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Beruhigungsmittel für Diabetiker gegen hohen Blutzucker

POink.y8/38 hat die Diskussion gestartet


Mein Vater ist 59 Jahre alt, Diabetiker Typ 2 und ihm platz manchmal recht schnell der Kragen. Dann regt er sich über Kleinigkeiten furchtbar auf, es nagt dann auch lange Zeit danach an ihm, wenn ihm etwa alles zu viel wird weil "ihn alle nerven" usw.

Da er bereits Probleme mit den Augen sowie Füßen hat, habe ich mir überlegt, ob Beruhigungsmittel nicht etwas für ihn wären. Er regt sich einfach sinnlos über Dinge auf, denn er kann schwer mit Stress und Druck von anderen Leute ihm gegenüber umgehen. :-/

Es klingt zwar so, als würde ich ihn damit abfertigen und "ruhigstellen" wollen, aber ich kann es einfach nicht mehr ertragen dass er sich wegen anderen so sehr selbst schadet!!

Er ist leider kein Mensch der über seine Gefühle und Ängste wirklich reden kann, hat es von klein auf nicht gelernt. Er möchte auch nicht zu Therapeuten gehen, für ihn sind das alles Quacksalber. ":/

Ich weiß mir nicht mehr zu helfen, da er sich heute morgen wieder fürchtelich über irgendwelche Handwerker aufregte und immer mehr über Schmerzen klagt und seinem schwindenden Augenlicht.

Meine Frage ist nun, habt ihr Erfahrungen mit leichten bis mittelstarken Beruhigungsmitteln bei Diabetikern?

Natürlich möchte ich meinen Vater auch nicht zu stark sedieren und sabbernd im Bett liegen sehen!

Aber ein wenig beruhigen, natürlich mit seiner Zustimmung und Absprache mit dem Arzt.

Danke für die Antworten :-) !

Antworten
Mleist!er_RGlxanz


Stress ist für den Blutzucker nicht sehr günstig. Adrenalin lässt den Zucker steigen. Es wäre also durchaus in seinem Interesse, etwas ausgeglichener zu sein. Ob es aber Sinn macht, ihn einfach "ruhig zu stellen" ... wie steht er denn zum Thema Beruhigungsmittel? Er müsste ja damit einverstanden sein.

Vielleicht wär Baldrian mal was. Bevor grad die Medikamentenkeule ausgepackt wird.

Dennoch kanns ja keine langfristige Lösung sein. Allerdings seh ich das Problem schon, wenn er einer Therapie grundsätzlich negativ gegenüber steht ...

Wie geht er mit seinem Diabetes um? Therapiert er brav? Sag ihm doch mal, dass es schlecht für seinen Zucker ist, wenn er aufbraust.

P`in"kyx838


Hallo, sorry dass ich nicht mehr geantwortet habe, hab den Thread nicht mehr verfolgt, undich dachte es würde sich erübrigen so etwas in Erwägung zu ziehen da er ruhiger wurde..

Doch falsch gedacht!

wie steht er denn zum Thema Beruhigungsmittel? Er müsste ja damit einverstanden sein.

naja ich denke er wäre nicht begeistert irgendwelche Medikamente einzunehmen, er muss ja sowieso schon genügend Kram zu sich nehmen..

Wie geht er mit seinem Diabetes um? Therapiert er brav? Sag ihm doch mal, dass es schlecht für seinen Zucker ist, wenn er aufbraust.

Naja, nicht so gut.. er spritzt sich ja Insulin, aber er achtet nicht so auf die Ernährung, regt sich immer schnell auf, macht sich verrückt und wenn er Probleme hat dann nagt vieles innerlich an ihm.. er knabbert an seinen Nägeln, aber das tut er schon seit früher Jugend.

Er ist halt oft ein Nervenbündel, nun hat er wegen dem ständig erhöten Blutzucker auch noch Blutungen in beiden Augen bekommen, dadruch sieht er nicht mehr so viel, hat sogen. Muches volantes, schwarze Punkte im Blickfeld..

