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Steißbeinfistel

S"t0efVan13


Mal kurz meine Geschichte

Servus zusammen, bin neu hier und möchte mich gleich mal mit meiner eigenen Steißbeingeschichte vorstellen :-)

Das ganze fing im Jahre 2000 an, im Frühjar, es hat von einem Tag auf den anderen angefangen vom Hinterteil her zu bluten, ein Abszess hat sich gebildet. Ich als Arztmuffel habe erstmal nichts getan, weil sich das ganze kurz danach wieder beruhigt hat. Alles klar, Abszess Abszess sein lassen und weiter gehts. Ende des Sommers wurde mir das doch zu blöd, also zum Hautarzt. Termin für das Ausschneiden des Abszesses bekommen, Arzt guckt es sich vor der Spritze nochmal an. Fazit: "Sie müssen damit ins Krankenhaus". Super, aber widerwillig habe ich mich dorthin begeben, bin operiert worden und 1 1/2 Wochen im Krankenhaus gelegen. Das ganze ist super verheilt und ich konnte nach 1 1/2 Wochen, bei offener Wundheilung, wieder beschwerdefrei sitzen, war echt happy.

Tja, Anfang Januar 05 hat sich die Fistel wieder zurück gemeldet. Diesmal habe ich es nicht so hinaus gezögert, bin gleich zum Arzt. Überweisung fürs Krankenhaus bekommen, vorgestellt, gleich OP Termin gemacht und am Montag lag ich unterm Messer. Auch diesmal hat man die Wunde offen gelassen. Ist zwar nur ein kleines Krankenhaus hier im Ort, aber dafür haben die wohl doch einigermaßen Ahnung was das beste ist.

Fazit: Bin am Mittwoch schon entlassen worden, da ich mich ja damit auskenne und eine weitere Behandlung problemlos daheim möglich sei. Die Wunde ist ca. 5-7 cm lang würde ich sagen, habs nicht nachgemessen :-) Fängt oben am Ansatz an und verläuft die besagte Länge nach unten, war also nicht soviel wie beim letzten mal. Die Wunde blutet auch heute noch teilweise, nicht viel, aber ein bisschen ist Blut mit Wundwasser ist zur Zeit noch völlig normal. Mit Ibuprofen bzw. Ibu-ratiopharm lassen sich die erträglichen Schmerzen auch noch besser ertragen. War heute beim Arzt, der meinte die Wunde sieht soweit sehr gut aus. Ich dusche die Wunde 3-4 mal täglich aus, Mullkompresse zwischen die Backen und Binde in die Boxershorts, fertig. Die nächsten Tage werde ich mir noch ein paar Kamillensitzebäder gönnen, die ziehen den Dreck aus der Wunde. Irgendwelche Salben oder Cremes wende ich nicht an, wurde mir auch nichts spezielles von meinem Arzt geraten, Heilung war damals ja schon ohne Zutaten problemlos verlaufen, ist bei mir wohl so.

Tja, so sitze ich jetzt vor meinem Compi und kann mich schon wieder sitzend etwas beschäftigen. Ich denke in 5-6 Tagen beschwerdefrei zu sein, in 2 Wochen hoffe ich wieder arbeiten zu können. Ich glaube ich habe da ein bisschen Glück, das meine Wundheilung immer sehr schnell geht.

Für alle die Angst vor der OP haben: Das hatte ich auch, vor jeder OP. Aber wie schon oft gesagt wurde ist es besser das so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Es ist zwar unangenehm und nervig, aber dafür schnell erledigt und die Wunde hält sich in Grenzen. Achja, habe zwar keine Erfahrung mit den anderen Verfahren, aber bei der offenen Wundheilung sieht man bei mir gar nichts. Selbst jetzt noch, wo die Wunde offen ist, sieht man in stehendem Zustand so gut wie nichts. Auch damals nach der Heilung konnte man außer einer kleinen Furche nichts mehr erkennen.

Tja, dann allen denen es noch bevorsteht viel Erfolg, und mir selbst eine schnelle Heilung :-)

S$tefYanA13


Heilungsbeschleuniger

Achja noch eines. Mein Arbeitskollege hat mir ein Heilungsmittel empfohlen auf das wohl die wenigstens kommen, seinem Vater aber immer beste Ergebnisse beschert hat und ich weiß nicht ob es ein Versuch wert ist.

