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Stärker behaart als mein Freund

AXlex-andraxLena hat die Diskussion gestartet


Nach vielen Jahren Kampf gegen die Haare, mit Pusteln, Hautrötungen und allem was dazu gehört, habe ich gemeinsam mit meinem Freund beschlossen, mir das alles zu ersparen und es diesen Winter wachsen zu lassen. Das war Ende August und ich bin echt baff über das Ergebnis. Ich habe mich rasiert, seit da was wächst und mir weiter keine Gedanken gemacht. Dass ich relativ viel Haarwuchs habe, wusste ich schon, aber dass es so viel ist, war mir nicht klar. Meine Beine sind total dicht behaart, vor allem an den Waden. Sieht zwar etwas schräg aus, aber seit die Haare länger sind, fühlt es sich ganz lustig an. Mal was anderes und vor allem kein täglicher Kampf mehr!

Ich wundere mich jetzt nur, was für ein haariges Monster ich bin. Ich rasiere mich ein paar Wochen nicht und bin schon stärker behaart als mein Süßer. Eigentlich bin ich doch eine Frau. Da müsste mein Haarwuchs doch schwächer und nicht stärker sein als bei ihm. Was meint ihr dazu?

Antworten
DfasJUens


Hallo, so ungewöhnlich ist das nicht. Vor allem dunkelhaarige Frauen und auch Südländerinnen haben einen kräftigen Haarwuchs. Bei uns ist auch verkehrte Welt. Ohne Rasur hätte meine Süße auch mindestens wenn nicht gar eine stärkere Behaarung als ich. Das weis ich,weil sie sich früher nie und nirgends rasiert hat.

Das dus jetzt wachsen lässt, find ich ok. Wenn man für einen glatten unbehaarten Körper mit lästigen Entzündungen und Pickeln bezahlen muß, ists das nicht wert. Meine Süße rasiert sich auch nur noch die Beine. Der Intimbereich bleibt Natur (aus selbigem Grund wie bei dir). Und mir ist es ehrlichgesagt auch wurst. Glatt fand ich reizvoll, aber son schöner schwarzer Ratz ist genau so einladend. So wie ich auch eine dezente Achselbehaarung durchaus als Hingucker werte. Aber das soll jeder so halten, wie er es mag.

m@nxb


@ AlexandraLena:

Wo steht denn geschrieben, dass Frauen keine oder nur wenige Haare am Körper haben dürfen? Mit welcher Rechtfertigung kann ein Mensch behaupten, Haare seien "unweiblich"? Es mag vielleicht eine Tendenz sein (z.B. weil es kaum Frauen gibt, die viele Haare an Brust und Bauch haben, im Gegensatz zu Männern wo das doch recht verbreitet ist), aber das läßt sich deswegen noch lange nicht verallgemeinern.

Hattest du schonmal den Gedanken, dich selbst als Stellvertreter des weiblichen Geschlechts zu sehen? Du bist schließlich weiblich, und definierst daher allein durch deine Existenz die möglichen Eigenschaften einer Frau. Es liegt also bei dir, ob du dir von irgendwelchen Leuten deine Weiblichkeit absprechen lassen möchtst ;-)

