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Hormodell bedingter Haarausfall, Zyklusstörungen und Pickel

t9rau{rig^e_su,fflxi hat die Diskussion gestartet


Hallo

ich hoffe hier ein paar Gleichgesinnte zu finden, die ähnliche Erfahrungen haben oder ein paar Tipps parat haben.

Nun zu meiner Geschiche:

Ich habe seit meinem 16. Lebensjahr die Pille genommen. Ich weiß leider nicht mehr, wie die ersten hiessen, aber seit ich 20 bin die Valette aufgrund meiner schlechten Haut. Diese hab ich dann ca. 5 Jahre genommen und irgendwann wegen der Vermutung von Migräne durch die Pille abgesetzt.

Nach ca. nem 3/4 Jahr fing das Drama an.

Kopfschmerzen weg aber dafür furchtbar schlechte Haut und schrecklicher Haarausfall, sowie ein verkürzter und sehr schmerzhafter Zyklus (ca. 23 Tage) und fettige, schuppige Kopfhaut.

Ich bin daraufhin zum Hautarzt gegangen, der mir gegen die Schuppen stieprox (anti-schuppen shampoo) verschrieb und mir eine Probepackung Regaine mitgab. Ausserdem wurden die Schilddrüse sowie Eisen und Zinkwerte überprüft. Alle Werte waren noch im Normalbereich.

Die Schuppen habe ich mit dem Shampoo ganz gut in den Griff bekommen, allerdings fielen mir die Haare immernoch aus. Auch war die Anwendung mit Regaine für lange Haare eher ungeeignet, da man nur bestimmte Stellen damit beträufeln konnte, mir die Haare aber überall ausfielen.

Also hab ich mit dem Zeug nicht weitergemacht, sondern bin noch mal zu nem anderen Hautarzt um mir ne 2. Meinung einzuholen. Dieser hat dann meine männlichen Werte( DHT und DHEA?) bestimmt, die auch noch im normalen Bereich lagen, mir aber ell cranell alpha emfohlen. Das Zeug hab ich dann erst gar nicht aus der Apotheke geholt, da ich noch von Regaine und der Anwendung bedient war.

Anschliessend hab ich meinen Hausarzt aufgesucht, der mir empfohlen hat, zum Frauenarzt zu gehen.

Dieser hat mir sofort zur Pille gerateen, um sowohl meinen verkürzten Zyklus zu normalisieren als auch den Haarausfall zu stoppen. Hab dann also wieder notgedrungen die Pille bekommen (Bella Hexal, Nachfolger der Diane).

Diese Pille hat mir super geholfen, schon nach 1er WOche hörte der Haarausfall auf, aber leider fing das ganze von vorne an. Jeweils 3 Tage vor und noch nach der Regel hatte ich furchtbare Migräne. Das ging soweit, dass ich teilweise nicht arbeiten konnte, manchmal hat es bist zu 3 Tagen angehalten, keinerlei Schmerzmittel wirkten.

Nach einem halben Jahr hab ich dann wieder die Pille abgesetzt.

Nun gehts mit migränetechnisch gut, nur hab ich wieder diesen übeln Haarausfall.

Beim Waschen allein sind es schon 150 Haare und jedesmal wenn ich mir in die Haare greife, hab ich 5-6Haare in der Hand. Ich werd noch wahnsinnig.

Gibt es hier jemand, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat und/oder mir einige Tipps geben kann?

Ich wäre wirklich dankbar...

Antworten
h9elixf poematxia


Dieser hat mir sofort zur Pille gerateen, um sowohl meinen verkürzten Zyklus zu normalisieren als auch den Haarausfall zu stoppen.

Die Pille reguliert keinen Zyklus. Die FAs greifen gerne drauf zurück, weil sie mit der Diagnose überfordert sind.

Die Pille unterdrückt ja den Eisprung, hemmt also die Eierstöcke. Wenn kein Eisprung, dann auch kein Zyklus. Dass man regelmäßig eine Blutung hat, hat aber nichts mit einer herkömmlichen Periode zu tun. Es ist nur eine Hormonentzugsblutung, die durch den Hormonabfall in der Pause bewirkt wird. Sie kaschiert also die Symptome, aber die Ursache wird dadurch nicht behoben.

Zum einen könntest du [[http://www.med1.de/Forum/Verhuetung/333302/ NPF]] machen, um deinen Zyklus zu beobachten. Da lässt sich schon mal herausfinde, wo das Problem liegt.

Ansonsten wärst du beim Endokrinologen besser aufgehoben als beim FA. Die sind im Gegensatz zu den FAs drauf spezialisiert, Hormone zu untersuchen.

