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Angeblich habe ich Schwangerschaftsdiabetes

MuamWa Lisxchen


**Hallo Zee09,**

erst einmal gratuliere ich Dir, dass Du Deinen Zucker offensichtlich sehr gut in Schach halten kannst.

Es stimmt, dass Du nur "gute Kohlehydrate" gegessen hast. Wo ich aber mit Deiner Ärztin nicht ganz konform bin, ist das Gewicht. Du musst in den letzten Wochen damit rechnen, dass alleine das Baby schon ca. 500 g pro Woche zunehmen wird. Das sind zwar gute 4 kg, die problemlos toleriert werden können, aber all meine heutigen Freundinnen, die ich von damals aus dem Kh noch kenne, hatten in den letzten Wochen eben massive Schwierigkeiten bekommen, nicht wesentlich mehr zuzunehmen.

Mir selbst erging es auch nicht anders. GsD hatte ich insgesamt "nur" 16 kg zugenommen, aber ich brauchte auch länger als 2 Jahre, um alles wieder runter zu kriegen. - Das, obwohl ich Diäterfahren war, weil ich regelmäßig vor Wettkämpfen Gewicht verlieren musste.

Ich sehe das ebenso, wie StudySports. Ein Blutdruck von 120/80 ist völlig normal. Du bist keine Maschine. Entscheidend ist auch die Aufregung und ob Du überhaupt lange genug gesessen hast oder Dich gerade erst hingesetzt. Behalte den RR im Auge und bleibe vor allem ruhig, wenn er doch einmal höher sein sollte. Miss ihn nicht, nachdem Du gerade Treppen gestiegen bist oder Dich anderweitig anstrengen musstest. Sollte er mal zu hoch sein >150 und der untere Wert > 100, dann warte 10 min und miss noch einmal.

Alles Gute für Dich und liebe Grüße in die Ferne

LmöwenAmLä[ulchexn


Zu deinem Hb-Wert: 11,2 ist für die Schwangerschaft voll ok! Würde er wieder deutlich steigen, DAS wäre dann ein Zeichen für eine eventuell beginnende Gestose bzw. Präeklampsie, weil das heißen könnte, dass das Blut sich verdickt. In der Schwangerschaft ist es ja dünner, wodurch sich die generell niedrigeren Hb-Werte erklären. Das muss so sein.

Und zu dem "Frau ist nicht krank, sondern nur schwanger": Wer einmal eine Schwangerschaft erlebt hat, die nicht bilderbuchmäßig verlief, dem stoßen solche ignoranten Sprüche bitter auf, weil denjenigen oft mit mehr Kontrollen und Aufklärung und Vorsicht einiges erspart geblieben wäre.

Klar ist Schwangerschaft was normales, physiologisches, aber sie birgt trotzdem große Risiken – undzwar gleich für zwei Personen (oder manchmal sogar drei, vier, ... ":/

Übrigens solltest du natürlich auf deine Ernährung und die Zuckerwerte achten, aber fang bloß nicht an, zu hungern oder strikte Diät zu halten, auch Nährstoffmangel kann eine Präeklampsie begünstigen.

zRee0x9


Hallo in die Runde :-)

@ Mama Lischen:

Ja, es funktioniert ganz gut mit der "Diät", fühle mich mit den 5 Mahlzeiten sehr wohl. Habe die KH-Menge etwas gesteigert, und die Werte sind immer noch super.

Das weitere Self-Monitoring klappt auch gut. Bis jetzt ist alles OK :-D

Kurz zum Gewicht: Letztes Mal beim Wiegen im KH bei der Gyn waren es 64kg (keine digitale Waage, keine mit verstellbaren Gewichten, sondern eine mit Zeiger und Skala). Beim Diabetologen auf der Waage sogar 3 kg weniger (digitale Waage).

Die Waagen gehen also "nach dem Mond", obwohl jeder Arzt behauptet, "seine" würde richtig gehen. Deshalb befasse ich mich auch nicht weiter damit. Ich werde einfach sehen, welches Gewicht beim nächsten Mal erscheint, und kann das vorerst nur mit Humor nehmen (wie so einiges andere in diesem Land auch, sonst könnte ich garnicht hier leben!).

Zum Blutdruck: Wir haben ein super Gerät gefunden, von Panasonic. Ganz einfach zu bedienen, mit genauer Anleitung, wie man messen soll und wann bzw. wann nicht. War zwar sauteuer, aber nach meiner Schwangerschaft bekommen es meine Schwiegereltern, die haben Probleme mit Diabetes Typ 2 und zeitweise hohem Blutdruck. So können sie zuhause messen und müssen nicht immer zum Arzt fahren.

Bislang ist mein Blutdruck eher im niedrigen Normalbereich, also niedriger als die durchschnittlichen Messungen im KH.

@ Löwenmäulchen:

Danke für die Info mit dem HB-Wert @:) Dann hat die Eisengabe wohl doch was bewirkt :-D Mich hat eben gewundert, daß die Werte so konstant geblieben sind.

Wiegesagt werde ich die Eisenwerte auch nach der Schwangerschaft im Auge behalten, da sie davor schlecht waren. Das muß ja nicht wieder so werden!

Ich wollte Dir und niemand anderem mit dem "Spruch" meines Mannes auf die Füße treten |-o Und er hat es auch nicht ignorant gemeint, das würde er nicht tun.

Aber wenn Du hier leben und bestimmte Dinge erleben würdest, könntest Du die Aussage vielleicht trotz eigener Negativerfahrung (davon gehe ich mal aus...) nachvollziehen. Es ist schon sehr anders als Deutschland!

