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Schlechter Blutzuckertest, aber Langzeitwert bei 5,8

b`orisU06224 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin ganz neu hier und würde mich über Hilfe freuen.

Vor ca. 2 Jahren wurde bei mir eine Insulinresistenz festgestellt. Mein Nüchternwert war immer zu hoch, ca. 110-120, die anderen Werte waren ok. Mein Arzt sprach von Pre-Diabetes. Wir haben dann versucht durch Ernährungszumstellung, Gewichtsverlust (bin leicht übergewichtig) den Wert zu normalisieren. Das klappte leider nicht. Der Langzeitwert blieb immer bei 6,1-6,2.

Nun war ich längere Zeit krank und habe dabei 15 kg abgenommen. Mein Nüchternwert war plötzlich immer um 98. Wegen anderer Beschwerden war ich heute bei einem anderen Diabetologen/Endokrinologen. Dort machte ich einen Blutzuckerbelastungstest (hatte ich lange nicht gemacht, sonst untersuchte mein Arzt immer nur den LZW). Der Test fiel sehr schlecht aus. Erst war mein Nüchternwert bei 142 (!), was mir völlig unverständlich ist, nach einer Stunde dann 220, nach 2 Stunden 180. Der Langzeitwert aber lag bei 5,8.

Gespräch mit dem Arzt habe ich leider erst nächste Woche. Ich bin jetzt aber völlig irritiert. Die Arzthelferin meinte, da müsste ich jetzt wohl Tabletten nehmen...

Ich muss dazu sagen, dass ich derzeit starke Schlafstörungen habe und in der vergangenen Nacht nur 3 Std. geschlafen hatte. Kann das den hohen Nüchternwert erklären. Was meint Ihr zu den Werten? Bin dankbar für einen Rat!

Antworten
MHeis>ter~_G;lanxz


Stress kann zu einem erhöhten Blutzucker führen, wenn der Stoffwechsel eh etwas gestört ist.

Ich würd mich an deiner Stelle nicht zu sehr davor fürchten, deinen Stoffwechsel mit Medikamenten zu unterstützen. Es hilft dir. Du lebst entspannter. Und langfristig gesünder.

Was die Arzthelferin sagt, muss noch nicht dem entsprechen, was der Arzt sagen wird. Aber wenn bei dir das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, bereits erhöht ist, wirds irgendwann ja mal soweit sein, dass du mit der medikamentösen Therapie starten musst.

Gesund sein ist natürlich besser als krank sein. Aber richtig therapiert lebt man gut mit der Krankheit.

Emhemaliger ZNutzer (#232573x1)


Wenn deine Werte wirklich immer so hoch sind, sollte man da was dran tun, denn sonst riskiert du Folgeprobleme.

m$arion> ausY wiern


der langzeitwert=hba1c ist der durchschnitt der BZ-werte der letzten 8-12 wochen

allerdings ist es so,dass spitzen die kürzer (als 2-3 std,glaube ich)andauern nicht "gespeichert"werden

wenn du sehr aufgeregt warst beim test,kanns durchaus höhere werte als sonst machen.

bCoris0x6224


OK. Wenn ich aber zu Hause nach dem Essen messe, habe ich nie so hohe Werte. Ernähre mich ja schon so, dass ich blutzuckersteigernde Nahrung verringert habe. Und der Nüchternwert ist auch unter 100.

SEchplitzaVugex67


Solche Werte hatte ich auch. Seitdem ich konsequent ohne Brot, Nudeln und Kuchen lebe, natürlich auch ohne Zuckern, habe ich nie wieder einen Wert über 120 überhaupt gehabt.

b0orisp06x224


Und nimmst Du trotzdem Metformin o.ä.?

SPchlBitza?ugex67


Und nimmst Du trotzdem Metformin o.ä.?

Nein, wozu??

Wenn der Blutzucker nicht durchs Essen von KH hochgepuscht wird, ist er total stabil. Ich esse ca. 50 – 70 g KH pro Tag, die natürlicher Weise in Obst und Gemüse vorkommen.

Mein Langzeitwert war deutlich erhöht, ist jetzt total im Normbereich.

Ein Medikament macht da doch gar keinen Sinn – höchstens für di Pharmaindustrie.

b<oris}0622x4


Hm, das ist ja auch meine Meinung. Hast Du denn auch wieder einmal einen Blutzuckerbelastungstest gemacht? Wie war das Ergebnis – auch ok?

Swchlit'zauge6x7


Ich hatte nie einen Belastungstest. Wozu denn? Der Langzeitblutzucker war erhöht, der Blutzucker der ersten Blutabnahme fast 200.

Damit war doch klar, dass ich Diabetes habe. Altersdiabetes eben.

Da noch Glucose als Test draufzukloppen hat mein Arzt strikt abgelehnt. Er würde zwar dran verdienen, für meine Gefäße aber wäre das Sch..ße.

Für ihn war die Sache kloßbrühenklar. Er sagte mir: es gibt 2 Möglichkeiten:

1. Reduzieren sie die KH's und schauen wir, was passiert. Und wir machen nach 6 Monaten wieder einen Langzeitwert.

2. Ich verschreibe Ihnen Metformin, sie machen gar nichts, essen weiter (unvernünftig) wie bisher (war bislang so) und irgendwann nehmen sie nicht nur Metformin sondern sie müssen auch Insulin spritzen.

Das war der Schuß vor den Bug.

Überhaupt war der letzte Langzeitwert unter 5.

b@or~is0L6x224


Genau das hatte mein 'erster' Arzt auch gesagt. Der Langzeitwert ist ja nun gesunken auf 5,8, der Nüchterwert auf unter 100. Was beim Arzt jetzt gemessen wurde, weiß ich nicht. Kann das nicht ein Messfehler sein? Ich hatte die ganze Woche vorher gemessen und es war immer um 98 morgens.

Aber die Antworten bisher, wenn ich sie richtig verstehe, sagen ja eigentlich, dass man trotzdem aufgrund des schlechten Belastungstests, Medikamente nehmen sollte...

SFchl4itzqaugex67


Ich nehme doch auch keine Tablette gegen Kopfschmerzen, wenn ich gar keine Kopfschmerzen habe.

Warum also ein Medikament, wenn ich überhaupt keine erhöhten Werte beim Blutzucker mehr habe? Ich kann 40 Minuten nach einer Mahlzeit den Blutzucker messen. Der ist dann 111 oder 119. Das ist doch völlig ok.

(Fast) keine KH – und alles ist im grünen Bereich.

Metformin – ich kann ja nur von mir reden – kann ich mir sparen.

Rva7inGerx8


Hallo Boris,

du kannst es natürlich genauso wie Boris machen: So wenig KH essen, dass dein BZ in der Spitze unter 140 bleibt. Eine gute Anleitung dazu findest du [[http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf hier]].

Du redest von Spitzen um die 180 mg/dl, damit verschärft sich dein Diabetes früher oder später automatisch. Das könntest du mit Metformin abmildern. Unter 140 zu bleiben ist übrigens für dich bestimmt ganz einfach. Dazu brauchst du wahrscheinlich gar nicht viel KH wegzulassen und könntest dir das Metformin sparen.

Beste Grüße, Rainer

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