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Diabetes, Alkohol, Insulin

M2ei>sterO_G,lanz


Ich sehs nicht ganz gleich mit der A-Karte. Als Typ-1-Diabetiker leb irgendwie entspannter als die 2er, die ich kenn. Der ganze "Man muss aufs Essen schauen"-Druck, den erleb ich ja gar nicht. Ob ich nun eine Gemüsepfanne mit wenigen KH ess oder einen Nudelauflauf mit vielen ... spritzen muss ich sowieso. Und ich kann nichts an der Lage ändern, die Zellen sind tot. Bei einem 2er kann sichs verschlimmern oder verbessern, er muss aber viel dafür tun.

Aber das nur nebenbei.

Du bist neu im Club und musst am Anfang auf viel verzichten. Dass da mal die Lust vorbei ist und man gern wieder "normal" leben möchte, ist klar. Und das kannst du auch. Mit Einschränkungen, versteht sich. Messen und spritzen gehört einfach dazu, da lässt sich nichts dran ändern. Klar, das Spritzen wäre mit einer Pumpe diskreter, aber auch die Dinger haben Nachteile. Muss jeder selbst wissen.

Es gibt Messgeräte, die ohne grosses Teststreifengefummel auskommen, was eine grössere Diskretion ermöglicht. Schau dir doch mal das Accu-Chek Mobile an. Ist zwar grösser als andere Geräte, dafür hast alles dabei und brauchst nicht immer daran rumzuhantieren, wenn du messen willst. Beim Spritzen wirst du irgendwann eine Technik entwickeln, wie dus ganz diskret machen kannst. Ich bin nun bald vier Jahre im "Club" und spritze selten am Tisch, meist irgendwo abseits. Gern auch aufm Klo, auch wenn das fast schon zu Entrüstungsstürmen führt in einschlägigen Foren. Warum auch immer ... Wichtig ist, dass du deine Dosis korrekt injizieren kannst, nicht gestört (also im Gedränge zB.) wirst und sicher sein kannst, dass alles drin ist. Das kommt mit der Zeit, keine Sorge.

Nun zum Thema Alkohol. Wie bei fast allem bei der Krankheit gehts am Ende nur so, dass man selbst testet, was wie funktioniert. Die Grundsätze hast du ja gelernt. Die Leber kann Glukose freisetzen, wenn du unterzuckerst, hast du aber getrunken, ist dieser Mechanismus gestört. Also ists ratsam, vor dem Schlafen wirklich nochmals zu messen und ggf. einige KH nachzulegen, ohne die zu spritzen.

Ich würd einfach behutsam rantasten. Nicht zu viel am Anfang. Dann kannst du auch beobachten, wie dein Körper auf den Alkohol reagiert. Und ja, es ist wichtig, dass dein Umfeld Bescheid weiss.

Kommt Zeit, kommt Erfahrung. Und bessere Werte. Nach zwei Monaten ist die Unsicherheit noch sehr gross, da sind Fragen völlig normal. Und das Bedürfnis, ein normales Leben zu führen wie vor der Krankheit, ebenso.

MUel2chenfM


Danke Louisiana fürs Grinsen auf dem Gesicht :-)

Nur noch so ein paar Dinge:

Ist es bei Euch auch so, dass das Insulin, wenn Ihr es Euch spirzt, brennt (auch bei kleinen Einheiten, wie drei) ?

Wie kann ich am besten Sushi einschätzen mit den KEs? Eigentlich muss man ja nur den Reis berechnen?!

Stimmt es, wenn Früchte noch nicht so reif sind, dass sie weniger KEs haben als wenn sie richtig reif und süß schmecken ?

Ich habe gerade Zuckerschoten vor mir liegen und frage mich, muss ich diese nun auch berechnen? Gemüse ja eigentlich nicht.. Aber der Name, Zucker -grins- Mit sowas beschäftige ich mich noch sehr, vielleicht zu sehr...

Ich fühle mich sehr allein mit dieser Erkrankung, leider ! Und ich möchte so viel wie möglich (und wahrheitsgemäß) darüber erfahren, wie mein Körper reagiert und solche Dinge !

