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Angeblich habe ich Schwangerschaftsdiabetes

zmee0x9 hat die Diskussion gestartet


Hallo :)

Vielleicht ist hier jemand, der mir bessere Auskünfte geben kann als meine Ärzte und die Weiten des www ;-)

Ich bin 38 (also "Risikoschwanger"), derzeit in SSW 33.

Vor 3 Wochen wurde bei mir das in diesem Land lebe in Asien übliche 3rd Trimester Screening gemacht, bestehend aus Ultraschall, Urinanalyse, Blutanalyse (nur wenige Werte), TSH, ft3, ft4 und einem Glucose Challenge Test (50g).

Vor der Schwangerschaft habe ich ca. 55kg auf 161cm gewogen, derzeit sind es ca. 66kg.

Der Glukose-Challenge-Test lag etwas über dem oberen Referenzwert:

146 mg/dl, Referenz 80-140, Testmethode Hexokinase.

Nüchternblutzucker wurde nicht angegeben.

Zur Durchführung des Tests:

Nach der Blutabnahme und Urinprobe im nüchternen Zustand wurde ich zum Frühstück geschickt. Es gab einheimische Küche, die ich sonst nicht so esse, jedenfalls nicht zum Frühstück. Es bestand aus 80% poliertem Reis mit etwas dünnem Linsengericht und Kokosnuß-Soße. Ich hatte Hunger und aß, bis ich mich satt fühlte. Dazu trank ich einen überzuckerten Kaffee, wie er hier immer zubereitet wird und den ich normalerweise so nicht trinke.

Kurze Zeit später war mir allerdings schon etwas übel, da wiegesagt solches Essen zum Frühstück nicht gewohnt.

15 Minuten nach dem Frühstück trank ich dann 250ml Glukoselösung mit 50g Glukose und saß eine Stunde ruhig wie vorgeschrieben. Mir war speiübel und ich überlegte mehrmals, dem Drang nachzugeben und meinen Magen zu entleeren. Da dies jedoch das Testergebnis verfälscht hätte, riß ich mich zusammen.

Nach gut einer Stunde wurde dann erneut Blut abgenommen.

Eine halbe Stunde nach der Blutabnahme war dann auch die Übelkeit weg – anscheinend hatte mein Magen es geschafft und den Frühstückscoctail verdaut.

Als meine Ärztin das Ergebnis sah, ordnete sie einen weiteren Test an, den oGTT mit 100g Glukose. Eine übliche Vorgehensweise, wie ich später im Internet recherchieren konnte. Ich fragte sie, ob das mit dem Frühstück bei dem Test so OK war, und sie sagte ja.

Die Ergebnisse des oGTT sehen nun folgendermaßen aus:

Fasting Blood Sugar 84 mg/dl, Referenzwert 70-100 mg/dl, Testmethode Hexokinase

nach 1 Stunde 143 mg/dl, kein Referenzraum angegeben

nach 2 Stunden 131 mg/dl, kein Referenzraum angegeben

nach 3 Stunden 114 mg/dl, kein Referenzraum angegeben

Diesmal war mir nicht schlecht, da dieser Test ohne Frühstück und nur mit Gabe der Glukoselösung durchgeführt wird.

Meine Ärztin meinte daraufhin, ich sollte zum Diabetologen gehen und Diät halten. Nach einiger Zeit würde sie den oGTT wiederholen wollen und dann ggf. eine Insulintherapie einleiten, sollten die Werte nicht besser werden.

Ich habe daraufhin im www recherchiert, weil keine Referenzwerte angegeben waren, und habe entdeckt, daß meine oGTT-Werte anscheinend alle im Normbereich liegen.

Da mir die weiteren Testwerte nicht wirklich erklärt wurden, habe ich auch über diese nachgeforscht.

Z.B. habe ich gelesen, daß ein falsch erhöhter HbA1c vorliegen kann, wenn man unter Anämie leidet.

Dazu die Werte aus meiner Blutanalyse:

HbA1c 6,2%

HB Hämoglobin 11,2g/dl Referenzraum Frauen: 11,5-16

PCV Hämatokrit 32,4% Referenzraum 40-54

HB war im Ersttrimester-Screening 11,0g/dl, PCV 33,1%

Ich nehme seit 4 Monaten täglich Eisenascorbat-Tabletten nach Vorschrift ein (vorher unregelmäßig – ich war 2 Monate in Deutschland und habe die Einnahme dort ständig vergessen) die aber nichts an den schlechten Werten zu ändern scheinen.

