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Abszess linke Achsel mit Höllensteinstift verätzt

abbbyx27 hat die Diskussion gestartet


Hallo Ihr Lieben,

ich verliere echt bald die Nerven. Nach der Entbindung habe ich einen Abszess in der linken Achselhöle bekommen. Bin nach ca. 3 Wochen zum Arzt, der mir Penicillin verschrieb, weil ich stille. Dieses Zeug bewirkte, dass sich der Abszess verkammerte. Fünf Tage später hielt ich es nicht mehr aus, da ich den Arm nicht mehr an meinem Körper halten konnte. Ich bin nochmals zum Hausarzt, der mich zu einem Chirurgen schickte. Am selben Tag war ich dann da, der Chirurg meinte, der Abszess sei so groß, der müsste in Vollnarkose operiert werden. Ich war mit den Nerven am Ende, hatte ja schließlich mein Baby, das regelmäßig gestillt werden sollte. Nach der Vollnarkosen-OP (war am 11.12.2009) bin ich sofort nach Hause, habe abgepumpt und meinen Kleinen mit Flaschennahrung ernährt. Ich hatte bisher keinen Abszess, daher war alles neu für mich. Habe dann die Wunde mit Rivanolverbänden jeden Tag neu behandelt. Erst ausgeduscht, dann neuen Verband drauf. Der Chirurg, bei dem ich dann 3 Tage später wieder hin bin meinte, ich solle eine trockene Kompresse draufmachen. Die bewirkte leider nur, dass die Wunde verklebte und die neue dünne Haut immer abgerissen wurde. Also nahm ich täglich Wasserstoffperoxid und wieder Rivanolverbände. Nun ja. Der Chirurg meinte dann zwei Wochen später, dass ich das Wasserstoffzeug weglassen sollte, weil es zu scharf sei und der Körper dann wuchert und wildes Fleisch entstehen kann .Also habe ich nun nur noch Rivanol benutzt. Silvester sollte es zu sein. Pustekuchen!!!:°( Ich bin am 7.1 dann wieder zum Arzt, der mir Silbernitratlösung auf die Wunde gab. Ich habe zudem nämlich noch eine Pflasterallergie bekommen, da die täglichen Verbände meine Haut angegriffen haben. Ein anderer alter Arzt in Ruhestand meinte, ich soll es mit Höllensteinstift verätzen, da schließt sich die Wunde. AUf jeden Fall ist sie jetzt tiefer, breiter und blutet wieder. Schlimmer als zuvor. Wann ist die denn endlich verheilt ??? ? Ich werde noch wahnsinnig.Inzwischen habe ich abgestillt, da das Loch offen gelassen werden sollte, aber mein Kleiner eine Infektion des Milchschorfes bekam. Ich bin nervlich fertig. Wer kann etwas dazu sagen, ob und wie es heilt? Arm immer oben halten, verbunden oder ohne Kompresse?

Antworten
aTnna12v38


Sei froh, dass er noch offen ist, auch wenn es lange dauert.

Ein Abszess heilt nicht davon, dass man die Wunde verschließt, er muss auseitern. Eigentlich ist so eine Antwort von einem Arzt unverantwortlich.

Wenn alles in der Wunde sauber ist, wird Sie auch heilen, aber so lange da noch alter Eiterreste etc. vorhanden sind gibt sie keine Ruhe und das ist auch gut so.

Sonst hättest du in Kürze wieder eine schmerzhafte Beule.

Ich würde die Wunde mit Kompressen abdecken. Und wenn du auf Pflaster reagierst, Hypoallergenes Pflaster verwenden. Sehr gut ist z.B. Fixomull als Pflaster.

Und da mit die Haut nicht reagiert, jeden Tag die Pflasterstellen ändern, also einmal die Kompresse etwas kleiner und dann wieder etwas größer. So kommt das Pflaster nicht immer auf die gleiche Stelle.

a)bbyx27


Danke für deine Antwort. Heute habe ich gehört, dass es sich nach der Höllensteinstiftbehandlung entzünden könnte? Muss ich da täglich ausspülen und wieder neue Rivanolverbände anlegen oder lasse ich die Wunde jetzt doch an der Luft trocknen und dusche nicht mehr aus?

w>oxlfD


aus der ferne kann man nur sagen:geduld

nur wer drauf geschaut hat auf die wunde,weiß wie sie aussieht.da mußt du jetzt durch

aber du kannst vorbeugen:

z.b.nie einen deo stift verwenden.

(den schenkst du deiner ärgsten feindin)

gute besserung

Sla$ndy23x07


Erstmal Beileid zu diesen Schmerzen... :)_

Sag mal, wie groß ist die Wunde?

Wenn ich nen offenen Abszeß habe benutze ich von Hansaplast die Pflaster zur offenen Wundheilung!

Die kann man mehrere Tage ohne Wechseln drauf lassen, damit duschen..das hält.

Die Wunde heilt dann langsam von innen zu.

