansonstens jedoch absolut Beschwerdefrei. Die ganze Geschichte hat bei mir so ca. 8 - 10 Wochen gedauert, bis die Wunde komplett verheilt war.

Greats

K"airstexn98


Melde mich mal wieder

Ich habe in den Tiefen dieses Threads schonmal geschrieben.

Ich leiste z.Z. meinen Wehrdienst und wurde in einem Bundeswehrkrankenhaus behandelt. Genau 2 Wochen lag ich da. Die Wunde wurde mit 6 Stichen verschlossen und ich habe das BWK schmerzfrei verlassen. Sitzen konnte ich noch nicht so gut hat sich aber mit jedem Tag verbessert.

Jetzt habe ich gemerkt, dass meine Unterhose nass war. Auf der rechten Seite der Wunde hat sich unter der Haut Gewebewasser (nennt man das so) gesammelt. Sprich ist es an der Stelle hart und etwas gewölpt. Gerade habe ich auf dem Klo darauf gedrückt und das "Wasser" schoss raus. Es war nur sehr leicht mit Blut versetzt. Hat sich angehört, als jemand pinkelt *sorry*.

Jetzt fühlt es alles wieder normal an. Die restliche Wunde ist eigentlich sehr gut verheilt, nur muss es ja irgendwo noch eine Öffnung geben.

Was soll ich tun? Kann ich einfach abwarten und hoffen, dass sich kein neues "Wasser" bildet und das sich die Wunde von alleine verschließt? Ich halte sie immer sauber und sprühe Desinfektionsmittel drauf!

Ins Krankenhaus gehe ich bestimmt nicht über die Feiertage. Nach der Grundausbildung und den 2 Wochen BWK bin ich mehr als Froh, dass ich mal wieder zu Hause bin.

Bjirgritx.K.


@rausdamit

Hallo rausdamit,

du bist aber kurzentschlossen und sehr spontan. Hut ab !!! :)^

Ganz viele liebe Grüße von der Ostsee und gute Besserung für dich.

Birgit

iKoana


Hallo,

@ralphilein - Vielen Dank für deinen Bericht

Leider habe ich jetzt aber erfahren das ich die Vakuumpumpe bekommen soll. Ich habe meine Ärztin aus der Chirurgischen Ambulanz daraufhin gesagt das ich gelesen habe das es sehr schmerzhaft sein soll und sie hat mir gesagt das es nicht stimmt. Sie meinte sie würden im Jahr ca. 50 Patienen solche Vakuumpumpen "anschließen" und es gab nur einmal Probleme. Es gäbe nur sehr wenig Schmerzen, dagegen würden aber schon ein paar Tropfen Schmerzmittel reichen.

Und man müsst mit dieser Vakuumpumpe ein paar Wochen lang leben müssen. Ich kann mir das echt beim besten Willen nicht bildlich vorstellen.

Wie gesagt, momentan gehe ich ins Krankenhaus in der Chirurgischen Ambulanz zu der Ärztin die immer die Wunde mit Prontosan spült bis zum OP-Termin. Aber ich werde ja warscheinlich von einem ganz anderen Arzt operiert werden oder? Kann ich dem sagen ich will diese Methode nicht haben? Hab ich ein Mitspracherecht? Hoffenlich ja!!

VIele Grüße

Ioana

RJ54


Vakuumpumpe

@ioana

Hallo, ich wurde auch nach meiner OP vor 5 Wochen mit einer Vakuumpumpe behandelt. Bei mir war das aber keine Flasche sondern ein Apparat der ständig einen permanenten Unterdruck erzeugt hat (7 tage im KH). Schmerzhaft war das nicht direkt. Als sie die Pumpe zum ersten mal anschlossen war das schon irgendwie unangenehm und im ersten Moment empfand ich das als ein Brennen, aber das legt sich schnell und dann ist es nur noch komisch mit Unterdruck im A.... rumzulaufen. Da gewöhnt man sich aber schnell dran und man kann sich eigentlich gut bewegen (so lang der schlauch bis zur Pumpe halt war). Alle 2-3 Tage wurde der "Verband" gewechselt, aber auch das war nicht schmerzhaft. Also man merkt schon das eine oder andere Zwicken, aber Schmerzmittel muß man dafür keine nehmen (meine Meinung).

