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Extremer Haarausfall, sonst keine Krankheiten

fJiamxma hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

nach längerer Zeit schreibe ich nun mal wieder über mein nach wie vor ungelöstes Problem, das mich so schwer belastet. :°(

Ich habe schon seit über 2 Jahren diffusen Haarausfall, der immer schlimmer geworden ist; der ursprüngliche Auslöser war eine psych. Extrembelastung + Schock.

Inzwischen muss ich bereits eine Perücke tragen, habe ca. 90% der Haare verloren.

Leider habe ich insgesamt 2 Fehlbehandlungen hinter mir, die alles jeweils noch deutlich schlimmer gemacht haben:

1. Homöopathie, massig Hochpotenzen (im Frühjahr 2011 beendet – keine Ahnung, ob/wie lange das Zeug noch nachwirkt/e)

2. Sog. "Nitrostress"-Behandlung mit riesigem Nahrungsergänzungs-Cocktail (vor gut einem Monat beendet)

Beide Behandlungen führten auch zu massiven Einschränkungen des Allgemeinbefindens. Nun, ich lerne immerhin daraus, dass ich nicht mehr auf unseriöse Ärzte hereinfalle.

Ich habe keine sonstigen Krankheiten und seit dem Absetzen der NEMs auch keinerlei auffälligen Symptome mehr; der Vorsicht halber lasse ich mich in Kürze nochmals beim Endokrinologen durchchecken.

Die ganzen Standardursachen wie Schilddrüse, Hormone usw. dürften ausscheiden – die Werte waren immer alle super, und ich habe wie gesagt keinerlei andere Symptome in die Richtung. Ich möchte mir auch keine dubiosen Krankheiten mehr "einbilden", nur um das Problem dadurch vermeintlich besser erklärbar und behandelbar zu machen.

Nun habe ich in meiner Verzweiflung vor Kurzem mit einer Eigen-Urin-Behandlung (äußerlich) begonnen, weil ich viel Gutes darüber gelesen habe (unter anderem hier). Zusätzlich verwende ich nun Shampoo und Spülung von Khadi, was auch gegen Haarausfall helfen soll.

Fazit: der Haarausfall ist erst recht nochmal schlimmer geworden, es ist einfach nur grausam.

Wie kann man sich das erklären?

Soll ich das mit dem Urin lieber wieder sein lassen?

Bin echt total am Ende – eigentlich könnte alles so super sein, weil ich ansonsten körperlich völlig gesund bin. Ich ernähre mich möglichst naturbelassen, habe eine super Figur, reine Haut usw. – warum aber wirft der Körper "einfach so" die Haare ab?? Was noch auffällig ist: sie werden fast alle kaum 10 cm lang, dann fallen sie bereits aus.

Danke an alle, die sich diesen Roman durchgelesen haben!

Antworten
S,onnen0tau85


Was wurde denn im Blut alles gecheckt? Schilddrüse, Geschlechtshormone, Vitamine?

Bei meiner Schwester ist die Ursache ein starker Vitamin D Mangel.

fSiaNmxma


Hallo Sonnentau,

danke Dir für Deine Antwort!

Schilddrüse und Geschlechtshormone wurden gecheckt, alles bestens.

Vitamine und Mineralstoffe etc. gibt's natürlich sooo viele, dass man wohl gar nicht alles abdecken kann.

Letztes Jahr war Vit. D im unteren Normbereich.

Heuer, im Rahmen der "Nitrostress"-Behandlung wurde ich unter anderem auf Verdacht mit höchstdosiertem Vitamin D zugebombt.

Der Haarausfall wird aber nach wie vor immer schlimmer und schlimmer.

Irgendwelche Mängel müssten doch noch weitere Symptome nach sich ziehen, nicht "nur" Haarausfall, oder? Ich versteh's einfach nicht..... %:|

S]onWnentavu85


Eisenwert ok? Vitamin B12 ok? Nimmst du die Pille?

Erst ma schieb ich dir ein paar Kraftsternchen rüber. :)* :)* :)*

sronXnenst-erxn2


Was ist denn mit der androgenetischen Alopezie als Ursache? Dabei werden die Haare ja auch am Kopf immer dünner, vor allem am Oberkopf.

fZiamxma


Vielen lieben Dank Euch beiden! @:)

@ Sonnentau

Eisenwert ist o.k., Ferritin evtl. etwas zu niedrig – aber nicht so arg, dass es einen dermaßen massiven Haarausfall rechtfertigen würde.

B12 substituiere ich schon seit einiger Zeit, hatte mir letztes Jahr mal geholfen, bringt gar nichts mehr. Seit den beiden Fehlbehandlungen ist offenbar einiges aus dem Ruder gegangen und/oder eine unerkannte Krankheit fortgeschritten.

Die Pille nehme ich schon seit fast 4 Jahren nicht mehr.