Das "Problem" bei diesem Thema ist, dass viele "Gefühle" oder Sichtweisen, die ein Mensch hat, angelernt sind. Ein kleines Kind wird zum Beispiel nie auf die Idee kommen, behaarte Beine an einer Frau als unweiblich zu bezeichnen. Es wird sie höchtenfalls "interessant" finden, weil es etwas Neues ist, was es noch nicht kennt. Und danach wird es wissen: Es gibt auch Frauen mit vielen Haaren an den Beinen. Der Unterschied zu älteren menschen ist der, dass die Menschen mit der Zeit verlernen, unvoreingenommen zu sein... sie bilden sich ihre Meinung, ihr Weltbild, und kämpfen oftmals gegen das an was dort nicht hineinpasst. Wenn man Jahrelang täglich damit konfrontiert wird, dass Frauen keine Haare haben dürfen (Werbung, Zeitschriften, Freunde usw). und keinen guten Grund hat, das anders zu sehen, dann beginnt man selbst so zu empfinden... das als "normal" zu empfinden und alles was anders ist erstmal skeptisch zu sehen. Das ist schlichtweg eine menschliche Eigenschaft, die in der Funktionsweise des Gehirns begründet ist (man passt sich unbewusst an seine Umwelt an). Der entscheidende Unterschied ist wie gesagt der, dass manche Menschen ihre "Meinung" bis aufs Letzte verteidigen (und dadurch z.B. dich als unweiblich bezeichnen würden), und andere mit Neugier reagieren und ihr Weltbild erweitern.. diese Menschen würden dich dann eher interessant finden und sich freuen, etwas dazugelernt zu haben :)

Menschen sind unterschiedlich, und die Natur selbst macht viel weniger Unterschiede zwischen Mann und Frau als viele denken. Schau dir nur mal deinen Intimbereich an, deine inneren Schamlippen sind das, was beim Mann zum Hodensack wird. Deine Klitoris ist das, was beim Mann zum Penis wird. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt vor der Geburt entwickelt sich beides genau gleich (deshalb kann man am Anfang auch noch nicht erkennen, ob ein Kind ein Juge oder ein Mädchen wird). In ganz seltenen Fällen werden sogar Menschen geboren, bei denen der Übergang zwischen Mann und Frau fließend ist. So ist eben unsere Welt, auch wenn Menschen gerne dazu neigen, alles in Schubladen einzusortieren und dann mit den Dingen ein Problem haben, die nicht in diese Schubladen hineinpassen ;-)

Du bist du, und das ist das einzige was zählt. Nicht was irgendwelche fremden Leute (oder gar du selbst?) für "männlich" oder "weiblich" halten. Du hast an deinem körper Haare, wo ist das Problem? Freu dich lieber darüber, dass du das Gefühl mit den Haaren als "lustig" empfinden kannst, genieße dieses Gefühl egal was andere denken. Damit bist du bereits einen gewaltigen Schritt weiter als die vielen Frauen, die es nicht ertragen können, diese Haare wachsen zu lassen, weil sie sich an ihren (nicht der Realität entsprechenden) Vorstellungen von männlich und weiblich festklammern.

*:)

DAasJexns


@ mnb

absolute Zustimmung meinerseit. Dein Beitrag spiegelt meine Denkweise zu 100% wieder. Mich nervt es in Vollendung, daß der Neuzeitmensch nicht mehr in der Lage zu sein scheint, einfach nur Mensch zu sein. Alle sprechen von Induvidualismus, aber gleichzeitig wächst der Wunsch angepasst zu sein. Mich erfrischen Menschen, die sich nen Scheiß darum kümmern, ob ihr momentanes Aussehen modekonform oder gesellschaftskonform ist. Ja, ich finde solch Frauen sehr anziehend, spiegelt das doch Persönlichkeit wieder.

@ AlexandraLena

Was sagt eigendlich dein Schatz dazu?

GSuy_I1ncogcnixto


unrasiert is doch schöner :)^ man muss sich ja auch net von allen eine meinung aufschwätzen lassen

tEeardr&op7x7


Bist du ein Südländischer Typus? Dann passt es doch zu dir! und die Haare die dich stören kannst du wegrasieren, wenns sein muss auch täglich, ist ja nicht so schlimm! es gibt wirklich viele Mittelchen mit denen man enthaaren kann. Ich rasiere mir die Beine und Achseln - wenn ich es nicht tun würde hätte ich da auch ziemlich hässliche Haare :-p aber so hab ich eben keine. ;-)

BMv]eers


Ist ja echt witzig, aber genau das haben meine Freundin und ich diesen Winter auch gemacht. Seit Oktober blieb der Rasierer in der Ecke. Und auch ich war total überrascht, dass ihre Beine nach drei Monaten mindestens geauso behaart waren wie meine. Ihre Haare waren sogar drahtiger und dunkler als meine. Ganz tief innen kratzte es sogar ein wenig an meiner Männlichkeit (auch wenn es nur ein paar Haare sind :-/). Am Anfang fand ich es schon sehr gewöhnungsbedürftig, dass sich ihre Beine haariger anfühlen als meine. Aber das hat nachgelassen.