Mach Dich mal nicht verrückt.

i5oaxna


@ R54

Hallo,

ist die Wunde dann auch zugenäht? Dann läuft aus der Wunde heraus ein Schlauch an dem dann diese Pumpe angeschlossen ist. Ist das eine große Pumpe oder eher Mini? Kann man denn damit sitzen? Und auf Toillette? :-)

Es hat mich gerade sehr beruhigt das du keine riesenschmerzen hattest. Ich hatte bisher schon 3 Ops und ich hatte immer große Schmerzen danach, hab ca. 2 Wochen starke Schmerzmittel bekommen. Ist bei jedem verschieden. Und als ich dann gelesen habe das die meisten große Schmerzen damit haben, war mir klar ich gehöre garantiert dazu. Bin halt ein Sensibelchen. Mal schauen.

Und musst man dann mit dieser Pumpe immer so lange im Krankenhaus bleiben, 7 Tage? Ich durfte meistens nach 2 Tage wieder heim.

Und die letzte Frage, wie verläuft denn die Heilung bei dir?

Danke Danke Danke

Ioana

Spaa'rlands-F[istelVgqrube


meine eigene Erfahrung mit der Fistel

An alle Forumsmitglieder und Forumsleser,

zunächst einmal finde ich es ganz toll, daß es eine solche Seite gibt. So konnte ich mich vor meiner OP am 17.12.2005 so gut informieren, daß ich mit dem Arzt ein "Fachgespräch" führen konnte. Toll!! Aber der Reihe nach.

Wie ich inzwischen weiß, gab es das erste Lebeszeichen meiner Mitbewohnerin bereits vor ca. 10 Jahren (ich bin 24, männlich, wiege 70 kg bei 1,95m). Damals dachte ich, es wäre eine Nachwirkung eines starken Steißbeinsturzes in der Kindheit, so wie wenn Narben wetterfühlig sind. Keine äußeren Anzeichen.

Inzwischen ist es August 2004 und ich beginne ein Praktikum von zwei Monaten, das sehr mit Sitzen vor dem PC verbunden ist. Mitte Oktober ist es dann so weit: meine Mitbewohnerin zeigt ihr wahres Gesicht. Ich wache morgens auf und habe urplötzlich unbeschreibliche Schmerzen am Steiß. Selbst auf dem Bauch zu liegen ist unerträglich. Zu dem Zeitpunkt "diagnostiziere" ich den geschwollenen heißen "Pickel" mit Knorpel, der zwischen den Wirbeln hervorgekommen ist. War für mich logisch, da ich ein leichtes Rückenleiden habe. Also gehe ich am vorletzten Praktikumstag erst einmal arbeiten und will dann später zum Orthopäden. Gesagt getan werden die Schmerzen so stark, daß ich noch nicht einmal beschwerdefrei stehen kann geschweige denn laufen. Ich lasse mich von jemandem abholen mit dem Ziel Orthopäde. Die Autofahrt war der reinste Horror. Jeder Kanaldeckel läßt mich fast durch das Blechdach des Autos springen.

Beim Orthopäden angekommen verspüre ich schlagartig Besserung. Anscheinend hat sich der vermeintliche Knorpel wieder eingerenkt. Als ich vor dem Röntgengerät stehe - ich habe in Unwissenheit natürlich Steißbeinbeschwerden angegeben - bemerke ich, daß der Hintern an besagter Stelle blutet. Der Orthopäde diagnostiziert sofort: "Sie haben zu 90 % eine Steißbeinfistel! Stellen Sie sich gleich in der Ambulanz der Klinik vor." Was mir blühte, das wußte ich noch nicht wirklich. Ich wußte nur: OP unumgänglich und die Schmerzlinderung war der geplatzte Eiterabszeß am Steiß.

In der Klinik mußte der Abszeß dann mit einem kleinen Schnitt entlastet werden, damit der Eiter vollständig abfließen kann. Ich verlangte eine örtliche Betäubung. Die Ärztin sagte mir, daß das bei entzündetem Gewebe nicht möglich ist und bot mir eine Kurzbetäubung mittels Vereisen an. Nahm ich an. Leider. Das waren die schlimmsten Höllenqualen, die ich je empfand. Hätte sie 11 statt 10 Sekunden mit dem Stickstoffvereiser draufgesprüht, dann wäre ich ins elfte Stockwerk eines Krankenhauses gesprungen, das nur 10 Etagen hat!!

