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Kann starker Haarausfall ausschließlich psychisch bedingt sein?

f?iamxma hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen erst mal! :-)

Zu meinem Problem: ich habe seit Anfang August massiven diffusen Haarausfall, der ganz plötzlich eingesetzt hat. Die Haare sind schon die Jahre zuvor immer dünner geworden - weshalb ich Ende 2007 die Pille abgesetzt habe, was aber keine Besserung bewirkt hat. Nun hat sich die gesamte Struktur seit 3 Monaten extrem verschlechtert; ich mag kaum noch aus dem Haus gehen :°(

Bis jetzt habe ich seit gut 2 Monaten mit Schüsslersalzen behandelt, sowie seit einem Monat mit chinesischen Tinkturen (ich muss da abwechseln mit Haarausfall-Stopp-Mittel und haarwuchsförderndem Mittel; ersteres hilft, aber nur sehr sehr kurzzeitig) - evtl. muss ich noch Geduld haben; und es ist jedenfalls nur eine Symptombekämpfung.

Nun möchte ich von Euch wissen: kann das theoretisch sein, dass so starker Haarausfall (jedenfalls einige 100 Haare am Tag) ausschließlich psychisch bedingt ist? Ich leide seit über 10 Jahren unter sehr starker psychischer Belastung (im privaten Bereich, und ich arbeite daran). An körperlichen Symptomen habe/hatte ich je nach momentaner Situation Schlafstörungen, innere Unruhe, Herzrasen. Bis hin zur Behandlung mit Betablockern; das ist aber schon einige Jahre her. Fakt ist jedoch, dass mein Körper aufgrund der Probleme wohl dauerhaft mit Adrenalin überschwemmt ist. Hab' auch mit einer Angststörung zu tun....

Ich ernähre mich sehr gesund; Mangelerscheinungen scheiden somit aus. Demnächst lasse ich auch mein Blut abchecken (Schilddrüsenwerte etc.) - bin mir aber relativ sicher, dass rein organisch nix rauskommt; hab' ja außer den genannten keinerlei weiteren Symptome.

Ach ja, eins noch: ich bin 36; und ich habe jedenfalls keine plötzlich eingesetzten Wechseljahre.

Freue mich über jede Antwort und danke Euch schon jetzt ganz herzlich dafür!

Antworten
p{eps


An körperlichen Symptomen habe/hatte ich je nach momentaner Situation Schlafstörungen, innere Unruhe, Herzrasen.

Wurde denn deine SD bis jetzt noch nicht untersucht?

War beim Gyn alles i.O.? Wurde ein Hormonstatus gemacht?

Ich ernähre mich sehr gesund; Mangelerscheinungen scheiden somit aus.

Einen Eisen- und Zinkmangel und deine SD-Werte (TSH bas., fT3, fT4) solltes du trotzdem abklären lassen.

dass so starker Haarausfall ausschließlich psychisch bedingt ist?

Kann ich mir nicht vorstellen. Nimmst du irgendwelche Medis die dafür evtl. in Frage kommen?

f.iammxa


Danke für Deine Antwort! @:)

Mit den Untersuchungen muss ich erst beginnen!

Früher hatte ich jedenfalls nie Auffälligkeiten bei Blutbild und Schilddrüse etc. - obwohl die Haare ja schon seit langer Zeit schlechter geworden sind (immer dünner, wenn auch ohne Haarausfall).

Medikamente nehme ich schon seit einigen Jahren überhaupt nix mehr - außer halt eben jetzt die Schüsslersalze, aber das sind ja keine "richtigen" Medikamente.

Vom Zyklus her ist alles soweit o.k. - ich mache NFP, habe ganz normalen Zyklusverlauf, immer Eisprung usw.

Sonst wie gesagt auch keine körperlichen Symptome außer den genannten psychosomatischen.

Z|wa;ckz44


Also nach meiner Ansicht allenfalls indirekt: Man weiß, dass unter Stress die SD leichter entgleist, und UF und ÜF sind oft mit Haarausfall verbunden. Stell doch einfach Deine SD-Werte hier ein, sobald Du sie hast.

fmiamlmxa


Ok, werd' ich machen - dauert aber noch ca. 2 Wochen!

Aber ich kann doch nicht von heute auf morgen eine ÜF oder UF bekommen haben!? Der Haarausfall begann jedenfalls schlagartig von jetzt auf gleich.... :°(

Zdwa@ckx44


Vielleicht ist es ja auch so, dass sich zwar die Symptome allmählich entwickelt haben, bis sie Dir dann schlagartig aufgefallen sind.

f{iaemma


Du meinst, irgendwann ist sozusagen das Fass übergelaufen? Das halte ich für möglich, ja....

Was ich noch vergessen hatte, zu erwähnen: meine Haare haben generell eine zu kurze Lebensdauer - insbesondere die oberhalb der Stirn werden nicht länger als ca. 10 cm. Gibt diese Info denn evtl. noch irgendeinen Hinweis auf mögliche Ursachen?

ZwwaMck44


Weiß ich nicht; bin kein Haarwuchsspezialist.

f2ienhe"n2x5


Versuch es doch bis du die Ergebnisse von deinem Bluttest hast erstmal mit Zink. Ein Zinkmangel kann auch schnell zu Haarausfall führen.