Ansonsten wäre deine Anfrage wohl besser unter Gynäkologie aufgehoben. Lasse ihn doch vom Admin verschieben.

Und versuche es mit der Suchfunktion. Solche Probleme wurden schon desöfteren behandelt.

m:errKipit


Hallo Traurige,

mir ging es ähnlich: Pickel, kurzer Zyklus, extremer Haarausfall, juckender Kopf. Blutuntersuchung, Hormonbestimmung, Hautarzt brachten nichts zutage. Mir hat Mönchspfeffer sehr gut geholfen. Der kurze Zyklus und die Pickel weisen auf eine Gelbkörperschwäche hin und Mönchspfeffer wirkt progesteronartig. Mein Hausarzt verschrieb mir dann noch ein Shampoo, das gegen Pilze und Bakterien wirkte. Damit ging auch der Juckreiz auf der Kopfhaut weg, obwohl der ziemlich stressabhängig auftrat. Ich hatte den Haarausfall deswegen auch auf den Stress geschoben, den ich hatte, aber Stress kann den Hormonhaushalt schon in Unordnung bringen.

Viele Grüße

Merripit

j:asm}in80x0


Beim Waschen allein sind es schon 150 Haare und jedesmal wenn ich mir in die Haare greife, hab ich 5-6Haare in der Hand. Ich werd noch wahnsinnig.

Ich kann Dich sehr gut verstehen, denn mir ging es auch eine lange Zeit so. Ich habe PCOs und dadurch bedingt immer einen zu hohen Testosteronspiegel incl. erhöhter DHT- und DHEA-Werte.

Diane35 hat meinen Haarausfall noch verschlimmert, so dass mir pro Tag um die 500 ausfielen. Das war die Hölle.

Jetzt nehme ich die Valette und komme damit super gut zurecht.

Sie kaschiert also die Symptome, aber die Ursache wird dadurch nicht behoben.

Das ist wie mit (fast) jeden anderen Medikament auch so.

Ich kann Dir auch nur raten zum Endokrinologen zu gehen. Das hatte ich damals auch gemacht.

Die antiandrogen wirkende Pille ist aber in so einem Fall dasjenige Medikament, dass noch am besten wirkt.

t_raurigge_sufxfli


Ich danke für Eure Antworten.

Ich hab noch ne Frage an Merripit:

Hat Dir der Mönchspfeffer auch gegen den Haarausfall geholfen?

Mit den Pickeln kann ich leben, aber der Haarausfall stört mich extrem. Ich hab nämlich im Internet gelesen, dass Mönchspfeffer eher förderlich von Haarausfall sein kann.

Meine Frauenärztin hat ihn mir auch gegen den kurzen Zyklus empfohlen, aber nicht direkt auch gegen Haarausfall oder Pickel.

LG Suffli

cLhaos5kind chexn


Die antiandrogen wirkende Pille ist aber in so einem Fall dasjenige Medikament, dass noch am besten wirkt.

es wird meist gar nichts anderes versucht, deshalb hinkt diese behauptung!

m6erripxit


Hallo Suffli,

ich habe innerhalb von 3 Monaten fast alle meine Haare verloren. Als ich mit dem Mönchspfeffer anfing, fingen meine Haare wieder an nachzuwachsen. Ich glaube aber nicht, dass Mönchspfeffer allein einfach so den Haarausfall verhindert oder verstärkt. Aber er hat mir geholfen, wieder ins (hormonelle) Gleichgewicht zu kommen. Ich hatte auch Magenprobleme und Panikattacken, die durch den Mönchspfeffer fast schlagartig besser wurden. Kam mir jedenfalls so vor. Was mir nebenher noch gut getan hat, war Johanniskraut- und Schafgarbenkrauttee.

Viele Grüße

Merripit

WDern*er~innen


Hallo

eine Frage, woher kann man Mönchspfeffer beziehen?

Vielen Dank schonmal!

LG

tJrauHrig:e_sKufflxi


ok, ich danke Euch.

Hab vor 5 Tagen mit dem mönchspfeffer angefangen, ich werds einfach aml ausprobieren, wie er mir bekommt.

Den Mönchspfeffer hab ich ganz normal aus der Apotheke.

Ratiopharm Mönchspfeffer :-)

s)teDffx78


mir fallen auch nach ca 4 Wochen meine Haare aus. Beim letzten Haare waschen habe ich ca. 150 Haare gezählt. ich hab schon richtig Angst, mir meine Haare zu waschen. wenn du gute Erfahrungen mit dem Möchspfeffer gemacht hast... lass es uns wissen!

