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Weiche Beule hinter dem Ohr

aFnolexx hat die Diskussion gestartet


Hi hi,

ich habe schon seit über einem Jahr eine Beule hinter dem linken Ohr. Vorher war sie nicht da. Aber die Entstehungszeit habe ich nicht mitbekommen. Ich würde nur mit einem mal drauf aufmerksam gemacht und da war sie auch schon ziemlich groß. Ich würde sagen sie ist fast so groß wie der obere Teil eines Daumens (ab dem Gelenk), sorry, einen besseren vergleich habe ich gerade nicht. Es ist weich. Es tut nicht weh, egal wie ich drauf rum drücke. Fühlt sich so an, als ob es innendrin etwas geleeartig wäre oder so.

Mein Hausarzt hatte mal versucht eine Blusprobe zu nehmen, aber mit der Spritze hat er nichts raus bekommen. Er hatte mir dann ne Überweisung gegeben und der Dermatologe wollte gleich nen OP Termin festlegen. Da bin ich geflüchtet. Er sagt wir machen es erstmal weg und dann sehen wir was es ist. Ich weiß nicht, aber das beunruhigt mich eher.

Es ist vielleicht noch wichtig, dass es wenn überhaupt nur ganz unwesentlich wächst. Ich habe es wie gesagt schon über ein Jahr und seitdem ist es vielleicht ein gaaanz kleines bisschen größer geworden, aber kann auch vom vielen dran rum drücken kommen.

Was könnte das sein? Hatte vielleicht schonmal wer sowas? Ich hab immer gleich die schlimmsten Befürchtungen.

Viele Grüße

Antworten
Z/wac^kx44


Hallo anolex,

ich neige immer dazu, Dinge, die nicht an meinen Körper gehören, wegschnipseln zu lassen, wie z.B. einige Lipome (Fettgeschwülste). Dann braucht man sie nämlich auch nicht laufend beobachten.

Deine schlimmsten Befürchtungen gehen wahrscheinlich in Richtung Lymphom (Lymphknotentumor). Bei mir hatte der Hausarzt bei einer Beule am Hals diesen Verdacht und hat mich sofort zum Röntgen und CT/MRT geschickt. Dann war es schon sehr wahrscheinlich: Lymphom. Diese Diagnose reichte aber noch nicht aus, weil es so viele Unterarten gibt und davon die Art der Behandlung abhängt. Also Biopsie bei einem Klinikchirurgen. Dann kam eine nervige Wartezeit von 2-3 Wochen, bis feststand: hochmalignes B-Zell nonHodgkin-Lymphom. Ich habe die Chemotherapie gerade abgeschlossen, und derzeit findet man keine malignen Zellen mehr. Du siehst also: Lymphome können geheilt werden (Heilungsrate 80-90%). Ich würde an Deiner Stelle auch zum Arzt gehen, obwohl Deine Beule anscheinend im Augenblick nicht wächst; es könnten in Deinem Körper aber ja andere (nicht-sichtbare) Lymphknoten vergrößert sein.

Natürlich wünsche ich Dir, dass es Dir nicht so geht wie mir; aber selbst wenn, kein Grund zur Verzweiflung. Geh die Sache einfach herzhaft an.

aLnolNex


Würde es dann in dem Fall passen? War das auch weich und du konntest es ohne Schmerzen drücken? Jetzt bin ich ernsthaft beunruhigt :-D Morgen gleich erstmal zum Arzt, die 3. Überweisung zu, Hautarzt ausstellen lassen. Vielleicht klappts ja im 3. Anlauf.

Liebe Grüße

Z)woack4x4


Jetzt ist genau das passiert, was ich nicht wollte - Dich beunruhigen. Ich hoffte, Du könntest das Ganze sehen wie die Vorsorgeuntersuchung einer Frau durch ihren Gynäkologen - man möchte Unliebsames ausschließen; dazu muß man sich allerdings der Untersuchung stellen. Auch mir ist natürlich aufgefallen, dass man sich dann schon fragt "und wenn er etwas findet?" Vielleicht kannst Du Dir das nicht vorstellen, aber ich bin nicht in Panik verfallen: Man hat so viel im Internet zu lesen und so viele Entscheidungen zu treffen (zu welchem Arzt, in welche Klinik, welche Chemo?), dass man für Panik gar keine Zeit hat.

Ich habe den Eindruck, die beschreibenden Adjektive "weich", "schmerzhaft", "verschieblich", die in der Literatur so oft benutzt werden, sind nicht sehr aussagekräftig, denn andernfalls hätte die Diagnose bei mir nicht so lange dauern dürfen. Mein Tumor war mittelweich/mittelhart und hat erst wehgetan, als er versuchte, unter dem Schlüsselbein durchzuwachsen (da war es wohl etwas eng). Vielleicht beruhigt Dich die Antwort meines Chirurgen, der mir erklärte, warum er den Knubbel nicht herausoperieren wolle: "weil diese Tumore so gut auf Chemotherapie ansprechen und der Flurschaden bei einer OP zu groß wäre".

"Morgen zum Arzt" ist sicher die richtige Entscheidung. Toi, toi, toi!

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