@ Sonnenstern

Von der androgenetischen Alopezie sprechen Ärzte immer dann, wenn sie sonst keine Erklärung finden können, ist meiner Meinung nach eine Verlegenheitsdiagnose. Bei mir gibt es in der Familie noch dazu keinen Haarausfall, schon gar nicht bei Frauen. Meine Friseurin und langjährige Haarausfall-Spezialistin (Zweithaarstudio) hat gesagt, dass es bei mir vom Muster her auf keinen Fall die androgenetische Alopezie ist.

Bei mir fallen gleichmäßig am ganzen Kopf verteilt die Haare aus. Sie sind immer dünner geworden und fallen vorzeitig aus. Es ist, als wären sie komplett unterversorgt – trotz supergesunder Ernährung und keinerlei feststellbarer signifikanter Mängel. Ich bin ja ansonsten kerngesund.

Käme denn dieses PCO-Syndrom in Frage, weiß da wer was dazu? Kann man das haben, obwohl Haarausfall das einzige Symptom ist? Ich habe einen superregelmäßigen Zyklus, kein Übergewicht und auch sonst nichts Auffälliges.

h'awa9ito@ast


Hallo!

Und erstmal @:) :)*

Sage mal: Noch ein paar Fragen:

Wie wäre es, dass du zuwenig Fleisch und Eier isst?

Also, dass die Präparate den Mangel gar nicht ausgleichen können?

Hast du die Haare gefärbt?

Sind einige Haare grau/weiß?

Jucken am Kopf?

Trinkst du Mineralwasser regelmäßig?

Bist du müde und schlapp?

Zumindest die Fragen weges des Juckens wären interessant.

Naja, meld dich mal und alles Liebe :-)

f'i`amnma


Hallo hawaitoast,

vielen Dank für's Antworten – und ich meinerseits gehe nun auf Deine Fragen alle ein!

Wie wäre es, dass du zuwenig Fleisch und Eier isst?

Davon habe ich eine Zeitlang in der Tat recht wenig gegessen.

Aber wenn der Haarausfall davon kommen würde, hätten z.B. alle Vegetarier und Veganer Probleme damit. :-/

Hast du die Haare gefärbt?

Habe seit gut zwei Jahren Haarausfall und hatte davor schon jahrelang nur noch Naturprodukte (Culumnatura) verwendet, damit nur ganz selten mal getönt. Aktuell habe ich seit Ewigkeiten zum ersten Mal wieder eine Tönung drin (Pflanzenfarbe, vom Friseur) – in der Hoffnung, die Haarstruktur damit etwas fülliger/griffiger zu machen, was leider nicht funktioniert hat.

Sind einige Haare grau/weiß?

Seltenst! Wäre aber durchaus schon normal; ich bin Ende 30.

Jucken am Kopf?

Überhaupt nicht!

Trinkst du Mineralwasser regelmäßig?

Ja. Und Leitungswasser in Form von Tee.

Bist du müde und schlapp?

Nur wenn ich mal wieder meine Depressionen wegen dem Haarausfall kriege – weil mir das dann alle Energie raubt und ich mich am liebsten nur noch verstecken/verkriechen würde. Und während der Fehlbehandlungen war die Erschöpfung total extrem, was zum Glück wieder weggegangen ist.

P5owerPzuffxi


Käme denn dieses PCO-Syndrom in Frage, weiß da wer was dazu? Kann man das haben, obwohl Haarausfall das einzige Symptom ist? Ich habe einen superregelmäßigen Zyklus, kein Übergewicht und auch sonst nichts Auffälliges.

Ein PCO-Syndrom ist eine Ausschlussdiagnose, benötigt werden dafür zwei von drei Sympromen:

-PCO=polyzystische Ovarien

Zyklusstörungen in Form von Oligo- oder Amenorrhoe

-Hyperandrogenämie mit Begleiterscheinungen wie Akne, Hirsutismus und androgenetischer Alopezie

Wenn deine Sexualhormone unauffällig waren und du einen super regelmäßigen Zyklus genißt, ist ein PCOS so gut wie ausgeschlossen. Die meisten Betroffenen sind auch übergewichtig, insulinresistenz und haben Hashimoto.

Ich leide wegen dem PCOS auch an androgenetischer Alopezie und bei mir ist es so, dass die Haare gleichmäßig verteilt ausfallen. Ich weiß genau, wie du dich fühlst :°_

Ethvemalhiger Nzutzeer (5#47901x3)


@ fiamma

Minoxidil ("Regaine"/"Kirkland Minoxidil) wird bei 90%igem diffusen Haarausfall wahrscheinlich auch nur noch ein Tropfen auf den heißen Stein sein. Sehe ich das richtig?

fDi;amxma


@ PowerPuffi

Danke Dir! Und auch an Dich... :°_

Nachdem Du das PCOS hast, schlägst Du Dich vermutlich mit noch genug anderen ätzenden Symptomen rum außer dem Haarausfall... Kann man's wenigstens einigermaßen vernünftig behandeln?

Also die Eierstöcke waren beim Gyn (Ultraschall) o.k. (letztes Jahr). Habe keine Akne, kein Übergewicht, nix... Keine "männliche" Körperbehaarung oder was auch immer. Nicht den klitzekleinsten körperlichen Hinweis darauf, warum mir die ganzen Haare ausfallen.