OK, ich habe jetzt ein wenig übertrieben. Denn 15 Sekunden danach war der Schmerz weg. Die Therapie der kopmmenden Woche: täglich mit antibakterieller Lösung ausspülen in der Ambulanz und Verbandwechsel. Nach 4 Tagen war der Abszeß VOLLSTÄNDIG abgeheilt und es war, als wenn nie etwas gewesen wäre. Nach einer Woche wieder vollkommen sitzbeschwerdefrei. Meine Mitbewohnerin war in Urlaub. Bei diesem positiven Verlauf sagte der Arzt, es ist kein Problem, die OP bis zu den Weihnachtsferien hinauszuzögern, wenn sich kein neuer Abszeß bildet. "Das ist sehr gut planbar". Seine Tipps: täglich Pospalte ausduschen und Kompresse zwischen die Pobacken, um womöglich Sekret aufzufangen oder überhaubt den Bereich vor Schmutz zu schützen. Zusätzlich haarfrei halten da unten. Wer hier im Forum ausgiebig die Fistelursachen gelesen hat, weiß ja inzwischen, wieso das so wichtig ist. Damals entdeckte ich zum ersten Mal die winzigen, aber typischen, Fistelöffnungen.

Als BWL-Student ist man natürlich sehr neugierig und ich begann, ganze Abende vor dem PC alles über Steißbeinfisteln zusammenzutragen und fand dabei auch dieses Forum: eine Informationsgoldgrube! Allerdings beunruhigten mich die vielen Horrorgeschichten hier: golfballgroße Löcher von 14 cm Länge, quallvolle Tamponadenwechsel, Wundheilung von Monaten, Rezidive, und, und, und. Gerade durch die Hilfe der Forumsteilnehmer und deren guten wie schlechten Erfahrungen konnte ich sehr strategisch vorgehen: Suche einen Proktologen!

An dieser Stelle möchte ich eine Klinik in Trier, in Rheinland-Pfalz namentlich empfehlen: das Mutterhaus in Trier- ein akademisches Lehrkrankenhaus der Johannes-Gutenberg -Uni in Mainz. Das klang gut. Und es war ein Volltreffer: Der Chefarzt der Chirurgie I hat als Schwerpunkt u. a. die Proktologie. Was mich sehr positiv überrascht hat: als normaler Kassenpatient wird man bei der ambulanten Vorstellung zum OP-Termin vom Chefarzt persönlich untersucht! Hut ab. Überhaupt: ein äußerst freundliches Team, nicht nur in der Ambulanz, sondern auch auf der Station, die ich im Dezember dann kennenlernen sollte. Man wird nicht überall mit Handschlag von den Pflegern begrüßt, die immer ein freundliche Wort auf den Lippen haben. Es wird sich Zeit für den Patienten genommen. Ich konfrontierte den Professor natürlich mit meinen Horrorgeschichten aus dem Forum hier. Er war positiv überrascht von meiner "Fachkenntnis". Hier in Stichworten, wie "Sinus Pilonidalis" bei ihnen entfernt wird: radikale Excision mit auf Wunsch stationärer Aufnahme, was ich dann annahm, da ich derzeit Single bin, wegen Nachblutungen und so; Fistelgänge werden vor dem Schnitt mit Methylen-Blau gefärbt, dann Tamponade mit Alginat (sei laut seinen Erfahrung für die Patienten am schmerzfreiesten); den Verband einmal täglich wechseln auch nach der Entlassung in der Ambulanz nach vorherigem Ausduschen der Wunde. Laut dem Professor sind Sitzbäder veraltet, da man "im eigenen Saft" sitzt. Der Duschstrahl ist eine mechanische Wundsäuberung; die Tamponade wird vor dem Wechsel generell angefeuchtet. Nach der Heilung den Bereich unbedingt mit ENTHAARUNGSCREME haarfrei halten. Die spitzen Spitzen der nachwachsenden rasierten Haare können die Haut durchstechen und dann wieder einwachsen. Offene Wundheilung wegen geringster Rezidiv-Rate. Hier wird also eine optimale Fistel-Excision durchgeführt!

