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Dysplastische Muttermale

I8nstakbi+lxo hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

es war wohl doch nicht so effektiv, meine Nachricht an einen anderen Thread zu hängen. Deshalb hier noch mal, was mich zur Zeit verzweifeln lässt.

Vor einigen Wochen wurde mir ein Muttermal entfernt. Ich war total geschockt, als der Arzt mir sagte das es eine Vorstufe von Krebs war. Ich bin nämlich kein "Sonnenanbeter". Ganz im Gegenteil, ich habe mich in den letzten Jahren fast nie draußen aufgehalten (viel Arbeit plus Studium) und wenn dann im Schatten. Mir ist durch den Schock erst später aufgefallen, dass ich den Arzt nicht alles gefragt habe was ich wissen möchte.

Den Informationen des Krebsforschungszentrums habe ich entnommen, dass Hautkrebs durch eine UV-Überlastung entsteht. Und der Arzt sagte, dass Sonnencreme neue Muttermale nur bedingt verhindert. Das heißt nun wohl für mich, wenn ich so überempfindlich reagiere (wovon bei mir ja wohl auszugehen ist), dass ich auch im Schatten gefährdet bin? Leider wurde mir nicht gesagt wie lange ich mich unbesorgt im Schatten aufhalten darf. Gibt es da keine Grenze im Schatten gibt es doch auch UV-Belastung. Kann nun jedes bisschen Farbe bekommen im Schatten schon neue Flecken und Narben bedeuten?

Ich will auf jeden Fall verhindern, dass mir jetzt öfter was weggeschnitten werden muss. Mit ein oder zwei Narben kann ich noch leben, aber ich will nicht eines Tages mit einem Dutzend fieser Narben rumlaufen müssen.

Einige haben hier geschrieben, dass sie diese "Vorstufe" nicht tragisch finden, weil es ja noch kein Krebs war. Für mich ist das allerdings schon schlimm, sicher will ich keinen Krebs haben aber auch keine Narben.

Ich gehe also davon aus, im Sommer tagsüber immer drinnen sein zu müssen, wenn ich zusätzliche Narben vermeiden möchte?

Ich hatte mich so auf mein Auslandssemester im Süden gefreut, jetzt würde ich am liebsten alles rückgängig machen. Leider ist das nicht mehr möglich. Ich werde mich sicher tagsüber kaum vor die Tür trauen, aus Angst vor neuen verdächtigen Muttermalen. Aber andererseits muss ich ja zur Uni und zurück zum Wohnheim. Es ändert auch nichts daran, dass der Arzt gesagt hat ich sollte mich nur wie die Einheimischen verhalten. Es lässt sich aber doch nicht immer verhindern das man nach der Uni vielleicht mal in der prallen Sonne an der Bushaltestelle warten muss und im Süden kommt der Bus auch nicht immer nach Plan. Ich hatte sogar vor nach dem Studium ganz auszuwandern, aber das kann ich dann wohl nicht mehr in die Sonne.

Antworten
flrausxchen77


HI

ich hatte auch drei dysplastische muttermale. Das ist nicht schlimm, weil dysplastisch heißt nur, dass die zellen verändert waren. Die Vorstufe zum Krebst heißt eigentlich carcinom in situ. Gut, man sollte es nicht zu leicht nehmen. Bei mir kommen in 3 Wo noch mal vier raus, damit Ruhe ist. Die Sonne würde ich meiden, auch mit Sonnencreme. Und wenn dann würde ich welche mit LSF 30-40nehmen aus Apotheke. Nach 15o.16h kannst Du Dich bestimmt auch mal zwei drei Stunden im Schatten aufhalten.

LIebe&rfleckWi


Hallo Instabilo,

ich kann Deine Sorge verstehen; ich bin am ganzen Körper übersät mit vielen Muttermalen, darunter auch etliche größere, auffällige und unregelmäßige/dysplastische; bei mir wurde (mit 13) DNS (Dysplastisches Naevus Syndrom) diagnostiziert. Mir mussten auch schon mehrere Leberflecken entfernt werden, weil der Krebsverdacht bestand; heraus kam auch, dass es (noch) kein Krebs war, sondern "nur" Vorstufen.

Klar ist, dass Sonnenbäder und Sonnenbrände tabu sind für mich; das gilt evt. wohl auch für Dich. Aber, nicht jeder Sonnenstrahl führt gleich zu neuen Leberflecken und zu bösartigen Veränderungen; wichtiger ist sicher die Zahl der Sonnenbrände, die Du im Laufe des Leens schon hattest, die auch die Zahl Deiner Leberflecken bestimmt; hast Du denn auch sehr viele überall?

Je höher die Zahl der Leberflecken sowie die Zahl der dysplastischen Muttermale, je höher ist auch das Krebsrisiko.

Ich denke, Du brauchst Dich nicht völlig zu verbarrikadieren, solltest aber keinesfalls Dich bewusst sonnen oder zu lange in der prallen Sonne aufhalten; bräunen tut man auch im Schatten, Du musst halt darauf achten keine Sonnenbrände zu bekommen. Hattest Du denn viele Sonnenbrände bisher?

