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Ernährung Diabetes mellitus Typ 2

pXraxa


Diese HET hat mir sehr gut geholfen.

Warum versuchst du es dann nicht noch mal mit dieser Therapie?

Heute habe ich einiges gelesen über die Logi-Diät. Kennst du diese Essensweise?

Das Problem bei dieser Ernährung ist, dass du Gewicht verlieren kannst/wirst und das macht bei dir keinen Sinn. Ernähre dich erst einmal so weiter wie im Moment (auch deine kleinen Sünden seien dir vergönnt ;-D ) und achte darauf, dass du nicht noch mehr Gewicht verlierst und warte den nächsten Labortermin ab.

Manchmal frage ich mich, was habe ich bis jetzt falsch gemacht, dass ich Diabetes habe.

Nichts!

Es ist nun mal so, so wie es ist.

Der Körper wird halt nun mal älter und anfälliger für Krankheiten. Der eine bekommt Diabetes, der andere Herzkrankheiten und der nächste bekommt gar nichts. Letztendlich alles eine Frage der Gene und für diese kannst du nun wirklich nichts.

Zumal bei dir ja noch nicht mal sicher ist, ob nicht deine Wechseljahre oder sogar die Blutdrucktabletten daran schuld sind.

e1lfiw


Guten Morgen Praxa

Was die HET betrifft, hat mir der Hausarzt gesagt, dass aufgrund meines metabolischen Syndroms (Zucker, Blutdruck, Cholesterin) eine HET nicht mehr vertretbar sei. Zudem halte er nichts davon, dass durch eine HET die Blutwerte besser sein sollten.

Seit gestern bin ich ziemlich stark erkältet und kann somit mein tägliches Sportprogramm nicht durchziehen. Somit habe ich schon wieder ein schlechtes Gewissen meiner Diabetes gegenüber.

Samstag und Sonntag sind wir an einem Ausflug unterwegs und da wird immer wieder gegessen. :(v Ich habe im Programm nachgeschaut, da wird schon im Zug gefrühstückt, dann gibt es Mittagessen im Tessin, dann wieder Nachtessen in einem Grotto und der Sonntag sieht dann ziemlich ähnlich aus. Ich habe jetzt schon wieder Stress, wie ich dieses Wochenende zuckermässig (kohlenhydratmässig) am schonensten durchstehen werde.

Mit dieser Diagnose muss ich aufpassen, dass ich mir nicht langsam eine Essstörung einhandle. Das Essen war bis jetzt bei mir eigentlich nie ein Thema. Ich ass oder ich ass nicht. Und jetzt, seit ich diese Krankheit habe, wurde es ziemlich ein Lebensmittelpunkt und da muss ich etwas ändern.

Ich wünsche dir einen schönen Tag.

Elfi

pfraxxa


eine HET nicht mehr vertretbar sei.

Gut, die Meinung des Arztes kann man vertreten, da bei einer HET unter anderem, dass Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt. In Verbindung mit Diabetes, Bluthochdruck und einer Fettstoffwechselstörung, will dies sicher gut überlegt sein.

Seit gestern bin ich ziemlich stark erkältet und kann somit mein tägliches Sportprogramm nicht durchziehen.

Das sollst du auch nicht, wenn du erkältet bist.

Es bringt nichts, dass Sportprogramm wegen einem schlechtem Gewissen durchzuziehen und du dir deshalb eventuell noch andere Krankheiten einfängst. Kuriere dich richtig aus und fange dann langsam, wieder mit dem Training an.

Samstag und Sonntag sind wir an einem Ausflug unterwegs

Ich weiss jetzt zwar nicht, was dies für ein Ausflug ist, aber ich denke doch, dass man da nicht den ganzen Tag im Zug oder in einem Lokal sitzt. Da du Grotto sagst, wirst du wohl in die Schweiz fahren, bzw. in der Schweiz bleiben und da werdet ihr doch bestimmt auch laufen oder etwas wandern. Durch die Bewegung ist es dann gar nicht so schlimm, wenn du etwas über die Stränge schlägst. Wenn die Werte dann auch etwas höher sein sollten, so ist das auch nicht schlimm. Diabetes ist nicht gefährlich, wenn die Werte mal etwas höher sind, sondern wenn sie ständig zu hoch sind.

Mach dich also nicht verrückt und genieße das Wochenende.

Zumal die frische Luft auch gut für deine Erkältung ist, aber immer schön warm anziehen. ;-)

Mit dieser Diagnose muss ich aufpassen, dass ich mir nicht langsam eine Essstörung einhandle.

Im Endeffekt ändert sich doch nichts grossartig.

