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Hautkranke im Schwimmbad, was denken Hautgesunde darüber?

DQumaEl


marika stern

engen Körperkontakt "forciere"

von Aessa

ist nicht genau das in einem schwimmbecken der fall?

Finde ich nicht. Ich halte es eh für recht normal, Schwimmbad, Straße, Supermarkt, wo auch immer, Abstand zu mir Fremden Menschen zu halten – die Zone um sich rum hat ja jeder Mensch. Menschen die sich anderen nähern, die Grenze unterschreiten, machen das ja in der Regel freiwillig. (Konzert z.B.)

warum ist dann das recht des menschen mit schuppenflechte größer als das recht des menschen mit ekel?

Beide entscheiden doch selber, wie sie handeln wollen. Der eine geht nicht mehr Schwimmen, wegen seiner Hautkrankheiten und ein anderer wegen seinem Ekel. Das Problem oder nicht Problem löst doch jeder für sich. Ich finde nicht, dass diejenigen mit der Hautkrankheit dafür zuständig sind das Problem der Leute mit dem Ekel zu lösen.

Wenn irgendjemand sich dazu entschließt dem Schwimmbad fernzubleiben, ist das eine selbst gewählte Einschränkung (wenn es so empfunden wird, man also eigentlich will)– ausschließen nimmt diese Möglichkeit. (Davon sprichst du nicht, ich weiß. Wollte es aber erwähnen.)

S`a%raa`182


Ich würde da gar nichts besonderes denken.

Und ich glaube nicht, dass viele Menschen so "labil" sind, dass sie sich von dem Anblick von Hautkrankheiten alles vermiesen lassen :-o

Deswegen finde ich es gut, richtig und normal, dass sich Menschen mit einer Hautkrankheit nicht schämen und trotzdem hingehen .

Wäre ja noch schlimmer wenn diese Menschen sich dann noch einschränken müssten und auf normale Aktivitäten verzichten müssten :-/

Sfilber-mondxauge


Hallo,

bei uns in der Gegend, gibt es Schwimmbäder, da steht in der Badeordnung, dass man mit ansteckenden* oder ekelerregenden** Hautkrankheiten das Schwimmbad nicht betreten darf.

zu *= das verstehe ich voll und ganz

zu **= wer entscheidet das ? der Schwimmeister ? aus eigenem Antrieb oder wenn sich jemand beschwert ?

Ich gebs zu, bei manchen Hautkrankheiten (nicht Narben oder so) würde ich mich ekeln, aber ich würde weder glotzen noch "iiih" schreien noch rummosern sondern halt mal drauf vertrauen dass * nicht der Fall ist.

m-ari(ka jstxern


und ich möchte gar keine allgemeingültigen grenzen ziehen, ich finde nur, dass man auch als betroffener da durchaus drüber nachdenken kann. und selbst das will ich niemandem vorschreiben. es ist doch wie immer im leben "die eigene freiheit endet..."-pipapo. wenn man bei dem gedanken zu dem schluß kommt, dass die eigene freiheit zu schwimmen höher einzuschätzen ist als die freiheit des anderen ist das ja völlig in ordnung. es ist aber genauso in ordnung, wenn man zu einem anderen schluß kommt und ich finde einfach, so pc-mäßig durchzupreschen immer fatal. es gibt einfach durchaus situationen, wo man auch für etwas, für das man nichts kann, mal zurück stecken muß.

m]ar6ika ns8texrn


@ coldlife

ich finde, zwischen fehlender ästhetik und echtem ekel liegen noch welten ;-)

C,ol.dlife


Eine Person die unverschuldet an einer Krankheit leidet soll zurückstecken weil zurückgebliebene (sorry) intolerante Leute, aufgrund ihres Bildzeitungsniveau wissens nicht in der Lage sind mit Mitmenschen jeglicher vielfalt zu interagieren?

:)=

AFee9svsa


Eine Person die unverschuldet an einer Krankheit leidet soll zurückstecken weil zurückgebliebene (sorry) intolerante Leute, aufgrund ihres Bildzeitungsniveau wissens nicht in der Lage sind mit Mitmenschen jeglicher vielfalt zu interagieren?

Scheint so.

Wobei so jemand nicht zurückgeblieben ist sondern einfach nur ein Idiot. Das ist nicht dasselbe :-) Jemand der wirklich geistig zurückgeblieben ist, hat oft so viel Kontakt mit anderen Menschen jeglicher Art, so dass er oft toleranter ist als andere.

FilusenLtiexr


Wow, mit so vielen Beiträgen habe ich nicht gerechnet.

Danke für jeden einzelnen.

Fuer die positiven, wie auch für die negativen.

bei uns in der Gegend, gibt es Schwimmbäder, da steht in der Badeordnung, dass man mit ansteckenden* oder ekelerregenden** Hautkrankheiten das Schwimmbad nicht betreten darf.

dazu möchte ich folgendes anmerken:

Badeordnungen öffentlicher Bäder, hatten einen Passus in der Ordnung stehen, der sinngemäß sagte, dass Personen mit Hautkrankheiten, bei denen Schuppen ins Wasser gelangen können, vom Bäderbetrieb ausgeschlossen werden.

Der Deutsche Psoriasisbund e.V hat sich dafür eingesetzt, dass dieser Passus geändert werden müsste, und an Schuppenflechte erkrankte seit 2005 wieder das Schwimmbad besuchen dürfen.