Der Diabetologe ordenete eine strikte Diät an, des weiteren solle ich ein Blutzuckermeßgerät kaufen und an 3 Tagen Nüchternblutzucker vor und Zucker 2 Stunden nach einer jeweiligen Mahlzeit messen.

Die Diät sollte folgendemaßen aussehen: Fettreduzierte Milch sei gut, nichts fritiertes, kaum Öl oder Fett, keinen Industriezucker, keine süßen Früchte, keine Trockenfrüchte, keine Kartoffeln, Möhren etc. (nichts was unter der Erde wächst), Brot mit "Vollkornmehl" (was sich hier so Vollkornmehl nennt) sei erlaubt, polierter Reis sei erlaubt, des weiteren Linsen und Vollkorngetreide (Weizen, Hirse, Mais) und Gemüse.

So. Und jetzt sitze ich hier und mich beschäftigt das immer wieder. ":/

Ist meine Skepsis an der Auslegung durch die Ärzte hier berechtigt oder nicht?

Antworten
M]amaE LisWche3n


**Hallo Zee09,**

erst einmal ganz langsam mit den jungen Pferden.

Ein Schwangerschaftsdiabetis ist eine sehr häufige Erkrankung in der SS. Auch ich hatte damals einen. Ich war knapp 35 Jahre, als ich meinen Sohn bekam.

Deine Werte deuten tatsächlich auf einen beginnenden Diabetes hin, wie auch die Übelkeit nach dem üppigen Frühstück. Der Langzeitwert ist auch leicht erhöht, so dass davon auszugehen ist, dass Du bzw. Deine Bauchspeicheldrüse innerhalb der ersten Stunde nach der Nahrungsaufnahme Schwierigkeiten hast/hat, den Blutzuckerwert ab zu bauen.

Ich hatte Glück und kam über die SS mit reiner Diät hinweg. Auch direkt nach der Schwangerschaft hatte ich keinen Diabetes mehr und mein Sohn GsD auch nicht.

Es hat auch nicht direkt etwas mit Deiner Gewichtszunahme zu tun, aber auch da musst Du jetzt ganz doll aufpassen, denn ein hoher Blutzucker bedeutet auch, dass Du ganz schnell Fett einlagerst, wie auch Dein ungeborenes Baby. Unbehandelt kommen immer riesige Babys zur Welt. Das ist aber noch das kleinste Übel, denn die Babys neigen nach der Geburt dazu in einen Zuckerschock zu fallen, wenn der Blutzucker in der SS permanent zu hoch war.

Im Moment ist Deine Bauchspeicheldrüse an ihrer Belastungsgrenze angekommen, also versuche sie zu schonen, damit auch Dein Baby geschont wird.

Rechnerisch sind es noch 7 Wochen bis zur Entbindung. Das packst Du doch oder? Übrigens: Brandaktuelle Studien haben ergeben, dass gekaufter Fruchtzucker, statt Industrie-Zucker schädlicher ist. Leider hast Du nicht geschrieben, wo im Ausland Du lebst. Vielleicht gibt es bei Dir auch aus der Zuckerpflanze "Stevia" gewonnenen Zuckerersatzstoff? Den könntest Du unbedenklich nehmen. In Deutschland gibt es den nicht, aber in der Schweiz, Österreich, den USA und vielen anderen Ländern.

Viel Glück und alles Gute

z+eex09


Hallo Mama Lischen :)

Danke für Deine Antwort!

Wahrscheinlich ist es wirklich so, daß ich ab jetzt einfach etwas aufpassen muß. Über die möglichen Auswirkungen von Schwangerschaftsdiabetes weiß ich bescheid.

Habe mich auch nochmal selber schlau gemacht, was Ernährung für Diabetiker angeht.

Das, was mir der Arzt hier geraten hat, ist anscheinend auf die hiesige Bevölkerung zugeschnitten, die auf die gute Portion polierten Reis bzw. aus Reis hergestellte Sachen zu fast jeder Mahlzeit nicht verzichten kann.

Deutsche Diabetiker erhalten da wohl etwas andere Angaben (hatte auch hier im Forum was gefunden). Da sind Kartoffeln, Möhren, etc. schon erlaubt.