Seine Wunden heilten bestens ab, mit Honig. Der fördert den Dreck aus der Wunde und lässt Sie schnell heilen. Schon mal jemand ausprobiert ???

r{alphilxein


@stefan13

Honig, hmmmmm. Warum nicht ??? Mein Hausarzt hatte mir empfohlen, Zucker in die offene Wunde zu streuen. Lacht nicht, meine Blicke sagten wohl alles, aber meine Wundheilung lief eigentlich Problemlos, wobei ich nicht täglich Zucker reingestreut habe, bin ja schließlich kein Cappuccino ;-D.

Aber Honig ist ja nun mal bekannterweise ein sehr gutes Heil und Hilfsmittel. Ich geniese Honig, zwar auf m Brot oder Brötchen :-D, aber darauf hät ich ja eigentlich auch selbst kommen können.

Ansonsten allen LEIDENDEN hier gute Besserung

Greats Ralphi

PS: Besonders natürlich rausdamit ;-). Mensch Kerl, ich leide mit Dir mit, ehrlich. Hoffentlich hast dieses Mistding endlich mal vom Hintern (wollte eben Hals schreiben ;-) )

SStePfanA13


@ralphilein

Ich habe es mir auch nochmal gründlich durch den Kopf gehen lassen, habe es aber jetzt nicht gemacht. Ich denke es ist genug wenn ich noch Blut und Wundwasser in der Kompresse habe, da brauch ich nicht noch Honig dazu :-)

p`u%rzelx80


ich brauch eure Hilfe...!

Hallöchen!

Also ich habe am kommenden Dienstag den OP Termin. Problem ist jetzt, dass sich meine Fistel immer mehr zurückzieht, wie sie es ja schon seit Jahren macht.

Der Chirurg meinte, wenn sie bis Dienstag komplett weg sein sollte, also keine "Beule" mehr da ist, kann er nicht operieren.

Allerdings hab ich jetzt komplett alles schon geregelt, Arbeitgeber, Hobbies etc. ...

Was soll ich denn jetzt tun? Eine kleine Beule ist im Moment noch da... Gibt es irgendeine Methode, dass sie wieder etwas mehr zum Vorschein kommt?!

Ich hoffe, ihr versteht, wie ich das meine!!! :-/

r0alphHilexin


@stefan

naja, kannst doch mit Honig deine Wunde etwas versüssen ;-D. Also ich hab da mal vor einiger Zeit ein wenig wegen Honig gegoogelt und die tollsten Sachen gefunden. Aber wie bereits gesagt, wenns ohne eh schon supi heilt, wieso sollte man dann noch rumexperimentieren ???

Greats und gute Besserung

r+alp2hilxein


@purzel

wie man eine Fistel wieder rauslocken kann, könnte ??? Ne gute Frage und ne Sch......... Situation, aber ehrlich. Im allgemeinen is man ja froh, wenn sich so ein Teil nicht mehr meldet, aber in Deinem Fall ???

Vielleicht mit Honig ;-D, sorry kleiner Scherz.

Greats und viel Erfolg

p]urzeJl80


@ralphilein

ja, ja... ich weiß ja! Sehr ungewöhnliche Frage...!!!!! Ich bin natürlich auch froh, wenn dieses mistding endlich weg ist! Aber es wäre einfach zu blöd wenn die mich am Dienstag wieder nach Haus schicken!!!!

Hab mir auch schon überlegt, wenn diese kleine Beule bis Dienstag bleibt, würden sie doch bestimmt nur nen kleinen Schnitt machen - das hört sich natürlich ziemlich gut an! Ich bin die Fistel los und hab nur geringfügig den A... offen!!!! hehe

fqlachxi


@purzel80

HI !

So einen blöden Schwachsinn, den Dein Arzt da von sich gebeben hat, habe ich noch nie gehört. Selbstverständlich kann er Dich auch ohne Beule operieren. Meines erachtens sogar noch viel besser, weil die Sinus P. dann sich im nicht entzündlichen Status befindet. Fistel ist Fistel ob mit Beule oder ohne und es muß raus. Und mache Dir keine Illusionen über die Größe des Schnitts. Das hat auch nichts mit einem Beulenrückgang zu tun. Die Fistel ist einfach da. Ob sie gerade entzündet ist oder nicht und wird auf keinen Fall kleiner oder gänlich zurückgehen. Wenn Dein Arzt Dich nicht operieren will, weil die Beule nicht mehr da ist, ist er unfähig. Dann gehe sofort zu einem anderen Chirugen !