Alles Gute!:)^

Hnerminn|e3


Hallo,

bin neu hier, weil ich durch Zufall auf diese Seite gestoßen bin und unbedingt meine Erfahrung dazu loswerden wollte. Mir geht es nämlich auch so seit ich denken kann. Es scheint ja mehr Menschen mit diesem Problem zu geben, als ich dachte. Das tröstet natürlich.

Bei mir wurde bereits mit Mitte 20 (jetzt bin ich über 40) eine Gelbkörperschwäche diagnostiziert (verkürzter Zyklus, Haarausfall, PMS). Mein Frauenarzt hat mir Mönchspfeffer empfohlen, weil ich was Natürliches wollte. Das Mittel hat mir immer sehr gut geholfen, aber man braucht etwas Geduld, weil es bei pflanzlichen Arzneien eine Zeit dauert, bis sich die Wirkung einstellt. Nach 3 Monaten tritt langsam eine Besserung ein und nach 6 Monaten kommt bei mir der Haarausfall endlich zum Stillstand. Nehme das Mittel dann noch ca. 1/2 bis 1 Jahr weiter ein und setze dann wieder aus. Danach beginnt jedoch auch langsam das Dilemma wieder, welches ich dann 6 Monate durchhalte, dann aber wieder auf den Mönchspfeffer zurückgreife, weil die Sache mit dem Haarverlust für Frauen einfach ein unerträglicher Zustand ist. Ich weiß genau, wie man da innerlich durch die Hölle geht!

Ich wage es aber nicht, den Mönchspfeffer ständig einen längeren Zeitraum als 1 Jahr ohne Unterbrechung einzunehmen.

Meine jetzige Frauenärztin sagt, das Problem würde nach den Wechseljahren aufhören. Aber ich bin da skeptisch. Weiß jemand mehr dazu?

Freue mich über Antwort.

LG Hermine3

mxnb


Hmm... zu deinem Fall, Hermine3, kann ich leider nichts konkretes sagen, aber ich finde zu den anderen Beiträgen fehlt noch eine wichtiges Information:

Die Pille selbst kann den Haarausfall verursachen. Genauso Zyklusstörungen und unreine Haut. Das sind typische Nebenwirkungen nach dem Absetzen. Und es kann ein Jahr oder länger dauern, bis sich der Hormonhaushalt wieder einigermaßen stabilisiert. In einem gewissen Rahmen ändert die Pille den Hormonhaushalt der Frau sogar dauerhaft (SHBG-Werte selbst anch einem Jahr um ein vielfaches höher als bei Frauen, die nie hormonell verhütet haben).

Die Empfehlung, die Pille weiterzunehmen, therapiert das Problem jedenfals nicht. Die Pille unterdrückt lediglich für den Moment die Symptome bzw. schiebt sie auf später hinaus, verstärkt sie da evtl. sogar noch. Frauenärzte haben in diesem Gebiet wenig Fachwissen, jedoch haben sie ein Interesse an möglichst vielen Pillenpatientinnen. Der Grund liegt im Vergütungssystem der Ärzte, das auf festen Pauschalen pro Patient basiert.

Diese Nebenwirkungen sind jedenfalls seit Langem bekannt. Wer sich informiert ist klar im Vorteil :)^ Schließlich ist die Pille ein tiefer Eingriff in den Körper.

t^rauKrige_]suFfflxi


Möglicherweise ist jemand auf der Suche nach einer Lösung für dasselbe Problem. Bei mir hat sich nun folgendes herausgestellt:

Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion. Diese war bei mir nur sehr latent (TSH: 4,2, ft3 und ft4 normal). Daher wollte mir auch kein Arzt Medikamente verschreiben. Nachdem ich Umzugsbedingt eine neue Frauenärztin aufgesucht habe und ihr von meinem Problem erzählte, hat sie mir sofort Euthyrox verschrieben, 50µg. Bereits nach 2 Wochen war mein Hausausfall komplett!!! weg. Meine Regel verlängerte sich auf 26 Tage. Seit dem geht es mit gut. Ich lasse regelmäßig meine Schilddrüsewerte kontrollieren. Nehme jetzt noch eine viertel Tablette zusätzlich und konnte sofort eine Änderung an meinem Zyklus feststellen (verlängert).

Ich kann jedem mit ähnlichen Symptomen nur empfehlen, auf eine Kontrolle der Schilddrüse zu bestehen. Mittlerweile gibt es neue Grenzwerte für den TSH, so dass schon Werte über 2,5 behandelt werden sollten, also unbedingt darauf bestehen und ausprobieren ob es hilft.

Grüße

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