Die Leute hier sehen Kartoffeln übrigens als "normales" Gemüse an, das in öliger Soße gekocht zu einer riesigen Portion Reis gegessen wird... als Europäerin wird mir da ganz anders ;-)

Stevia gibt es hier schon, aber irgendwie nicht in unserer Kleinstadt. Hatte schonmal danach geguckt, zu der Zeit allerdings nicht für mich ;-)

Macht nichts, denn ich bin eigentlich nicht so "süß" und brauche normalerweise keine zusätzliche Süße. Bis Mitte Dezember hatte ich zudem eine Abneigung gegen Süßes, also bis dahin während der Schwangerschaft auch kaum solches gegessen oder getrunken.

Ab Mitte Dezember wurde mein "Zahn" plötzlich etwas "süßer", also gab es öfter mal 2 Kugeln Eis und auch mal ein, zwei Stück einheimisches Konfekt/Gebäck als Nachtisch, abends etwas Schokolade oder Trockenfrüchte, ein paar Kekse zum Tee, jedoch alles in Maßen.

Alles in allem habe ich mich ziemlich gesund ernährt und auch keine komischen Freßattacken oder Lust auf merkwürdige Nahrungsmittel-Kombinationen, von denen viele Schwangere berichten.

Jedenfalls haben wir heute so ein Meßgerät besorgt und ich werde brav die angeordneten Tests durchführen und Diät halten. Wenn ich es nicht mehr brauche, haben wir auch schon jemanden, dem wir es schenken können.

Den ersten Wert habe ich schon: 82mg/dl "nüchtern" vorm Abendessen... ;-)

Liegt unter 90 mg/dl, also alles gut. Wenn der zweite Wert gleich unter 120 mg/dl liegt, ist fürs erste alles super.

Vielleicht weiß jemand über Gründe für meinen schlechten Hämoglobin- bzw. Hämatokritwert bescheid, die trotz hochdosierter Eisensupplementierung weiter bestehen... ich mußte mich kürzlich von meiner Ärztin schon der Lüge bezichtigen lassen, als ich sagte, daß ich die Tabletten seit 4 Monaten wieder regelmäßig nehme :(v

Viele Grüße

MQama Li~sche=n


Hallo Zee09,

auch diese Werte sind bei einem Schwangerschaftdiabetes nicht ungewöhnlich. Das hatte ich auch. Damals nannte sich das ganze Krankheitsbild noch Schwangerschaftsgestose. Mit Deinem Gewicht musst Du wirklich ganz dolle aufpassen! Du hast schon 11 kg zugenommen und die wirklich "harte" Zeit kommt jetzt erst. Du wirst jetzt erst richtig an Gewicht zulegen, da Du nun vermeht Wasser einlagern wirst und das Baby ab jetzt sehr schnell wachsen wird.

Trockenfrüchte lass bitte unbedingt vorerst weg. Da ist geballter Fruchtzucker drin. Falls Du für die Verdauung etwas brauchst, versuche Leinsamen zu bekommen.

Es klingt ziemlich asiatisch, wo Du zu sein scheinst. Wenn dem so ist, da futter bei Bedarf viel Fisch, aber gekocht oder gedünstet. Das ist hochwertiges Eiweiß. Mit ein paar Tropfen Zitrone drauf tust Du Dir und dem Baby richtig Gutes.

Nimmst Du denn auch Magnesium zusätzlich? Magnesium in Verbindung mit Eisen macht Sinn. Wieso bekommst Du keine Eisen-Spritzen? Die sind effektiver.

GNänseblgümleixn


Fettreduzierte Milch muss meines Erachtens nicht sein. Isst man zu Kohlenhydraten Fett, werden die langsamer verstoffwechselt und sind somit bei Diabetes günstiger. Also wäre eine Milchspeiseeis oder Sahneeis besser als ein Wassereis (nur so als Beispiel, weiß nicht ob es sowas bei dir überhaupt gibt)

Wichtig ist vorallem auch ausreichend Mahlzeiten am Tag, mindestens 5 damit du keine großen BZ Schwankungen hast, denn Therapieziel ist ja den BZ möglichst schwankungsfrei und im Normbereich zu haben.

Balaststoffe so viel wie möglich, aber viel bis sehr viel dazu trinken, wenn mans nicht gewohnt ist neigt man zu Verstopfung und in der Schwangerschaft sowieso. Du könntest falls es zu Verstopfung kommt Magnesium einnehmen.