EommaJ_Pxeel


Ich finde es erstaunlich, dass du das selbst machen sollst. :-o

Als ich den letzten Abszess in der Achselhöhle hatte und mit Vollnarkose operiert wurde, blieb ich ein Woche stationär - da wurde dann zweimal täglich gespült und zwischendurch eine Gaze-Streifen reingelegt.

Bei meinem Abszess am Rücken wurde die OP ambulant gemacht, aber ich musste eine Woche lang jeden Tag zum Spülen und Verbandswechsel. :-/

Bei beiden Malen war nach zwei Wochen alles problemlos erledigt.

avbby2x7


Hallo nochmals,

im Moment ist die Wunde noch 2 x 0.5 cm groß. Tief ca. 3mm. Ich habe also hoffentlich bald alles überstanden. Die OP war ja schon am 11.12. und ich bin sofort nach der Vollnarkose nach Hause, da ich ja mein Baby hier habe und den Kleinen damals stillte. Rückblickend betrachtet wäre es mir auch lieber gewesen, stationär aufgenommen worden zu sein, denn dann hätte ich mal Ruhe für mich gehabt. Danke für die Pflaster Tipps, ich werde sie mal ausprobieren. Im Moment ist die Wunde offen, brennt ein wenig aber ich habe Morgen einen Termin beim Chirurgen. Ach Leute, was der Mensch doch alles für einen Mist haben kann.

Beste Grüße

pReps


Zum säubern der Wunde könntest du mal Kochsalzlösung versuchen.

axbb'y2x7


Wie soll ich die Wunde denn bitte verbinden? Ich habe von meinem Chirurgen Pflaster (Hydropolymerverband) bekommen. Da ich eine Pflasterallergie habe, sollte ich das auf die Wunde kleben. Das Loch ist aber genau in der Achselhöhle. Als ich das quadratische Pflaster heute abmachte, war eine Wulst in der Wunde, die die Stelle scheuerte. Ähnlich wie ein zu enger String in der Po-ritze. Die Sache ist jetzt nach der Verätzung und der Scheuerung heute noch größer und fast so groß wie nach der OP im Dezember. Bitte sagt mir, wie man so eine Wunde optimal verbindet, ohne das a) trockene Kompressen ankleben (weil Blut und Wundflüssigkeitkomm) b) sich beim Pflaster eine Wulst bildet, die dann die Wunde aufscheuert c) man ja schwitzt und dadurch die Wunde auch gereizt wird.

Ich bekomme keine Ruhe rein und das Loch wird täglich größer, weil ich nicht weiß, wie ich es verbinden soll. :°(

ptepxs


das Loch wird täglich größer

Dann mußt du nochmal zum Arzt.

tbsuncami_xxe


wie wäre es denn mit dünnen Verbänden, weiss ist ne dumme Stelle aber vielleicht geht es ja so....

Stell dir das mal am Hintern vor ! Das hatte ich jetzt 2 Monate !!!

Geduld ist hierbei das wichtigste

Alles gute und gute Besserung *:)

p5exps


Übrigens was mir noch einfällt.

Eine Freundin von mir hatte auch mit Schweißdrüsenabszessen zu tun. Bei ihr wurde die Wunde täglich mit Kochsalzlösung gespült und anschließend Leukosekegel eingelegt und dann kam noch eine Tamponade rein.

Vielleicht solltest du wirklich regelmäßig zum Verbandswechsel gehen. :-/

M}atthxea


Hallo abby,

solche Wunden brauchen leider oft viel Zeit, um zu heilen :°_ Gerade in der Achselhöhle ist es oftmals schwierig, da Verbände aufgrund der großen Beweglichkeit nicht gut halten, die Wunde immer wieder aufreisst und zusätzlich ein feucht-warmes Klima vorherrscht.

Das Wichtigste ist, dass jemand danach schaut, der sich wirklich damit auskennt. Und der sich nicht scheut, Dir teures Verbandmaterial aufzuschreiben.

****

Es gibt spezielle weiche Wundauflagen verschiedener Anbieter, die Feuchtigkeit aufnehmen, die Wundheilung beschleunigen und gleichzeitig ein Ankleben verhindern. Auch für die Befestigung der Auflagen gibt es spezielle "Pflaster", die besonders hautverträglich und anschmiegsam sind.

Selber ausprobieren und mit Pflastern aus dem Drogeriemarkt oder der Apotheke rumlavieren bringt da nix.

Leider habe ich aufgrund Deiner Schilderungen nicht den Eindruck, dass Dein Chirurg auf dem Gebiet des Wundmanagements bewandert/interessiert ist. Ich würde mich an einen anderen Chirurgen oder Deinen Hausarzt wenden. Manche Ärzte arbeiten mit speziellen Wundmanagern zusammen, die selber entscheiden, welche Wundauflagen wann gegeignet sind. Um eine relativ häufige Wiedervorstellung bei einem Spezialisten wirst Du wohl nicht rumkommen. Mit Baby nicht einfach, ich weiß, aber leider notwendig, damit der Frust ein Ende nehmen kann.