Inzwischen ist es der 17.12 2005: mein Schicksalstag! Auf Station eine sehr freundliche Aufnahme und Zimmerzuweisung. Auch hier bekommt man natürlich die obligatorische "keine Angst vor dem OP-Pille". Dann wurde ich abgeholt, nachdem ich meine schicke OP-Kleidung in modernem Mint-Grün angezogen hatte samt Thrombosestrümpfen. Im OP gibt es eine aufgewärmte Decke und gewärmte Fußstülpen. Toller Service, oder? Selbst im OP herrscht diese nette Atmosphäre mit Späßchen. Das einzig ekelhafte ist der Gummigestank der Sauerstoffmaske. Drei Stunden Später wache ich im Aufwachraum auf, keine Übelkeit, keine Benommenheit. Die Anästhesie war also ebenfalls sehr kompetent; habe ich aber auch so erwartet, denn es war eine sehr hübsche junge Ärztin! Keine Sorge, der Eingriff dauerte nur knapp 10 Minuten, aber ich habe mal gut ausgeschlafen.

Wieder auf Station: ich sitze auf dem verbundenen Steißbein im Bett; aber kein Schmerz! Es fühlt sich eher an wie eine leichte Prellung. Der nächste Tag ließ keinen Zweifel an der OP aufkommen: der erste Tamponadenwechsel! Wurde wie gesagt vorher eingeweicht: nicht ein einziges Anzeichen des geringsten Schmerzes, obwohl ich genau fühlte, wo und wie die Schwester da "rumstocherte". Bereits an diesem Tag nehme ich das Abendessen schmerzfrei im Sitzen am Tisch ein OHNE Sitzhilfe. Auch das Ausduschen des ca. 4cm langen und 3,5 cm breiten Loches bereitet wider Erwarten keinerlei Schmerzen! Man muß allerdings am ersten Tag auf Nachblutungen achten. Bei mir stellten die sich beim Duschen ein. Seit dem ersten Tage trage ich über dem Verband eine Netzhose, in dei ich mir zusätzlich eine Riesenvorlage stecke. Sieht zwar wie ein Entenhintern aus, sammelt aber wirksam das Blut in den ersten paar Tagen auf. Stuhlgang ist übrigens auch vollkommen problemlos; ganz wie gewohnt. Laut Arzt reicht auch dann einmal täglich vor dem Verbandwechsel auszuduschen, dam man beim Stuhlgang ja den Verband dran läßt und der Stuhl ja nicht nach oben fällt. Klingt logisch. Mein Verfahren: Kloabfluß so mit Klopapier auslegen, das nichts spritzen kann, erst trockenes Papier, dann feuchtes Papier und dann den After noch mit Kernseife waschen. Das sollte weitgehend keimfrei werden. Schließlich wird die Wunde ja auch bereits mit der normalen Luft kontaminiert beim Verbandwechsel, und welche Ambulanz arbeitet in Reinluft?

Inzwischen ist der 21.12.2005 und ich habe heute Morgen das Krankenhaus verlassen. Morgen ist wieder Verbandwechsel nach dem Duschen. Sollte es ein Rezidiv geben, dann liegt das jedenfalls weder an der Behandlung, noch an mir. Dann ist es eben so. Aber bis jetzt verläuft alles planmäßig. Und während ich dies schreibe sitze ich wieder ganz normal auf meinem Bürostuhl. Die Vorlage sammelt lediglich noch das Exsudat auf. Schmerzfrei natürlich. Ich habe zu keinem Moment ein Schmerzmittel benötigt. Diese Schmerzfreiheit hat sogar die Profis leicht überrascht.

Am Schluß mein persönlicher Tipp: wartet niemals solange, bis sich der Abszeß entzündet!! Dann wird das Loch riesengroß und dann gibt es Schmerzen. Macht es wie ich und laßt die Excision mit offener Wundheilung durchführen wenn S. P. "schläft". Mann kann sich ja vorstellen, daß jemand mit meiner schlanken Bauart wegen geringer Fettschicht am Steißbein bei dieser OP schnell an den blanken Steißbeinknochen gelangt. Unentzündet ist der Eingriff am besten.

Ich danke jedem, der diesen Beitrag bis zum Ende gelesen hat und hoffe, Zweiflern die Angst vor der OP zumindest gelindert zu haben. Es ist nicht zwingender Weise eine Horrorangelegenheit! Also keine Zeit verlieren!!!

Ich werde euch zu gegebener Zeit über den weiteren Verlauf der Heilung informieren.

Frohed Feschdt unn änn gudden Rutsch ins naue Joahr!

rNau'sxdaxmit


merci !