Msama LTischexn


Hallo Gänseblümlein,

also in Bezug auf Fette wäre ich auch vorsichtig. Ich sollte damals mit der Begründung, dass sich Fette schwerer verstoffwechseln lassen auch darauf verzichten, sofern möglich.

Liebr Sahne- statt Wasser-Eis darum, weil im Wassereis - man möge es kaum glauben, meist wesentlich mehr Zucker drin ist, als in Sahne-Eis. Beim Sahne-Eis ist das Fett der Geschmacksträger, bei Wasser-Eis der Zucker (entweder/und Fruchtzucker oder Industriezucker). Grundsätzlich stimmt es aber auch, dass man nichts essen sollte, was den Bkutzuckerwert schlagartig ansteigen lässt, also doch wieder lieber Fett, als bspw. Zucker.

Ich kam am besten mit der Rechnung nach BE (Broteinheiten) klar, denn da konnte ich durchaus einmal "sündigen" und bin im Durchschnitt doch nicht "über´s Ziel" hinausgeschossen.

In Deutschland gilt übrigens als oberste Grenze ein Wert von 100 mmol/l und nicht 120 mmol/l. Der 120 ziger Wert galt bis ca Mitte der 70 ziger Jahre, dann hatte man sich auf 100 geeinigt.

z5ee0x9


Hallo Ihr Lieben,

danke für die vielen Antworten :)

Mein zweiter Wert lag bei 115 mg/dl. Morgen werde ich vor und nach dem Mittagessen messen, übermorgen nach dem Frühstück.

Ich habe die Referenzwerte für den oGTT u.a. bei Wikipedia gefunden, da sind verschiedene Angaben, z.B. von der ADA, der WHO, der DGG etc.

Laut diesen Angaben liegen meine 100g-oGTT-Werte innerhalb der Normalwert-Referenzräume.

Das Blut für den Glucose-Challenge-Test und 100g-oGTT wurde bei mir venös per Spritze genommen.

Das Blut für die Tests zuhause nehme ich kapillar, eine halbe Stunde vor dem Essen und dann 2 Stunden nach dem Essen. Der "Nüchternwert" soll unter 90 mg/dl liegen, der 2-Stunden-Wert unter 120 mg/dl.

Deutsche Seite:

[[https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/OGTT]]

Englischsprachige Seiten:

[[https://secure.wikimedia.org/wikipedia/en/wiki/Gestational_diabetes]]

[[https://secure.wikimedia.org/wikipedia/en/wiki/Oral_glucose_tolerance_test]]

Übrigens sind alle Werte, die ich angegeben habe, in mg/dl und nicht mmol/l ;-)

Ich esse garnichts Süßes mehr, seitdem ich die Testergebnisse vorliegen habe. Also weder Wasser- noch Sahne-Eis, das es hier durchaus gibt :p> Auch keine Trockenfrüchte, Honig etc.

Leinsamen packe ich mir jeden morgen in mein selbstgemixtes Müsli. Haferflocken sind laut Diabetologe OK. Die Trockenfrüchte habe ich auch nicht wegen Verstopfung gegessen, sondern weil hier traditionell Datteln Schwangeren empfohlen werden.

Fisch und Hühnchen esse ich ab und an, jedoch nicht täglich. Kichererbsen sollen auch gut für einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel sein, die esse ich auch öfter.

Ich hatte bisher im Schnitt 4 Mahlzeiten am Tag. 5 wären ideal, hat mir auch meine Ärztin schon vor Monaten geraten, hab ich aber bislang selten geschafft -> Sodbrennen durch verlangsamte Verdauung.

Der Diabetologe hat für die 3 Tests, die ich jetzt zuhause durchführen soll, jedoch einen Zeitplan gegeben. Da liegen jeweils ca. 6 Stunden zwischen den einzelnen 3 Mahlzeiten, so daß ich zumindest bei den Testtagen nicht auf 5 Mahlzeiten kommen kann, es sei denn, ich "schummle".

Heute habe ich zwischendrin noch einen Milchtee getrunken, weil ich Magenknurren hatte...

Das Gewicht meines Babys wurde auch grob geschätzt, beim letzten Ultraschall in SSW 31. Das war auch OK für das Alter, Größenangaben ebenfalls. Der AFI betrug 10cm. Eher etwas zuwenig, aber auch noch im Referenzbereich.

