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Schwarzer Hautkrebs: Wucherung ist aufgegangen

eaphialteLs v. tr<ach|ixs hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

vor gut drei Monaten hatte ich mich mit einer Bekannten über die Hautkrebserkrankung eines Freundes unterhalten, als ein Mithörer offensichtlich 'erleichtert' gestand, ebenfalls schwarzen Hautkrebs zu haben (vermutlich hätte er sonst nie über das Thema gesprochen).

Ein befreundeter Arzt habe ihm schon entsprechende Hautspezialisten herausgesucht, aber bislang konnte sich der Erkrankte nicht dazu durchringen, zu einem dieser Ärzte zu gehen.

Er gab zusätzlich an, natürlich entsprechende Angst zu haben, aber auch die Einwirkungsversuche seiner Familie blieben hinsichtlich einer erforderlichen Behandlung wirkungslos.

Gestern wurde bekannt, dass er offensichtlich schon mehrere großflächige Wucherungen des schwarzen Hautkrebses am Körper hat und dass mindestens eine der Wucherungen aufgegangen ist.

Daraufhin war er (wohl vor ein paar Tagen) ins Krankenhaus gegangen und seinen Angaben nach hätten die Ärzte weitere Ärzte und Schwestern geholt, weil sie solch eine Wucherung noch nie gesehen hätten (sinngemäße Äußerung des Erkrankten).

Er bekam von den Ärzten sofort einen Termin zur Aufnahme / OP für Anfang Oktober, verneinte aber seine Möglichkeit, dann kommen zu können (ganz klar aus Angst) und ging gestern auch einmal nicht ans Telefon, obwohl er vorher mit Ärzten telefoniert hatte (andere konnten das Gespräch mithören).

Erst bei einem weiteren Anruf nahm er mit panischem Blick das Gespräch an, telefonierte kurz und verließ dann die Örtlichkeit.

Ich bin zum Glück nicht der Erkrankte und möchte dessen Verhalten nicht weiter bewerten, habe aber folgende Frage an die Mitleser:

Was bedeutet es, wenn die Wucherung eines schwarzen Hautkrebses schon aufgeht / aufbricht – wie könnte die Erwartung des Erkrankten dann noch aussehen?

Vielen Dank für eure Hinweise!

Antworten
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ich habe so ein Fall in der Familie .Meine Schwester hatte auf der Wade 15 Jahre einen Pigmentfleck getragen (0,3 mm).Vor 4 Jahren hat er sich verändert (größer,rauhe Oberfläche ,hat kleine Sateliten gebildet und leicht genässt). Sie hat noch 6 Monate gewartet ,ist zum Arzt gegangen und nach langer Therapie und Operationen (halbe Wade fast weg) ist Sie heute gesund ,jedoch 2 x im Jahr hat Sie weiter hin Kontrolluntersuchungen .Wenn Sie nicht gegangen wäre wird sie leider nicht mehre leben . Es ist nicht wichtig wie groß ist er auf der Oberfläche ,wichtig ist wie weit er sich nach Innen verbreitet hat (Lympfknoten,Gewebe ,Organe etc).Manchmal ist so ein Fleck ganz klein aber hat er schon Alles in dem Körper attakiert und die großen Flecken wuchern auch manchmal nach aussen aber fressen nicht so schnell das Innere. Die Größe ist hier nicht entscheidend aber die Untersuchung ist WICHTIG ! Wenn der Betroffene zum Artz , geht sind die Erwartungen doch groß .....meine Schwester lebt . Der Schwarze-Hautkrebs ist sehr gefährlich , er tötet sehr schnell ...nur die richtige Behandlung und Operationen können das Leben retten . Ich hoffe für deinen Bekannten ,daß auch er den Mut zusammem fasst und geht so schnell wie es möglich ist in eine gute Hautklinik .Schöne Grüße !

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Einer Freundin ging es ähnlich (wer denkt mit 24 auch an Hautkrebs!).

Letztlich musste am Arm massiv Gewebe entfernt werde plus Lymphknoten. Über ein Jahr Chemo und Interferon-Therapie. Sie wird für den Rest ihres Lebens eine Kompressionsbandaga am Arm tragen müssen und ohne 2-x3 Lymphdrainage pro Woche geht es nicht, weil sonst der ganz Arm anschwillt. Sie war fast 2 Jahre außer Gefecht, jetzt ist (mit Ausnahme der dauerhaften Folgeschäden) alles okay.

Das war aber wie gesagt nur EIN Melanom, welches zu spät erkannt wurde (nachdem es halt wucherte und nässte, und das über etliche Monate).

Eine Prognose zu Deinem Bekannten kann wohl NIEMAND abgeben. Ich sehe es ehrlich gesagt eher pessimistisch, denn wenn es schon Wucherungen an mehreren Stellen gibt... Die Wahrscheinlichkeit von Metastasen ist ziemlich hoch. Aer zur Erwartung könnten vermutlich selbst die Ärzte nur vage Vermutungen äußern.

Verstehe ehrlich gesagt nicht, wie man da so unvernünftig reagiert und es NICHT behandeln lässt. Denn die Verweigerung ändert an der Diagnose, an dem IST-Zustand, ja nichts. Aber die Behandlung erhöht die Überlebenschancen ungemein.

Angst ist ja okay – aber alles dermaßen abzublocken und niemanden mehr an sich heranzulassen: Wirklich erschreckend. Und traurig für den Betroffenen. Er hätte sich viel ersparen können.

Iun-Kog! Nixto


bei meinem dad hat so ein maligne melanom auch immer wieder geblutet – das ging über jahre (unbehandelt).

bei der op (er war aufgrund des blutverlustes irgendwann zusammen gebrochen) hat sich dann heraus gestellt, dass der tumor unter der haut schon ordentlich gewachsen war.

IOn-Ko{g Nitxo


– wie könnte die Erwartung des Erkrankten dann noch aussehen?

":/ ":/

c`lairxet


Das hört sich leider alles andere als gut an, auch wenn niemand hier eine Prognose abgeben kann.

Dass man selbst im Krankenhaus sowas noch nie gesehen hat ist ein schlechtes Zeichen. Normalerweise kommen die Patienten eben schon sehr viel früher und es kommt gar nicht dazu, dass der Krebs so sichtbar weiterwuchern kann.

Bleibt wirklich zu hoffen, dass es noch nicht zu spät ist.

eTphialtles v. Qtrachixs


Schönen Dank erst einmal für die Antworten!

Ich habe heute mit meinem Bekannten sprechen können und von ihm erfahren, dass er ein sogenanntes "Plattenepithelkarzinom" hat.

Naja, er geht wohl doch in den nächsten Tagen ins Krankenhaus und hatte mit der Hand angedeutet, dass das Karzinom knapp Handtellergröße hat..................... %-|

IUn>-Ko<g Nikto


alles gute für deinen bekannten.

das melanom meines vaters war circa walnußgroß, als es angefangen hat zu bluten.

ich habe ihm post mortum jahrelang vorgeworfen, dass er nicht zum arzt ist, bis ich erfahren habe, dass diese art krebs oft erst streut, bevor man eine hautveränderung sieht.

deshalb noch mal alles gute für deinen bekannten!!

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