Einen Diabertikerausweis habe ich immer dabei, genauso wie meine Pens und Nadeln und mein Messgerät und Traubenzucker !

Und heute Abend trinke ich mal ein Glas Wein und probiere es... Ich versuche auch meine KEs relativ sicher zu wissen und zu spritzen !

Ich wohne alleine und von daher kann mir niemand helfen, wenn ich mal in diese Situation kommen sollte und im Unterzucker nichts mehr machen kann... Aber das wird nicht vorkommen, denn ich weiß meine Anzeichen mittlerweile sehr, sehr gut ! Deshalb hat mir das Wissen auch gut geholfen, dass die Leber noch Zucker ausschüttet im Notfall !

Dir danke ich auch recht herzlich Meister_Glanz für deine Worte !!!

:-D

LUouis`iana


Ist es bei Euch auch so, dass das Insulin, wenn Ihr es Euch spirzt, brennt (auch bei kleinen Einheiten, wie drei) ?

Also ich spritze ja nicht mehr. Aber, ich kenn das, dass es manchmal gebrannt hat, ich glaub, das ist einfach nur, weil man irgendeinen kleinen Haarnerv erwischt hat. Manchmal erwischt man auch ein kleines Kapillargefäß, dann kommt ein Bluttröpfchen, naja, alles kein Problem.

Wie kann ich am besten Sushi einschätzen mit den KEs? Eigentlich muss man ja nur den Reis berechnen?!

Ja. Der Reis hat KH, aber es sind ja kleine Mengen, also brauchst Du weniger als bei einem Risotto.

Stimmt es, wenn Früchte noch nicht so reif sind, dass sie weniger KEs haben als wenn sie richtig reif und süß schmecken ?

Klar. Sie schmecken süßer, weil mehr Fruchtzucker enthalten ist. Gleiches gilt für Wein: Trockener hat weniger Zuckergehalt als lieblicher.

Ich habe gerade Zuckerschoten vor mir liegen und frage mich, muss ich diese nun auch berechnen? Gemüse ja eigentlich nicht.. Aber der Name, Zucker -grins- Mit sowas beschäftige ich mich noch sehr, vielleicht zu sehr...

Ich hab mir gleich am Anfang ein kleines Nachschlagewerk zugelegt, das hatte ich eine zeitlang in der Handtasche dabei.

Hattest Du eigentlich keine Ernährungsberatung bei der Einstellung?

Ich fühle mich sehr allein mit dieser Erkrankung, leider ! Und ich möchte so viel wie möglich (und wahrheitsgemäß) darüber erfahren, wie mein Körper reagiert und solche Dinge !

Das kommt mit der Zeit, da braucht es einfach etwas Geduld.

Einen Diabertikerausweis habe ich immer dabei, genauso wie meine Pens und Nadeln und mein Messgerät und Traubenzucker !

Ja, ist ja auch gut so. Die Geräte sind mittlerweile so klein, das passt alles in die Handtasche. Ich hatte (bzw habe noch) den Berli Pen, der sieht aus wie ein etwas dickerer Kugelschreiber, den hatte ich teilweise auch wie einen Kugelschreiber in der Brusttasche oder in der Innentasche meiner Jacke. Ich hab damals sehr darauf geachtet, mit den modernsten Geräten ausgestattet zu sein.

Ich wohne alleine und von daher kann mir niemand helfen, wenn ich mal in diese Situation kommen sollte und im Unterzucker nichts mehr machen kann... Aber das wird nicht vorkommen, denn ich weiß meine Anzeichen mittlerweile sehr, sehr gut ! Deshalb hat mir das Wissen auch gut geholfen, dass die Leber noch Zucker ausschüttet im Notfall !

Ja, das ist unangenehm, ich lebe nicht allein. Aber so oder so mußt Du schon einen argen Fehler machen und dann auch sämtliche Warnzeichen Deines Körpers ignorieren, wenn Dir was ernsthaftes passieren soll.

