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Erfahrungsbericht: Entfernung eines Atheroms/ Abszesses

L1aol%awell4e0x1 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen!

Vor 9 Tagen habe ich mir einen Abszess in der Schulter entfernen lassen. Im Zuge meiner vorherigen Informationsbeschaffung habe ich gemerkt, wie wenig Erfahrungsberichte es eigentlich über einen guten Wundheilungsprozess gibt, besonders die Geschichten über Abszesse an anderen Stellen außer am Kopf oder am Steiß scheinen rar zu sein.

Vielleicht kann mein Bericht dem ein oder anderen ja die Angst nehmen 

Mein Atherom hatte ich bereits seit ca. 3-4 Jahren. Damals hatte es sich auch mal leicht entzündet, was sich aber mit Betaisodona relativ gut behandeln ließ, sodass ich über die Jahre hinweg keinerlei Beschwerden mit meinem "Knubbel" hatte.

Bild Atherom: [[http://www.directupload.net/file/d/3533/qcuff6ne_jpg.htm]]

Anfang dieses Jahres merkte ich dann immer mal wieder ein unangenehmes Gefühl, sobald ich mich irgendwo anlehnte und der Abszess somit Druck ausgesetzt war. Nachdem es dann immer schlimmer wurde, führte mein erster Weg zum Hautarzt.

Diagnose: Entzündeter Abszess! Dieser muss natürlich operativ entfernt werden. Für solch eine OP muss allerdings erstmal die Entzündung weichen. Dafür bekam ich das Antibiotikum Clindasol verschrieben, was ich 6 Tage lang 2x täglich nehmen sollte.

Leider führte dieses Medikament aber zu keinerlei Besserung, sodass ich eine Woche später wieder bei meiner Hautärztin saß. Diese stellte mich vor die Wahl: Entweder noch ein zweites Antibiotikum versuchen und die (bereits stärkeren) Schmerzen bei Bewegung aushalten, oder entfernen. Sie wollte den Abszess schon selbst kurz vereisen und dann mit dem Skalpell aufschneiden, was ich gerade noch verhindern konnte.

Also bin ich im Anschluss direkt zum Chirurgen gefahren. Kurze Begutachtung meines Knubbels und direkt einen OP-Termin für 2 Tage später bekommen.

Nur zur Info: Man kann das auch unter örtlicher Betäubung aufschneiden lassen, allerdings lässt sich diese Stelle laut Arzt wohl sehr schlecht betäuben und da ich sowieso so eine Spritzenphobikerin bin, war für mich die Vollnarkose die einzig denkbare Lösung.

Am Morgen der OP kam noch ein kurzer Schock für Zwischendurch: Ich hatte eine allergische Spätreaktion auf das Antibiotikum. Meine Beine waren mit roten Punkten übersäht (sah aus wie Windpocken). Zum Glück hatte das keinen Einfluss auf die OP.

Nach Legen des Venenzugangs wurde ich also in den OP geführt und schlief friedlich ein. Die OP dauerte in etwa 15-20 Minuten. Auf ca. 2 cm Länge wurde ein schmaler Hautstreifen entfernt, dieser wurde mit lediglich zwei Stichen sauber zugenäht, sodass die restliche Wund- und Entzündungsflüssigkeit ablaufen kann.

Ich wurde auch relativ schnell wieder wach und musste nicht lange im Krankenhaus verweilen. Zuerst hatte ich starke Schmerzen in der Schulter, wofür ich dann aber noch Tropfen bekam. Auch hatte ich während der OP noch Cortison für die allergische Reaktion gespritzt bekommen, das linderte den Juckreiz für knapp 4 Tage.

Der Tag war natürlich total hinüber, ich war totmüde, und mir war sehr heiß, den ganzen Tag! :-D

Am nächsten Tag sollte ich zum Hausarzt um das Pflaster wechseln zu lassen. Im OP hatten sie mir eine dicke Kompresse drauf geklebt, die auch komplett durchgeblutet war. Auch das zweite Pflaster wurde noch komplett voll geblutet, danach kam allerdings nur noch wenig Restflüssigkeit.

Bild Wundheilung Tag 4: [[http://www.directupload.net/file/d/3533/ep64phai_jpg.htm]]

Schon am vierten Tag nach der OP bin ich ohne Pflaster ganz normal duschen gegangen, das war gar kein Problem.

Heute, am 9. Tag nach der OP wurden mir die Fäden gezogen, da sie sich leider nicht von alleine aufgelöst haben. Zwar hat es ein bisschen gezogen und gezwickt, wer allerdings so eine OP übersteht, der übersteht auch Fädenziehen (auch, wenn man totale Angst hat ;-)). Ich soll die Wunde noch ein paar Tage mit einem Pflaster schützen, damit die Narbe auch wirklich schön schmal zusammenwächst und sich nicht in die Breite verdickt.

Bild Wundheilung Tag 9 (vor dem Fädenziehen): [[http://www.directupload.net/file/d/3533/eciybymj_jpg.htm]]

Nun hoffe ich, dass die Wunde weiterhin so super verheilt und ich dann an der Stelle auch keinen weiteren Abszess mehr bekomme (Obwohl der Arzt meinte, er könne auch wiederkommen). Sollte das so sein, lasse ich mir den einfach wieder entfernen. Ich bin einfach so positiv überrascht, wie problemlos etwas funktionieren kann!

Ich hoffe, dass sich andere Betroffene diesen Beitrag genauso komplett durchlesen, wie irgendwelche Horrorgeschichten, wo die Wunden nicht heilen wollen oder sich alles noch entzündet oder, oder, oder.

Für alle anderen alles Gute!

Laolawelle01

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