@ birgit für die lieben grüße zur besserung, jo, als "schieber" wusste ich ja auch recht genau, was ich tat, während ich das drohende rezidiv verdrängte und erstmal ne tüchtige strecke durcharbeitete. daher auch der recht trockene humor, gleich nüchtern mit der überweisung ins uni klinikum zu fahren... ;-) läuft übrigens soweit ganz o.k. - die alginat methode wurde abgelehnt. hab ich denn mal akzeptiert, obwohl ich sie gerne probiert hätte. nun weiter wiegehabt mesalt und kompressen, netzhöschen hoch und feddich...

@ saarland-fistelgrube:

danke für deinen ausführlichen text ! auch ich habe vor meiner ersten OP sehr davon profitiert, daß hier reichlich leidensgeschichten, tips und hinweise ausgetauscht werden. prima !

und an alle geplagten wie immer gute Besserung ! *:)

R@54


@ ioana

Nein, die Wunde ist nicht zugenäht.

Das Prinzip mit dem Verband ist genau so wie es ralphilein schon mal beschrieben hat. Ein Schwamm kommt in die Wunde der zurechtgeschnitten wird. Dann wird sie luftdicht abgeklebt und der Schlauch kommt dann am oberen ende des "Verbands" heraus. Diese Prozedur war nicht schmerzhaft. Aber ich schließe mich Dir an: jeder Körper reagiert da bestimmt anders. Der Schlauch führte dann in ein Gefäß das mit der Pumpe verbunden war die den Unterdruck erzeugte. Diesen "Becher " konnte ich auch von der Pumpe abmachen und mich dann mit dem "Becher" frei bewegen. Der war aber nicht klein (so ein 1,5l Meßbecher etwa) und deshalb war ich dann mehr auf dem Zimmer.

Sitzen und zur Toilette war damit kein Problem.

Ich dachte auch vor meiner OP (am Do vor 5 Wochen) das ich nur das WE da bleibe(wg. besserer Wundversorgung und so), aber nachdem sich das nachwachsende Gewebe nicht so recht entwickeln wollte, hat der Oberarzt mir dann diese Methode vorgeschlagen mit nochmaligen 7 Tagen aufenthalt, aber bisher mit sehr guten ergebnissen. Das hätten die sofort machen sollen. Die Wunde wurde vorher und nachher gemessen und in den 7 Tagen war die Wunde um ca 1cm aus der Tiefe hochgewachsen.

Heute ist die "haupt"-Wunde noch ca. 3 cm lang und um 0,5cm tief. Der Rest der Wunde, die 9 cm lang war, ist ein ca 0,1cm tiefer und 6 cm langer rötlicher Strich der mich aber nicht stört. Der Heilungsverlauf kommt mir vor, als würde mein Körper da wie mit einem Reißvverschluß von unten nach oben dicht machen.

Ich habe auch meinen KH Bericht hier auf der Seite Nr 88 mal reingeschrieben. Kannste ja mal schaun.

Grüße

i9oanxa


Hallo R54

danke für deinen ausführlichen Bericht. Hat mir sehr weitergeholfen. Ich werde nach der OP mal vielleicht davon berichten wie es bei mir verlaufen ist. Bin jetzt zumindest froh das ich über die Feiertage noch zu Hause bleiben durfte.

Ich wünsche euch allen Frohe Weihnachten!

Ioana

Slaarla#nd-EFis3telgrubxe


weitere Verlaufsbeschreibung der Heilung

Hallo zusammen,

nachdem ich einen längeren Bericht abgefaßt hatte, nun ein kleines Zwischenfazit nach 1,5 Wochen. Es gibt nur ein Fazit von den Ärzten: die Wunde sieht sehr gut aus und heilt optimal!

Wie gesagt: ich dusche die Wunde zur Zeit noch einmal täglich aus wegen der recht starken Exudation. Vorher "fische" ich die Alginat-Tamponade vor dem Spiegel mit einer Pinzette raus. Anschließend zum Krankenhaus zum "Stopfen".

A propos Stuhlgang und Hygiene: das einzige, was ich mache, ist das Abflußloch im Klo mit Toilettenpapier abdecken, damit nichts hochspritzt, anschließend feuchtes Toilettenpapier und Waschen des Afters mit Kernseife. Der Verband bleibt dran und wird nicht gewechselt. Genauso empfahl man mir das auch im Mutterhaus. Wenn sich bislang keine Fäkalbakterien verirrt haben, wieso sollten sie es in Zukunft tun?

Das einzig nervige ist der Exsudat-Ausfluß, denn das stinkt einfach nur ekelhaft, was aber normal ist.