Wenn du keinen Hunger hast, dann isst du halt nichts, du musst ja nicht zwingend 5-6 Mahlzeiten am Tag essen.

....und wenn du was isst, musst du halt nur etwas aufpassen, dass du nicht zu viele KH zu dir nimmst. Das ist relativ einfach, weil KH haben in der Regel immer die Beilagen, wie Reis, Nudeln, Klöße oder Kartoffeln. Gemüse, Salat, Fleisch oder Fisch kannst du mit ruhigen Gewissen essen, so viel wie du willst.

Wenn du zum Beispiel, in der Vergangenheit zum Beispiel zwei Klöße gegessen hast, isst du nun noch 1 1/2 Klöße und dafür etwas mehr Gemüse oder Fleisch.

Bei Brot oder Brötchen ist es auch einfach, je dunkler das Brot/Brötchen, desto besser. Grob gesagt, Weizentoast = "Böse" und Vollkornbrot = "Gut".

Das gleiche gilt übrigens auch für Reis oder Nudeln. Wenn du ungeschälten Reis oder Vollkornnudeln nimmst, dann kannst da davon auch etwas mehr essen.

Du musst auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn du zb. mal eine Schwarzwälder Kirschtorte isst, solange dies nicht täglich ist. Denn wie schon gesagt, es ist nicht schlimm, wenn der Zuckerspiegel mal zu hoch, dass kann der Körper schon verkraften. Solange dein HbA1c Wert sich zwischen 6-7% bewegt, machst du alles richtig. Niedriger Werte solltest du auch gar nicht anstreben, da Studien inzwischen belegt haben, dass ein zu niedriger HbA1c auch nicht gut ist.

eflfiBw


Guten Abend Praxa

Endlich finde ich wieder mal Zeit zum Schreiben. Den Wochenendausflug habe ich mit einigen Ausnahmen esstechnisch gut überstanden. Am Samstag waren die Sünden 1 Gipfeli, etwa 5 Pommes und 1 Stück Kuchen, ansonsten habe ich mich gesund ernährt. Am Sonntag konnte ich mein Essverhalten besser unter Kontrolle halten.

Nun versuche ich mich wieder neben dem Arbeiten, Haushalten, Familienbetreuen und Sporttreiben über Wasser zu halten. Was mich einfach beschäftigt ist, dass ich meinem Körper nicht mehr trauen kann. Ich kenne andere Leute, die trinken, rauchen, essen dauernd zu viel, bewegen sich kaum und haben super Blutwerte. Und das verunsichert mich stark und ich schaue auf alle Befindlichkeiten, die nicht ganz normal sind und interpretiere schon eine tödliche Krankheit daraus. Diese Diabetes-Diagnose hat mich einfach umgehauen und ich bin immer noch schockiert.

Ich habe mir nun ein Buch "Stopp Diabetes! Raus aus der Insulinfalle mit der LOGI-Methode" gekauft und lese darin sooft ich kann. Ich hoffe darin auch noch einige Anregungen zu finden.

Schönen Abend

Elfi

pYraxxa


Hallo elfiw,

Ich kenne andere Leute, die trinken, rauchen, essen dauernd zu viel, bewegen sich kaum und haben super Blutwerte.

Glaubst du aber ernsthaft, dass dies auf Dauer Gesund ist?

Ich kenne auch genügend Menschen, die jeden Tag leben/lebten, als wäre es der letzte und die meinen sie wären unverwundbar, aber dies geht nur eine begrenzte Zeit gut. Irgendwann fordert so ein Lebenswandel seinen Tribut.

Dies geht dann oft sehr schnell, in Form eines Herzinfarktes, Hirnschlag, Krebs, Leberzirrhose, etc.

Sehr oft sind sie auch schon jahrelang krank, ohne es zu wissen, weil sie auch meist nicht regelmäßig zum Arzt gehen und gute Blutwerte bei einem Labortermin heisst auch nicht zwangsläufig, dass man kerngesund ist.

.......und ich schaue auf alle Befindlichkeiten, die nicht ganz normal sind und interpretiere schon eine tödliche Krankheit daraus.

Das ist ja auch OK, dass man etwas auf seinen Körper "hört", du musst halt aufpassen, dass dies nicht in´s krankhafte ausufert und eine Hypochondrie daraus wird.

Diese Diabetes-Diagnose hat mich einfach umgehauen und ich bin immer noch schockiert.

Es ist nun mal so wie es ist und du wirst dich damit abfinden müssen.