Hämoglobin- und Hämatokrit waren schon vor der Schwangerschaft bescheiden...

Magnesium soll ich nicht mehr nehmen. Dafür aber immer noch Folsäure und Calcium.

Eisentabletten nehme ich immer mit etwas Vitamin-C-haltigem ein (Zitronenwasser oder etwas Mandarine), wie von der Ärztin angeraten. Spritzen wurden mir nicht angeboten. Wahrscheinlich ist das hier nicht üblich, obwohl sie schnell mit Spritzen dabei sind, was andere Sachen angeht... werde demnächst danach fragen.

Als ich in D war, hat mir die dortige Hebamme von jeglichen Nahrungsergänzungsmitteln abgeraten. Aber in D ist die Ernährungslage auch besser. Hier leiden viele chronisch unter Folsäure-, Vitamin D3- und Eisenmangel. Ebenso ist die Diabetikerrate sehr hoch. Kein Wunder bei dem Reis-, Fett- und Zuckerkonsum.

Also, danke Euch und mal sehen, was der morgige Tag so bringt...

Liebe Grüße @:)

p#rxaxa


In Deutschland gilt übrigens als oberste Grenze ein Wert von 100 mmol/l ..........

Dann gäbe es keinen Diabetes mehr. ;-)

Das wären ja ca. 1800 mg/dl.

@ zee

Ich sehe hier nicht wirklich ein Problem. Deine Werte, einschließlich dein HbA1c, sind in Ordnung.

Das "Problem" liegt hier eher bei den Ärzten. Viele Ärzte hätten bei einer Schwangerschaft gerne Traumwerte, am besten Nüchternwerte von 70 mg/dl und zwei Stunden nach dem Essen max. 100 mg/dl. Dies lässt sich natürlich, meist gar nicht realisieren.

Sicherlich macht es Sinn, dass du den Zucker mal im Auge behältst, aber solange die Werte zwei Stunden nach dem Essen, nicht um die 150-160 mg/dl liegen, bzw. der Nüchternwert nicht ständig um die 100-110 mg/dl liegt, brauchst du dir keine Gedanken zu machen.

z{ee09


Hallo Praxa :)

Schön, daß Du hier in meinem Faden schreibst. Habe bei meinen Recherchen schon andere Postings hier im Forum von Dir gelesen und fand sie sehr informativ und auch kompetent.

Das, was Du schreibst, sagt mir mein Bauchgefühl die ganze Zeit, obwohl ich es nicht ganz so gelassen sehen kann wie Du... %:|

Erstens weil ich natürlich nicht will, daß mit meinem Kind was schiefläuft, und dann noch wegen meiner Ärztin: Ich habe in diesem Faden erstmal bewußt nicht erwähnt, daß ich mit meiner Ärztin hier schon diverse Dispute über bestimmte Dinge hatte. Deshalb wollte ich einfach jetzt erstmal brav das machen, was von mir "gefordert" wird, damit ich es mir mit ihr nicht komplett verscherze. Schließlich wird sie diejenige sein, die mir hilft, mein Kind auf die Welt zu bringen, und das soll schon relativ harmonisch verlaufen und nicht von irgendwelchen Animositäten begleitet werden.

Zudem denke ich, daß ich mit der Diät nichts falsch machen und einer Verschlechterung der Werte vorbeugen kann. Allerdings muß ich jetzt aufpassen, daß ich nicht zuwenig zu mir nehme. Heute vor dem Mittagessen fühlte ich mich schon zu hungrig, Magenknurren und Unruhe :( Habe sonst immer darauf geachtet, daß mir gerade sowas nicht passiert. Das mit den 6 Stunden Pause kann also irgendwie nicht stimmen. Deshalb gucke ich jetzt lieber auf mein Hungergefühl und lasse die vorgegebenen Zeiten einfach mal Zeiten sein :=o

@ Mama Lischen:

Eine Schwangerschaftsgestose ist aber was ganz anderes als "einfacher" Schwangerschaftsdiabetes... von einer Gestose bin ich ein Segen meilenweit entfernt und werde es hoffentlich auch bleiben ;-)

Liebe Grüße @:)

M&ama= Li_schexn


**Hallo Zee09,**

ich habe auch nicht behauptet, dass Du eine Gestose hast. Heute spricht man auch nicht mehr von Gestosen, aber wie das jetzt genannt wird, weiß ich ehrlich gesagt nicht.