Habe mittlerweile echt Angst um ihn, denn auch wenn man ihm sagt er solle sich nicht aufregen, er kann nicht anders.

Doch Baldrian, ich weiß nicht ob das etwas bringt.. das muss man ja über Monate einnehmen dass es wirkt, oder?

S?unflo.wer_x73


Beruhigungsmittel sind der falsche Weg. Zumal reine "Beruhigungsmittel" schnell abhängig machen und man sich somit ein weiteres Problem schafft. Alternativen wie best. Antidepressiva (von denen einige best. Präparate sogar bei diabetischer Polyneuropathie gegeben werden!) wird Dein Vater kaum tolerieren...

Schwierige Lage... mein Vater tickt ähnlich. Schlaganfall schon mit 39, totaler Choleriker. Hat trotzdem Jahrzehnte weitergeraucht. Jetzt Diabetes Typ 2 – aber er misst nur am Vortage eines Arztbesuchs. Deutliche Neuropathie deswegen. Er jammert – das war's. Ernährungsumstellung, mehr Sport, Gewichtsreduktion, Zuckermessung,...: Passt nicht in sein Konzept von "Leben genießen". Kocht meine Mutter gesund, kauft keine Kekse etc., dann tobt er.

Meine Reaktion:

Er ist alt genug, über sich selber zu entscheiden. Die Ärzte sind deutlich, was er draus macht ist sein Problem. Besagtes Antidepressivum gegen die Neuropathie lehnt er auch ab, da er ja "nicht bekloppt" ist. Ich sehe es nicht mehr als mein Problem. Klingt hart, aber nach fast 30 Jahren Kämpfen und Streiten um Ernährung, Rauchen, Alkoholkonsum ist's genug. Das sage ich auch so deutlich.

PminkyV83x8


Echt schlimm mit Diabetikern..! Mein Vater raucht zwar nicht, ist aber null sportlich und futtert auch gerne Fettiges und auch mal Süßes... Dick ist er nicht, hat nen guten Stoffwechsel..

Und Polyneuropathie hat er auch. Medikamente dagegen will er ebenso nicht nehmen, weil da ziemliche Nebenwirkungen entstehen..

Welches Antidepressivum wirkt denn dagegen?

Er ist alt genug, über sich selber zu entscheiden. Die Ärzte sind deutlich, was er draus macht ist sein Problem.

Ja, das denke ich mir auch oft, doch er war schon immer so, dass er für sich selbst eher stiefmütterlich sorgt was die Gesundheit angeht. Von Prävention keine Spur, doch wenns dicke kommt dann jammern und allen anderen die Schuld an seinem Leiden geben %-| !

Er kann sich einfach nicht beherrschen wenn er sich wieder mal über unseren derzeitigen Pfusch am Bau des Hauses aufregt. Deshalb kommt mir ja der Gedanke ihn zu beruhigen.. Er ist einfach unbelehrbar! :-(

Ist Dir nie in den Kopf gekommen mit solchen Beruhigungsmitteln mal alles etwas zu dämpfen?

SIu`nflowxer_73


@ Pinky:

Cymbalta ist ein AD und wirkt auch bei Neuropathie.

Mein Vater ist ein allem auch so: Nix einsehen, sich nach nix richten – und wenn dann was ist, sind die anderen Schuld. Vom Theater, was stattfindet, wenn man ihn zu sienem Glück zwingen will, schreibe ich besser nix. Unbelehrbar und unbeherrschbar!

Beruhigungsmittel:;

Dennoch NEIN. Weil ich im Beruf selber erlebe, wie schnell man sich damit neue Probleme einhandelt. Weil mein Vater sie eh nicht nehmen würde – oder eben genauso unkontrolliert und unvernünftig damit umgehen würde, wie er auch lebt. Nach seiner Wirbelsäulen-OP hat er bspw. aufzulösende Schmerzmittel pur genommen, usw.

Beruhigungsmittel lösen das Problem nicht, und die "Kosten" sind für den geringen Nutzen viel zu hoch. Man kann ja nicht bei jedem Aufreger im Alltag eine Pille einwerfen!

