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Analfistel - Hilfe ich glaube man diagnostiziert mich falsch

n[emUetsbkxi hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich hatte vor ca. 5 jahren einen stark schmerzenden Abszess am After, den ich aber aus Scham nie einem Arzt gezeigt habe. Dann ist er recht schnell von alleine aufgegangen un der ganze Eiter lief ab.

Seitdem habe ich meiner Meinung nach eine Fistel. Zunächst mit zwei Öffnungen (inneres ende im After, äußeres ca. 2-3 cm außerhalb). Weh getan hats dann nicht mehr als der Abszess offen war.

Das äußere Ende ist mit der Zeit verheilt aber der vernarbte Fistelgang darunter ist noch deutlich zu spüren und das innere ende ist immernoch offen und oft kommt Sekret heraus.

Im Januar hatte ich endgültig die Schnauze voll davon und bin endlich zum Arzt nachdem ich all meinen Mut zusammengenommen hatte.

Der Hausarzt hatte sichtlich keinen Plan von der Materie und hat mich erstmal zum Internisten geschickt zur Darmspiegelung und Abklärung der Fistel. Dort war ich dann heute. Im Vorgespräch hat mich der internist überhaupt nicht über die Fistel ausgefragt und als ich dann da lag unter Medikamenten stehend hat er nur mal kurz geguckt und gemeint es wäre lediglich ne entzündete Mariste und ich solle mir keine Sorgen machen.

Nun geh ich wieder zurück zum Hausarzt mit so einer lächerlichen Diagnose... Dabei kann sogar ich im Spiegel die Fistelöffnung deutlich erkennen und kann Sekret rausdrücken.

Ich hab nun voll schiß, dass ich mit Salben rumdoktorn soll, dabei will ich die Sache endlich aus der Welt geschafft wissen bevor mich wieder der Mut verlässt, sprich OP.

Wie kann ich dem Hausarzt beibringen mich zu nem Proktologen zu überweisen? Was mach ich wenn er sich weigert? Proktologen gibts nichtmal bei uns im Ort. Ich müsste wohl ins nächste Krankenhaus oder Uniklinikum fahren. Aber da bekomm ich doch bestimmt keinen Termin ohne Überweisung und als Kassenpatient?

LG

nemets

Antworten
Fgluppti DaA VinLcxi


Proktologie

Hallo Nemets,

ich kenne die Thematik. Grundsätzlich ist es aber so, dass Du trotz gesetzlicher Krankenversicherung zu einem Facharzt für Proktologie gehen kannst. Du zahlst dann halt nochmal die 10,00 € Praxisgebühr, falls Du nicht befreit bist. Normalerweise genügt zum e r s t e n Abklären auber auch ein ganz normaler Chirurg aus dem z. B. von Dir erwähnten Uni Klinikum.

In der Tat ist es leider so, dass viele Ärzte mit einem Sinus Pilonidalis überforert sind, da sie so etwas nicht (er)kennen.

Das wichtigste ist aber, dass Du im zweiten Schritt einmal abklären lässt, ob es sich hier um eine Fistel mit Verbindung zum Darm handelt, oder "lediglich" um einen Pilonidalsinsu, der einen oder mehrere Fistelgänge unter der Haut darstellt. Hier ist ein Proktologe der richtige Ansprechpartner.

Wünsch Dir viel Erfolg und gute Besserung!

FDV

RAeichU=ndSchön


O weh OP

Ich hatte vor 10 Jahren eine Analfistel; Hausarzt schickte mich s o f o r t zum Proktologen, der wiederum machte mir (nach einem adhoc-Eingriff) in der Klinik einen OP-Termin klar, 4 oder 5 Tage stationär. Ist leider kein allzu angenehmes Abenteuer (Darmreinigung mit Einlauf gehört nicht wirklich zu meinen Lieblingsbeschäftigungen), anschließend OP unter Vollnarkose, danach muß die Wunde eine Weile täglich mehrmals mit irgendeiner Lösung bepinselt werden, das machen erst die Stationsschwestern, danach ist Eigenleistung angesagt. Die Abheilung dauert aber ungefähr 2 Wochen (bis man wieder ganz entspannt sch.... kann) - wie gesagt, kein Vergnügen.

Ich möchte behaupten, man ist auf Gedeih und Verderb den chirurgischen Künsten des Operateurs ausgeliefert; wer noch kann, möge sich vorher über den Ruf seines Proktologen erkundigen. Meiner sagte mir nach der OP, er habe bei gleich auch noch Hämorrhoiden entfernt -- naja, mir war es damals egal (es war eh zu spät); heute würde ich mir diese Eigenmächtigkeit nicht mehr gefallen lassen) Seither keine Beschwerden oder Abszesse mehr, aber einen arg ramponierten Schließmuskel (der wird ja bei der OP durchgetrennt (so hab ich das jedenfalls verstanden) ...

Nach der Entfernung der Hämorrhoiden allerdings habe ich den Eindruck, es fehlt was in der Beckenbodenmuskulatur.

Viel Glück!

R+S

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