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Verkrüppelter Nagel und Nagelpilz nach Zehenbruch

Oflivexr2680 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ende letzten Jahres hatte ich einen Arbeitsunfall. Ein Gabelstapler ist mir über den Fuß gefahren. Dabei wurden drei Zehen gebrochen. War eigentlich kein großer Akt; die Brüche sind im Nu verheilt, nach einigen Wochen ging dann der Nagel des großen Zehs in Folge des Bruchs ab.

Die behandelnde Ambulanz meinte, dies sei wohl auf die Quetschung des Nagelbetts zurück zu führen und vollkommen normal.

Die nächsten Monate hatte ich dann erstmal keine Probleme mehr ohne den Nagel. Als er dann im Sommer wieder weitgehend nachgewachsen war, bekam ich Schmerzen zunächst an der linken Außenseite des Nagels. Der Nagel wuchs wohl ein Stückchen in die Haut herein. Darauf hin habe ich wieder die Ambulanz aufgesucht und im Laufe von zwei Monaten nun schon zwei mal die einwachsenden Nagelstücke durch minimale Aktionen mit vorheriger Vereisung entfernen lassen. Man teilte mir mit, dass der Nagel verkrüppelt aussieht und dass offenbar bei dem Unfall das Nagelbett beschädigt wurde. Es sei nicht zu sagen, ob der Nagel in Zukunft wieder normal wachsen wird oder nicht. Ob es eine Alternative dazu gibt, jetzt alle vier Wochen vorbei zu kommen, um die nachgewachsenen, schmerzhaften Teilstücke zu entfernen, dazu bekam ich eigentlich mehr oder weniger nur ein Schulterzucken.

Da der behandelnde Arzt gleichzeitig auch festgestellt hat, dass sich ein Nagelpilz an dem betroffenen Zeh gebildet hat, wurde ich zum Dermatologen überwiesen. Dieser sagte ebenfalls, der Nagel sei verkrüppelt und man könne in dieser Richtung "nicht viel machen". Er startet "nur" die Behandlung des Nagelpilz. Ich habe ein starkes Medikament erhalten, von welchem ich nur 10 Tabletten nehmen sollte, da die Leber davon zu stark geschädigt wird. Ebenfalls habe ich eine Tinktur zum auftragen erhalten. Als die Tabletten alle waren, habe ich keine Fortschritte am Pilz gehabt. Obwohl in der Anleitung stand, dass bei Fußnagelpilz eine Behandlung über einen sehr langen Zeitraum erfolgen muss, meinte der Arzt, das Risiko für die Leber sei zu groß. Er hat dann in der Apotheke eine Creme anmischen lassen, die ich 2x täglich auftragen sollte. Das hat alles nichts gebracht. Ich habe mich in diesem Falle irgendwie nicht so kompetent betreut gefühlt, auch wenn die Probleme mit der Leber nicht von der Hand zu weisen sind; die Alternative hat´s eben auch nicht gebracht.

Ich war heute bei einem D-Arzt, der regional oft empfohlen wird, um mal eine andere Meinung einzuholen, was hier nachhaltig getan werden kann, um nicht alle vier Wochen in die Ambulanz zu müssen. Meine Intention war eigentlich, dass ich dort eine Überweisung zum Podologen hole, der ja eigentlich spezialisierter sein müsste als Dermatologen und Chirurgen. Der Arzt sagte jedoch, das bringe nichts und ich solle auch lieber keine Experimente mehr mit dem Pilz und den verabreichten Tabletten machen, da diese regelrecht toxisch für die Leber seien. Sein Vorschlag war nun folgender:

Aufgrund dessen, dass das Nagelwachstum möglicherweise gestört ist, da der Pilz Einfluss auf das Nagelbett genommen hat, wäre es sein Vorschlag, dass wir den Nagel operativ entfernen. Ziel hierbei sei primär, dass wir den Pilz weg bekommen und dessen Wurzel ausschaben. Sofort nach der OP soll ich dann anfangen, eine pilz-vorbäugende Salbe aufzutragen, damit die Problematik beim nächsten Nachwachsen nicht mehr auftritt.

Wie ist diese ganze Sache einzuschätzen? Lohnt es sich, nochmal eine Überweisung zum Podologen zu besorgen? Das Problem des falschen Nagelwachstums alleine, würde er vielleicht schon hin bekommen aber was kann dieser Arzt zum Thema Pilz machen?

Ich habe den Eindruck, der Vorschlag des Chirurgen mache im Moment am meisten Sinn. Da er aber selbst sagt, es sei sehr schmerzhaft (die Spritze), wollte ich gerne mal nach einer Meinung im Forum fragen?

Gruß

Oliver

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