P-iUnkxy838


Ja, meinen muss man höchstens zu seinem Glück zwingen, und dann guckt er als hätte man ihm gesagt er soll durchs Feuer laufen ":/ einfach unmöglich!

Man kann ja nicht bei jedem Aufreger im Alltag eine Pille einwerfen!

Ja das stimmt ja, aber wengistens etwas dass er sich etwas beruhigt, von mir aus am Liebsten etwas Homöopathisches, das würde ich ihm dann in seinen Kaffee mischen ]:D , denn täglich einnehmen das würde er nicht machen..

Was könnte man denn so nehmen, abgesehen von Baldrian?

M1eist4er_FGlaxnz


Deine Absicht ist sicher gut, nur führt der Weg auch hier über den Betroffenen selbst. Wenn er nicht will, dann nützt auch ein Medikament nicht das, was man sich davon erhofft. Er nimmts dann womöglich nicht so, wie er sollte und die Mittel belasten nur den Körper.

Er ist alt genug. Wenn er nicht will, wenn ers nicht einsieht, dass es ihm nicht gut tut, dann kann man als Aussenstehender kaum was machen. Was übrigens kein Problem von Diabetikern ist, das ist menschlich. ;-)

Wie steht deine Mutter zum Thema?

SXunfljowe\r_7x3


Abgesehen von Baldrian und evtl. das homöopathische "Neurexan Heel" gibt es weiter nichts. Und diese Dinge kannst du nicht heimlich verabreichen (was ich auch ziemlich mies finden würde!).

Wie Meister_Glanz schreibt:

Der Betroffene muss es selber merken. Man kann ja immer mal wieder drauf hinweisen und ggf. mit beruhigenden Argumenten kommen (mein Vater rastet dann aber noch mehr aus).

Dein Vater ist erwachsen. Er hat es offensichtlich geschafft, Dich zu einem vernünftigen Menschen zu erziehen, also muss er zumindest ansatzweise ähnlich klug sein. Wenn ER aber nicht will, keinen Veränderungsbedarf sieht: Dann ist es so. Er ist erwachsen. Leben und leben lassen.

PHinky8\38


Wie steht deine Mutter zum Thema?

Nun, die ist auch am Ende mit den Nerven weil alles nichts bringt, weder reden noch schimpfen. Und sie findet die Idee mit den Tabletten gut, wollte sogar mal unseren Hausarzt fragen ob er welche verschreibt, aber mein Vater muss ja mitkommen, für andere verschreiben geht ja schlecht.. Aber sie wäre damit einverstanden.

Und diese Dinge kannst du nicht heimlich verabreichen (was ich auch ziemlich mies finden würde!).

Ja ich weiß, es ist nicht die feine Art, aber mit ihm kann man in manchen Dingen nicht anders handeln.. Aber ich finde wenn es nicht schadet, dann ist es auch nicht schlimm wenn er es nicht mitbekommt, oder? Ich will ihn ja nicht vergiften.. o:)

Mein Vater ist einfach nicht imstande etwas dagegen zu tun, er ist da etwas, nun ja, minderbemittelt, versuche es mal vorsichtig auszudrücken.. in Sachen psychischer Abläufe kann er nicht viel mit anfangen, er ist ein Arbeitstier das dauerhaft die Scheuklappen auf hat und fast ausschließlich für das Wohl seiner Kinder lebt..

Dein Vater ist erwachsen. Er hat es offensichtlich geschafft, Dich zu einem vernünftigen Menschen zu erziehen, also muss er zumindest ansatzweise ähnlich klug sein. Wenn ER aber nicht will, keinen Veränderungsbedarf sieht: Dann ist es so. Er ist erwachsen. Leben und leben lassen.

Oh, danke wenn du meinst |-o .. Naja er ist da etwas selbstzerstörerisch, ich kann das einfach nicht mit ansehen :(, er denkt immer zuletzt an sich!