Gruß und gute Besserung !

Ralf

pWurz@el8x0


hey flachi!

Oh... das ist natürlich mal ne Neuigkeit... er meinte halt nur, wenn keine Beule ist, ist die OP absolut nicht notwendig. Auch nach meiner Info, dass ich die Fistel schon seit mehr als 10 Jahren mit mir herumtrage wollte er die OP noch auf Sommer verschieben!

Naja, dann warte ich einfach mal, was er nun am Dienstag sagen wird...!!!!!!!

Vielen Dank für die schnelle Info!!!! Darauf brauch ich erstmal nen ordentlichen Kaffee!!! hehe

Mairiaam8x3


Steißbeinfistel die 2te

Hallo,

ich hab mal eine Frage und zwar:

Ich wurde letztes Jaht im September operiert wegen einer Steißbeinfistel, war 5 Tage im Krankenhaus und danach 1 Woche zu Hause, dann bin ich wieder arbeiten gegangen, arbeite im Call-Center und sitzte den ganzen Tag also 8 Stunden. Kann dadurch der Heilungsprozess beeinträchtigt werden?

Und wenn ich mir die Berichte so durchlese dann les ich immer das ihr jeden Tag mehrmals duscht, die Schwestern im Krankenhaus meinten ud auch die Ärzte das ich es einmal ausduschen soll.

Kann es daran liegen das ich es jetzt noch mal lassen machen muss?

Und wie oft kommt es vor das eine Fistel wiederkommt?

Wie lange wart ihr krankgeschrieben?

Fragen über Fragen und das waren bestimmt noch nicht alle.... :-)

Freue mich über antworten!

Miriam

Sute)fan1x3


@Miriam83

Ich handhabe das so wie das letzte mal, vor 5 Jahren. 3 mal täglich ausduschen oder Sitzbad machen, damit der Dreck rauskommt. Außerdem nach jedem Stuhlgang, da dann natürlich die Gefahr, dass Keime in die Wunde gelangen, größer sind.

Ist natürlich möglich, dass nach einer unsauberen Wundabheilung dass Ding wieder kommt, deshalb ist die Wundheilung mit der wichtigste Prozess.

Ich selber arbeite auch in einer Hotline, sitze also auch an die 8 Stunden pro Tag. Dass die Fistel aber deshalb wieder ausgebrochen ist möchte ich bezweifeln, kann aber dennoch ein Faktor sein. Einfach öfters mal im Stehen telefonieren, wenn möglich.

Eine Fistel kann immer wieder kommen, wenn eben das oben genannte eintritt, wenn z.B. Haare einwachsen, bei der OP nicht komplett alles entfernt wurde etc.

Bei der ersten OP war ich ca. 3 Wochen arbeitsunfähig. Diesmal, 1 Woche nach der OP, bin ich noch zusätzlich für 1 1/2 Wochen krank geschrieben.

@purzel80

LoL, also der Chirurg hört sich wirklich etwas komisch an. Die Fistel sollte auch ohne Entzündung raus. Das Abszess kannste z.B. durch langes hartes sitzen ganz gut wieder provozieren. Mein Chirurg konnte die Größe der Fistel ziemlich gut vorherbestimmen. Es gab eine Fistelöffnung, bei der er von einem Verlauf nach oben gerechnet hat, was auch so war.

In eigener Sache: Heute bei Belastung wieder etwas mehr Schmerzen, mal schauen wie es morgen geht. Ich habe den Eindruck dass sich so gelbliches in der Kompresse wieder findet. Ob das einfach wegen der langsam versiegenden Blutung mehr wirkt oder tatsächlich mehr ist, soll mir morgen der Arzt sagen. Nicht dass sich da was entzündet :°(

MNiri]am83


@ Stefan 13

Im Moment bin ich total hin und hergerissen weil mein Hausarzt meint das es nicht nochmal operiert werden müsste der Chefarzt aus dem Krankenhaus aber meint das es gemacht werden sollte.

War dann auch noch bei einem dritten Arzt, der meinte auch das es gemacht werden sollte.

Noch mal Ergänzend, zum Arzt bin ich jetzt wieder weil es bei sitzen anfing wieder weh zu tun.

Und der dritte arzt meinte es würde weh tun weil die Narbe schlecht verheilt ist, kann das mit dem sitzen zusammenhängen?