Am allerwichtigsten ist aber für Dich, dass Du genau in engen Abständen auf Deine Leberflecken achtest und regelmäßig zur Untersuchung gehst; Veränderungen von Deinen Leberflecken müssen auf jeden Fall frühzeitig erkannt werden. Ich möchte allerdings nicht ausschließen, dass Du evt. auch in Zukunft mit weiteren OP und Narben von entfernten Leberflecken rechnen musst, denn die Sonnensünden der Vergangenheit lassen sich nict ungeschehen machen und wirken oft erst viele Jahre später. Vielleicht spielt bei Dir aber auch Veranlagung eine Rolle (wie z.B. bei mir in der Familie), wo besonders viele und dysplastishe Leberflecken häufiger vorkommen. Also, mach Dich nicht verrückt, Sonne in Maßen ist schon o.k. Alles Gute und Grüße

Michael

S$1slxey


Hallo...du hast aber auch in dem Thread Antworten bekommen:

[[http://www.med1.de/Forum/Dermatologie/135581/12/]]

I)nstDabilxo


Hallo,

sorry, aber die Antworten hier sind leider für mich nicht sehr ermutigend. Nach 16 Uhr darf ich mich schon mal 2 Stunden im Schatten aufhalten? Na super, das heisst also jetzt bei meinem Auslandssemester hocke ich die ganze Zeit in dieser miefigen Wohnheimabsteige, während andere am Strand und Pool Party machen. Da würde ich dann lieber hier bleiben, da könnte ich die Zeit dann noch sinnvoll nutzen.

Zu Michael:

Was ist denn Deine Definition von viele? Ich habe die Sonnenbrände nicht gezählt, die ich bisher hatte. Meine Eltern meinen als Kind war es nicht so viele, jedenfalls können sie sich nicht erinnern. Später hatte ich mal hin und wieder einen.

Zu den Flecken, es sind einige ich würde aber nicht sagen sehr viele und überall auch nicht. Ich würde sagen durchschnittlich verglichen mit anderen Menschen (habe ich in den letzten Wochen mal beobachtet).

Da ich mich nie in die pralle Sonne gesetzt habe (oK vielleicht als Kind mal beim spielen) denke ich auch nicht das ich mich in der Vergangenheit "Sonnnensünden" ausgesetzt habe. Deshalb war ich ja so geschockt.

In meiner Familie gibt es einen Fall (Cousin 2. Grades) wo öfter was rausgeschnitten werden muss.

Das widerspricht sich für mich: Kann sein das Dir auch öfter was weggeschnitten werden muss und mach Dich nicht verrückt. Das ist für mich nun mal extrem schlimm mit einem Haufen Narben durchs Leben gehen zu müssen. Und das es schlimmers gibt tröstet mich da leider überhaupt nicht. Denn andereseits sehe ich meine Arbeitskollegen die jeden Tag in der Sonne hocken, im Winter zur Sonnenbank rennen und immer knackig braun sind und nicht eine Narbe haben.

LYeberf$le\ckxi


@instabilo

Hallo,

danke für Deine Antwort. Zu deinen Fragen will ich versuchen zu antworten:

Was ist denn Deine Definition von viele? Ich habe die Sonnenbrände nicht gezählt, die ich bisher hatte. Meine Eltern meinen als Kind war es nicht so viele, jedenfalls können sie sich nicht erinnern. Später hatte ich mal hin und wieder einen.

Es reicht eigentlich schon einer! Die Haut vergisst ja nichts. Je mehr man hatte, je höher ist dann auch das Risiko.

Zu den Flecken, es sind einige ich würde aber nicht sagen sehr viele und überall auch nicht. Ich würde sagen durchschnittlich verglichen mit anderen Menschen (habe ich in den letzten Wochen mal beobachtet).

Hast Du mehr als 50? Das ist immer so die Grenze, die von den Hautärzten mir gesagt wurden; bei mir kann man sie kaum noch zählen (>300 oder 400)...

Da ich mich nie in die pralle Sonne gesetzt habe (oK vielleicht als Kind mal beim spielen) denke ich auch nicht das ich mich in der Vergangenheit "Sonnnensünden" ausgesetzt habe. Deshalb war ich ja so geschockt.

Generell kann es auch sein, dass auch wenieg Sonnenbrfände reichen; manchmal spielt auch noch Veranlagung eine Rolle, das ist schwer zu sagen.

In meiner Familie gibt es einen Fall (Cousin 2. Grades) wo öfter was rausgeschnitten werden muss.

Das ist bei mir übrigens auch so (ebenfalls Cousine); das zeigt, dass evt. auch eine Veranlagung in der Familie vorliegt?!

Das widerspricht sich für mich: Kann sein das Dir auch öfter was weggeschnitten werden muss und mach Dich nicht verrückt. Das ist für mich nun mal extrem schlimm mit einem Haufen Narben durchs Leben gehen zu müssen. Und das es schlimmers gibt tröstet mich da leider überhaupt nicht. Denn andereseits sehe ich meine Arbeitskollegen die jeden Tag in der Sonne hocken, im Winter zur Sonnenbank rennen und immer knackig braun sind und nicht eine Narbe haben.

Nun, für mich ist es besser, nur einen verdächtigen Leberfleck rausgeschnitten zu bekommen als z.B. bei einem Melanom später die regionären Lymphknoten (evt. große Bauch-OP) o.ä. entfernt zu bekommen. Ich kann schon verstehen, dass es für Dich auch nicht angenehm ist, aber es gibt wirklich Schlimmeres, finde ich! Klar, Narben sind nicht schön, das verstehe ich, aber im Vergleich zu Melanomen und deren Folgen echt harmlos, meine ich. O.K., wenn Du von Natur aus die Sonne liebst, dann ist es schon hart, nicht mit Deinen Kollegen die Zeit in der Sonne verbringen zu können; das verstehe ich; ich hoffe trotzdem für Dich, dass Du das schaffst. Alles Gute

Michael

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