Ich sehs nicht ganz gleich mit der A-Karte. Als Typ-1-Diabetiker leb irgendwie entspannter als die 2er, die ich kenn. Der ganze "Man muss aufs Essen schauen"-Druck, den erleb ich ja gar nicht. Ob ich nun eine Gemüsepfanne mit wenigen KH ess oder einen Nudelauflauf mit vielen ... spritzen muss ich sowieso. Und ich kann nichts an der Lage ändern, die Zellen sind tot. Bei einem 2er kann sichs verschlimmern oder verbessern, er muss aber viel dafür tun.

Naja, der Vorteil bei Typ2 ist, dass man was machen kann - kannste als Typ1 nicht mehr, weg ist weg. Was richtig ist, man muß als Typ2 viel dafür tun, um was zu verbessern, aber bei mir hat's geklappt, ich spritze seit 1,5 Jahren nicht mehr, muß mich dafür natürlich etwas disziplinieren, aber wenn man eh mit Übergewicht zu kämpfen hat, ist es eigentlich egal, kürzertreten muß man sowieso. Der Gedanke, den Zucker allein mit Bewegung und entsprechendem Essen in Schach halten zu können, ist doch ein schönes Gefühl.

Ich finde es schon erstaunlich, wie die Insulinresistenz bei mir zurückgegangen ist mit abnehmendem Gewicht. Früher mußte ich schon wegen ner Scheibe Brot spritzen, mein Faktor war 1,8.

Aber wie es auch sei, Typ1 oder 2, raussuchen kann man es sich nicht sondern muß das Beste daraus machen.

M<eiste\r_G2lanxz


Man kann auf beide Krankheiten verzichten, das ist klar. ;-)

Brennen kanns, wenn das Insulin zu kühl ist oder man, wie Louisiana schreibt, ein Gefäss trifft. Ist aber nicht weiter schlimm.

Gemüse ist nicht per se nicht zu spritzen. Kann je nachdem ziemlich viele KH enthalten. Im Internet gibts einige Nährwerttabellen, schaus dir mal an.

Mwaru/labaxum


Ich würde mal alles, was Du isst, bei fddb eintragen. Eine Waage hast Du ja hoffentlich in der Küche – sollte man als Diabetiker haben. Bei fddb werden Dir auch die BE's ausgerechnet.

Und dann würde ich mir den LOGI Guide kaufen, ca. 8 €.

Da ist wunderbar sortiert nach viel oder weniger KH.

Ich esse höchstens 75 g KH täglich. Habe keine BZ-SChwankungen, jeder Zucker liegt zwischen 90 und 120.

L3ouisxiana


Wow, 75gr KH? Das krieg ich nicht hin.... Schon die Banane zum Frühstück, oder ein kleines Müsli mit 30gr nur halb so viel wie als Portion lt. Packung genannt..... Oder ein Brötchen.... Mittags dann Eintopf mit Gemüse, da sind ja auch KH drin, selbst wenn es KH-arm ist... das läppert sich zusammen über den Tag verteilt, auch ohne Schokolade oder mal ner kleinen Nascherei.... also wenn ich unter 100gr KH bin ich schon echt stolz.

Wie ernährst Du Dich, dass Du so wenig KH zusammensammelst? Wie sieht Dein Frühstück, Dein Mittagessen, Dein Abendbrot aus?

MNarpulaba:uxm


Frühstück: griechischer Joghurt, 20 g Walnüsse, 20 g frisch gemahlene Leinsamen, 5 g Flohsamenschalen, 100 g Apfel

> 19 KH

Mittags nur Gemüse mit Fleisch, Fisch, Feta , Gemüse achte ich drauf, dass eben wenig KH drin sind.

Abends: meistens einen Salat mit viel Pilzen, Ei, Feta, Tomate, Oliven

Schokolade esse ich nur mal ein STückchen mit 90 oder 99 % Kakaoanteil. Den ganzen süssen SChe.ß, der mir Diabetes und den dicken HIntern eingebracht hat, brauche ich nicht mehr. Da ja kaum KH zugeführt wird, hat man eben keinen Hunger auf Süßes.