Natürlich sind Vorsicht, Kontrolle und Aufklärung über Risiken besser als zu laxe Umgehensweise, und eine Schwangerschaft ist ein Ausnahmezustand mt vielen Risiken. Trotzdem ist sie per Definition keine "Krankheit". Und ich möchte als Schwangere auch nicht wie eine Kranke behandelt werden, solange ich es nicht wirklich bin! Das passiert hier aber, und viele Schwangere (so z.B. eben aus der Verwandtschaft meines Mannes) fühlen sich dann auch einfach krank, nur weil sie schwanger sind.

Das kurz zur Erklärung. Ich könnte noch einiges erzählen, mag jetzt aber nicht zu weit ausschweifen.

Aufklärung findet hier nicht wirklich viel statt, das ist ja das große Problem. Ich bin es gewohnt, Dinge zu hinterfragen und nachzuforschen, mich selbst zu informieren, sonst wäre ich auch nicht irgendwann in diesem Forum gelandet.

Der Großteil der Bevölkerung in diesem Landstrich hat keine Zugang zum Internet, keine Ahnung wie man es bedient, hinzu kommen mangelnde Bildung und eine relativ hohe Analphabetenrate. Dann noch ein recht herarchisch strukturiertes Gesellschaftssystem, und ein Bildungssystem, das eigenständiges Denken unterdrückt. Die Auswirkungen kann man sich denken...

Ich schicke mal wieder viel Sonne und warme (um ehrlich zu sein, heiße...) Temperaturen nach Deutschland, liebe Grüße @:)

zKeez09


Ich gebe mal ein kurzes Update, bevor der Faden eigentlich geschlossen werden kann @:)

Am 10.04. habe ich ein kerngesundes Mädchen zur Welt gebracht :-@ 49cm groß und 3430g schwer.

Die Geburt war eine typische Krankenhausgeburt, wie sie in Deutschland vor 30-40 Jahren hätte stattfinden können. Ein Glück habe ich schon geahnt, was da auf mich zukommt, und habe die Umstände einfach ignoriert... ]:D Ab einem gewissen Zeitpunkt bzw. der Schmerzintensität der Wehen ist einem eh egal, was gerade um einen herum vorgeht.

So war es mir dann auch egal, daß neben meinem Mann, den beiden Ärzten, einigen Schwestern und diversen angehenden Ärzten noch das Reinigungspersonal dem Ende der Geburt beigewohnt hat... war wohl großes Theater, was ich da abgeliefert habe :=o 6 Stunden Wehentropf ohne PDA oder vergleichbarem Schmerzmittel waren anscheinend eine reife Leistung.

In 6 Wochen soll ich eigentlich zu einem erneuten Zuckertest antanzen, aber nach der ganzen Geschichte habe ich keine Lust mehr. Ich prüfe immer noch selber zuhause, und meine Werte liegen immer noch super in der Norm, obwohl ich zum Ende hin auch mal hin und wieder ein Eis gegessen und die Kohlenhydratmenge merklich erhöht habe.

Dann ein liebes Danke an alle, die hier geschrieben haben @:)

Sonnige Grüße aus den Tropen

zee09

MZama[ L(isxchen


**Liebe Zee,**

herzlichen Glückwunsch zur Geburt Deines Kindes. @:)

Ich denke nicht, dass sich ein Diabetes bei Dir manifestiert hat. Viel gefährlicher war es für die Kleine. Gerade in den ersten Stunden nach der Geburt ist es bei Säuglingen kritisch, wenn die Mutter unter Diabetes gelitten hat. Aber da Du ja ohnehin nicht solch krasse Werte hattest, war die Gefahr nicht sonderlich hoch.

Genießt Eurer kennen lernen und ganz viel Glück für Dich und Deine kleine Familie.

z]ee0x9


Hallo Mama Lischen,

danke @:)

Die ersten ca. 2 Stunden nach der Geburt war die Kleine auch hauptsächlich "unterwegs", wegen allen möglichen Tests, und weil die Schwestern das "weiße" Baby bewundern mußten x:) Im Apgar-Test hat sie gut abgeschnitten (8/10 und 9/10), und auch die zig Zuckertests, die sie mit ihr gemacht haben, waren in der Norm. Jetzt liegt sie hier neben mir und schläft im Milchhimmel x:)

Liebe Grüße

zee09

Sthe,ba8x6


Hallo zusammen,

ich kenne SS-Diabetes ebenfalls hatte sie in beiden Schwangerschaften!

In der Ersten waren die Werte zwar grenzwertig aber ich musste nicht Spritzen.

In der zweiten zeigte das Messgerät immer Werte über 170 an bis zu 203.

Auf grund dessen musste ich auch Spritzen

Morgens 4 Einheiten

Mittags 6 Einheiten

und Abends nochmal 4 Einheiten.

Die Werte schwankten trotzdem immernoch hin und her aber wir sind mit dieser Insulintherapie doch sehr gut gefahren.

Zumal wir auch aufpasen mussten wiel wir wussten das das Baby schwer krank war!

Nach der Geburt habe ich mich total erschrocken als mir Körperlänge sowie das Gewicht des Kindes gesagt wurde!

Sie war 4.100 gramm schwer und 56 Centimeter lang!

Habe sie auf normalem Weg geboren und das war nen ziemlicher Krampf weil sie *falsch herum* (der Kopf lag falsch herum somit konnte sie nicht richtig durchs Becken rutschen,die Kopfneigung nach obn war nicht möglich die es der Frau eigendlich erleichtern sollte bis der Kopf *auf der Welt ist*) aber trotzdem geschafft!

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