Meinst du dieses Neurexan Heel würde etwas bringen? @:)

porAaxxa


Aber ich finde wenn es nicht schadet, dann ist es auch nicht schlimm wenn er es nicht mitbekommt, oder? Ich will ihn ja nicht vergiften.. o:)

Sicher willst du ihn nicht vergiften, aber dir ist schon klar, dass du dich strafbar machst, wenn du jemanden etwas ohne sein Wissen einflößt. Da spielt es auch keine Rolle ob es dein Vater ist oder ein Fremder.

Es ist nun mal wie es ist. Wie Sunflower schon sagte, dein Vater ist erwachsen und kann sein Leben so leben, wie er möchte, auch wenn es euch nicht gefällt.

mwarion =auTs wixen


ich würde mich herzlich "bedanken"würde sich mein sohn so in mein leben einmischen.

es ist das leben deines vaters,er ist erwachsen,und auch wenn sein verhalten dir nicht passt,steht es dir in keinsterweise zu,dich da reinzumischen+ihm noch was -nochdazu heimlich-ins essen/trinken zu mischen.

ich kann mir zwar gut vorstellen,dass dir vieles nicht gefällt,wie er agiert+reagiert,aber

SEIN leben,SEINE erkrankung,SEINE entscheidung wie er damit umgeht.

baba

marion

PLinkSy8t38


Er verhält sich aber nicht erwachsen, und dass ich Angst um ihn habe hat nichts mit einmischen zu tun. Für mich ist es jedoch selbstverständlich mich "einzumischen", denn ich will nicht dass es ihm schlecht geht. Ich schaue mir das nun schon über jahre an, versuche mit ihm zu reden, ihn dazu zu bewegen mehr für seine Gesundheit zu machen, doch er vergisst im wahrsten Sinne des Wortes einfach etwas für sich zu tun.

Er ist manchmal wie ein Kind, und wenn ich ihm etwas verabreiche, das ihm nicht schadet, ihn aber beruhigt und seine Folgeerkrankungen nicht fortschreiten lässt, dann mache ich mich auch gerne strafbar!

ich würde mich herzlich "bedanken"würde sich mein sohn so in mein leben einmischen

ja klar, man kann so etwas nicht bei jeder Person in Erwägung ziehen, jemand der sich normal und seinem Alter entsprechend verhält ist sowas nicht zuzumuten.

Doch bei ihm ist es einfach ein Sonderfall. Verstehe nicht was so schlimm daran sein soll seinem vater helfen zu wollen.

Natülich ist es nicht gerade schön es heimlich zu tun, doch ich möchte mir hinterher keine Vorwürfe machen müssen dass ich nicht alles versucht habe.

Nxa=ndaxna


Er verhält sich aber nicht erwachsen, und dass ich Angst um ihn habe hat nichts mit einmischen zu tun. Für mich ist es jedoch selbstverständlich mich "einzumischen", denn ich will nicht dass es ihm schlecht geht.

Auch wenn er sich nicht erwachsen verhält, ist es nicht an dir, ihm etwas aufzuzwingen, was er nicht will. Du kannst ihm deine Angst mitteilen, daß er dir wichtig ist und du ihn nicht verlieren möchtest. Aber ihm heimlich was geben, ist eine Entmündigung und sehr grenzüberschreitend. Das geht wirklich nicht. Selbst wenn er durch seine Unvernuft kränker wird und früher stirbt, ist das sein Leben, nicht deins.

Ich würde mir an deiner Stelle eher Vorwürfe machen, ihn und seine Ansichten über sein Leben nicht zu respektieren, nur weil diese sich nicht mit deinen decken.

P<inkyJ8x38


Es hat nichts damit zu tun ihm meinen Willen aufzuzwingen! Nur ist ihm seine Gesundheit nicht wichtig, mir aber schon. Er ist selbst so ein Mensch der einem Gutes aufzwingt, auch hinterrücks, deswegen verstehe ich nicht was das ganze soll, in unserer Family ist das halt etwas anders als bei euch vllt.. %-|

Ich will einfach nur wissen was ich tun kann, ich werde ihn natürlich vorher fragen ob er es versuchen möchte.

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