Unschlagbar mein Schokopudding: Banane quetschen, kleinen Schuß Wasser zugeben, 30 g richtigen Kakao mit Pürrierstab sämig machen, 100 g Sahne schlagen, unterrühren, dazu eine Prise echte Vanille, 2 TL geröstete Haselnüsse unterrühren.

Das macht über Stunden satt und ersetzt bei mir eine komplette Mahlzeit: KH ca. 35

Ich esse natürlich nicht jeden Tag diesen Pudding, wenn dann ist das mein Abendessen.

ca.20 g KH zum Frühstück, 35 g KH zum Abend, dann esse ich mittags als Beispiel 1 Forelle mit Spitzkohl oder Aubergine oder wieder vielen Pilzen, das mit den 75 g KH kommt recht gut hin.

Und wenn es mal 100 g KH werden, geht die Welt auch nicht unter.

Ich plane ziemlich genau, wann, was wo und wie. Besonders auch, wenn ich unterwegs bin. Meine Zuckerwerte ist total im Normalbereich, seitdem ich so konsequent bin. Ich war allerdings auch nicht insulinpflichtig und Metformin soll ich auch nicht nehmen, weil ich inzwischen so gute Werte habe.

M5eisterr_Glanxz


Das ist individuell betrachtet, für jemanden mit Typ-2-Diabetes natürlich super. Und wers ohne Medikamente schafft, der hat meinen Respekt in dieser Situation verdient.

Mit einem normalen Alltag hat das aber wenig zu tun, und genau das wünscht sich die Eröffnerin ja. Zudem, ohne Medikamente kommt sie nicht aus. Ob da nun 75g KH gegessen werden oder 150 spielt keine Rolle. Insulin wird benötigt. Und ich persönlich empfinde es als Lebensqualität, Brot, Pasta, Reis und Kartoffeln regelmässig auf dem Teller zu sehen. Oder was Süsses.

Laut meiner Software ess ich durchschnittlich 12-13 KE am Tag. Mal mehr, mal weniger. Die Werte sind trotzdem sehr gut, weil ich eine gute Einstellung hab und mein Körper mitspielt.

M3elcah6enxM


Nun ja... So essen nach Plan ist nicht mein Ding ! Ich könnte das nicht ! Jeden Tag das Gleiche, ja okay, das Gemüse ect. kann man ja mal wechseln aber im Grunde ist es immer das Gleiche... Ne, damit würde ich nie glücklich werden können! Und ich wiege 53 Kilo von daher kann ich essen was ich möchte und das werde ich auch weiterhin, denn schließlich muss ich es mir ja nur "runterspritzen"...

Aber ich muss sagen, das schafft nicht jeder so diszipliniert zu sein wie du Marulabaum !

Die Eröfferin wünscht sich gute Ratschläge und vor allem Wahre !

So wie fünf Schlucke Cola 1 KE sind... Leicht zu merken... Man braucht nichts abzumessen, super Sache !

Gute Nacht, oder lieber, hoffentlich eine Nacht...

M~eisNteIr_Gxlanz


Ob das mit der Cola bei dir stimmt, kannst du mal rausfinden, indem du einen Deziliter Wasser abmisst und schaust, wie viele Schlucke du dafür benötigst. Dann hast DEINE Messgrösse. Ich kenn Leute, die kriegen die Menge in einem Schluck runter, da wärs dann fatal ;-)

Am meisten lernst du sowieso beim Beobachten der Mengen. Abgepacktes Brot sagt dir, wie viele KH drin sind. Das Brot vom Bäcker ist ziemlich vergleichbar damit, also kannst du überall Brot kaufen und die Werte übertragen. Wie viele KH eine Portion Reis oder Nudeln enthalten, kannst du daheim berechnen und dir einprägen, damit du im Restaurant eine ungefähre Ahnung hast, was du isst. Etc. Mit der Zeit gewinnst du Sicherheit und lebst befreiter.