Man meint zwar, dass Frauenbeine unbehaart sind oder höchsten leichten Flaum haben, aber es scheint ein Trugbild zu sein. Es muss bei vielen Frauen täglich mühsam hergestellt werden. Lassen Sie der Natur einmal freien Lauf, kommt die Wirklichkeit zum Vorschein und dann sind ihre Beine genauso behaart wie bei Männern. Oder ist meine Freundin eine von wenigen exotischen Ausnahmen? Scheint mir nicht so zu sein, wenn auch andere das erleben.

o9ros-lxan


ich finde in diesem sinne mutige frauen mittlerweile rassig-reizvoll-interessanter, als diese ganzen barbiehaft-aalglatt-rasierten :)^

BQveerxs


Im Winter gehört nicht sooo viel Mut dazu, die Haare wachsen zu lassen, weil es außer mir niemand gesehen hat. Es war eher die Last des ständigen rasierens. Bei ihrem Haarwuchs muss sie fast täglich rasieren, sonst sind ihre Beine ein Reibeisen. Und die eingewachsenen Haare haben sie genervt. So hatte sie über den Winter Ruhe, hat es genossen und wir haben uns gemeinsam über ihren starken Haarwuchs gewundert. Inzwischen ist das Fell allerdings wieder ab und sie rasiert wieder jeden Tag, denn mit Männerbeinen will im Sommer keine Frau rumlaufen.

J<igs~aw5


Ich finde es schöner wenn ne Frau rasiert ist. Natur hin oder her... Ich rasiere mich schließlich auch.

Komplett unrasiert ist aber ne gute Verhütungsmethode ;-D

oYrosY-laxn


:-/ manche sagen so - manche so ;-)

B>lutr[abe


@ mnb

Nach diesem Beitrag frag ich mich irgendwie, ob ich mich tatsächlich rasiere, weil ich mich unbehaart wohler fühle, oder obs nur dadurch kommt, weil es die Gesellschaft das so vorgibt *grübel*

Gehöre aber auch zu den Frauen, die ohne Rasur sehr haarig sind, ein bischen Jeti mäßig ;-D

Bmve[ers


@ Blutrabe:

Es ist fast unmöglich, das herauszufinden, weil wir ja permanent geprägt werden. Wenn man nur unbehaarte Frauen sieht, bleibt das nicht ohne Wirkung und irgendwann weiß man nicht mehr, was von außen und was aus einem selbst kommt.

Als im Herbst bei meiner Freundin die Haare allmählich länger wurden, regte sich mir natürlich Abwehr: FALSCH! HÄSSLICH! So sieht kein Frauenbein aus! (obwohl ich dem Rasurstopp vorher zugestimmt hatte). Aber im Laufe der Zeit hat das Abwehrgefühl nachgelassen. Es war dann einfach so. Eigenartig, aber vielleicht muss das von außen vorgegebene Schönheits-Muster einfach nur durchbrochen werden und dann merkt man, dass eine Frau auch Haare an den Beinen haben kann und immer noch die gleiche, liebenswerte Frau ist. Letztendlich sind es doch nur ein paar Haare...

B2lutrzabe


Stimmt, das werde ich nie rausfinden, aber mein Ex hat mir auch mal vorgeschlagen, die Haare über Winter einfach wachsne zu lassen, und da war ich voll dagegen, weil ich mich mit den Haaren voll unwohl fühle, ich rasier mich höchstens mal ne Woche aus Faulheit nicht, aber länger halt ichs nicht aus ^^

m[a%rika stxern


winterfell ;-D

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