Ich habe gestern Abend auch mal meine alten Aufzeichnungen heraus geholt. Vielleicht interessiert Dich das?

Ich war in der 30 SSW, als der Glukose-Toleranz-Test bei mir gemacht wurde, weil ich unerklärlicher Weise schon 9 kg zugelegt hatte. Dummer oder auch glücklicher Weise war ich ohnehin einer besonders intensiven Betreuung, weil ich nur durch vorherige Hormongaben schwanger geworden bin. Ich hatte nur einen "Ausreißer-Wert" nach einer Stunde von 160, nach 2 h wieder unter 100, aber mein Langzeitwert betrug 6,6, folglich wurde ich direkt stationär aufgenommen. Man hatte mir gleich "angedroht", dass ich auf direktem Weg zu einer Gestose bin und das, obwohl ich sonst keinerlei Auffälligkeiten hatte. Mein Blutdruck war bilderbuchmäßig 120/80, keine dicken Beine, kein Blut im Urin - nichts. Am nächsten Morgen musste ich Morgenurin abgeben und siehe da, Eiweiß und Zucker wurden gefunden.

Ich hatte dann 12 BE pro Tag zur Verfügung, an die ich mich strikt gehalten habe und durfte nach einer knappen Woche wieder nach Hause. In der 35 SSW wurde dann ambulant Blut, Eiweiß und Zucker im Urin festgestellt und ich hatte nochmal satte 4 kg zugelegt. Mein Langzeitwert war nun 4,7 und das, obwohl ich zu Hause beim Messen abends oft 220 er Werte hatte.

So wurde ich also wieder stationär aufgenommen und auf Diät gehalten. 8 BE am Tag mussten nun reichen. Ich vermute, dass die Ruhe im Kh dazu beigetragen hat, dass ich dann zusehends auch dicke Füße bekam und noch einmal in einer Woche 4 kg zugelegt habe. Schlussendlich durfte ich über´s We nach Hause und siehe da, in der 36 SSW hatte ich einen Blasensprung und gebar einen Brocken von über 4 kg.

Ich weiß nicht, ob ich nun ein repräsentatives Beispiel bin, aber so locker wie Praxa sehe ich die Sache eben nicht. Klar hat es mich auch genervt. Fakt ist auch eins, alle, die mit mir zur gleichen Zeit in der Klinik waren und eine Gestose hatten, hatten auch Diabetes. Ich weiß nicht, ob der diabetes immer der Anfang einer Gestose ist oder ob in Folge einer Gestose ein Diabetes entsteht. Ich weiß aber auch, dass ich eben nicht harcoremäßig viel gegessen habe, um insgesamt 17 kg zuzunehmen. Wenn ich aber normal gegessen hätte, dann wären es sicher einige Kg mehr geworden und ob ich die jemals wieder losgeworden wäre, wage ich zu bezweifeln.

Wobei ich da ohnehin eine Ausnahme bin, denn ich acker wirklich sehr schwer körperlich und habe einen extrem niedrigen Energie-Umsatz. Da vermute ich, dass es daran liegt, weil ich viele Jahe Hochleistungssport betrieben habe und das irgendwo eine Schaltzentrale sitzt, die einfach nicht mehr umschaltet, wenn ich belastet werde. Ehe ich ein paar Pfunde verliere, muss ich wirklich eine Woche komplett auf Nahrung verzichten. Auf der anderen Seite nehme ich aber auch nicht sehr schnell zu.

Ich will Dich wirklich nicht beunruhigen. Das sind nur meine persönlichen Erfahrungen. Mit Sicherheit gibt es auch ganz viele Schwangere, bei denen gar kein Diabetes diagnostiziert wird, weil sie eben nicht getestet werden. Auch diese Frauen bekommen gesunde Kinder. Ich denke schon, wenn Du auf die Ernährung wegnistens halbwegs achtest, dann wird alles gut werden. Übrigens, ich konnte mich so rein gar nicht an irgendwelche strikten Essenszeiten halten. Manchaml wurde mir schon nach einer Stunde übel. Da ich bis zu meiner Schwangerschaft fast nur nachts gearbeitet habe, hatte ich am Tage kaum Hunger, aber in der Nacht hätte ich sogar die Möbel aufessen können. Ich habe abends deutlich mehr als morgens gegessen und mir auch kleine Mahlzeiten zwischendurch in der Nacht gegönnt.