L[ouiGssiana


Also so "hart" wie Marulabaum es macht, schaff ich das nicht. Vor allem ist mir aufgefallen, dass, wenn ich nur Fisch und Fleisch und Käse esse, ich nach ein paar Tagen einen Widerwillen bekomme und ein Steak gegen ne Scheibe Brot eintauschen würde. Und Schoki mit einem Kakao-Anteil von über 80% find ich persönlich zum Abgewöhnen ]:D 100gr Apfel zum Frühstück? Dann wäre das wohl ca. ein halber, ich verbrauche Obst immer komplett als einzelne Frucht, nicht zuletzt wegen dem Vitamingehalt, der beim Aufschneiden und Liegenlassen möglicherweise rapide sinkt. Aber Frühstück ist nicht mein Problem sondern das Abendbrot. Da gehen mir manchmal die Ideen aus, weil ich abends möglichst keine KH essen will, aber so Salat mit Feta, Oliven und Champignons klingt auch ganz interessant. Und die Idee mit Deinem Schokopudding muß ich mal ausprobieren, klingt interessant, muß ich mal ausprobieren. :)^

Die TE aber ist sehr schlank und braucht, denke ich, in keinster Weise auf KH achten, nur darauf, sie auch ordentlich runterzuspritzen. Meine Faustregel war: 2h pp nicht über 140, meistens war ich nach 2h schon wieder auf 100 oder so. Früh nüchtern war ich meist bei 105 - 110. Das bin ich auch jetzt ohne Spritzen. Ich glaub, da zeigt sich eben der DM, mein Mann, gesund, liegt früh bei ca. 80. Das hatte ich, seit ich die Diagnose habe, noch nie.

Cola mit Zucker trinke ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Ich habe es auch gehaßt, für Getränke spritzen zu müssen, und so ein Natursaft hat ja schon knackviel Zucker, selbst wenn es nur Fruchtzucker ist. Noch ein Tipp, falls es interesseriert (trotzdem Du ja schlank bist): Stevia. Süßt ungemein und ist, glaube ich zumindest, gesünder als Industriezucker. Auch wenn ich schlank wäre, würde ich wahrscheinlich mehr auf Fett stehen als auf KH, ich glaub, das ist auch eher nach der Natur.

Aber Du wirst sehen, das kriegst Du schnell in den Griff und wirst bald abends keine Angst mehr vor ner nächtlichen Hypo haben.

TCoolitItleteoolatxe


@Melchen

Nun weiß ich, dass ich ab jetzt auf gar nichts mehr verzichten möchte (ich habe es so satt!)

Ich möchte mich so wie andere fühlen !!

Genau so eine Einstellung hatte mein alter Freund Chris, bei dem mit 17 Diabetes diagnostiziert wurde.

Er hat schludrig und geschätzt gerechnet mit dem Insulin, immer fröhlich mit uns alles gesoffen und gefeiert. Denn er wollte auch so sein "wie alle anderen". Immer wieder hatte er stark Überzucker, dann wieder Unterzucker.

Mittlerweile, etwa 12 Jahre später ist er nach mehreren Organtransplantationen ein Pflegefall. (Dialyse, Hirnschädigungen...) :°(

Denk noch mal nach, Melchen.

pgrFaxa


Deshalb hat mir das Wissen auch gut geholfen, dass die Leber noch Zucker ausschüttet im Notfall !

Wie schon gesagt, dafür gibt es keine Garantie. Der Speicher der Leber ist nicht unerschöpflich.

Wenn er leer ist, kann auch nichts mehr ausgeschüttet werden.

Wenn du zb. zu viel Insulin gespritzt hast und die Leber Zucker ausschüttet bis sie "leer" ist und es ist noch zu viel Insulin vorhanden, wirst du ohne wenn und aber in den Unterzucker geraten. Dies kann auch durch Sport passieren, wenn du vorher zu wenig BE´s zu dir genommen hast.

Verlasse dich also nicht blind auf deine Leber.

Noch mal zum Alkohol.

Als Typ 1 sieht es natürlich etwas anders aus, als bei einem Typ 2er.