Wenn es schlimmer wird (die Wunde kann sich neu infizieren) wende Dich bitte am Wochenende an die Ambulanz eines Krankenhauses. Ansonsten, bevor sich das jemand anschauen kann, der Ahnung hat, kann ich Dir Lomatuell empfehlen, das verhindert, dass wieder alles an der Wunde festklebt:

[[http://www.lohmann-rauscher.de/enid/Kompressen/Spezialkompressen_jw.html]]

Darüber dann eine/mehrere Kompressen, je nach Menge des Wundsekretes. Am besten zweimal täglich wechseln, kurz die Wunde lauwarm ausduschen, gut trocknen lassen und dann neu verbinden. Ruf vorher in der Apotheke an und frag nach, ob sie Lomatuell oder ähnliches von einem anderen Anbieter auf Lager haben. Für die Befestigung gibt es besondere Folienverbände (z.B. Suprasorb) oder Fixomull stretch in unterschiedlichen Breiten, welches Du Dir dann in der passenden Länge zurechtschneiden kannst. Alles bestimmt leider nicht billig und wahrscheinlich nicht in jeder Apotheke auf Lager. Vielleicht kann Dir Dein Hausarzt/Chirurg diese Dinge im Nachhinein rezeptieren? Bei langer Anwendung macht fast jedes "Pflaster" der Haut Probleme. Regelmäßiges Wechseln der Klebestellen an der Haut bei jedem Neuverbinden ist deshalb wichtig.

Ich wünsche Dir eine gute und schnelle Besserung :)*

aMbbyL27


Hallo nochmal,

@ tsunami_xe:

ich habe tatsächlich gestern abend noch einen dünnen Verband mit Rivanolsalbe aufgelegt. Die Nacht war auch ok, ich schlafe ja nun schon seit Wochen nur auf der rechten Seite. Links ist das Loch. Der starke Druck von gestern ist auch weg.

Dir wünsche ich auch gute Besserung!!

@ Matthea:

Danke für den Tipp! Werde ich mir besorgen. Am Montag will ich zu einem anderen Chirurgen. Eine zweite Meinung schadet nicht. Was mich am meisten nervt ist ja, dass die Wunde vor der Verätzung mit Silbernitratlösung schon viel ausgefüllter war. Am Tag danach mit dem Höllensteinstift hat es nur noch schlimmer gemacht. Verkrustet ist bei mir da nichts. Na und die Krönung war dann der Hydropolymerverband, der so eng angeklebt war (der Chirurg meinte, ich soll den Arm ganz ausstrecken, dann das Pflaster aufkleben, das keine Falten entstehen!) das sich beim Herunterlassen des Armes diese Wulst gebildet hat, die das Loch dann vergrößerte. Am besten komme ich wirklich mit dem dünnen, leicht angedrückten, mit Rivanol getränkten Verband hin. Ach, lästig.

Habt auf jeden Fall Dank für die guten Anregungen. Ich gehe ja zum Arzt und tue Alles, dass es zuheilt. Wie gesagt, Geduld ist anscheinend die einzige Lösung. Mein Bruder meinte schon, ich solle den Arm den ganzen Tag offen halten bzw. ausgestreckt. Denn Wunden heilen bei mir ja in der Regel auch ohne Pflaster an der Luft recht gut. Aber da bekomme ich ne kalte Hand, die dann noch einschläft. Ist auf Dauer also auch nichts, hier irgendwelche akrobatischen Übungen zu exerzieren, die dann nur noch ne heftige Verspannung hervorrufen.

Dennoch beste Grüße und ein schönes Wochenende euch alles!!:p>

Abby27

a`bbyy27


So, inzwischen habe ich das Loch bald zwei Monate. Heute war ich bei meinem Hausarzt, weil das Loch (1cm lang, 3mm breit und 3mm tief) immer noch nicht verheilt ist. Er meinte, ich solle den Arm eng am Körper lassen, sonst wächst das nicht zu, wenn die Haut unter der Achsel immer gespannt wird. Hallo ??? Das ist genau die entgegengesetzte Meinung meines Chirurgen. Der sagte, wenn ich eine Woche den Arm abgespreizt (seitlich) halte, ist das Loch zu. Ich könnte nur noch k*. Weiterhin verschrieb mir der Hausarzt ein Puder, weil die Stelle noch blutet und Wundflüssigkeit kommt. Es heißt Tyrosur Pud 5g.

a) Wer schon einen Abszess unter der Achsel hatte, wie habt ihr euch im Alltag bewegt? Geschlafen usw. Den Arm abspreizen oder am Körper lassen?

b)Und wie lange dauert das noch, bis da was verheit ist?

Wenn ich mir vorstelle, das manche Leute das mehrmals bekommen, da könnte ich echt heulen.

Abby (inzwischen noch ratloser) :-(

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