Zum Thema ALGINAT: Im Netz googelte ich einfach mal zu diesem Schlagwort. Jeder Arzt, der Alginate ablehnt, hat keine Ahnung vom modernen feuchten Wundmanagement. Dazu folgender Link:

[[http://www.oegkv.at/4-1/artik/fb-jamnik-04.pdf]]

Szaa@rmland-UFisteKlgruxbe


weitere Verlaufsbeschreibung der Heilung

Hallo zusammen,

nachdem ich einen längeren Bericht abgefaßt hatte, nun ein kleines Zwischenfazit nach 1,5 Wochen. Es gibt nur ein Fazit von den Ärzten: die Wunde sieht sehr gut aus und heilt optimal!

Wie gesagt: ich dusche die Wunde zur Zeit noch einmal täglich aus wegen der recht starken Exudation. Vorher "fische" ich die Alginat-Tamponade vor dem Spiegel mit einer Pinzette raus. Anschließend zum Krankenhaus zum "Stopfen".

A propos Stuhlgang und Hygiene: das einzige, was ich mache, ist das Abflußloch im Klo mit Toilettenpapier abdecken, damit nichts hochspritzt, anschließend feuchtes Toilettenpapier und Waschen des Afters mit Kernseife. Der Verband bleibt dran und wird nicht gewechselt. Genauso empfahl man mir das auch im Mutterhaus. Wenn sich bislang keine Fäkalbakterien verirrt haben, wieso sollten sie es in Zukunft tun?

Das einzig nervige ist der Exsudat-Ausfluß, denn das stinkt einfach nur ekelhaft, was aber normal ist.

Zum Thema ALGINAT: Im Netz googelte ich einfach mal zu diesem Schlagwort. Jeder Arzt, der Alginate ablehnt, hat keine Ahnung vom modernen feuchten Wundmanagement. Dazu folgender Link:

[[http://www.oegkv.at/4-1/artik/fb-jamnik-04.pdf]]

Mehr gibt es in 2005: Guten Rutsch!

eWmmax25


abschlussbericht

hallo @all,

um denjenigen die es noch vor sich haben die angst zu nehmen(dieses forum enthält ja auch sehr unschöne erfahrungsberichte) hier mein abschliessender bericht: nach diagnose steißbeinfistel wurde 6 wochen später operativ entfernt, ca. 4cm schnitt, danach wunde zugenäht. heilungsverlauf optimal; zwar schmerzen aber ertragbar und keine entzündung der wunde; 3 wochen krankschreibung (bürojob), dann noch eine woche zu hause da weihnachtsurlaub. jetzt fühle ich mich bereit dem arbeitsalltag wieder ins auge zu blicken. wie es sein wird wieder 8 stunden am stück zu sitzen wird sich zeigen, bin aber zuversichtlich.

so long, hoffe dass ich mich nicht mehr wegen rezidiv hier melden muss. das selbe wünsche ich allen die es auch schon hinter sich haben und allen die in der heilungsphase sind einen guten verlauf und gute besserung! gutes neues jahr!

lg manu

m;ailpmxan


suche PS Spezialisten!!!

Hi Leute,

Kennt jemand eine Klinik die spezialisiert ist auf Pilonidalsinus ???

Ich komme aus der Schweiz. Es ist mir aber mittlerweile egal wo ich hingehen muss. Bin also auch froh über Tipps in Deutschland.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich keiner Klinik hier in der Schweiz gut aufgehoben bin mit dieser Krankheit. Ich hatte innerhalb von 2 Jahren 4 Operationen!!! Und ich glaube das nächste Rezidiv steht vor der Tür. Bei mir ist es wirklich schlimmer als man sich das vorstellen kann.

Danke für eure Hilfe.

letterman

i7oaxna


Hat der Dickdarm was damit zu tun?

Hallo,

am Freitag hab ich meine 4-te Op in 13 Monaten. Heute hat mich eine Krankenschwester beim Spülen der Wunde (offen seit letzter OP) gefragt ob denn der Dickdarm untersucht worden ist. Ich habe verneint und fragte wieso denn der Dickdarm. Da meinte sie dass es wohl gut wäre wenn man eine Darmspiegelung machen würde. ??? ? Sie wollte aber nicht näher darauf eingehen und meinte ich sollte die Ärztin fragen.

Im Internet hab ich auch nichts gefunden. Gibt es da einen Zusammenhang??

Danke und Grüße

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