Ich finde, es gibt Diagnosen, welche wesentlich schockierender sind, als ein Diabetes. Diabetes hat heutzutage, doch weitgehendst seinen Schrecken verloren. Man hat doch wirklich alles selber in der Hand und wenn wirklich alle Stricke reißen, dann spritzt man halt Insulin und führt immer noch ein normales Leben. Zum Beispiel, bei der Diagnose Krebs, hat man überhaupt nichts selber in der Hand und da gibt es auch kein Medikament, was einem 100% Heilung verspricht oder ein normales Leben ermöglicht.

Ich sage es noch mal, elfiw!

Es würde mich wirklich nicht wundert, wenn dein Diabetes eine Kombination, aus deinen Wechseljahren und den Blutdrucktabletten ist. Sprich deinen Arzt beim nächsten Besuch auf jeden Fall mal darauf an, dass du ein Medikament ohne Diuretika bekommst. Lasse dir aber keine Betablocker "aufschwätzen", denn diese können auch einen Diabetes fördern, sondern bestehe weiterhin auf ein Sartan.

Bleibe auf jeden Fall hartnäckig und sage das du es wenigstens drei Monate ausprobieren möchtest. Wenn sich nichts ändern sollte, so hast du es wenigstens ausprobiert. Es wäre wirklich ärgerlich, wenn die Tabletten, zum Teil daran schuld sind und du sie weiterhin schluckst.

Ich hoffe darin auch noch einige Anregungen zu finden.

Anregungen sind in Ordnung, aber das "volle Programm" würde ich dir nicht empfehlen.

Wie auch schon erwähnt, du bist nicht der typische Fall, wo so eine Ernährung, bezüglich eines Diabetes wirklich Sinn macht, da bei dieser Ernährung oft auch Gewicht verloren geht.

e:lfxiw


Guten Tag Praxa

Danke wiederum für deine ausführliche Erklärungen.

Ich habe erst am 10. Dezember einen Nachkontrolltermin bei meinem Hausarzt. Also muss ich wohl oder übel bis dann dieses Co-Diovan 80 einnehmen.

Eigentlich vertrage ich das Präparat gut, habe keine nennenswerten Nebenwirkungen, ausser dass ich manchmal vermehrt und in grösseren Mengen Harn lassen muss, obwohl ich nicht sehr viel trinke, habe auch keinen Durst. Ich denke, dies kommt vom Diuretika und zudem ist es mir beim Aufstehen oft schwindlig, ich habe jetzt einen Blutdruck, heute Morgen gemessen, von 90 auf 58. Heute Morgen bin ich auch auf die Waage gestanden und habe wiederum abgenommen. Jetzt bin ich 53 kg. Ich habe auch das Gefühl, dass ich nur noch wie auf Sparflamme lebe und nicht mehr voll und deftig. Ich muss mir eine andere Strategie hinlegen. Ich habe einfach Angst, richtig zuzulagen beim Essen und somit mache ich alles sehr kontrolliert. Dies entspricht auch meinem Wesen. Ich versuchte schon immer alles richtig oder sonst gar nicht zu machen. Aber eben, da büsse ich sehr viel an Lebensqualität ein. Bei einem Blutdrucktabletten-Wechsel habe ich einfach wieder Angst, dass ich dann andere Nebenwirkungen habe, die man oft auch hört. Uff, es ist einfach alles ein bisschen anstrengend, zumal ich meinem Körper nicht mehr so trauen kann.

Heute Abend gehen wir auswärts Essen mit Freunden und da werde ich wieder einmal richtig zulangen, das gönne ich mir, ohne Wenn und Aber. :-)

Elfi

fJoreLignarc_centxF0


ich habe auch typ 2, mit sehr hoher insulinresistienz, allerdings starkes untergewicht (44 kg, auf 1,60m).

der arzt meinte ich muss metformin nehmen, habe ich bis jetzt aber nicht, da ich angst habe davon noch weiter abzunehmen.

meine ernährung sieht ähnlich aus wie deine: viel fett und eiweiß, wenig kohlenhydrate.

eBlfixw


Hallo ForeignaccentFO

Ich nehme am Morgen jeweils 1 Tablette à 500 mg Metformin und am Abend eine halbe Tablette à 250 mg Metformin. Mehr möchte ich auch nicht nehmen, da die Nebenwirkungen bei höherer Dosis nicht ohne sind.

Hast du Erfolg mit der kohlenhydratarmen Ernährung. Sind deine Blutwerte besser?

