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Muttermalentfernung mittels Salbe

R*o2bertR>yan hat die Diskussion gestartet


Ich möchte mir einen Leberfleck im Gesicht entfernen lassen. Dieses ist leicht pigmentiert und herausstehend.

Die Schulmedizin bietet hierfür an, das Muttermal herauszuschneiden. In meinem Fall kann kein Laser zur Anwendung kommen, da das Muttermal nicht glatt ist.

Problematisch ist, dass beide Techniken Narben hinterlassen können.

Im Internet bin ich auf die folgenden Seiten gestossen:

[[http://www.moleremedy.com/face-mole/index.html]]

[[http://www.find-cures.com/how-to-use.html]]

Dort wird behauptet, es sei möglich, mittels einer Paste oder Creme, die täglich neu auf das Muttermal aufgetragen wird, das Muttermal zum Verschwinden zu bringen. Der Effekt tritt nach etwa 2 bis 3 Wochen ein.

Ist diese Methode seriös? Welche Nebenwirkungen sind zu erwarten? Zur Beantwortung meiner Frage könnten die nachfolgenden Notizen hilfreich sein:

Hier im Forum meinen manche Leute, eine schonende Entfernung ohne Narbenbildung mittels Salbe sei möglich ([[http://www.med1.de/Forum/Dermatologie/28793/)]].

Leute in anderen Foren sind da sehr skeptisch:

[[http://www.cyberdoktor.de/cgi-bin/wwwthreads/showflat.pl?Cat=&Board=Haut&Number=10770&page=0&view=expanded&sb=5&part=3&vc=1]]

"auf ein angeblich neues Mittel zur Beseitigung von Muttermalen gestoßen...wird auf das Mal aufgetragen und soll es verätzen. Das Mal soll dann nach 1-3 Wochen abfallen."

kurz und bündig: das ist unseriös.

Die pigmentbildenden Hautzellen finden sich an der Grenze zur Unterhaut, ein von aussen aufgetragenes Mittel gelangt dort nicht hin bzw. hätte keinen dauerhaften Effekt, denn dafür müssten die Melanozyten vernichtet bzw. entfernt werden, dies kann nur ein Laser (Narbenbildungsgefahr) oder eine OP.

Wenn ein Mittel stark genug wäre, um die Melanozyten zu erreichen und abzutöten (z.B. eine Säure), wären auch die anderen Hautzellen gefährdet (Narbengefahr), die exakte Dosierung ist ja bei einer Salbe oder Tinktur kaum möglich, da sind ruck zuck auch die gefässführenden Unterhautschichten geschädigt (wie bei einer Verbrennung).

Beste Grüsse und Alles Gute, halten Sie uns auf dem Laufenden

Ihr Cyberdoktor-Team

Antworten
U~nima|tr7ixx


Ist es seriös...

nun ja, es ist natürlich immer etwas riskant, solche Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Es wäre auf jeden Fall empfehlenswert, dir vor einer solcher Eigenbehandlung von einem Hautarzt versichern zu lassen, dass das Muttermal unbedenklich ist. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die Methode mit dem "wegätzen" von Muttermalen tatsächlich funktioniert. Ich hab das allerdings nicht mit einer teuren Salbe gemacht, sondern mit ganz normaler Essig-Essenz.

Das Argument des Users, dass von außen aufgetragene Mittel nicht bis an die Grenze zur Unterhaut reichen, kann ich nicht bestätigen. Muttermale haben ein ganz eigenartiges Gewebe, fast wie ein Schwamm, sie saugen sich leicht voll mit dem Essig. Und sollte es dennoch nicht ganz reichen, kann man problemlos mehrere Behandlungen ansetzen, nachdem der Schorf abgefallen ist, danach ist das Muttermal nämlich kleiner. Muttermale reagieren äußerst heftig auf Säure im Gegensatz zu normaler, gesunder Haut. Diese wird vielleicht rot, falls etwas Säure auf sie kommt, regeneriert sich dann aber wieder. Muttermale können das nicht. Man sollte aber dennoch aufpassen, möglichst nichts auf die Haut zu bekommen.

Ich kann dir noch stichpunktartig ein paar persönliche Meinungen von mir zu diesem Thema schreiben:

- Käufliche Mittel zur Muttermalentfernung funktionieren wahrscheinlich (habs selbst nicht getestet), sind aber maßlos überteuert, da kann man es gleich von einem Hautarzt raus schneiden lassen.

- Eine operatives Entfernen der Muttermale vom Hautarzt mittels Laser oder Skalpell ist vermutlich die "sauberste" Methode, allerdings ist sie teuer (bei rein kosmetischen Geschichten) und birgt ein gewisses Narben- und Entzündungsrisiko, weil die Wunde relativ tief ist und sehr plötzlich erzeugt wird, im Prinzip hast du ein Loch in der Haut und so was verheilt nicht gut.

- Eine Behandlung mit Essig oder Essigessenz funktioniert prinzipiell auch, allerdings braucht man sehr viel Geduld, weil es mindestens 2 Wochen dauert vom ersten Auftragen bis zum Abfallen des Schorfs (welchen man möglichst nicht selbst abkratzen sollte -> Narben!)

Dafür ist die Wunde so klein wie möglich, weil praktisch nur das Muttermal-Gewebe angegriffen wird. Außerdem ist es möglich, eine komplette Entfernung völlig unblutig über die Bühne zu bringen. Der Prozess dauert lange, wodurch das Risiko wulstiger Narben gering ist. Allerdings ist auch hier keine Garantie für eine absolut saubere Heilung gegeben. Meine behandelten Stellen schauen an sich schön aus, sind aber nach über einem Jahr immer noch rot...

Du musst es selbst entscheiden.

h[elSp2x009


das einzigst richtige ist eine OP mit vollständiger entfernung. frag dein hautarzt und probier nicht so zeugs. laser, und shave usw... alles quatsch.

U)nim~amtrix


Sehr gute Begründung... *gähn*

Warum wenden Hautärzte dann Laserbehandlung und oberflächliches Abschneiden an? Ich hab mir vor ein paar Jahren z.B. 3 Muttermale auf der Brust weglasern lassen... (war aber nicht so überzeugend, hatte sich damals trotz antiseptischer Salbe entzündet glaub ich und man sieht natürlich leichte Narben.)

Und letztes Jahr hab ich mir noch ein Muttermal von der Schläfe raus schneiden lassen, komplett. Der Hautarzt hat mir aber auch ein oberflächliches Abschneiden angeboten, wäre billiger gewesen. Aber ich wollte das nicht, weil man dann vermutlich immer noch einen braunen Fleck sieht logischerweise.

Mit der Essig-Methode kann man theoretisch so viele Behandlungen machen, bis das Muttermal vollständig entfernt ist. Sollte aber vorher sicher gestellt sein, dass es kein Melanom ist, sonst könnten kleinste Überreste davon unter der Haut weiter wachsen und unbemerkt Hautkrebs verursachen.

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