Der Arzt im KH meinte da wären wieder Fistelgänge, er hat da mit so einem Metallding rumgestochert, mein Hausarzt machte das gleiche fand aber nichts.

Außerdem sagte er noch das es allgemein nicht so gut aussieht....

....bin echt total ratlos.....

Miriam

riausJdamuit


was für ein irrsinn

nene.... kopfschüttelnd die zeilen über den doc gelesen, der die OP abblasen will, sollte sich die "beule" auf null zurückgebildet haben. hab ja u.a. hier schon vieles gelesen, aber das war echt neu ;-/

ansonsten an sich wieder die klassiker, wie bei mir: wie oft kann so ein scheissteil wiederkommen, wie oft sollte man duschen und oder sitzbaden und wie schnell ist man wieder im job. stefan, das "gelbliche" in der kompresse hab ich auch seit geraumer zeit, dazu diversen druckschmerz bei bestimmten sitzhaltungen, kurzum: ich gehe von einem rezidiv aus, aber bestimmt diesmal woandershin damit. in den nächsten zwei wochen habe ich buchungen, die ich auf jeden fall machen will, psychologisch ziemlich wichtig für mich, ich habe schon dermaßen viel abgesagt, daß es neben den finanziellen folgen auch sehr an der substanz kratzt, grad als freiberufler. also, ich betätige mich unvernünftigerweise mal wieder als "schieber" und will meine nächste OP dann sehr gerne auf den 21.03. legen. die frage ist nur, wo.

und ganz allgemein: nein, keine trockenen verbände mehr, diesmal will ichs mit alginaten versuchen. überhaupt: ich habe niemanden, der diese wunde versorgen kann und die versorgung, die mir bislang zuteil wurde, war wohl "fehlerhaft", neben meiner "wundheilungsstörung", um das mal ein bischen aufzuteilen. jedenfalls bin ich der festen auffassung, daß die postoperative pflege gerade an dieser für den patienten zur selbstversorgung äußerst schwer zugänglichen stelle von größter bedeutung ist. eben nicht darin bestehen kann, daß täglich / alle zwei / alle drei tage wechselndes personal des pflege oder ärzteteams legidlich attestieren "sauber" und zack kompresse rein / drauf, tschüß. das frischgeduscht die kompresse zwischen die pobacken klemmen kann ich selbst. natürlich nicht im absolut frischen postOP status, um himmels willen. aber das relativiert sich nach 6-10 tagen ohnehin schon sehr. an sich sollte aber sehr viel aufmerksam mit dieser wunde umgegangen werden. also bei gutem licht die wunde auchmal mit einer lupe auf haare hin untersuchen ? nur mal so eine idee... hat bei mir nie jemand gemacht, ihr glaubt es nicht, wo ich zum teil im KH "abgefertigt" wurde. lachhaft, da hätte ich mir den weg sparen können. andererseits verwende ich im schnitt konzentrierte 10 minuten alleine damit, peinlichst genau das netzhöschen auf haare hin abzusuchen, bevor ich damit die kompressen im wundbereich fixiere (neben fixomull)... das nützt natürlich nix, wenn da "sonstwie" was in der wunde ist. das kann ich nicht sehen... wird dann aber fein vom körper verkapselt und fertig ist das rezidiv. tja... letzten endes eine ganz beschissene erkrankung, bei der die probleme eigentlich erst nach der OP beginnen. will damit niemanden beunruhigen, eher "sensibilisieren". wie oft schon geschrieben: neben den wechseln der tamponade vielleicht sind die tage postOP herrlich, vor allem dann doch erfrischend schmerzfreier - im vergleich zum leben mit der fistel. und rumzögern bringt einem höchstens weiter höchst schmerzhaften ärger. tja, womit ich mir im prinzip wunderbar selbst widerspreche, aber ich denke, ihr könnt das schon ein stückweit nachvollziehen...

however: gute besserung !! *:)

M?averwick9x3


Ich höre hier eigentlich fast immer nur von Leuten, die sich erst operieren ließen, als sich das Ding entzündet hatte. Klar, dass das dann offen heilen muss. Aber liegen auch irgendwelche Erfahrungswerte vor, wo eine OP im entzündngsfreien Stadium gemacht wurde und dabei eine asymmetrische Excision mit paramedianer Naht (Karydakis) oder eine Verschiebelappenplastik (Limberg, Schruddi-Olivari,...) angewendet wurde?

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