Gruss Elfi

fporeign|accexntF0


hallo elfiw,

also ich soll laut arzt einmal morgens eine nehmen, ich glaube 500 mg, weiß aber nicht genau.

also die blutzuckerwerte, die ich messe sind ok, wenn ich mit kohlenhydraten aufpasse.

ich esse z.b.:

morgens: 2 eier, nüsse (viel fett), frisches gemüse, und obst (immer in verbindung mit zimt, das senkt den zucker), und dunkle schokolade

mittags: gemüse und fleisch

abends: einen großen salat mit fleisch oder fisch.

also die einzige süßigkeit, die ich essen kann ist dunkle schokolade, mindestens 70% schokoanteil.

wenn ich so esse, dann geht es mit den werten. allerdings sind meine insulinwerte zu hoch. die kann man aber zu hause nicht messen, leider... (nur beim belastungstest waren die bei über 200 (die insulinwerte, der zucker sowieso)

ich habe durch die diät nicht an gewicht verloren, was gut ist bei mir. und ich mache sie, obwohl mir der arzt davon abriet, aber eshilft.

wie steht euer arzt zu low carb?

fEoreig,naccGentFx0


achso: ich bin übrigens erst 26, und weiblich. für mich war es auch erstmal ein schock, aber ich froh nun zu wissen, was los mit mir ist. vorher konnte mir niemand eine diagnose nennen, da mein nüchternzucker ok ist und niemand einen belastungstest vor nötig hielt. erst durch zufall musste ich ihn machen und da waren die werte bereits horrend! die odyssee hat aber damit endlich ein ende.

sieh es doch mal so herum @:)

p[rxaxa


Bei einem Blutdrucktabletten-Wechsel habe ich einfach wieder Angst, dass ich dann andere Nebenwirkungen habe,

Du wechselt ja nicht das Medikament, sondern lässt nur das Diuretika weg. Also nicht mehr CoDiovan sondern nur noch Diovan.

ellfixw


Hallo Praxa

Ja, das mit dem Diovan wäre eine Möglichkeit. Wir waren gestern Abend mit einem befreundeten Paar auswärts essen und er ist ebenfalls Arzt. Ich habe mit ihm über meine Diabetes gesprochen und über das Diuretika im Blutdruckmittel. Er hat zwar gesagt, dass das Diuretika im Mittel nicht so hoch dosiert sei, dass es einen wesentlichen Einfluss auf die Diabetes haben könnte (schade :-/ ), aber er findet auch, dass bei mir nur schon von den Blutdruckwerten (90 auf 58) das Diovan alleine mehr als genug sei. Ich werde dies mit meinem Hausarzt besprechen.

Gestern Abend fühlte ich mich so gut und stark und heute Morgen bin ich wieder so zittrig und schwach. Ich ging trotzdem ins Fitnesscenter, machte Kraft und Ausdauer und jetzt geht es mir wieder besser. Dann kommt immer wieder die Frage auf, sind dies Wechseljahrsymptome, sind dies Diabetes-Symptome, sind dies Symptome aufgrund meiner Gewichtsabnahme und warum fühle ich mich überhaupt so beschissen, wenn ich so gesund lebe? Früher als ich geraucht habe und mich einen Deut über meine Gesundheit gekümmert habe, einfach fröhlich dahin gelebt habe, ging es mir tausend Mal besser. Jetzt ist alles ein bisschen schwermütiger und sehr belastend.

Elfi

w&ome;iyoujxiehunle


huhu,

bei diabetes typ 2 bekommt man meist erst durch die medikamente unterzucker. ohne würde man nicht in diesen hinein geraten.

wenn du ganz streng auf die ernährung achtest, wie sind denn da deine werte? sind sie dann in ordnung? wenn ja, sind einige medikamente vielleicht gar nicht notwendig, vor allem, wenn du durch sie in den unterzucker gerätst und sehr niedrigen blutdruck bekommst.

eblfixw


Hallo Womeiyoujiehunle

Es ist so, dass ich meine Blutzuckerwerte, ausser die, wenn ich beim Arzt bin, also Langzeitwert und Nüchternzucker, nicht kenne. Ich messe meinen Blutzucker nicht selber, nur den Bluckdruck. Wie merkt man, dass man in den Unterzucker kommt?

Elfi

Aisixga


@ elfi w

Es gibt "echten" Unterzucker mit Werten unter 60 (50?) mg/dl, bekommt man bei zuviel Insulin oder bei Sulfonylharnstoffen

Mit Metformin bekommt man offiziell keine "echten" Unterzuckerungen aber man kann "gefühlte" unterzuckerungen bekommen. Äußert sich durch Schwächegefühl und Schwindel.

Könnte aber auch von zu niedrigem Blutdruck kommen.

So isses: bei Typ 2 muß man "offiziell" nicht messen, nicht mal dann wenn man Sulfonylharnstoffe nimmt ! :(v

LG Asiga / Typ 2 / derzeit Metformin nehmend

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