Ich leide unter einer Hashimoto Thyreoiditis (autoimmunerkrankung der Schilddrüse) und bei mir gehöhrte starker Haarausfall mit zu den Symptomen.Seitdem ich meine Tabletten nehme ist aber wieder alles gut.

Ein Tipp zu den Schilddrüsenwerten: Der TSH Normwert lag bis 2003 noch bei 4,wurde aber dann auf 2 herabgestuft. Leider gibt es aber einige Ärzte die das nicht berücksichtigen.

F\risureOnstyZle86


Hallo,

Ich habe auch schon seit mehreren Jahren Haarausfall. Aber ich denke bei mir handelt es sich um einen androgenen Haarausfall:

[[http://www.farbundstil.de/haarausfall/3193-androgener-haarausfall.php]]

Aber bei mir schlagen weder Tabletten noch andere Sachen an,die zu einem Ende des Haarausfalls führen...Vielleicht sollte ich einmal über eine Haartransplantation nachdenken?! Hat irgendjemand hier Erfahrung damit gemacht? Aber das ist sicherlich auch sehr teuer oder?

Naja ich würde mich über eine Antwort freuen.

Liebe Grüße

fEiamxma


So, inzwischen habe ich meine Laborwerte!

Das große Blutbild ist KOMPLETT in Ordnung.

Ich greife jetzt mal nur TSH heraus: 1.02 mIU/l

Weiters habe ich noch zusätzliche Werte testen lassen, die in Sachen Haare relevant sind.

Das hier steht drin:

Zink 0,9 mg/l 0,7 - 1,2

Vitamin H 115 ng/l > 400 ng/l optimal

100 - 400 ng/l suboptimal

Vit. H = Biotin kann ich zur Unterstützung empfehlen.

Ferritin 45 yg/l 10-291

LH 37 IU/l normal für späte Follikelphase

FSH 13 IU/l normal für späte Follikelphase

Östradiol 499 ng/l normal für späte Follikelphase

Testosteron 0,69 yg/l im oberen Referenzbereich

Eine Hyperandrogenämie (zuviel männliche Hormone) kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Empfehle: DHEA-S, SHBG und Androstendion Blutuntersuchung, sowie Sono der Eierstöcke zum Ausschluss PCOS.

Könntet Ihr mir das bitte noch ein wenig erläutern, v.a. die letzte Zeile?

Der Arzt meinte weiter, dass der Haarausfall wie von mir vermutet als Folge von Stress zu werten ist (kann man das aus obigen Werten mit ablesen?).

Das Wichtigste sei, an meinem Leben und meinem Glück zu arbeiten....

W!aterlxi


Mein Mutter hatte mal kreisrunden Haarausfall und es gab angeblich gar keine Ursache (bzw. ließ sich nicht heilen bis sie zu nem Wunderheiler ging...). Also das kann schon sein, dass du keine Ursache findest. Aber lass doch erstmal weiter alles durchchecken, vielleicht findet sich was.

Und ich denke schon, dass das auch psychisch sein kann, wenn du da schon in Behandlung bist. Warum nicht? Man kann doch alles mögliche "nur" von der Psyche kriegen. Man hört ja sogar von Leuten, die vor Trauer Krebs gekriegt haben, bzw. ist es nicht so einfach festzustellen, ob man durch den Zufall oder durch die psychische Belastung krank wurde. Es gibt ja genug Krankheiten, die man bekommt, weil man sich falsch ernährt oder sonstwas, aber die man auch einfach so bekommen kann...

fMiaxmma


Hallo Waterli,

hat Deine Mutter denn den Haarausfall wieder losbekommen? Sind die kahlen Stellen wieder zugewachsen?

Bei mir ist der Haarausfall jedenfalls kein kreisrunder, sondern ein diffuser.

In psychologischer Behandlung bin ich momentan nicht, stehe aber vor sehr einschneidenden Veränderungen in meinem Leben, die anzupacken mir Angst bereitet....

Ztwlack4x4


DHEA-S, SHBG und Androstendion

SHBG = Sexualhormon-bindendes Globulin, auch Androgen-bindendes Globulin genannt; wird bestimmt, falls Verdacht auf hohe Konzentration an freien Androgenen besteht.

DHEA-S = Dehydroepiandrosteron-sulfat; DHEA ist ein Zwischenprodukt in der Testosteron-Biosynthese.

Das Androstendion des Blutes stammt bei Frauen aus der Nebennierenrinde und den Eierstöcken. Es

hat eine vermännlichende Wirkung, auch weil es im Körper zu Testosteron umgebaut wird.

Dein Arzt will also prüfen, ob Dein HA Symptom einer hormonellen Vermännlichung ist.

f,iaomdmxa


Danke, Zwack! :-)

Weist denn bereits der Testosteronwert auf eine evtl. "hormonelle Vermännlichung" hin? Er schreibt ja was von "oberem Referenzbereich".

Und müsste ich dann nicht sonst noch irgendwelche "Symptome" haben? Hab' da nämlich wirklich gar nix, das irgendwie auffällig wäre.

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