Noch immer hat nicht jedes Schwimmbad dies korrigiert.

Wisst ihr, ich will niemanden "mit meiner Anwesenheit ärgern". Aber ich glaube, Hautgesunde haben gar keine Ahnung, wie man sich selber einschraenkt, oder, wie früher im Schwimmbad, ausgeschlossen wird. Und zwar in so ziemlich jedem Lebensbereich.

Ich will keinem seinen Ekel absprechen, aber wenn der sich ekelnde vielleicht nochmal genau nachdenkt kommt er vielleicht doch zu dem Schluss, dass eine oberflaechlich unansehnliche krankheit vielleicht nicht gerade hübsch ist, aber auch nicht ekelhaft.

Ich werde schwimmengehen. Mit Mann und Kind. Weil es der Sport Nummer 1 für mich ist. Aber vorab mal einfach so in eine doch eher "neutrale" Ründe fragen, ist für mich einfach interessant.

Lg :)^

A!eesrsa


Ich werde schwimmengehen. Mit Mann und Kind. Weil es der Sport Nummer 1 für mich ist. Aber vorab mal einfach so in eine doch eher "neutrale" Ründe fragen, ist für mich einfach interessant.

:)^ :)= :-D

FClusTentiexr


Danke , trotzdem sollte es Runde und nicht Ründe heißen ;-D

Bjam|BaIm6x6


@ Flusentier

Viel Spaß euch beim Schwimmengehen! :)^ :)z

m[ari>pxosa


Eine Person die unverschuldet an einer Krankheit leidet soll zurückstecken weil zurückgebliebene (sorry) intolerante Leute, aufgrund ihres Bildzeitungsniveau wissens nicht in der Lage sind mit Mitmenschen jeglicher vielfalt zu interagieren?

Scheint so.

Wobei so jemand nicht zurückgeblieben ist sondern einfach nur ein Idiot.

Ihr teilt aber kräftig aus – und redet von Toleranz?

Ich oute mich als jemand, der nicht mehr in öffentliche Bäder geht, weil es mir einfach zu unästhetisch ist.

Aber nicht wegen der Anwesenheit von Personen, die an einer Hautkrankheit, Ekzemen, Neurodermitis etc. leiden, das hat mich nie gestört. Jeder aufgeklärte Mensch sollte wissen, dass keine Ansteckung erfolgt.

Ich habe den Ausstieg gemacht wg. der langen Haare, die aussahen und rochen, als wären sie durch die Friteuse gezogen worden und wegen der Eiterpickel auf manchen Rücken, die plötzlich vor mir auftauchten. Auf eine Interaktion verzichte ich da gerne und schwimme nur noch im Meer (oder mal im Fitness-Studio oder im Hotel-Pool).

F8unkelUstleixn


es gibt einfach durchaus situationen, wo man auch für etwas, für das man nichts kann, mal zurück stecken muß.

Ja, die gibt es bestimmt.

Was ich in dem Zusammenhang einfach fragwürdig und irgendwie doof finde, ist diese Vermeidungshaltung à la "Ich bleibe weg, weil sich vielleicht jemand vor mir ekeln/an mir stören könnte." In meinen Augen ist das falsch verstandene Rücksichtnahme.

Besser fände ich, wenn jeder erstmal macht, wie er lustig ist und nach seinen Bedürfnissen und Wünschen lebt, d.h. schwimmen geht, wenn er schwimmen will (- egal ob mit oder ohne Hautausschlag, ein- oder zweibeinig, dickbauchig oder flachbauchig, etc.) und in der konkreten Situation auf die Menschen in seinem Umfeld achtet. Wer mit offenen Augen und Herzen durch die Welt geht, erkennt und spürt, wie man auf andere wirkt. Vielleicht bemerkt niemand die Schuppenflechte an den Knien, die Narbe am Rücken oder die sperrigen Hüftknochen. Vielleicht doch. Vielleicht denkt derjenige "Och, armes Kerlchen". Vielleicht empfindet er Ekel. Alles möglich, alles legitim. In der Situation kann man dann spontan entscheiden, wie man damit umgeht. Man kann sagen: "I don't care." und trotzdem sein Ding durchziehen oder man kann sehen, wie sich eine gute Lösung finden lässt. Um bei dem konkreten Hautkrankheit-Fall zu bleiben: zum Beispiel kurzzeitig ein dünnes Hemdchen drüber ziehen, wenn man merkt, dass der Liegewiesennachbar sehr befangen ist.

Wie sehr oder wie wenig man auf andere Rücksicht nimmt, muss ohnehin jeder für sich selbst entscheiden. Bereits im Voraus etwas gar nicht erst zu tun, weil es Störpotential haben könnte, finde ich sehr lebenseinschränkend und, ja, einfach blöde.

C5oldliVfe


@ mariposa

Verzeihung aber meiner Meinung brauchen wir nicht dadrüber diskutieren ob es intolerant ist, gegen diejenigen zu wettern, die eine diskriminierung gegen Leute mit Krankenheiten unterstützen.

A)priktosennkerlnöl


Ich achte, wenn ich schwimmen gehe, nicht auf andere. Bin ich dort zum Gaffen oder zum Sporttreiben? :-/

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