Am Tage hatte ich keine Übelkeit wegen vermeintlichem Hunger, aber nachts bin ich manchmal sogar wach geworden.

**@Praxa,**

sorry, Du hast Recht mit den Einheiten. Das habe ich gestern Abend auch schwarz auf weiß gesehen. Einerseit snd die Einheiten veraltet, aber jeder orientiert sich daran.

G änseblIümlxein


Heute spricht man auch nicht mehr von Gestosen, aber wie das jetzt genannt wird, weiß ich ehrlich gesagt nicht.

Jegliche Form vom Diabetes in der Schwangerschaft wird Gestationsdiabetes genannt. Man unterscheidet dann zwischen insulinpflichtigen und nicht-insulinpflichtigen *:)

H/ekxat6e1G898n3


Nimmst Du denn auch Magnesium zusätzlich? Magnesium in Verbindung mit Eisen macht Sinn. Wieso bekommst Du keine Eisen-Spritzen? Die sind effektiver.

Allerdings auf keinen Fall zusammen einnehmen! Weil sich das gegenseitig bei der Aufnahme behindert! Also zwischen Magnesiumeinnahme und Eiseneinahme unbedingt ein paar Stunden vergehen lassen.

Meama CL>ischen


**Hallo Gänseblümlein,**

das ein Gesationsdiabetes ein Schwangerschaftsdiabetes ist, ist unstrittig, aber eine Gestose ist kein Gestationsdiabetes. Eine Gestose wird auch Praeklampsie (habe ich eben extra nochmal geguckt, wie der zweite Begriff lautet) genannt oder was eigentlich falsch ist "Schwangerschaftsvergiftung".

Es stimmt auch nicht ganz, dass ein Schwangerschaftsdiabetes immer nach der Schwangerschaft weg ist. Meistens ist der Diabetes anschließend weg, aber es gibt dennoch einige Fälle, wo die Bauchspeicheldrüse sich nicht mehr erholt und sich ein Diabetes manifestiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Diabetes nach der SS wieder weg ist, ist bei denen, die mit einer reinen Diät klar kommen deutlich höher, als bei denen, die insulinfplichtig werden.

**Hekate 1883,**

das stimmt, dass man beides nicht zusammen nehmen soll. Ich habe das Magnesium immer zur Nacht genommen. Wenn gespritzt wurde, dann immer morgens. Allerdings kam ich sehr lange ohne Spritzen aus. Erst in den letzten Wochen musste ich Spritzen bekommen.

Viele liebe Grüße

G4änsdeb'lümlexin


Es stimmt auch nicht ganz, dass ein Schwangerschaftsdiabetes immer nach der Schwangerschaft weg ist. Meistens ist der Diabetes anschließend weg, aber es gibt dennoch einige Fälle, wo die Bauchspeicheldrüse sich nicht mehr erholt und sich ein Diabetes manifestiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Diabetes nach der SS wieder weg ist, ist bei denen, die mit einer reinen Diät klar kommen deutlich höher, als bei denen, die insulinfplichtig werden.

Davon hab ich nirgends was geschrieben ":/

Aber auch wenn der Diabetes nach der Schwangerschaft weg ist, so ist das Risiko später an Typ 2 zu erkranken deutlich erhöht. Und wie du richtig schriebst, wenn man es über Ernährung in den Griff bekommt ist die Chance nach der SS erstmal diabetesfrei zu sein deutlich höher als bei Insulinpflicht.

Mdama OL,ischxen


**Hallo Gänseblümlein,**

sorry, die Behauptung, dass ein SS-Diabetes nach der SS weg ist, kam über Pn bei mir an. Da wurde ich auch "aufgeklärt", dass es ein Gestationsdiabetes ist, darum habe ich Euch beide durcheinander gebracht.

Die Pn war ziemlich heftig, da ich regelrecht der Dummheit bezichtigt wurde u. s. w. und als ich dann hier nochmal gelesen habe, das es ein Gestationsdiabetes ist, war ich natürlich auf dem Trip, dass Du geschrieben hättest, das es alles ganz harmlos ist, weil der Diabetes ohnehin in ein paar Wochen weg ist.

Heißt es eigentlich der Diabetes oder die Diabetes? Ich meine, dass meine Omma immer von die Diabetes gesprochen hat. - Ist ja egal, wir wissen, was wir meinen oder? *:) *:) *:)

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