Wenn du zb. lieblichen Wein trinkst geht dein Blutzucker hoch, bei einem Typ 2er natürlich auch, aber dieser hat noch eine eigene Insulinproduktion, so das sehr hohe Werte abfangen werden können. Bei dir ist dies nicht möglich.

Es kann also nötig sein, je nachdem wieviel du trinkst, dass du etwas korrigieren musst. Eine Flasche Wein kann dich schon in einen gefährlichen Bereich bringen.

Taste dich also langsam ran, bis du weißt, wie dein Körper reagiert.

an denen meine Werte bei 300 liegen oder auch etwas unter 80...

Das ist ganz übel, vor allen für die Adern in deinen Augen (denke daran, dass du einmal im Jahr zum Augenarzt gehst).

Solch starke Schwankungen sind schlimmer, als wenn der Zucker zb. ständig bei 140 mg/dl liegen würde.

Du solltest so eingestellt sein, dass deine hohen Werte, nicht an die Nierenschwelle (max. 180 mg/dl) herankommen und deine tiefen Werte nicht unter 70 mg/dl kommen. Wenn du dies schaffst, wirst du einen HbA1c von rund. 6,5% haben (wahrscheinlich sogar etwas besser) und bist auf einem guten Weg, was die Spätfolgen betrifft.

Ausrutscher wird es immer geben, dass lässt sich leider nicht immer vermeiden.

bxeteztlenjuicex21


Also mal von der "anderen Seite" aus gesehen, wir bringen Kindern den Umgang mit Typ 1 bei... und da ist auch nirgendwo von Verzicht die Rede.. die können essen was immer sie wollen.. standardregel nur: genau ausrechnen und eben vorher wissen was man gleich essen will, damit man rechnen kann...

Aber ob das nun Gummibärchen oder Möhren sind... ob Fleisch oder Weißbrot... solange der BZ nicht entgleist ist es doch egal... also bei Typ 1 spielt die Ernährung keine größere Rolle als bei jedem anderen...

und nur weil hier freunde schludrig waren wird das der TE auch unterstellt weil sie auf nichts verzichten will und auch nicht auf Alkohol? sehr seltsam...

M>arul@ab~auxm


Die TE aber ist sehr schlank und braucht, denke ich, in keinster Weise auf KH achten, nur darauf, sie auch ordentlich runterzuspritzen.

Nun ja, es sind eben logisch gesehen die Kohlenhydrate, die man wegspritzen muß.

Ich war letztes Jahr in Toronto, wo man in den U-Bahnen Werbung von Kampagnen einer Diabetesklinik verbreitete.

Mein Cousin dort ist auch Diabetiker und hat sich nach diesem Programm ernährt und er kam auch relativ schnell von Medikamenten runter. Gewicht verliert man automatisch. Die Bauchspeicheldrüse scheint sich zu regenerieren.

Das Einzige, was den Blutzuckerspiegel schwanken läßt, sind eben die Kohlenhydrate. Und wenn man da sparsam mit umgeht, kommt es logischer Weise auch nicht zu Schwankungen.

Ich habe früher oft und gerne Mangos gegessen. Lecker, hatte aber nach dem Genuss einer Mango einen Zucker von 260. Ich esse Mango heute, wenn ich sie esse, in Portionen zu 50 g, dann auch noch zusammen mit Joghurt, damit der Körper den Fruchtzucker nicht pur bekommt.

Es ist angewöhnte "Lebensqualität", zu meinen man bräuchte Brot und Reis und Kartoffeln.

Das Argument, ich würde mit meiner ERnährungsform immer dasselbe essen, kann ich zurückgeben. Brot und Konsorten ist immer dasselbe – und gerade für eine Organ, das nicht mehr funktioniert, immer ein weiterer Peitschenschlag.

Offensichtlich kann es zumindest bei Typ 2 eine Erholung des Organs bedeuten. Und was ich auf dem Teller habe, ist genau

so

abwechsungsreich, wie

ich

das gestalte. Und keineswegs dauernd dasselbe.

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