@ DoN_

Zu Minoxidil habe ich schon sehr viel gelesen, insbesondere Erfahrungsberichte von Betroffenen. Fazit: ist teuer, wirkt sehr oft nicht, hat mitunter viele Nebenwirkungen usw. Meine innere Stimme sagt eindeutig "Nein" zu Minoxidil.

Das mit den 90% sage ich selbst und bezieht sich auf das verbliebene Volumen, dass das also noch max. 10% sind. Eben weil permanent Haare ausfallen, noch dazu verfrüht, und weil sie sehr dünn/unterversorgt sind. Rein die Anzahl der Haare ist vermutlich schon noch mehr als 10%, weil sie ja nachwachsen (um dann wieder in Mini-Gestalt auszufallen). Alles in allem ein beschissenenes, zerzaustes Bild – die "Frisur" schaut einfach nur asozial aus, komme mir vor wie die letzte Pennerin. :°(

E}hema8liger' Nutze|r (#479013)


Die Nebenwirkungen sind hauptsächlich trockene Kopfhaut und Schuppenbildung. Bei der von dir geschilderten Haardichte ergibt sich wahrscheinlich weder noch. Außerdem gibt es noch die hautschonendere Schaum-Form. Die wirklich hässliche Angelegenheit bei Minoxidil ist die sogenannte Haarwachstums-Rhythmus-Anomalie: Alte Haare werden länger gehalten und der Wachstum neuer Haare wird gefördert – dadurch steigert sich zunächst die Haardichte, aber irgendwann, so nach 6 Monaten, fallen dann viele auf einmal aus. Es bilden sich also über einen gewissen Zeitraum Zyklen aus dichterem und dann wieder weniger dichtem Haar, welche unter Umständen irgendwann abflachen. Gegen dünn und unterversorgt nachwachsendes Haar ist es aber auch irgendwo das einzige, was überhaupt hilft, sofern sich keine bekämpfbare Ursache feststellen lässt. Und insbesondere Homöopathie bringt da überhaupt nix.

hlawa itoast


:)* :)* :)*

Ich versteh dich auch!

Bleibt vielleicht noch ne Allergie auf irgendetwas:

z.B. auf Arbeit?

Weil die anderen Symptome, wie Jucken, :)* Müdigkeit hast du ja nicht.

Echt seltsam.

Wegen Ernährung_

Ok, dann haben alle anderen, die keine Eier, Garnelen essen keine Mangelerscheinung. Aber du hast sie, will sagen: Manchmal ist man leider die Ausnahme.

Ich esse auch kaum Fleisch und Fisch und Eier – auch Haarausfall. Ok, bei mir kann es auch an anderen Gründen liegen, will nur sagen, vielleicht essen wir zu schlecht:

Ich habe in den letzten Monaten nämlich zuviel Mehl und Zucker gegessen: Fazit:

Keine Vitalstoffe. Folge: Ernährung radikal ändern, auch wenn es schwer ist/sein wird/kann.

Achso: Werde vielleicht noch zu ner Haarsprechstunde gehen.

Das gibt es an manchen Kliniken!

An alle Verlierer (Haarverl.): :)- :)* :[]

f|iacmma


@ DoN_

Genau diese Form von Verlauf, wie Du ihn beschreibst, schreckt mich ab. Es haben auch Leute davon berichtet, dass sie sich mit dem Zeug regelrecht die Kopfhaut ruiniert haben. Nein, sowas kommt mir nicht drauf.

Homöopathie hat mich leider erst recht aus dem Gleichgewicht gebracht – hat also durchaus "gewirkt", wenn auch komplett in die falsche Richtung.

@ hawaitoast

Allergien im engeren und weiteren Sinne habe ich keine.

Und meine Ernährung ist sehr gesund: kein Weißmehl, kein Zucker, Fertigprodukte etc. Bereite alles frisch zu. Darunter viel Obst und Gemüse. Vollkorngetreide, Saaten, Nüsse, Hülsenfrüchte. Naturbelassene Fette und Öle. Milchprodukte, Eier. Halt recht wenig Fleisch/Fisch.

Oh je, Du bist selber betroffen von Haarausfall... Na, dann weißt Du ja leider auch, wie belastend das ist. Wobei es bei Männern ja irgendwo noch "normaler" ist....

LUi_Sa


Kannst Du Dich erinnern, irgendwas an Deinem Lebenswandel umgestellt zu haben, als es losging?

Ich hatte eine Zeit lang auch mal verstärkten Haarausfall, ich hatte schon richtig Panik. Dann ging mir irgendwann auf, dass ich von meinem normalen KK-Shampoo zu einem NK-Shampoo gewechselt hatte. Bin dann wieder umgestiegen und der Haarausfall wurde sofort (!) weniger. Ich vermute, dass ich die enthaltenen Zuckertenside nicht vertragen habe (wird immer wieder berichtet), habe mich aber seitdem an keine NK-Shampoos mehr getraut, so dass ich das nicht überprüfen kann, ob es daran, lag.

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